Schlagwort-Archive: Erlöse

Deutsche Steuerhinterzieher in Südafrika

Internationaler Steuer-Informationsaustausch in Berlin unterzeichnet. Mehr Schein als Sein

(Autor: Ghassan Abid)

Als die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ am 13. April 2014 über das Steuerabkommen zwischen Liechtenstein und Südafrika berichtete, fragte die eigene Leserschaft wiederholt nach, ob das Bankgeheimnis und die Anonymität der Kunden tatsächlich außer Kraft gesetzt wurden. Diese Frage wurde eindeutig bejaht. Nun wird auch zwischen Berlin und Pretoria ein Austausch von Bankdaten erfolgen. Deutsche Steuerhinterzieher am Kap geraten erstmals ins Visier deutscher Finanz- und Strafbehörden. Allerdings verkennt die Politik die Lebensrealität im südlichen Afrika.

 World Economic Forum

© Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble präsentierte zum Ende Oktober 2014 mit voller Freude den internationalen Steuer-Informationsaustausch zwischen 50 Staaten, darunter auch Südafrika. Allerdings greift das Abkommen nur bedingt. Deutsche Steuerhinterzieher in Südafrika können weiterhin unentdeckt bleiben, da das Abkommen die Lebensrealität am Kap verkennt. (Quelle: flickr/ World Economic Forum)

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Kein Copyright für Südafrikaner

Wie aus dem isiZulu-Song „Mbube“ ein Walt Disney-Hit wurde. Doch die Armut des Musikers blieb

(Autor: Ghassan Abid)

Das Musikbusiness kann hart, unfair und äußerst erbarmungslos sein. Vor allem treten diese negativen Begleiterscheinungen dann ein, wenn es um viel Geld geht. Das Kumulieren von Geld wiederum basiert auf die Existenz von interessanten Ideen. Großartige, bewegende und neuartige Songs sind gefragt. Doch wer heute mit südafrikanischen Musikern im Backstage vertraulich redet, der erfährt ganz schnell die erste Regel für Kap-Musiker: „Misstraue grundsätzlich den [europäischen und amerikanischen] Weißen“. Ein offenes Geheimnis mit wahrem Kern, wie sich zeigt.

    © Der südafrikanische Sänger Solomon Linda komponierte den isiZulu-Song "Mbube". In Südafrika wurde er wie ein Superstar der Schwarzen gefeiert. Doch westliche Musiker und Plattenlabels raubten sein Stück. Die Familie musste jahrelang rechtlich gegen den kalifornischen Medienkonzern Walt Disney vorgehen und bekam 2004 Recht. Der Konzern verwendete ohne Erlaubnis die englische Fassung des Songs „The Lion Sleeps Tonight“ für seinen 1994 erschienenen Trickfilm "Der König der Löwen". Im Bild ist Solomon Linda [ganz links im Bild] mit der Band „The Evening Birds“ zu sehen. (Quelle: The International Library of African Music at Rhodes University and Veit Erlmann/ Wikimedia)

© Der südafrikanische Sänger Solomon Linda komponierte den isiZulu-Song „Mbube“. In Südafrika wurde er wie ein Superstar der Schwarzen gefeiert. Doch westliche Musiker und Plattenlabels „raubten“ sein Stück. Die Familie musste jahrelang rechtlich gegen den kalifornischen Medienkonzern Walt Disney vorgehen und bekam 2004 Recht. Der Konzern verwendete ohne Erlaubnis die englische Fassung des Songs „The Lion Sleeps Tonight“ für seinen 1994 erschienenen Trickfilm „Der König der Löwen“. Im Bild ist Solomon Linda [ganz links im Bild] mit der Band „The Evening Birds“ zu sehen. (Quelle: The International Library of African Music at Rhodes University and Veit Erlmann/ Wikimedia)

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