Schlagwort-Archive: DTI

Südafrika-Festival als Publikumsmagnet

Podiumsdiskussionen, Konzerte und Filme lockten Berliner an. Doku und Spielfilm werfen wichtige Fragen auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Veranstaltungsreihe „20 Jahre Demokratie in Südafrika“ vom 28. bis 31. August 2014, initiiert von der südafrikanischen Botschaft in Berlin, war ein voller Erfolg. Auf den verschiedenen Podiumsdiskussionen, Konzerten und Filmvorführungen war das Interesse des Berliner Publikums groß. Politische Bildung mit südafrikanischen Akademikern stand neben einem vielfältigen Kulturprogramm zur Verfügung. Höhepunkt des Festivals dürften zwei kritische Filme sein, die Fragen zur wirtschaftspolitischen und gesellschaftlichen Zukunft Südafrikas aufwerfen.

CJ Glynn

© Die Veranstaltungsreihe „20 Jahre Demokratie in Südafrika“ im Haus der Kulturen der Welt in Berlin war ein voller Erfolg. Besonders zwei Filme haben sich hervorgetan. Während in der Doku „Miners Shot Down“ Kritik an der Polit-Elite und Wirtschaft Südafrikas geäußert wurde, ging es im Spielfilm „Skoonheid (Beauty)“ um gesellschaftliche Probleme. (Quelle: flickr/ CJ Glynn)

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Ubuntu in Germany Column

Make your mark when you cast your vote

(Editor: Alex Smit-Stachowski is speaking in her column about life as a South African now living in Germany. The South African journalist lives in Krefeld, in North Rhine-Westphalia/ Germany).

Sunday was Africa Day and when those in Europe took to the voting stations, to cast votes in the European and communal elections. As a South African, the two recent elections have proved quite interesting. We should treasure our right to vote!

linke

© One of the parties in the communal and EU election is DIE LINKE and they promise no weapon exports to Africa – pertinent to a South African living in Europe.

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Ubuntu in Germany Column

Whites only as South Africa exhibits at Anuga in Cologne

(Editor: Alex Smit-Stachowski is speaking in her column about life as a South African now living in Germany. The South African journalist lives in Krefeld, in North Rhine-Westphalia/ Germany).

It was like a throwback to Apartheid days. Visitors to the South African pavilion of the Anuga trade show, held in Cologne recently saw a sea of white faces. What has happened in South Africa since ’94 and with black empowerment? One single black person among the 40 exhibitors – that is shameful.

© Alex Smit-Stachowski with Doris Lily Mallaun of Great Heart of Africa behind her, at the Anuga Trade Show in Cologne.

© Alex Smit-Stachowski with Doris Lily Mallaun of Great Heart of Africa behind her, at the Anuga Trade Show in Cologne.

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Besänftigungsversuch der Automobilbauer

Handelsminister Rob Davies will nach BMW-Investitionsstopp den Branchen-Dominoeffekt verhindern

(2010sdafrika-Redaktion)

Als Dominoeffekt bezeichnet man eine Abfolge von Ereignissen, von denen jedes einzelne zugleich Ursache des folgenden ist und die alle auf ein einzelnes Anfangsereignis zurückgehen – heißt es auf Wikipedia. Genau diese Abfolge wird vom südafrikanischen Handelsministerium DTI befürchtet, nachdem BMW einen geplanten Ausbau seines Rosslyn-Werkes vorerst auf Eis gelegt hat. Rob Davies ist zurzeit bemüht, dass weitere Automobilbauer wie Renault oder Nissan dem Vorbild des Münchener Unternehmens nicht folgen und keine Konsequenzen aus dem Streik ziehen.

© Südafrikas Handelsminister Rob Davies versucht nach dem Investitionsstopp des Münchener Automobilbauers BMW einen branchenübergreifenden Dominoeffekt zu verhindern. Aus dem Automobilsektor sind wiederholt Stimmen zu hören, die infolge der wochenlangen Streiks ein Abwandern von Produktionsstätten nach Nigeria androhen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

© Südafrikas Handelsminister Rob Davies versucht nach dem Investitionsstopp des Münchener Automobilbauers BMW einen branchenübergreifenden Dominoeffekt zu verhindern. Aus dem Automobilsektor sind wiederholt Stimmen zu hören, die infolge der wochenlangen Streiks ein Abwandern von Produktionsstätten nach Nigeria androhen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Ubuntu in Germany Column

South African government to rebuild trust and promote entrepreneurs

(Editor: Alex Smit-Stachowski is speaking in her column about life as a South African now living in Germany. The South African journalist lives in Krefeld, in North Rhine-Westphalia/ Germany).

