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Medienkritik zur GZSZ-Rolle „Amar“

Hamburger Schauspieler Thando Walbaum in klischeebehafteter Rolle bei populärer RTL-Daily-Soap

(Autor: Ghassan Abid)

Stereotypische Afrika-Bilder halten sich auch im 21. Jahrhundert hartnäckig in der deutschen Medienlandschaft. Insbesondere TV-Produktionsfirmen greifen auf altbewährte Klischees zurück. Hungernde Afrikaner, die im Busch leben und von der westlichen Lebensweise kaum etwas verstehen. Und wenn Dunkelhäutige mitspielen, dann meist in entsprechender Rollenbesetzung. UFA Serial Drama – die für die in Potsdam-Babelsberg gedrehte Daily-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) zuständig ist – fiel mit der Etablierung der Rolle des afrikanischen Flüchtlings „Amar“ hierbei auf. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ fragte bei den Verantwortlichen nach.

RTL/Rolf Baumgartner

© Seit der Folge 5.768 am 19. Juni 2015 ist Thando Walbaum, dessen Vater aus Südafrika stammt, in der Rolle des afrikanischen Flüchtlings „Amar“ zu sehen. Es liegt der Verdacht nahe, dass der Hamburger Schauspieler nur aufgrund seiner dunklen Hautfarbe die klischeebehaftete Rolle bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) bekommen hat. (Quelle: RTL/Rolf Baumgartner)

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Verzerrtes Afrika-Bild der ARD

Öffentlich-rechtliche Spielfilme zwischen Klischee-Erfüllung und Stereotypen-Bedienung

(Autor: Ghassan Abid)

Zur ersten Septemberhälfte 2014 sendete die ARD mehrere Afrika-Spielfilme. „Stürme in Afrika, „Für immer Afrika“ oder „Meine Heimat Afrika“ handeln typischerweise davon, dass deutsche Bürger im südlichen Afrika in einer Safari-Umgebung nach der großen Liebe suchen, eine familiäre Angelegenheit zu regeln haben oder der einheimischen Bevölkerung helfen wollen. Man kriegt stets den Eindruck vermittelt, als würde die ARD die Realität im Ausland bewusst ausblenden. Eine Medienkritik ist längst überfällig.

Radio Arabella München

© Die Schauspielerin Christine Neubauer ist besonders gefragt, wenn es darum geht, in Afrika-Spielfilmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mitzuspielen. Dabei bedient sich die ARD in ihren Produktionen gängigen Klischees und Stereotypen zum afrikanischen Kontinent. Eine Medienkritik ist längst überfällig. (Quelle: flickr/ Radio Arabella München)

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