Schlagwort-Archive: Dikgang Moseneke

Kap-Kolumne: Life-Esidimeni-Skandal

Das Elend im Gesundheits- und Sozialwesen: 143 Patienten mussten sterben – aus Kostengründen

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Richter Dikgang Moseneke ist immer wieder fassungslos. Die Aussagen der Zeugin Dr. Makgabo Manamela sind meist ausweichend, wirr, unzusammenhängend. Dr. Manamela ist nicht irgendwer in diesem Drama. Sie ist die suspendierte leitende Direktorin für den Bereich geistig behinderte Menschen bei der Gesundheitsbehörde der Provinz Gauteng. Sie war zuständig für Patienten, die mit staatlicher Hilfe u.a. bei dem privaten, also auf Gewinn orientierten Krankenhaus-Unternehmen Life Esidimeni untergebracht waren.

© Dr. Makgabo Manamela [im Bild] war die leitende Direktorin für geistig behinderte Menschen bei der Gesundheitsbehörde Gautengs. Ihre Behörde entschied, 1.300 Patienten, die beim Unternehmen Life Esidimeni untergebracht waren, aus Kostengründen auszulagern. Dabei starben 143 Menschen – ein Skandal.

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Kap-Kolumne: Gericht stützt Affirmative Action

Politik des Nachteilsausgleichs wird vom Verfassungsgericht in Südafrika höchstrichterlich bestätigt

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger West-Berliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.

Das südafrikanische Verfassungsgericht in Johannesburg hat in einem Urteil die Politik des Nachteilsausgleichs (Affirmative Action) und der Transformation bestätigt. Gleichzeitig gilt dies als schwere Niederlage derjenigen, die Affirmative Action als „umgekehrte Apartheid“ anprangern. Die Politik der Affirmative Action hat zum Ziel, die krassen Ungerechtigkeiten der Apartheid-Vergangenheit nach und nach auszumerzen.

Solidarity SA

© Die Polizeibeamtin Renate Barnard [im Bild] fühlte sich von ihrem Dienstherrn benachteiligt, da ihr aufgrund ihrer weißen Hautfarbe die Beförderung auf einen höheren Posten verweigert wurde. Das Verfassungsgericht in Johannesburg hat nun die Politik des Nachteilsausgleichs (Affirmative Action), die Rechtsgrundlage für die ethnische Personalauswahl, höchstrichterlich bestätigt. (Quelle: flickr/ Solidarity SA)

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