Schlagwort-Archive: Ermittler

Respektsperson, Idol und Unruhestifter

Türkischer Hells Angels-Boss Necati „Neco“ Arabaci mischt von Izmir aus die deutsche Rockerszene auf

(Autor: Ghassan Abid)

– Hells Angels-Spezial –

Die Stadt Izmir mit ihren rund 3,5 Millionen Einwohnern liegt an der türkischen Ägäisküste. Die Metropole spielt in der nationalen Schifffahrt eine wichtige Rolle. Griechische Bauwerke aus der Antike zieren das Bild einer Stadt, in welcher Latife Uşşaki – die Ehefrau des Staatspräsidenten Mustafa Kemal Atatürk – das Licht der Welt erblickt hat. Doch Izmir ist auch als Aufenthaltsort einer militanten Hooliganszene und des Hells Angels-Bosses „Neco“ bekannt.

Izmir

© Die drittgrößte türkische Stadt Izmir liegt an der Ägäisküste. Die Metropole spielt eine bedeutende Rolle in der nationalen Schifffahrt. Bekannt ist Izmir aber auch dafür, eine militante Hooliganszene und den Hells Angels-Boss „Neco“ zu beherbergen. (Quelle: Privat)

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Stockholms Sonderweg der Rockerbekämpfung

Schwedens Ex-Hells Angels-Präsident verurteilt „Hexenjagd“. Dänischer Rockerchef begeht Suizid

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ tauscht sich seit geraumer Zeit mit Journalisten in Schweden aus, die die Rockerentwicklungen im Norden Europas aufmerksam verfolgen. Die einflussreichsten Hells Angels sind dort schwer zu fassen, da ihnen nicht ohne Weiteres Gewaltstraftaten nachgewiesen werden können. Wichtige Zeugen schweigen und stichhaltige Beweise können nicht zusammengetragen werden. Dementsprechend schlagen Stockholm und Kopenhagen einen neuen Weg ein – mit Erfolg. Der staatliche Dauerdruck veranlasste einen Rockerchef sogar zum Selbstmord.

© Michael Brokside war einer der führenden internationalen Hells Angels-Mitglieder. Der dänische Rockerpräsident wurde rund 40 Jahre alt. Zu stark war der Druck der Behörden, der auf seinen Schultern lastete. Am 14. März 2014 nahm er sich schließlich in einer Polizeizelle das Leben. Schwedens Ex-HA-Präsident Thomas Möller, der sein Vermögen nach Südafrika in Sicherheit brachte, verurteilte die "Hexenjagd" durch Stockholm und Kopenhagen.

© Michael Brokside war einer der führenden internationalen Hells Angels-Mitglieder. Der dänische Rockerpräsident wurde rund 40 Jahre alt. Zu stark war der Druck der Behörden, der auf seinen Schultern lastete. Am 14. März 2014 nahm er sich schließlich in einer Polizeizelle das Leben. Schwedens Ex-HA-Präsident Thomas Möller, der sein Vermögen nach Südafrika in Sicherheit brachte, verurteilte die „Hexenjagd“ durch Stockholm und Kopenhagen.

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Ermittlungen im Mordfall Gemballa ruhen

Exklusiv: Staatsanwaltschaft Stuttgart scheitert mit Rechtshilfeersuchen an Südafrika

(Autor: Ghassan Abid)

Die Leiche des Leonberger Autotuners und Unternehmers Uwe Gemballa wurde am 28. September 2010 – eingewickelt in Plastikfolie – westlich von Pretoria gefunden. Dreieinhalb Jahre nach dem Mord konnte bisweilen keine offizielle Anklage erhoben werden. Nun ist bekannt geworden, dass die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Hauptverdächtigen Radovan Krejcir ruhen mussten.

© Im Mordfall des deutschen Autotuners Uwe Gemballa, dessen Leiche am 28. September 2010 unweit der südafrikanischen Hauptstadt entdeckt wurde, kommen die Ermittlungen nicht voran. Wie die Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" exklusiv erfahren hat, ruhen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen den Hauptverdächtigen Radovan Krejcir. Die südafrikanischen Behörden wirken nicht mit. (Quelle: flickr/ AutotunerStuttgart)

© Im Mordfall des deutschen Autotuners Uwe Gemballa, dessen Leiche am 28. September 2010 unweit der südafrikanischen Hauptstadt entdeckt wurde, kommen die Ermittlungen nicht voran. Wie die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ exklusiv erfahren hat, ruhen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen den Hauptverdächtigen Radovan Krejcir. Die südafrikanischen Behörden wirken nicht mit. (Quelle: flickr/ AutotunerStuttgart)

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Ankündigung: Kripobeamter spricht über Rocker

„Die Hells Angels in Berlin sind verunsichert“, so der Interviewte vom Landeskriminalamt (LKA) Berlin

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Hells Angels in Berlin sind verunsichert“, sagte ein führender Kripobeamter im Interview mit der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. Die Berliner Strafverfolgungsbehörden führen tägliche Überprüfungen durch. Kriminelle Rockergruppierungen in der Bundeshauptstadt werden nicht geduldet. Und der Staat schöpft alle rechtlichen Mittel aus, um die Rockerklubs unter Kontrolle zu bringen. Die Botschaft der Berliner Polizei an die Rocker ist klar: Wir haben die Hosen an. Selten war von der Polizei eine solch unmissverständliche Kampfansage zu hören.