The South African government recognises it should improve service delivery, “rebuild trust with the NGOs” and address that the “inequality gap is widening,” said Nonceba Mashalaba, Chief Director: Programme Monitoring and Evaluation – The Incentive Development and Administration Division at the Department of Trade and Industry (DTI), in Frankfurt recently.

© Strong female business leaders from Germany and South Africa met at the “Frauen in der Wirtschaft in Deutschland und Südafrika" roundtable hosted by Brand South Africa in Frankfurt, recently to exchange ideas. Ubuntu-Columnist Alex Smit-Stachowski attended this event.

© Strong female business leaders from Germany and South Africa met at the “Frauen in der Wirtschaft in Deutschland und Südafrika“ roundtable hosted by Brand South Africa in Frankfurt, recently to exchange ideas. Ubuntu-Columnist Alex Smit-Stachowski attended this event.

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Filmkritik „Zambezia“

Animationsfilm aus Südafrika erhält Einzug in deutschen Kinos: Das Vogelparadies ist in Gefahr!

(Autoren: Doreen S., Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Filmindustrie konnte mit Produktionen wie „Tsotsi“, „Themba“ oder „Schande“ schon längst eine internationale Reputation erarbeiten. Allerdings standen bisweilen Filme des Genres Sozialdrama im Vordergrund. Nun betritt das Land mit der in Kapstadt ansässigen Filmproduktionsgesellschaft Triggerfish und mit staatlicher Kap-Filmförderung künstlerisches Neuland. Unter der Regie des bisher als Action-Schauspieler bekannten Wayne Thornley entstand in diesem Jahr der Animationsfilm „Zambezia“.

    © "Zambezia: In Jedem steckt ein kleiner Held": Der südafrikanische Animationsfilm wurde unter der Regie des Jungregisseurs Wayne Thornley und der Kapstädter Filmproduktionsgesellschaft Triggerfish produziert. Das Handelsministerium DTI, die "National Film and Video Foundation of South Africa" und "Industrial Development Corporation of South Africa" finanzierten einen Großteil der Filmproduktionskosten.

© „Zambezia: In Jedem steckt ein kleiner Held“: Der südafrikanische Animationsfilm wurde unter der Regie des Jungregisseurs Wayne Thornley und der Kapstädter Filmproduktionsgesellschaft Triggerfish produziert. Das Handelsministerium DTI, die „National Film and Video Foundation of South Africa“ und „Industrial Development Corporation of South Africa“ finanzierten einen Großteil der Filmproduktionskosten.

Der Film Zambezia handelt vom kleinen Falken Kai. ein impulsiver, übermütiger und auf Abenteuer fixierter Vogel, der gegen den Willen seines Vaters Tendai ins Vogelparadies Zambezia aufbricht – einer Vogelstadt am Wasserfall Zambezi River Valley. Allerdings bringt Kai mit seiner spontanen Aktion den eigenen Vater in große Gefahr. Gefangen vom bösen Leguan Budzo und seinen Komplizen, beginnt der Kampf um die Freiheit eines einzelnen und die aller Vögel.

© Hauptprotagonist Falk bricht zur Vogelstadt Zambezia auf und gefährdet auf diesem Weg seinen Vater Tendai sowie die gesamte Vogelgemeinschaft.

© Hauptprotagonist Falk bricht zur Vogelstadt Zambezia auf und gefährdet auf diesem Weg seinen Vater Tendai sowie die gesamte Vogelgemeinschaft.

Außerordentlich schöne Grafiken, verbunden mit lebendigen Charakteren, machen Zambezia zu einer interessanten Animation. Insbesondere unter der Heranziehung von Stimmungen des Zusammengehörigkeitsgefühls, in der südafrikanischen Lebensphilosophie besser bekannt als Ubuntu, vermittelt Zambezia eine wichtige Botschaft an das Publikum. Allerdings mangelt es dem Film am Aufbau einer spannenden Story. Gleich zu Beginn des Films fallen dem Betrachter die zu langen Dialoge auf. Da dieser Familienfilm vor allem an Kinder gerichtet ist, dürfte dieser Umstand ein Manko darstellen. Ebenso wird dem Zuschauer, sofern er es nicht weiß, überhaupt nicht bewusst, dass Zambezia aus südafrikanischen Filmstudios entstammt. Vereinzelt sind landestypische Melodien und Musikstücke zu hören, doch tritt das Südafrika-Feeling nicht hervor.

© Stärken des Filmes sind die Bilder und Animation, die Schwächen hingegen liegen bei Story und Musik. Seit dem 30. August 2012 läuft dieser südafrikanische Animationsfilm (FSK 0) in allen größeren Kinos in Deutschland.

© Stärken des Filmes sind die Bilder und Animation, die Schwächen hingegen liegen bei Story und Musik. Seit dem 30. August 2012 läuft dieser südafrikanische Animationsfilm (FSK 0) in allen größeren Kinos in Deutschland.

