Schlagwort-Archive: Dienstwaffe

Das lukrative Geschäft mit der Angst

Südafrika im Würgegriff: Hohe Kriminalitätsrate, schwache Polizei und einflussreiche Waffenlobby

(Autor: Ghassan Abid)

Mit dem „Firearms Control Act, 2000 (Act No. 60 of 2000)“ ist jedem südafrikanischen Bürger das Recht ermöglicht worden, Schusswaffen zu erwerben und zu benutzen. Im Gesetz steht, dass „jeder Bürger das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Sicherheit hat“. Die Vergabe von Lizenzen und Genehmigungen reguliert diese Ambition. Doch zum Schutz und zur Selbstverteidigung des einzelnen Bürgers hat das Gesetz kaum beigetragen – im Gegenteil. Die Furcht vor einen kriminellen Übergriff ist allgegenwärtig. Lediglich die Waffenlobby profitiert vom Geschäft mit der Angst.

© Südafrika hat ein ernstes Waffenproblem. Neben den lizensierten Waffen, existiert am Kap auch ein illegaler Waffenhandel. Vor allem Kleinkriminelle und Mitglieder der Organisierten Kriminalität nutzen Schusswaffen. Jeden Tag sterben rund 45 Personen in Südafrika durch den Einsatz von Schusswaffen. (flickr/ Pål Joakim Olsen)

© Südafrika hat ein ernstes Waffenproblem. Neben dem Kauf von lizensierten Waffen blüht am Kap auch der illegale Waffenhandel. Vor allem Kleinkriminelle und Mitglieder der Organisierten Kriminalität nutzen Schusswaffen. Jeden Tag sterben rund 45 Personen in Südafrika durch deren Einsatz. (flickr/ Pål Joakim Olsen)

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Regierung verwarnt Polizei

Suspendierungswelle nach Daveyton: Polizeichefin und Geheimdienstminister machen ernst

(2010sdafrika-Redaktion)

Nach Bekanntwerden des Todes eines 27-jährigen Mosambikaners im Township Daveyton durch Polizisten, hat National Police Commissioner Riah Phiyega – die Polizeichefin Südafrikas – die beteiligten Beamten suspendiert. Acht Beamte mussten ihre Dienstwaffen abgeben. Zudem ist der Leiter der örtlichen Polizeiwache aus Daveyton abgezogen worden, solange die Ermittlungen der Polizeiaufsicht IPID andauern.

© Polizeichefin Riah Phiyega und Geheimdienstminister Siyabonga Cwele, der in Vertretung das Amt des Polizeiministers bis Mitte März 2013 ausübt, kündigen harte Konsequenzen für Polizisten an, die sich außerhalb des Gesetzes bewegen und brutal gegen die eigenen Bürger vorgehen. Die politische Führung am Kap reagiert erstmalig ungewohnt scharf auf die eigene Polizeibehörde SAPS. (Quelle: flickr/ GovernmentZA; collage/ 2010sdafrika)

© Polizeichefin Riah Phiyega und Geheimdienstminister Siyabonga Cwele, der in Vertretung das Amt des Polizeiministers bis Mitte März 2013 ausübt, kündigen harte Konsequenzen für Polizisten an, die sich außerhalb des Gesetzes bewegen und brutal gegen die eigenen Bürger vorgehen. Die politische Führung am Kap reagiert erstmalig ungewohnt scharf auf die eigene Polizeibehörde SAPS. (Quelle: flickr/ GovernmentZA; collage/ 2010sdafrika)

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Vorbestrafte in Polizeiuniform

Von Raub bis zur Vergewaltigung: 74 „Police Reservists“ aus KwaZulu-Natal sind vorbelastet

(Autor: Ghassan Abid)

Das südafrikanische System kennt seit 1995 mit dem „South African Police Service Act (Act No 68 of 1995)“ und ermöglicht die Tätigkeit des „Police Reservist“. Darunter versteht man den Einsatz von freiwilligen Bürgern in ihrer Kommune, die über die selben Kompetenzen wie Polizeibeamte des „South African Police Service (SAPS)“ verfügen. Voraussetzung für dieses Amt ist die Erlangung des Abiturs und ein sauberes Strafregister des Bewerbers.

© Südafrikas freiwilliger Polizeidienst erlebt einen Skandal: 74 sogenante "Police Reservists" aus der Provinz KwaZulu-Natal üben polizeiliche Kompetenzen aus, obwohl diese bereits kriminell aufgefallen sind. Solche Ernennungen sind strikt unzulässig. Wie es dazu kommen konnte, ist unklar [hier Archivbild].(Quelle: flickr/ ER24 EMS)

© Südafrikas freiwilliger Polizeidienst erlebt einen Skandal: 74 sogenante „Police Reservists“ aus der Provinz KwaZulu-Natal üben polizeiliche Kompetenzen aus, obwohl diese bereits kriminell aufgefallen sind. Solche Ernennungen sind strikt unzulässig. Wie es dazu kommen konnte, ist unklar [hier Archivbild].(Quelle: flickr/ ER24 EMS)

Jeder Bürger mit dauerhaftem Wohnsitz in Südafrika kann die nächstliegende Polizeistation aufsuchen und dort ein Gespräch mit dem sogenannten „Reservist Coordinator“ wünschen. Dieser händigt dem Bewerber verschiedene Bewerbungsunterlagen aus und nimmt zusätzlich die Fingerabdrücke ab. Im weiteren Verlauf entscheidet dann eine Auswahlkommission, wer von den Bewerbern angehört wird.

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