Schlagwort-Archive: Economic Freedom Fighters

Der Schock nach den Kommunalwahlen

Gekränktes Ego und fehlende Selbstreflektion. ANC-Führung führt ihre Politik der Arroganz fort

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 3. August wurden rund 24 Millionen registrierte Wähler zu den Kommunalwahlen Südafrikas aufgerufen. Alle 5 Jahre wiederholt sich die Bestimmung der Zusammensetzung von Stadt- und Gemeinderäten, damit verbunden auch die Wahl der Bürgermeister. Zwar gelang der Regierungspartei von Jacob Zuma, dem ANC, landesweit erneut die absolute Mehrheit von 57 Prozent. Allerdings musste diese signifikante Verluste einstecken. Der ANC befindet sich bisweilen im Schockzustand.

Paul Saad

© Die Kommunalwahlen 2016 in Südafrika beschäftigen den ANC weiterhin. Die Regierungspartei unter der Führung von Präsident Jacob Zuma verlor im Vergleich zu den Wahlen 2011 rund 8 Prozentpunkte. Städte wie Johannesburg, Pretoria und Port Elizabeth gingen an die Opposition. (Quelle: flickr/ Paul Saad)

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#RhodesHasFallen

Mehr als nur ein „Kampf um Statuen“

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Die Statue des stoisch in die Ferne blickenden Cecil John Rhodes, die 81 Jahre lang auf dem Campus der Universität von Kapstadt (UCT) stand, ist fort. Am frühen Donnerstagabend (9. April), um 17:30 Uhr hob der Kran den Sitzenden vom Sockel. Am Abend zuvor hatte der 30-köpfige Universitätsrat der UCT einstimmig beschlossen, das heftig umstrittene Sinnbild des britischen Imperialismus zu beseitigen.

Michael Walker

© Ganze 81 Jahre lang stand die Statue zu Ehren des britischen Unternehmers und Kolonialisten Cecil John Rhodes auf dem Campus der University of Cape Town. Gestern wurde diese nach wochenlanger Debatte entfernt. Sie sei ein Sinnbild des britischen Imperialismus, so die Studierendenschaft. Kap-Kolumnist Detlev Reichel schildert die Hintergründe und Folgen dieses historischen Ereignisses. (Quelle: M. Walker)

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Weiße Südafrikaner wollen Flüchtlingsschutz

Ehepaar darf in Kanada Asylanträge stellen. Bundesgericht erkennt Verfolgung wegen der Rasse

(2010sdafrika-Redaktion)

Menschen, die aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe ins Ausland flüchten, genießen nach geltendem internationalen Recht einen Flüchtlingsstatus. Als Asylberechtigte stehen sie dann unter dem Schutz des Empfängerlandes. Doch trifft diese Sachlage auch auf Südafrika zu? Denn zwei Südafrikaner bejahen diesen Zustand in ihrer Heimat. Ein kanadisches Bundesgericht gibt ihnen Recht, Asylanträge zu stellen.

Arisha Singh

© Das südafrikanische Ehepaar Charl und Naira Nel behauptet, in der eigenen Heimat wegen ihrer weißen Hautfarbe verfolgt zu werden. Deshalb wollen sie als Flüchtlinge in Kanada anerkannt werden. Ein Bundesgericht hat entschieden, dass die Familie entsprechende Asylanträge stellen darf. Somit stuft die Justiz Kanadas die Republik im südlichen Afrika als unsicheren Staat für Weiße ein. Eine diplomatische Krise könnte folgen. (Quelle: flickr/ Arisha Singh)

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„Wir schmeißen Israels Botschafter selbst raus!“

Julius Malema und Economic Freedom Fighters-Partei erklären ihre Unterstützung für Hamas

(2010sdafrika-Redaktion)

Je länger der Einsatz der Netanyahu-Regierung in Gaza andauert, abgesehen von der kurzen Waffenruhe, desto größer wird der südafrikanische Druck auf Israel. Immer mehr Menschen gehen auf die Straßen, um für ein Ende der „israelischen Aggression“ und für die „Freiheit von Palästina“ zu demonstrieren. Viele Bewohner von Pretoria, Johannesburg, Kapstadt und Durban tragen mittlerweile auch in ihrer Freizeit T-Shirts, die eine klare Solidarität mit den Palästinensern zum Ausdruck bringen. Dabei ist längst zu beobachten, dass der Anti-Israel-Protest an Radikalität und Intensität zugenommen hat.