In der englischen Originalfassung übernehmen Top-Schauspieler aus Hollywood, wie Samuel L. Jackson (Pulp Fiction) und Jeff Goldblum (Jurassic Park), die Vertonung. In der deutschen Synchronisation vergeben die Comedians Kaya Yanar und Paul Panzer dem Animationsfilm einen besonderen Touch, der vor allem die Kinder sehr ansprechen dürfte.

Deutscher Trailer „Zambezia“

Regisseur Wayne Thornley erhielt vor Kurzem beim International Film Festival von Durban den Preis für den besten südafrikanischen Film. Es muss allerdings zugestanden werden, dass Zambezia in Story und Musik nicht allzu sehr überzeugt, doch bei Bildern und Animationen umso bemerkenswerter ist. Zambezia ist im Großen und Ganzen ein Genuss für die ganze Familie, den man sich auf jeden Fall einmal anschauen sollte. Seit dem 30. August 2012 läuft dieser südafrikanische Animationsfilm (FSK 0) in allen größeren Kinos in Deutschland.

Technologie „Made in Germany“ gefragt

Report II: Vizepräsident Kgalema Motlanthe will deutsches Know-how zu Umwelttechnologie

(Autor: Ghassan Abid)

Die sechste Deutsch-südafrikanische Binationale Kommission vom April 2010 in Pretoria ist durch den Vizepräsidenten Südafrikas, Kgalema Motlanthe, eröffnet worden. Er lobte die bisherige Arbeit zwischen beiden Regierungen und richtete seinen Blick auf eine verstärkte Kooperation im regionalen und multilateralen Kontext.

Motlanthe betonte, dass „peace and security issues on the African continent and worldwide“ (zu Deutsch: Frieden und Sicherheitsfragen auf dem afrikanischen Kontinent und weltweit) die zukünftige Basis einer bilateralen Zusammenarbeit einnehmen werden. Demnach spielen entwicklungspolitische Projekte in Afrika eine zunehmend wichtigere Rolle, insbesondere die Trilaterale Kooperation zwischen beiden Staaten in Kombination mit einer dritten Nation (in der Vergangenheit mit der Demokratischen Republik Kongo oder dem Sudan). Die Reform der Vereinten Nationen soll ebenfalls von beiden Partnern verstärkt in Erwägung gezogen werden.  Zusätzlich sicherten sich beide Regierungen ihre Unterstützung beim Erwerb eines nichtständigen Sitzes im UN-Sicherheitsrat für den Zeitraum 2011/12 zu.

© Vizepräsident Kgalema Motlanthe (Quelle: The Presidency of South Africa + GCIS)

Das „Automotive Production Development Programme (APDP)“, ein Förderprogramm des Handelsministeriums DTI, welches den „Motor Industrial Development Programme (MIDP)“ ab 2013 ablöst, ist durch die deutsche Delegation ausdrücklich positiv bewertet worden. Hierbei kommt den in Südafrika produzierenden deutschen Autokonzernen (Mercedes, BMW, Volkswagen und MAN), infolge von stabilen Importtarifen für Kraftfahrzeuge bzw. Zubehör und staatlichen Investitionszuschüssen, eine bessere Planungssicherheit zu. Da zahlreiche deutsche Zuliefererbetriebe ihre KfZ-Teile eher nach Südafrika exportieren als dort zu produzieren, erweist sich dieses Programm als notwendige Kosteneinsparung.

Zu guter Letzt bedankte sich Motlanthe bei der deutschen Regierung in Vertretung durch den Bundesaußenminister Guido Westerwelle für die  Unterstützungsleistungen hinsichtlich der WM 2010, welche bereits seit 2004 bestehen. Umso mehr freue sich die südafrikanische Regierung bei der Weltmeisterschaft im eigenen Lande auf die Ankunft der deutschen Nationalmannschaft und des Bundespräsidenten Horst Köhler. Der Vizepräsident äußerte zum Abschluss seiner Rede gegenüber den Vertretern der 6. Deutsch-südafrikanischen Binationalen Kommission einen persönlichen Wunsch:    „It is my wish that Bafana meets Germany in the finals“ (zu Deutsch: Es ist mein Wunsch, dass Bafana [= südafrikanische Nationalmannschaft] im Finale auf Deutschland stoßen wird). Der deutsche Botschafter in Südafrika, S.E. Dieter Haller, ließ wenig später auf der WM-Internetpräsenz der diplomatischen Vertretung verlauten, dass beim Fußball in punkto Mannschaftsbegegnungen alles möglich sei. Warten wir einfach ab, wer tatsächlich beim Finale im Soccer City Stadion in Johannesburg am 11. Juli 2010 aufeinandertreffen wird.