Schlagwort-Archive: Economic Freedom Fighters

Wahlkampf in Südafrika auf Hochtouren

Parlamentswahlen finden am 8. Mai statt. Regierungspartei ANC will Wählerschaft zurückgewinnen

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrikas Staatspräsident Cyril Ramaphosa informierte im Rahmen seiner Rede zur Lage der Nation, dass die nächsten Parlamentswahlen am 8. Mai stattfinden werden. Die Wähler bestimmen an diesem Tag die Zusammensetzung des Unterhauses auf der Bundesebene, der National Assembly, und die Volksvertreter der neun Provinzversammlungen. Die Regierungspartei ANC wird zweifelsfrei erneut als Sieger hervorgehen. Fraglich ist lediglich, ob diese Stimmengewinne verzeichnen kann. Beim diesjährigen Wahlkampf geht es um die Glaubwürdigkeit der einstigen Mandela-Partei.

© Am 8. Mai 2019 finden zum nun sechsten Mal die nächsten Parlamentswahlen Südafrikas statt. Die Regierungspartei ANC unter der Führung von Staatspräsident Cyril Ramaphosa versucht, das verloren gegangene Vertrauen der Jugend zurückzugewinnen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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H&M schließt alle Filialen in Südafrika

Rassismusvorwurf gegen Konzern schlägt in Gewalt gegen mehrere Johannesburger Läden um

(2010sdafrika-Redaktion)

Die mittlerweile zurückgenommene Werbeaktion mit einem dunkelhäutigen Jungen, der einen grünen Kapuzenpullover mit der englischen Aufschrift „Coolster Affe im Dschungel“ trägt, hat das schwedische Textilhandelsunternehmen H&M in eine ernste Krise gestürzt: Die Aktien verlieren weiter an Wert, Künstler kündigen ihre Zusammenarbeit auf und international hagelt es an Rassismusvorwürfen gegen den Stockholmer Textilriesen. Nun schlägt die Kritik in Südafrika sogar in Gewalt um.

© Die weltweite Kritik an H&M reißt nicht ab. Dem schwedischen Textilkonzern wird Rassismus vorgeworfen, nachdem dieser ein Werbebild mit einem dunkelhäutigen Jungen veröffentlichte, der einen Kapuzenpullover mit der Aufschrift „Coolster Affe im Dschungel“ trug. In Südafrika ist die Situation nun eskaliert. (Quelle: EFF)

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„Bei Ramaphosa habe ich wieder Hoffnung“

Im Interview mit der in Berlin lebenden südafrikanischen Journalistin Anli Serfontein

(Autor: Ghassan Abid)

© Anli Serfontein ist eine südafrikanische Journalistin, Buchautorin, Dokumentarfilmerin und Übersetzerin, mit Wohnsitz in Deutschland. Regelmäßig kommentiert sie in deutschen und ausländischen Medien die politischen Entwicklungen am Kap. Kürzlich stand sie DW-TV für eine Lageeinschätzung zur Verfügung. (Quelle: Screenshot DW-TV)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen ganz herzlich auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die südafrikanische Journalistin Anli Serfontein. Selten stand ein ANC-Bundesparteitag so stark im öffentlichen Fokus. Dabei hat die Wahl von Cyril Ramaphosa zum neuen ANC-Parteivorsitzenden weltweit für ein mediales Echo gesorgt. War der Sieg des Unternehmers zu erwarten oder vielmehr eine Überraschung?

Antwort: Es war die letzten Tage vor der Wahl sehr knapp und viele Leute hatten es gehofft und um die Entscheidung gebangt. Wir haben aber gesehen, dass mit diesen Wahlen der ANC zurzeit in zwei verschiedene Lager gespalten ist.

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Der Schock nach den Kommunalwahlen

Gekränktes Ego und fehlende Selbstreflektion. ANC-Führung führt ihre Politik der Arroganz fort

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 3. August wurden rund 24 Millionen registrierte Wähler zu den Kommunalwahlen Südafrikas aufgerufen. Alle 5 Jahre wiederholt sich die Bestimmung der Zusammensetzung von Stadt- und Gemeinderäten, damit verbunden auch die Wahl der Bürgermeister. Zwar gelang der Regierungspartei von Jacob Zuma, dem ANC, landesweit erneut die absolute Mehrheit von 57 Prozent. Allerdings musste diese signifikante Verluste einstecken. Der ANC befindet sich bisweilen im Schockzustand.

