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Südafrika erlebt eigenen Snowden-Skandal

Hunderte Dokumente zu Südafrikas Geheimdienst SSA und Partnern wie CIA, Mossad, MI6 und FSB geleaked

(2010sdafrika-Redaktion)

Um 18 Uhr MEZ veröffentlichte der arabische TV-Sender Al Jazeera in Zusammenarbeit mit dem britischen Guardian unter dem Schlagwort „Spy Cables“ mehrere Artikel, die die Korrepondenz zwischen dem südafrikanischen In- und Auslandsgeheimdienst State Security Agency (SSA) und seinen Partnerdiensten CIA, MI6, Mossad, ASIO, FSB sowie anderen offenlegen. Unter den Dokumenten befinden sich auch Unterlagen mit der Geheimhaltungsstufe „Streng Geheim“, sodass eine Veröffentlichung dieser schutzbedürftigen Informationen mit erheblichen sicherheits- und außenpolitischen Schäden verbunden ist. Die Regierung in Pretoria erlebt den größten Spionage-Skandal in der Post-Apartheidsära. Die Folgen sind noch nicht absehbar.

Al Jazeera English

© Südafrikas Regierung gerät unter Druck, nachdem der arabische TV-Sender Al Jazeera in Zusammenarbeit mit dem britischen Guardian hunderte Geheimdokumente zugespielt bekommen hat, die die Korrespondenz der südafrikanischen Spionage mit den Partnerdiensten wie CIA und Mossad offenlegen. Die Zuma-Regierung hat nun einen eigenen Edward Snowden – einen Whistleblower. (Quelle: Screenshot/ Al Jazeera English)

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Lichtblick-Kolumne: Initiativen ausm Township

Der Nemato Rowing Klub, ein beliebtes Entwicklungs- und Transformationsprojekt

(Autorin: Melanie Akerboom berichtet in ihrer Kolumne über innovative Projekte aus den Townships. Gegenwärtig ist sie als Fotografin tätig. Im Vorfeld studierte sie Social Entrepreneurship in London, verbunden mit Arbeitseinsätzen in Südafrika.)

Als ich 2009 zum ersten Mal nach Port Alfred kam, war mir die positive Auswirkung, die Sport auf benachteiligte Kinder und Jugendliche haben kann, noch nicht bewusst. Als ich dann ein halbes Jahr später ein Praktikum im Community Development (in der Gemeindeentwicklung) in der ortsansässigen Universität anfing, änderte sich dies zunehmend. Ich lernte immer mehr unterschiedliche Initiativen im Township, wie den Nemato Rowing Klub, kennen. Der Ruderklub im Nelson Mandela Township (Nemato) wurde 2005 von Jan Blom als Entwicklungs- und Transformationsprojekt gestartet.

Nemato Rowing Club

© Jan Blom gründete Ende 2005 im Nelson Mandela Township einen Ruderklub, der aktuell 75 Mitglieder hat. Inzwischen gibt es dort auch einen Handball-, Fecht- und Gymnastikklub. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich die Organisation „Nemato Change a Life“ an.

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500.000 Vergewaltigungen pro Jahr in Südafrika

Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesentwicklungsminister

(Autor: Ghassan Abid)

    © Gudrun Kopp (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. (Quelle: Ingrid Lestrade)

© Gudrun Kopp (FDP), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. (Quelle: Ingrid Lestrade)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Gudrun Kopp, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Fünf Tage hielten Sie sich in Südafrika auf. Mit welchen Partnern wurden welche Sachverhalte thematisiert?

Antwort: Schwerpunktthemen meiner Reise waren Energie und Klimaschutz, die in Südafrika weit verbreitete Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie die aktuelle Situation im Bergbausektor. Ich habe unter anderem Gespräche mit meinen Amtskolleginnen und -kollegen aus dem Finanzministerium und Energieministerium und mit der Premierministerin der Provinz Western Cape, Helen Zille, geführt. Bei diesen Gesprächen habe ich neben unserer laufenden Kooperation die südafrikanische Regierung dazu ermuntert, der Rohstoff-Transparenzinitiative EITI [Anmerkung der Redaktion: Extractive Industries Transparency Initiative] beizutreten. Als größte Wirtschaftsmacht in Afrika und fünftstärkstes Bergbauland weltweit sollte Südafrika mit einem Beitritt zu EITI ein Zeichen für Transparenz und gute Regierungsführung setzen.

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