Schlagwort-Archive: Enteignung

Expertenbericht zur Landreform fertiggestellt

Südafrika treibt Gesetzgebung zur entschädigungsfreien Enteignung von weißem Grundbesitz voran

(2010sdafrika-Redaktion)

Eine zehnköpfige Expertenkommission, die von Präsident Cyril Ramaphosa eingesetzt wurde, um die vom Afrikanischen Nationalkongress angestrebte Landreform umzusetzen, hat am Dienstag ihren Abschlussbericht vorgelegt. Der regierende ANC schlug im vergangenen Jahr eine Verfassungsänderung vor, um die entschädigungsfreie Enteignung von weißem Grundbesitz zu ermöglichen.

© Die von Präsident Cyril Ramaphosa eingesetzte Expertenkommission hat ihren Abschlussbericht zur Landreform fertiggestellt, wo es um die entschädigungsfreie Enteignung von Grundbesitz geht. (Quelle: flickr/ Tshikululu)

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Farmer Stefan Smit in Südafrika erschossen

Verunsicherung bei weißer Bevölkerungsminderheit nimmt nach neuem Gewaltvorfall zu

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Ermordung des Paares Fleischman (19) und Kuhn (21) hat Südafrika tief erschüttert. Am helllichten Tag seien die Beiden in Benoni zuerst rassistisch beleidigt und anschließend auf offener Straße regelrecht „exekutiert“ worden. Nun reiht sich die Tötung des prominenten weißen Farmers Stefan Smit in diese hochbrisante Debatte ein, der wenige Tage später in Stellenbosch ermordet wurde. Namhafte Medien wie die „New York Times“, „The Times“ und „The Australian“ berichten über die besorgniserregenden Entwicklungen. Dazu kochen in den sozialen Medien die Emotionen hoch. Die Kluft zwischen Schwarzen und Weißen wächst weiter.

© Der südafrikanische Farmer Stefan Smit, dem das Weingut Louiesenhof gehört, ist in Stellenbosch ermordet worden. Die Gewalttat ereignete sich nur wenige Tage nach der mutmaßlichen Hasskriminalität gegen ein junges Paar in Benoni. (Quelle: Privat)

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Wahlkampf in Südafrika auf Hochtouren

Parlamentswahlen finden am 8. Mai statt. Regierungspartei ANC will Wählerschaft zurückgewinnen

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrikas Staatspräsident Cyril Ramaphosa informierte im Rahmen seiner Rede zur Lage der Nation, dass die nächsten Parlamentswahlen am 8. Mai stattfinden werden. Die Wähler bestimmen an diesem Tag die Zusammensetzung des Unterhauses auf der Bundesebene, der National Assembly, und die Volksvertreter der neun Provinzversammlungen. Die Regierungspartei ANC wird zweifelsfrei erneut als Sieger hervorgehen. Fraglich ist lediglich, ob diese Stimmengewinne verzeichnen kann. Beim diesjährigen Wahlkampf geht es um die Glaubwürdigkeit der einstigen Mandela-Partei.

© Am 8. Mai 2019 finden zum nun sechsten Mal die nächsten Parlamentswahlen Südafrikas statt. Die Regierungspartei ANC unter der Führung von Staatspräsident Cyril Ramaphosa versucht, das verloren gegangene Vertrauen der Jugend zurückzugewinnen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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„Die Anleger sollten keine Angst haben“

Bundespräsident Steinmeier reiste mit Delegation nach Südafrika und wünscht Neuanfang mit Pretoria

(2010sdafrika-Redaktion)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stattete vom 18. bis 21. November 2018 einen Arbeitsbesuch in Südafrika ab. Begleitet wurde das Staatsoberhaupt von einer Wirtschaftsdelegation und von in Deutschland lebenden südafrikanischen Künstlern. Im Vorfeld der Reise lobte der ehemalige Außenminister die Anstrengungen von Südafrikas Staatspräsidenten Cyril Ramaphosa im Hinblick auf die Bekämpfung der Korruption im Land.

© Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt sich im November 2018 anlässlich eines Arbeitsbesuchs in Südafrika auf. Beim Gespräch mit Staatspräsident Ramaphosa untermauerte Steinmeier die Kooperation mit Pretoria im Rahmen eines „Neuanfangs“ ausbauen zu wollen. (flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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GTAI-Analysepapier zu Südafrika

Außenwirtschaftsexperten ignorieren wichtige Fakten bei der Bewertung des Investitionsstandorts

(2010sdafrika-Redaktion)

Germany Trade & Invest (GTAI), die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing mit Hauptsitz in Berlin, veröffentlichte am 23. November 2018 ein Analysepapier zum Investitionsstandort Südafrika nach dem Politikwechsel. Der Analyst Fausi Najjar hält im Papier fest, dass Erfolge bei der Mobilisierung in- und ausländischer Investitionen gemacht werden konnten, jedoch Herausforderungen nach wie vor bestehen bleiben. Beim näheren Betrachten der Analyse kommen erhebliche Zweifel auf.

© GTAI veröffentlichte im November 2018 ein Analysepapier zu Südafrika. Hierbei ignorieren die Außenwirtschaftsexperten wichtige Fakten bei der Bewertung des Investitionsstandorts. Die Präsidentschaft von Cyril Ramaphosa, der erst seit Februar 2018 im Amt ist, wird bereits als ´Erfolg´ bezeichnet. (Quelle: flickr/ Paul Saad)

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„Heilsbringer sind in Afrika nicht gewünscht“

Im Interview mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten und CDU-Politiker Charles M. Huber

(Autor: Ghassan Abid)

© Der Münchener Afrika-Experte Charles M. Huber war von 2013 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Für die CDU trat der Sohn eines senegalesischen Diplomaten für eine gleichberechtigte Wirtschaftskooperation zwischen Deutschland und den Staaten Afrikas ein. Der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ stand Huber für ein Interview zur Verfügung. (Quelle: Privat)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Charles M. Huber, Mitglied des Deutschen Bundestages a.D. und Politiker der CDU. Zuallererst die Frage an Sie, wie Sie den Rückzug Ihrer Parteivorsitzenden Angela Merkel bewerten?

Antwort: Ich werte ihn als positiv und ehrenhaft. Die niedrigen Umfragewerte unserer Partei wurden weitgehend ihrer Entscheidung für eine ungeregelte Flüchtlingspolitik zugeschrieben; auch das Erstarken der ultranationalen AfD. Dieses Argument ist schwer zu entkräften. Sie ist Ihrer Verantwortung gegenüber der Partei gerecht geworden, auch dahingehend, dass diese in der Regierung wieder den vielschichtigen Aufgaben einer Regierungspartei gerecht werden kann und sich nicht permanent und medienwirksam mit der Schuldfrage der abnehmenden Akzeptanz von Volksparteien in Deutschland auseinandersetzen muss. Wir haben als stärkste Industrienation in der EU nicht nur eine deutsche, sondern auch eine europäische Verantwortung. Auch da benutzen einige das Thema Migration, um von eigenen fiskal-strukturellen Fehlleistungen auf nationaler Ebene abzuleisten, wie Herr Salvini in Italien.

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Initiative „Compact with Africa“

Südafrikas Präsident Ramaphosa wirbt in Berlin für mehr private Investitionen aus Deutschland

(Autor: Ghassan Abid)

Am 30. Oktober 2018 trafen sich 12 afrikanische Staats- und Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin, um im Rahmen der Initiative „Compact with Africa“ die Investitionsbedingungen in ausgewählten Staaten Afrikas zu verbessern. Längerfristiges Ziel ist es, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, Arbeitsplätze zu schaffen und somit die illegale Migration von Afrika nach Europa einzudämmen. Auch Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa reiste bereits einen Tag zuvor an, um sein Land zu promoten.

© Südafrikas Staatspräsident Cyril Ramaphosa warb Ende Oktober 2018 anlässlich der G20-Initiative „Compact with Africa“ in der deutschen Bundeshauptstadt für mehr Investitionen. Der ANC-Parteivorsitzende kam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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