Schlagwort-Archive: Energieversorgung

Zurück ins Mittelalter

Energiekrise in Südafrika bedroht mittelständische Unternehmen des produzierenden Gewerbes

(2010sdafrika-Redaktion)

Mittlerweile haben sich die Menschen in Südafrika an die Auswirkungen der Energiekrise gewöhnt. Für einige Stunden gibt es in ganzen Stadtteilen keinen Strom. Lampen leuchten dann einfach nicht mehr und technische Geräte wie Kühlschränke oder Fernsehen fallen aus. Stattdessen bedient man sich den Kerzen, um zumindest etwas Licht in die Innenräume zu bringen. Spöttisch heißt es, man fühle sich zurück ins Mittelalter befördert. Andere finden dafür ihr Gespür für die Romantik. In einem TV-Beitrag der Deutschen Welle wird deutlich, welche Konsequenzen die Krise tatsächlich mit sich bringt.

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© Die Energiekrise in Südafrika bedroht zunehmend mittelständische Unternehmen des produzierenden Gewerbes. Viele Menschen am Kap haben das Vertrauen in den staatlichen Energieversorger Eskom längst verloren. Frühestens in zehn Jahren dürfte die Krise behoben zu sein – durch den Bau neuer Kraftwerke. (Quelle: flickr/ MainstreamRP)

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Licht ins Dunkel bringen

Südafrikas Wirtschaft erleidet durch Energiekrise schweren Schaden. Regierung ignorierte Warnungen

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrika hat schon seit längerer Zeit ernste Schwierigkeiten mit der Sicherstellung einer flächendeckenden Energieversorgung. Nun verschärfte sich in den letzten Monaten das Ausmaß der Stromknappheit dermaßen, sodass man mittlerweile von einer nationalen Energiekrise sprechen muss. Auf öffentlichen Druck hin ist Mitte März 2015 der Vorstand des staatlichen Energiekonzerns Eskom suspendiert und eine Untersuchung zu den ungenügenden Produktionskapazitäten eingeleitet worden. Dabei ist schon längst klar, dass die Regierung die Schuld für die Misere trägt.

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© Südafrikas Energiekrise wäre vermeidbar gewesen, hätte die Politik bereits 1998 rechtzeitig gehandelt und nachhaltig geplant. Nun muss die Wirtschaft massive Verluste in Kauf nehmen. Das Wirtschaftswachstum in Südafrika ist durch die Energieknappheit erheblich gebremst worden. Im Bild ist das Kendal-Kraftwerk in der Mpumalanga-Provinz zu sehen. (Quelle: Graeme Williams/ MediaClubSouthAfrica.org)

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Deutsch-südafrikanische Energiepartnerschaft

Im Interview mit Thorsten Herdan, Abteilungsleiter für Energie im Bundeswirtschaftsministerium

(Autor: Ghassan Abid)

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© Thorsten Herdan ist Abteilungsleiter für die Bereiche Internationale Energiepolitik, Wärme und Energieeffizienz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ erläutert er die deutsch-südafrikanische Energiepartnerschaft. Dabei betont Herdan, dass die Finanzierung von Kohleprojekten am Kap durch die KfW-Bank derzeit auf dem Prüfstand stehe und die Bundesregierung dem Partner in Pretoria geraten hatte, auf Kernenergie zu verzichten. (Quelle: BMWi)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Thorsten Herdan, Abteilungsleiter für die Bereiche Internationale Energiepolitik, Wärme und Energieeffizienz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Lassen Sie mich zum Anfang eine allgemeine Frage stellen: Was macht eine moderne Energiepolitik aus?

Antwort: Guten Tag, da beginnen Sie mit einer guten Frage. Ich denke, eine moderne Energiepolitik ist eine vorausschauende Energiepolitik, wie sie in Deutschland mit der Energiewende umgesetzt wird. Die Energiewende soll zu einer sicheren und wirtschaftlich tragfähigen Energieversorgung in Deutschland führen, die vorwiegend auf erneuerbaren Quellen aufbaut und schrittweise bis 2022 die Stromerzeugung aus Kernenergie beendet. Zudem wollen wir mit der Energiewende die Abhängigkeit von internationalen Öl- und Gasimporten verringern, unsere Klimaschutzziele erreichen sowie mit der Entwicklung neuer Technologien Wachstumsbranchen und Arbeitsplätze schaffen. Dazu werden wir die Steigerung der Energieeffizienz sowohl auf der Ebene der Erzeugung wie auch auf der Verbrauchsseite zur zweiten Säule der Energiewende machen.

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20 Boeremag-Mitglieder zu Haftstrafen verurteilt

Südafrikanischer Staat zeigt Härte gegen burische Rechtsextremisten: Bis zu 35 Jahre Haft

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Juli 2012 sind die Mitglieder der rechtsextremistischen Boeremag-Organisation (zu Deutsch: Burenmacht) vom zuständigen Strafrichter am North High Court in Pretoria, Eben Jordaan, für schuldig erklärt worden. Nun ist am 29. Oktober 2013 unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen das Strafmaß gegen 20 Buren bekannt gegeben worden: Bis zu 35 Jahre Haft. Die Urteile zeigen auf, dass der südafrikanische Staat keinen rechtsextremistischen Terrorismus am Kap dulden werde.

