Schlagwort-Archive: Ermittlungen

Scientology als „Psychosekte“

Im Interview mit Wilfried Handl, Scientology-Kritiker und Blogger: Der Austritt war richtig

(Autor: Ghassan Abid)

© Wilfried Handl ist einer der populärsten Scientology-Aussteiger im deutschsprachigen Raum. Der Österreicher engagiert sich, unter anderem als Betreiber von “Blog gegen Scientology“, gegen die US-Sekte. Scientology versucht derzeit ihren ehemaligen Österreich-Leiter mit Rechtsstreitigkeiten mundtot zu machen. Sein Austritt aus dieser Organisation ist mit der Trennung von seiner Familie verbunden.

© Wilfried Handl ist einer der populärsten Scientology-Aussteiger im deutschsprachigen Raum. Der Österreicher engagiert sich, unter anderem als Betreiber von “Blog gegen Scientology“, gegen die US-Sekte. Scientology versucht derzeit ihren ehemaligen Österreich-Leiter mit Rechtsstreitigkeiten mundtot zu machen. Sein Austritt aus dieser Organisation ist mit der Trennung von seiner Familie verbunden.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ganz herzlich Herrn Wilfried Handl, ehemaliger Leiter von Scientology Österreich und einer der bekanntesten Aussteiger im deutschsprachigen Raum. Über Freunde kamen Sie zur Organisation. Vor wenigen Jahren verließen Sie diese, verbunden mit der Konsequenz, dass der Kontakt zu Ihrer Ex-Frau und Ihren drei Söhnen komplett abgebrochen ist. War der Austritt im Nachhinein richtig?

Antwort: Ja, da bin ich mir mittlerweile ganz sicher. Ich stand vor einem Scheideweg und war mir über die Konsequenzen durchaus bewusst. Aber manchmal im Leben muss man Entscheidungen treffen, die weh tun, aber in der Sache richtig sind. Und was ich 2002 nur erahnen konnte, weiß ich mittlerweile: Ein Verbleib in der Psychosekte Scientology hätte mich noch viel mehr gekostet, nämlich das vollständige Absterben jeder Menschlichkeit.

Im Übrigen bin ich Optimist. Man verliert nur Scheckkarten oder Schlüssel. Irgendwann könnte es sein, dass meine Söhne wieder vor mir stehen!

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Regierung verwarnt Polizei

Suspendierungswelle nach Daveyton: Polizeichefin und Geheimdienstminister machen ernst

(2010sdafrika-Redaktion)

Nach Bekanntwerden des Todes eines 27-jährigen Mosambikaners im Township Daveyton durch Polizisten, hat National Police Commissioner Riah Phiyega – die Polizeichefin Südafrikas – die beteiligten Beamten suspendiert. Acht Beamte mussten ihre Dienstwaffen abgeben. Zudem ist der Leiter der örtlichen Polizeiwache aus Daveyton abgezogen worden, solange die Ermittlungen der Polizeiaufsicht IPID andauern.

© Polizeichefin Riah Phiyega und Geheimdienstminister Siyabonga Cwele, der in Vertretung das Amt des Polizeiministers bis Mitte März 2013 ausübt, kündigen harte Konsequenzen für Polizisten an, die sich außerhalb des Gesetzes bewegen und brutal gegen die eigenen Bürger vorgehen. Die politische Führung am Kap reagiert erstmalig ungewohnt scharf auf die eigene Polizeibehörde SAPS. (Quelle: flickr/ GovernmentZA; collage/ 2010sdafrika)

© Polizeichefin Riah Phiyega und Geheimdienstminister Siyabonga Cwele, der in Vertretung das Amt des Polizeiministers bis Mitte März 2013 ausübt, kündigen harte Konsequenzen für Polizisten an, die sich außerhalb des Gesetzes bewegen und brutal gegen die eigenen Bürger vorgehen. Die politische Führung am Kap reagiert erstmalig ungewohnt scharf auf die eigene Polizeibehörde SAPS. (Quelle: flickr/ GovernmentZA; collage/ 2010sdafrika)

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Polizeigewalt im Township Daveyton

Tod eines Mosambikaners ruft Empörung hervor. Ermittlungen der Polizeiaufsicht laufen an

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Polizei am Kap steht erneut in der öffentlichen Kritik. Seit wenigen Stunden kursiert ein Video im Internet und in den Medien, das die Verhaftung eines 27-jährigen Mannes im Township Daveyton bei Johannesburg durch Polizeibeamte zeigt.

