Schlagwort-Archive: Desmond Tutu

Wegen Homo-Ehe von Kirche verteufelt

Tochter von Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu soll Priesteramt in Südafrika entzogen werden

(2010sdafrika-Redaktion)

Mpho Tutu, die Tochter des populären Apartheid-Gegners und Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu, soll das Priesteramt nach dem Willen der Kirche Südafrikas dauerhaft entzogen werden. Mit ihrer Heirat der aus den Niederlanden stammenden Infektiologin Marceline van Furth sorgte Tutu für einen landesweiten Eklat. Die gleichgeschlechtliche Eheschließung entspreche nicht dem christlichen Glauben. Aus diesem Grund solle sie ihres Amtes enthoben werden. Mpho Tutu will jedoch freiwillig gehen.

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© Mpho Tutu, die Tochter des populären Apartheid-Gegners und Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu [beide im Bild], soll nach dem Willen der südafrikanischen Kirche ihr Amt als Priesterin verlieren. Mit ihrer Heirat einer Frau würde sie gegen die Grundwerte des Christentums verstoßen. (Quelle: Mpho Tutu/ Facebook)

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Tausende bei Zuma-Must-Fall-Demos

In Pretoria, Johannesburg und Kapstadt wurde der Rücktritt von Präsident Jacob Zuma gefordert

(2010sdafrika-Redaktion)

Der heutige 16. Dezember ist in Südafrika ein gesetzlicher Feiertag. Als Tag der Versöhnung erinnert dieser an die einstigen Rivalitäten zwischen Weißen und Schwarzen bzw. an das Ende der Apartheid. Bewusst ist dieser wichtige Termin ausgewählt worden, um gegen Staatspräsident Jacob Zuma zu demonstrieren. Tausende Südafrikaner gingen auf die Straßen der Städte Pretoria, Johannesburg und Kapstadt, um seinen Rücktritt lautstark zu fordern.

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© Tausende Menschen kamen unter dem Slogan „Zuma Must Fall“ in Pretoria, Johannesburg und Kapstadt zusammen, um den Rücktritt von Staatspräsident Jacob Zuma zu fordern. Er sei korrupt, habgierig und handele nicht im Interesse der Bevölkerung Südafrikas, hieß es von den Demonstranten. (Quelle: James van der Hoven)

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Südafrika debattiert über Israel-Sanktionen

Eine Viertelmillion Pro-Palästina-Demonstranten in Kapstadt setzen Regierung unter Handlungsdruck

(2010sdafrika-Redaktion)

Am gestrigen Samstag demonstrierten nach Angaben der Veranstalter rund eine Viertelmillion Kapstädter für ein Ende der Offensive Israels in Gaza und gleichzeitig für die Unabhängigkeit Palästinas. Andere Quellen gehen von 100.000 bzw. 200.000 Demonstranten aus. Jedoch spielt für den gegenwärtigen Handlungsdruck der Regierung in Pretoria die Anzahl der Demo-Teilnehmer keine Rolle. Denn die Öffentlichkeit erwartet eine Reaktion von Präsident Jacob Zuma gegen Israel. Lange wird sich Zuma dem Appell seines Volkes nicht entziehen können.

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© Am 9. August demonstrierten nach Angaben der Veranstalter rund eine Viertelmillion Pro-Palästina-Demonstranten in Kapstadt. Präsident Jacob Zuma wird zum Handeln gegen den jüdischen Staat aufgefordert. Neben diplomatischen sollen auch wirtschaftliche Maßnahmen gegen Israel verhängt werden. (Quelle: Privat)

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Waffenembargo gegen Israel gefordert

Südafrikas Intellektuelle fordern Sanktionen gegen jüdischen Staat. Zehntausende gehen auf die Straßen

(2010sdafrika-Redaktion)

In diesen Tagen erreicht das Image Israels in Südafrika einen neuen historischen Tiefstand. Während in Johannesburg und Kapstadt nach Angaben der Organisatoren rund 40.000 Menschen auf die Straße gingen, um ein Ende der israelischen Offensive in Gaza zu verlangen, melden sich nun auch die südafrikanischen Intellektuellen zu Wort. Sie fordern, dass die internationale Gemeinschaft ein Waffenembargo gegen den jüdischen Staat verhängen sollte. Die Persönlichkeiten sehen sich in der Tradition Nelson Mandelas.

