Schlagwort-Archive: Druck

Südafrikas Sicherheitspolitk endet im Fiasko

Regierung zieht nach massivem öffentlichen Druck die eigenen Truppen aus Zentralafrika ab

(Autor: Ghassan Abid)

Dreizehn Soldaten der südafrikanischen Armee starben Ende März bei einer Stabilisierungsmission in der Zentralafrikanischen Republik. Dann folgte der nationale Schock. Im Anschluss wurde die Regierung für den Einsatz in Zentralafrika scharf kritisiert. Teilweise ist der südafrikanischen Armee eine Beteiligung am illegalen Diamantengeschäft nachgesagt worden, welche prompt von höchsten staatlichen Stellen dementiert wurde. Fragen nach dem Sinn und Zweck kamen auf. Und nun zieht die Politik ihre Konsequenzen und beordert ihre Truppen zurück. Innerhalb von knapp einer Woche erlebt das demokratische Südafrika sein bislang größtes sicherheitspolitisches Fiasko auf dem afrikanischen Kontinent. Das Land steckt in einer tiefen Krise.

© Auf der Trauerfeier für die getöteten dreizehn Soldaten Südafrikas kochten die Emotionen hoch. Südafrikas politische Elite muss sich nun eingestehen, dass ihre Umsetzung von äußerer Sicherheitspolitik in Afrika grundlegend revidiert werden muss. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Auf der Trauerfeier für die getöteten dreizehn Soldaten Südafrikas kochten die Emotionen hoch. Südafrikas politische Elite muss sich nun eingestehen, dass ihre Umsetzung von äußerer Sicherheitspolitik in Afrika grundlegend revidiert werden muss. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

Weiterlesen

Phänomen Monsterwelle

Südafrikas Küste als Gefahrenzone für die Seefahrt. Kein Schiff ist vor den 30 Meter hohen Wellen sicher

(Autor: Ghassan Abid)

Schon seit Jahrhunderten erzählen Seefahrer gruselige Geschichten von riesigen Wellen auf hoher See, die alles mitreißen, was ihnen in die Quere kommt. In der Seefahrt gilt der Grundsatz, dass pro Woche irgendwo auf den Weltmeeren ein Schiff untergeht. Wellen mit einer Höhe von bis zu 30 Metern sind bereits aufgetreten. Wie diese sogenannten Monsterwellen entstehen, ist bisweilen noch nicht abschließend geklärt. Bislang gibt es noch keine messtechnisch belastbare Beobachtung, die das gesamte von einer Monsterwelle betroffene Wellengebiet im Zeitverlauf zeigen würde. Daher ist kein Schiff ist vor den Wellen sicher. Bei Südafrika ist einer dieser Gefahrengebiete lokalisiert.

© SS Waratah, Esso Languedoc, Energy Endurance, VLCC Atlas Pride oder Neptune Sapphire - alles Passagier-, Frachtschiffe oder Öltanker, die von Monsterwellen an den Küsten Südafrikas versenkt bzw. schwer beschädigt wurden. Der Agulhasstrom zählt zu den gefährlichsten Schifffahrtsstraßen weltweit. Wissenschaftler in Südafrika und in Deutschland erforschen das Meeresphänomen. (Quelle: flickr/ L2F1)

© SS Waratah, Esso Languedoc, Energy Endurance, VLCC Atlas Pride oder Neptune Sapphire – alles Passagier-, Frachtschiffe oder Öltanker, die von Monsterwellen an den Küsten Südafrikas versenkt bzw. schwer beschädigt wurden. Der Agulhasstrom zählt zu den gefährlichsten Schifffahrtsstraßen weltweit. Wissenschaftler in Südafrika und in Deutschland erforschen das Meeresphänomen. (Quelle: flickr/ L2F1)

Weiterlesen

Regierung verwarnt Polizei

Suspendierungswelle nach Daveyton: Polizeichefin und Geheimdienstminister machen ernst

(2010sdafrika-Redaktion)

Nach Bekanntwerden des Todes eines 27-jährigen Mosambikaners im Township Daveyton durch Polizisten, hat National Police Commissioner Riah Phiyega – die Polizeichefin Südafrikas – die beteiligten Beamten suspendiert. Acht Beamte mussten ihre Dienstwaffen abgeben. Zudem ist der Leiter der örtlichen Polizeiwache aus Daveyton abgezogen worden, solange die Ermittlungen der Polizeiaufsicht IPID andauern.