© Die Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" konnte ein Interview mit einem führenden Beamten des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin über die Rocker führen. Am kommenden Montag wird dieses veröffentlicht. (Quelle: flickr/ björn kietzmann)

© Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ konnte ein Interview mit einem führenden Beamten des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin über die Rocker führen. Am kommenden Montag wird dieses veröffentlicht. (Quelle: flickr/ björn kietzmann)

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Britischer Höllenengel nach Südafrika geflüchtet

Hells Angels-Mitglied Mark Larner schmuggelte nach Eskalation mit Outlaws viel Bargeld ans Kap

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Januar 2009 ereignete sich am Flughafen von Birmingham eine brutale Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Rockergangs. Bis zu 30 Anhänger der Hells Angels und Outlaws gingen mit Schlagringen und anderen Waffen aufeinander los. Die britischen Strafverfolgungsbehörden erkannten, hart durchgreifen zu müssen, um solche Ereignisse künftig vermeiden zu können. Eine Nulltoleranz-Politik wurde gefordert und umgesetzt. Allerdings flüchtete einer der Haupttäter, Mark Larner vom Hells Angels MC Wolverhampton, nach Südafrika. Erneut wurde das Kapland als Rückzugsgebiet ausgewählt.

© Der britische Hells Angel Mark Larner [im Bild 2. Reihe, ganz rechts] flüchtete vor den Strafverfolgungsbehörden nach Südafrika im Jahr 2009. Er hielt sich für zwei Monate am Kap auf und brachte eine große Menge Bargeld ins südliche Afrika in Sicherheit. Auslöser für die Flucht war eine heftige Auseinandersetzung zwischen den Hells Angels und den Outlaws am Flughafen von Birmingham. Insgesamt wurden jeweils vier Mitglieder der beiden Klubs [im Bild zu sehen] zu einer Haftstrafe von jeweilig sechs Jahren verurteilt. (Quelle: Ermittlerkreise)

© Der britische Hells Angel Mark Larner [im Bild 2. Reihe, ganz rechts] flüchtete vor den Strafverfolgungsbehörden nach Südafrika im Jahr 2009. Er hielt sich für zwei Monate am Kap auf und brachte eine große Menge Bargeld ins südliche Afrika in Sicherheit. (Quelle: Ermittlerkreise)

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Hells Angels Südafrikas im Visier des FBI

Exklusiv: Johannesburger Rocker am US-Drogenhandel beteiligt. Ein geschasster Höllenengel packte aus

(2010sdafrika-Redaktion)

Um die Jahrhundertwende herum ereignete sich ein bisher einmaliger Vorgang in der Geschichte der Hells Angels. Johannesburger Rocker waren am internationalen Drogenhandel unter der Federführung US-amerikanischer „Brüder“ umfangreich beteiligt. Ihr Einfluss war so groß, dass die zuständige Arizona Police die US-Bundespolizei FBI einschalten musste. Gesucht wurden zwei Südafrikaner, die Drogen vom Kap aus in die USA exportierten. Mittlerweile wird der US-Drogenhandel von Mexiko und Lateinamerika aus abgewickelt. Und die Johannesburger Rocker sind längst nicht mehr im US-Drogengeschäft involviert. Einer wurde bereits erschossen.

© Die Redaktion von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" ist auf das amerikanisch-südafrikanische Drogengeschäft und auf die inneren Strukturen der Hells Angels aufmerksam gemacht geworden. Die Johannesburger Rocker Michael Hall und Peter Conway nahmen bei den Höllenengeln in Südafrika eine Schlüsselrolle ein. Sogar die Zentrale der US-Bundespolizei FBI in Washington D.C. [im Bild] musste ermitteln, um den starken Einfluss der Hells Angels einzudämmen. (Quelle: FBI)

© Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist auf das amerikanisch-südafrikanische Drogengeschäft und auf die inneren Strukturen der Hells Angels aufmerksam gemacht geworden. Die Johannesburger Rocker Michael Hall und Peter Conway nahmen bei den Höllenengeln in Südafrika eine Schlüsselrolle ein. Sogar die Zentrale der US-Bundespolizei FBI in Washington D.C. [im Bild] musste ermitteln, um den starken Einfluss der Hells Angels einzudämmen. (Quelle: FBI)

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Südafrika ein Rückzugsgebiet von Terroristen?

Nairobi-Anschlag wirft Fragen über die Gefahr des islamistischen Extremismus am Kap auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Blutig war der Terroranschlag im Westgate-Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, bei welchem rund 70 Menschen starben. Mittlerweile ist klar, dass auch westliche Bürger bei der Vorbereitung und eventuell bei der Durchführung des Anschlages involviert waren. Die Britin Samantha Lewthwaite – in der Presse auch als “Weiße Witwe“ bezeichnet – soll von Johannesburg aus bei der Terrororganisation mitgewirkt haben.

© Der Fall um die britische Bürgerin Samantha Lewthwaite, die die Identität einer südafrikanischen Frau für terroristische Zwecke missbraucht haben soll, wirft Fragen auf. Wie gelang der mutmaßlichen Terroristin die Erlangung amtlicher Dokumente und inwieweit ist Südafrika ein Rückzugsgebiet von islamistischen Extremisten.

© Der Fall um die britische Bürgerin Samantha Lewthwaite, die die Identität einer südafrikanischen Frau für terroristische Zwecke missbraucht haben soll, wirft Fragen auf. Wie gelang der mutmaßlichen Terroristin die Erlangung amtlicher Dokumente und inwieweit ist Südafrika ein Rückzugsgebiet von islamistischen Extremisten.

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