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© In Südafrika hat sich seit Jahren eine erfolgreiche Pro-Palästina-Kampagne entwickelt, der zahlreiche Intellektuelle wie der Nobelpreisträger Desmond Tutu angehören. Bereits in den 1990er-Jahren hatte sich Nelson Mandela als Freund der Palästinenser bezeichnet und die Freiheit Südafrikas vom Schicksal der Araber abhängig gemacht. (Quelle: flickr/ Books Live)

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Fünfte Parlamentswahlen in Südafrika

Politische Katerstimmung am Kap. Die Unzufriedenheit über Parteien ist groß. Der ANC hat viele enttäuscht

(Autor: Johannes Woywodt)

Es sind die Bilder der hundertmeter- wenn nicht sogar kilometerweiten Schlangen an wartenden Menschen, die vor 20 Jahren von Südafrika aus um die Welt gingen. Schwarze Südafrikaner, die den mitunter weiten Weg zu den Wahlkabinen auf sich nahmen, um erstmalig am 27. April 1994 frei wählen zu dürfen. Trotz der drückenden Hitze und der brennenden Sonne harrten die Menschen im Freien aus und ließen auch die langen Wartezeiten geduldig über sich ergehen.

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© Die 68-jährige Rosie Vena gehört zur Mehrheit der Südafrikaner, die unter ärmlichen Bedingungen in einem Township leben müssen. Die aus der Umgebung von Port Elizabeth stammende Frau wählte auch bei den Wahlen 2009 den ANC, doch verbessert hat sich für sie kaum etwas. Rosie ist enttäuscht. Die politische Katerstimmung hat 2014 deutlich zugenommen. Millionen Bürger werden nicht wählen gehen – aus Protest. (Quelle: flickr/ BBC World Service)

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20 Jahre Demokratie in Südafrika

Freude und Ernüchterung am Freedom Day 2014: Eine Regenbogennation auf Abwegen?

(2010sdafrika-Redaktion)

Am heutigen Freedom Day feiert eine Nation das Ende der Apartheid und somit den Beginn von Freiheit und Demokratie in Südafrika. Vor genau zwanzig Jahren fanden die ersten freien Parlamentswahlen am Kap statt. Doch mittlerweile machen sich Freude und Ernüchterung breit. Die Republik im südlichen Afrika muss nun ohne ihre Ikone Nelson Mandela auskommen.

Ted Eytan

© Am heutigen Freedom Day zelebriert Südafrika zum zwanzigsten Mal die Demokratie und Freiheit am Kap. Allerdings waren noch nie so viele kritische Stimmen zu hören wie es gegenwärtig der Fall ist. Das Erbe Nelson Mandelas droht ins Leere zu laufen. (Quelle: flickr/ Ted Eytan)

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Mandela ist Präsident

Als Vater der Nation sich für die Versöhnung der Ethnien eingesetzt

(Autorin: Nadja Krupke)

– MANDELA-Spezial –

„Never, never and never again shall it be that this beautiful land will again experience the oppression of one by another and suffer the indignity of being the skunk of the world.Nelson Mandela

Nach seiner Wahl am 10. Mai 1994 stellte Nelson Mandela sich zum ersten Mal vor dem Volk und plädierte, dass Südafrika nie wieder unter den menschenunwürdigen Verhältnissen leiden solle, wie es in der Apartheid der Fall war. Er war der erste Präsident der Südafrika die Demokratie und den Frieden brachte und der den Menschen wieder Hoffnung schenkte. Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Eine Zukunft ohne Rassenhass und Rassentrennung. Eine Zukunft mit politischer, sozialer und wirtschaftlicher Gleichberechtigung.

© Nelson Mandela war der erste schwarze Präsident Südafrikas. Während seiner Amtszeit von 1994 bis 1999 setzte er sich für eine friedliche Transformation des Landes ein (Quelle: flickr/ Geoff's Trains)

© Nelson Mandela war der erste schwarze Präsident Südafrikas. Während seiner Amtszeit von 1994 bis 1999 setzte er sich für eine friedliche Transformation des Landes ein. (Quelle: flickr/ Geoff’s Trains)

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