© Am 29. Oktober 2013 ist das Strafmaß gegen die 20 Mitglieder der rechtsextremistischen Boeremag-Organisation verkündet worden: Bis zu 35 Jahre Haft. Der Vorsitzende Strafrichter am North Gauteng High Court in Pretoria, Eben Jordaan, hat nach rund 10-jähriger Prozessdauer das Verfahren zum Abschluss gebracht. Ihm wird "Prozessverschleppung" vorgeworfen. (Quelle: flickr/ Michael Thurm)

© Am 29. Oktober 2013 ist das Strafmaß gegen 20 Mitglieder der rechtsextremistischen Boeremag-Organisation verkündet worden: Bis zu 35 Jahre Haft. Der Vorsitzende Strafrichter am North Gauteng High Court in Pretoria, Eben Jordaan, hat nach rund 10-jähriger Prozessdauer das Verfahren zum Abschluss gebracht. Ihm wird „Prozessverschleppung“ vorgeworfen. (Quelle: flickr/ Michael Thurm)

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Berlin-Johannesburg-Kooperation

Im Interview mit Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt des Landes Berlin

(Autor: Ghassan Abid)

© Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt des Landes Berlin, hielt sich vor Kurzem in Johannesburg auf. Er nahm an der Metropolen-Konferenz teil und traf unter anderem auf den Johannesburger Bürgermeister Mpho Parks Tau. Im Interview mit "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" erläutert der SPD-Politiker den Ausgang seiner Arbeitsreise. (Quelle: SenStadtUm.Berlin)

© Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt des Landes Berlin, hielt sich vor Kurzem in Johannesburg auf. Er nahm an der Metropolen-Konferenz teil und traf unter anderem auf den Johannesburger Bürgermeister Mpho Parks Tau. Im Interview mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ erläutert der SPD-Politiker den Ausgang seiner Arbeitsreise. (Quelle: SenStadtUm.Berlin)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Herrn Michael Müller. Vor Kurzem hielten Sie sich anlässlich der Metropolen-Konferenz unter dem Motto „Caring City“ zum ersten Mal in Südafrika auf. Wie erlebten Sie den Johannesburger Ballungsraum?

Antwort: Johannesburg ist eine lebendige Metropole. Die Stadt und der riesige Ballungsraum können mit einer starken wirtschaftlichen Entwicklung aufwarten und mit einer gut entwickelten Infrastruktur. Aber natürlich sieht man auch die sozialen Probleme, die eine Großstadt wie diese hat. Es waren spannende Tage hier, die aus stadtentwicklungspolitischer Sicht, aber auch für mich ganz persönlich sehr interessant waren.

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Wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Südafrika

Im Interview mit Bundesforschungsministerin Johanna Wanka

(Autor: Ghassan Abid)

© Prof. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. (Quelle: Bundesregierung/Steffen Kugler)

© Prof. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. (Quelle: Bundesregierung/Steffen Kugler)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Prof. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung (BMBF). Das „Deutsch-Südafrikanische Wissenschaftsjahr“ nahm im April 2013 sein offizielles Ende. Welches Fazit ziehen Sie?

Antwort: Das Wissenschaftsjahr hat uns die Gelegenheit gegeben, die fast 20-jährige Zusammenarbeit zu reflektieren, zu würdigen und in die Zukunft zu blicken. Die intensive gemeinsame Vorbereitung des Wissenschaftsjahres führte zu neuen wichtigen Projekten wie beispielsweise der Vereinbarung zur Einrichtung eines deutsch-südafrikanischen Forschungslehrstuhls. Gleichzeitig haben wir einem breiten Publikum die Vielfalt und Ergebnisse der jahrelangen Zusammenarbeit gezeigt. Wissenschaftsjahre dienen auch dem Aus- und Aufbau von Kontakten für Wissenschaftler und Forscher, Lehrende und Lernende.

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NASA-Studie warnt vor Klimawandel

Südafrika droht stärkere Trockenheit und weniger Regen. Ein Alarmruf aus Washington

(Autor: Ghassan Abid)

Am vergangenen Freitag veröffentlichte die US-Raumfahrtbehörde NASA eine Studie, die kaum mediales Interesse fand. Dabei sind die Erkenntnisse alarmierend wie noch nie zuvor. William Lau, leitender Forscher der NASA, untersuchte in einer Modellversuchsstudie den Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Niederschlagswahrscheinlichkeit. Südafrika ist eine der Regionen, die es durch den Klimawandel besonders hart treffen wird.

© Eine im Mai 2013 veröffentlichte Studie der US-Raumfahrtbehörde NASA warnt vor den Folgen des Klimawandels. Demnach wird die Trockenheit in Südafrika weiter zunehmen. Bei bereits 1 Grad Fahrenheit mehr ist zu erwarten, dass die Regenwahrscheinlichkeit am Kap abnehmen wird. Stärkere Trockenheit ist die Folge. (Quelle: flickr/ NASA)

© Eine im Mai 2013 veröffentlichte Studie der US-Raumfahrtbehörde NASA warnt vor den Folgen des Klimawandels. Demnach wird die Trockenheit in Südafrika weiter zunehmen. Bei bereits 1 Grad Fahrenheit mehr ist zu erwarten, dass die Regenwahrscheinlichkeit am Kap abnehmen wird. Stärkere Trockenheit ist die Folge. (Quelle: flickr/ NASA)

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