Paul Saad

© Die Kommunalwahlen 2016 in Südafrika beschäftigen den ANC weiterhin. Die Regierungspartei unter der Führung von Präsident Jacob Zuma verlor im Vergleich zu den Wahlen 2011 rund 8 Prozentpunkte. Städte wie Johannesburg, Pretoria und Port Elizabeth gingen an die Opposition. (Quelle: flickr/ Paul Saad)

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#RhodesHasFallen

Mehr als nur ein „Kampf um Statuen“

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Die Statue des stoisch in die Ferne blickenden Cecil John Rhodes, die 81 Jahre lang auf dem Campus der Universität von Kapstadt (UCT) stand, ist fort. Am frühen Donnerstagabend (9. April), um 17:30 Uhr hob der Kran den Sitzenden vom Sockel. Am Abend zuvor hatte der 30-köpfige Universitätsrat der UCT einstimmig beschlossen, das heftig umstrittene Sinnbild des britischen Imperialismus zu beseitigen.

Michael Walker

© Ganze 81 Jahre lang stand die Statue zu Ehren des britischen Unternehmers und Kolonialisten Cecil John Rhodes auf dem Campus der University of Cape Town. Gestern wurde diese nach wochenlanger Debatte entfernt. Sie sei ein Sinnbild des britischen Imperialismus, so die Studierendenschaft. Kap-Kolumnist Detlev Reichel schildert die Hintergründe und Folgen dieses historischen Ereignisses. (Quelle: M. Walker)

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Weiße Südafrikaner wollen Flüchtlingsschutz

Ehepaar darf in Kanada Asylanträge stellen. Bundesgericht erkennt Verfolgung wegen der Rasse

(2010sdafrika-Redaktion)

Menschen, die aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe ins Ausland flüchten, genießen nach geltendem internationalen Recht einen Flüchtlingsstatus. Als Asylberechtigte stehen sie dann unter dem Schutz des Empfängerlandes. Doch trifft diese Sachlage auch auf Südafrika zu? Denn zwei Südafrikaner bejahen diesen Zustand in ihrer Heimat. Ein kanadisches Bundesgericht gibt ihnen Recht, Asylanträge zu stellen.

Arisha Singh

© Das südafrikanische Ehepaar Charl und Naira Nel behauptet, in der eigenen Heimat wegen ihrer weißen Hautfarbe verfolgt zu werden. Deshalb wollen sie als Flüchtlinge in Kanada anerkannt werden. Ein Bundesgericht hat entschieden, dass die Familie entsprechende Asylanträge stellen darf. Somit stuft die Justiz Kanadas die Republik im südlichen Afrika als unsicheren Staat für Weiße ein. Eine diplomatische Krise könnte folgen. (Quelle: flickr/ Arisha Singh)

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„Wir schmeißen Israels Botschafter selbst raus!“

Julius Malema und Economic Freedom Fighters-Partei erklären ihre Unterstützung für Hamas

(2010sdafrika-Redaktion)

Je länger der Einsatz der Netanyahu-Regierung in Gaza andauert, abgesehen von der kurzen Waffenruhe, desto größer wird der südafrikanische Druck auf Israel. Immer mehr Menschen gehen auf die Straßen, um für ein Ende der „israelischen Aggression“ und für die „Freiheit von Palästina“ zu demonstrieren. Viele Bewohner von Pretoria, Johannesburg, Kapstadt und Durban tragen mittlerweile auch in ihrer Freizeit T-Shirts, die eine klare Solidarität mit den Palästinensern zum Ausdruck bringen. Dabei ist längst zu beobachten, dass der Anti-Israel-Protest an Radikalität und Intensität zugenommen hat.

Viva-EFF2

© Julius Malema und seine Partei „Economic Freedom Fighters“ erhöhen den Druck auf Israel. Sie fordern die Ausreise des israelischen Botschafters in Südafrika, erklären ihre Unterstützung für die Hamas und regen ein Boykott israelischer Güter durch die Verbraucher an. (Quelle: EFF)

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