 © Die SAPS-Flagge: Südafrikas Polizei wird erneut von einem Skandal heimgesucht. Mehrere Beamte sollen für den Tod eines Mosambikaners im Township Daveyton bei Johannesburg verantwortlich sein. Ein Video belastet die Beamten. Erste Ermittlungen wurden bereits aufgenommen.

© Die SAPS-Flagge: Südafrikas Polizei wird erneut von einem Skandal heimgesucht. Mehrere Beamte sollen für den Tod eines Mosambikaners im Township Daveyton bei Johannesburg verantwortlich sein. Ein Video belastet die Beamten. Erste Ermittlungen wurden bereits aufgenommen.

Auf der Videoaufnahme ist folgendes zu sehen: Der Festgenommene wird an der Rückseite eines Polizeifahrzeugs mit Handschellen fixiert. Während Passanten mit Bestürzung auf die brutale Maßnahme der Polizisten reagieren, fährt plötzlich der Streifenwagen los. Der Mosambikaner, der als Taxifahrer arbeitete, stirbt wenig später in einer Polizeizelle an schweren Kopfverletzungen und inneren Blutungen.

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Als Pistorius-Prozessbeobachter hautnah dabei

Benjamin Dürr, Korrespondent für SPIEGEL ONLINE in Südafrika, im Interview

(Autor: Ghassan Abid)

© Benjamin Dürr ist der gegenwärtige Korrespondent für SPIEGEL ONLINE in Südafrika. Er beobachtet das Strafverfahren gegen den Sportler Oscar Pistorius vor Ort. (Quelle: Privatfoto)

© Benjamin Dürr ist der gegenwärtige Korrespondent für SPIEGEL ONLINE in Südafrika. Er beobachtet das Strafverfahren gegen den Sportler Oscar Pistorius vor Ort. (Quelle: Privatfoto)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den Journalisten Benjamin Dürr. Erstmal vielen Dank für dieses kurzfristige Interview. Seit rund vier Wochen halten Sie sich in Südafrika auf. Welche ersten Eindrücke konnten Sie von Land und Leuten sammeln?

Antwort: Meine ersten Eindrücke sind sehr positiv. Ich hatte bisher vor allem mit sehr hilfsbereiten und aufgeschlossenen Menschen zu tun. Das macht es einfacher, sich einzuleben – und erleichtert einem die Arbeit, wenn Leute offen sind und gern erzählen.

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Indizien belasten Pistorius

Südafrika könnte sein eigenen O.J. Simpson-Prozess bekommen: Die Öffentlichkeit als Co-Richterbank

(Autor: Ghassan Abid)

Die Strafverfolgungsbehörde „National Prosecuting Authority (NPA)“ agiert im Fall Pistorius bisher noch sehr besonnen, sachlich und äußerst vorsichtig. Die ganze Welt ist auf einen Fall aufmerksam geworden, der das südafrikanische Justizsystem mit der Mordanklage gegen Leichtathlet Oscar Pistorius automatisch in den Vordergrund gerückt hat.

© Neuere Erkenntnisse bringen Südafrikas bekanntesten Sportler Oscar Pistorius unter starkem Druck. Drei Indizien belegen die These, dass der Leichtathlet seine Freundin Reeva Steenkamp vorsätzlich getötet haben soll: Cricketschläger, CCTV-Aufnahme und Einbruchsunwahrscheinlichkeit. (Quelle: Privatfoto)

© EXKLUSIV-Bild: Neuere Erkenntnisse bringen Südafrikas bekanntesten Sportler Oscar Pistorius unter starkem Druck. Drei Indizien belegen die These, dass der Leichtathlet seine Freundin Reeva Steenkamp vorsätzlich getötet haben soll: Cricketschläger, CCTV-Aufnahme und Einbruchsunwahrscheinlichkeit. (Quelle: Privatfoto)

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen nach wie vor von einer vorsätzlichen Tötungsabsicht aus. Oscar Pistorius steht im dringendem Tatverdacht, seine Freundin Reeva Steenkamp in den Morgenstunden des Valentinstags 2013 im eigenen Haus in Pretoria getötet zu haben. Bislang sind drei Indizien bekannt geworden, die für eine mögliche Verurteilung des Sportlers herangezogen werden könnten. Pistorius droht eine lebenslange Haftstrafe.