© Polizeichefin Riah Phiyega und Geheimdienstminister Siyabonga Cwele, der in Vertretung das Amt des Polizeiministers bis Mitte März 2013 ausübt, kündigen harte Konsequenzen für Polizisten an, die sich außerhalb des Gesetzes bewegen und brutal gegen die eigenen Bürger vorgehen. Die politische Führung am Kap reagiert erstmalig ungewohnt scharf auf die eigene Polizeibehörde SAPS. (Quelle: flickr/ GovernmentZA; collage/ 2010sdafrika)

© Polizeichefin Riah Phiyega und Geheimdienstminister Siyabonga Cwele, der in Vertretung das Amt des Polizeiministers bis Mitte März 2013 ausübt, kündigen harte Konsequenzen für Polizisten an, die sich außerhalb des Gesetzes bewegen und brutal gegen die eigenen Bürger vorgehen. Die politische Führung am Kap reagiert erstmalig ungewohnt scharf auf die eigene Polizeibehörde SAPS. (Quelle: flickr/ GovernmentZA; collage/ 2010sdafrika)

Weiterlesen

Schavan in Südafrika

Promotionsaffäre überschattet Arbeitsbesuch der Bundesforschungsministerin

(Autor: Ghassan Abid)

Der Zeitpunkt hätte nicht ungünstiger liegen können. Vor Kurzem trifft die Bundesforschungsministerin Annette Schavan in Südafrika ein und schon wird in sämtlichen Medien – ob Spiegel, Zeit, taz, n-tv oder ZDF – hierzulande über ihren Rücktritt spekuliert. Die Oppositionsparteien im Deutschen Bundestag verstärken den Druck. Das Nachsehen haben die Beteiligten der deutsch-südafrikanischen Forschungskooperation.

© Die Aberkennung des Doktorgrades von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) droht den fünftägigen Arbeitsbesuch in Südafrika zum Fiasko zu katapultieren. Die südafrikanische Presse nimmt die Ministerin am Kap ohnehin so gut wie nicht wahr. (Quelle: flickr/ Rob Vegas)

© Die Aberkennung des Doktorgrades von Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) droht den fünftägigen Arbeitsbesuch in Südafrika zum Fiasko zu katapultieren. Die südafrikanische Presse nimmt die Ministerin am Kap ohnehin so gut wie nicht wahr. (Quelle: flickr/ Rob Vegas)

Weiterlesen

Kap-Kolumne: FNB und kein Ende?

Geldinstitut friert auf Druck der USA NGO-Konten ein. Sozialministerium Südafrikas sieht keinen Anlass

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Die südafrikanische First National Bank hat die Konten der Al-Aqsa Foundation of South Africa (AFSA) eingefroren. FNB handele auf Druck des US-amerikanischen Finanzministeriums, heißt es in einer Erklärung der Al-Aqsa Stiftung. Danach begründe FNB seine „geschäftliche Entscheidung“ mit der Drohung, von ausländischen Finanznetzwerken ausgeschlossen zu werden, die den außenpolitischen Richtlinien der US-Regierung unterworfen sind. Es habe „keine Wahl“, argumentiere das Geldinstitut, weil AFSA auf einer schwarzen Liste des „Office of Foreign Assets Control (OFAC)“ erscheine – einer Exportkontrollbehörde des US-Finanzministeriums.

© Die südafrikanische First National Bank (FNB) hat die Konten der Al-Aqsa Foundation of South Africa (AFSA) auf Druck der USA eingefroren. AFSA ist eine rechtmäßige NGO, die vom Sozialministerium Südafrikas als solche voll akzeptiert wird. Die FNB steht erneut in der Kritik. (Quelle: flickr/ modenadude)

© Die südafrikanische First National Bank (FNB) hat die Konten der Al-Aqsa Foundation of South Africa (AFSA) auf Druck der USA eingefroren. AFSA ist eine rechtmäßige NGO, die vom Sozialministerium Südafrikas als solche voll akzeptiert wird. Die FNB steht erneut in der Kritik. (Quelle: flickr/ modenadude)

Weiterlesen

Spielergebnis: Südafrika vs. Angola

Bafana Bafana siegt in Durban mit einem respektablen 2:0-Sieg. Der Gastgeber kann stolz auf sich sein

(2010sdafrika-Redaktion)

– Afrika-Cup 2013-Spezial –

Am zweiten Spieltag in der Gruppe A traf Gastgeber Südafrika auf Angola im Moses Mabhida-Stadion in Durban. Koman Coulibaly aus Mali, der bei der WM 2010 infolge mehrerer Fehlentscheidungen in die Kritik kam, pfiff das Spiel an. Trainer Gordon Igesund hatte den südafrikanischen Fußballstar Siphiwe Tshabalala vom Johannesburger Erstligisten Kaizer Chiefs nicht aufgestellt. Bernard Parker, Tokelo Rantie und Katlego Mphela formierten den Sturm.

© Bafana Bafana siegt gegen Angola mit einem 2:0-Ergebnis in Durban. Abwehrspieler Siyabonga Sangweni vom Johannesburger Proficlub Orlando Pirates brachte das Land in der 29. Minute zum Jubeln. In der 61. Minute folgte das nächste Tor für Südafrika, geschossen von Lehlohonolo Majoro von den Kaizer Chiefs [hier: Archivbild]. (Quelle: flickr/ sopitascom)

© Bafana Bafana siegt gegen Angola mit einem 2:0-Ergebnis in Durban. Abwehrspieler Siyabonga Sangweni vom Johannesburger Proficlub Orlando Pirates brachte das Land in der 29. Minute zum Jubeln. In der 61. Minute folgte das nächste Tor für Südafrika, geschossen von Lehlohonolo Majoro von den Kaizer Chiefs [hier: Archivbild]. (Quelle: flickr/ sopitascom)

Weiterlesen