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© Julius Malema und seine Partei „Economic Freedom Fighters“ erhöhen den Druck auf Israel. Sie fordern die Ausreise des israelischen Botschafters in Südafrika, erklären ihre Unterstützung für die Hamas und regen ein Boykott israelischer Güter durch die Verbraucher an. (Quelle: EFF)

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Parlament in Südafrika nimmt Arbeit auf

Fünfte Legislaturperiode im Zeichen der Malema-Partei EFF. DA von Helen Zille setzt auf Mmusi Maimane

(2010sdafrika-Redaktion)

Am vergangenen Mittwoch sind die 400 Abgeordneten des südafrikanischen Unterhauses, der National Assembly, zum nun fünften Mal in der Geschichte der Republik vereidigt worden. Zwei Ereignisse standen im Mittelpunkt der Konstituierung: Zum Einen zog die Partei von Julius Malema, die Economic Freedom Fighters (EFF), mit starker medialer Präsenz ein. Zum Andern ersetzte die Demokratische Allianz von Helen Zille ihre bisherige schwarze Powerfrau Lindiwe Mazibuko durch Mmusi Maimane. Die Regierungspartei ANC zeigt sich von der Opposition unbeeindruckt und geht bereits zur Routine über.

GovernmentZA

© Am 21. Mai nahm zum fünften Mal das südafrikanische Unterhaus in Kapstadt die Arbeit auf. 400 Abgeordnete streiten die nächsten fünf Jahre über die Bundespolitik am Kap. Der ANC zeigt sich vom Aufgebot der beiden Oppositionsparteien DA und EFF unbeeindruckt. (Quelle: GovernmentZA)

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Wahlsieg der „Linksradikalen“ in Südafrika

Julius Malema schafft auf Anhieb mit eigener Partei den Einzug in alle Parlamente von Bund und Ländern

(Autor: Ghassan Abid)

Er hat es ihnen gegeben. Die Rede ist von Julius Malema, der seiner einstigen Partei – dem ANC – vor Augen führen konnte, dass er diesen nicht mehr braucht. Die von ihm gegründete EFF kam bei rund sechs Prozent der Wähler gut an. Rund 1,1 Millionen Südafrikaner wählten die neue Partei links vom ANC. Die EFF ist der große Gewinner der fünften Parlamentswahlen in Südafrika. Einerseits ist sie im Unterhaus die drittstärkste Fraktion geworden. Andererseits zieht diese in alle neun Provinzparlamente und somit auch ins Oberhaus ein.

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© Beim Ergebnis der südafrikanischen Wahlen 2014 dürfte Julius Malema nicht schlecht gestaunt haben, als er erfuhr, dass seine linksradikale Partei EFF auf Anhieb die drittstärkste Kraft im Nationalparlament (Unterhaus) geworden ist. Zusätzlich zieht sie in alle neun Provinzvertretungen und somit in das Oberhaus ein. Malema ist in die Politik zurückgekehrt. (Quelle: EFF)

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Medienecho zu Wahlen in Südafrika

An 22.262 Wahlstationen wurde gewählt: ANC kann sich erneut durchsetzen. Opposition legt zu

(2010sdafrika-Redaktion)

Es war nicht anders zu erwarten. Die älteste Partei Afrikas, der ANC, hat die fünften Parlamentswahlen mit 62,15 Prozent klar gewonnen und nur leicht eingebüßt. Ferner konnte die Demokratische Allianz im Vergleich zu den Wahlen 2009 ihr Stimmenergebnis um 6 Prozentpunkte auf 22,23 Prozent ausbauen. Und auch die neu gegründete linksradikale Malema-Partei Economic Freedom Fighters verbuchte mit 6,35 Prozent auf Anhieb einen Erfolg.

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© Der ANC konnte sich bei den fünften Parlamentswahlen erneut durchsetzen und über 60 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen. Doch auch die Opposition legte zu. Die DA erhielt sechs Prozentpunkte mehr als 2009 und die EFF erhielt auf Anhieb rund 6 Prozent. Die deutschen Medien haben die Entwicklungen in Südafrika genau verfolgt und durchaus kritisch kommentiert. (Quelle: flickr/ BBC World Service)

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