Indiz-Nummer 1: Der Cricketschläger

Ersten Pressemeldungen zufolge ist ein blutverschmierter Cricketschläger gefunden worden, der wohl als Tatwaffe gegen Steenkamp angewendet wurde. Nur so lasse sich der Schädelbruch am 29-jährigen Opfer erklären, wird von der Zeitung „City Press“ gemutmaßt.

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Entsetzen in Bredasdorp

Neu-Delhi-Déjà-vu: Siebzehnjährige Frau am Westkap brutal vergewaltigt und getötet. Eine Nation im Schock

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrikas Öffentlichkeit kennt unzählige Fälle, bei denen Mädchen und Frauen sexuell missbraucht und vergewaltigt wurden. In einigen Statistiken führt das beliebte Tourismusland im südlichen Afrika die höchste Vergewaltigungsrate weltweit an. Und dennoch ereignete sich am Westkap eine abscheuliche Tat, die ein gesellschaftliches Umdenken notwendig macht.

© Eine ganze Nation ist entsetzt: Am 2. Februar 2013 ist in Bredasdorp am Westkap eine siebzehnjährige Frau von vier Männern brutal vergewaltigt und verstümmelt worden. Kurze Zeit später starb sie im Krankenhaus. Die Regierung ist über die Brutalität der Tat geschockt. Ein gesellschaftliches Umdenken, ähnlich den Vorgängen in Indien, wird vor allem von Frauenrechtlerinnen gefordert. (Quelle: flickr/ Proteus250245(

© Eine ganze Nation ist entsetzt: Am 2. Februar 2013 ist in Bredasdorp am Westkap eine siebzehnjährige Frau von vier Männern brutal vergewaltigt und verstümmelt worden. Kurze Zeit später starb sie im Krankenhaus. Die Regierung ist über die Brutalität der Tat geschockt. Ein gesellschaftliches Umdenken, ähnlich den Vorgängen in Indien, wird vor allem von Frauenrechtlerinnen gefordert. (Quelle: flickr/ Proteus250245)

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Exklusiv: Südafrikaner in Halle verletzt

Fremdenfeindliche Straftat oder Unfall? LKA Sachsen-Anhalt hat Ermittlungen aufgenommen

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

In den Morgenstunden des Neujahrs meldete sich ein Südafrikaner beim Polizeirevier in Halle (Saale). Mit sichtbaren Verletzungen im Gesicht  ist der Mann dann zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gefahren. Die erste Befragung soll nach lokalen Presseberichten vorerst ohne Ergebnis verlaufen sein. Noch ist unklar, was genau passierte.

© Am Neujahrstag hat in Halle (Saale) ein Südafrikaner mit Verletzungen im  Gesicht das örtliche Polizeirevier aufgesucht. Zurzeit wird der Mann in einem Krankenhaus behandelt. Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt hat, wie exklusiv erfahren, bereits die Ermittlungen aufgenommen. Im Bild sind Anhänger einer Neo-Nazi-Demo, die 2011 in Halle stattfand, zu sehen. (Quelle: flickr/ Zeitfixierer)

© Am Neujahrstag hat in Halle (Saale) ein Südafrikaner mit Verletzungen im Gesicht das örtliche Polizeirevier aufgesucht. Zurzeit wird der Mann in einem Krankenhaus behandelt. Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen-Anhalt hat, wie exklusiv erfahren, bereits die Ermittlungen aufgenommen. Im Bild sind Anhänger einer Neo-Nazi-Demo, die 2011 in Halle stattfand, zu sehen. (Quelle: flickr/ Zeitfixierer)

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