Schlagwort-Archive: Ermittlungsverfahren

Old-School-Rocker haben Machtkampf verloren

Exklusiv: Im Interview mit Dr. Sabine Vogt, Leiterin der BKA-Abteilung für Organisierte Kriminalität

(Autor: Ghassan Abid)

BKA

© Dr. Sabine Vogt ist Leiterin der Abteilung „Schwere und Organisierte Kriminalität“ beim Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden. Sie ist für die Bekämpfung der Rockerkriminalität zuständig und beobachtet OMCG wie den Hells Angels MC sehr genau. Für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ stand die studierte Juristin exklusiv zur Verfügung. (Quelle: BKA)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Dr. Sabine Vogt, Leiterin der Abteilung „Schwere und Organisierte Kriminalität“ beim Bundeskriminalamt. Sie sind unter anderem für die Bekämpfung der Rockerkriminalität zuständig. Welche nachhaltigen Erfolge konnten verbucht werden?

Antwort: Die von Mitgliedern von sogenannten „Outlaw Motorcycle Gangs“ (OMCG) ausgehende Kriminalität wächst seit Jahren, ihre Bekämpfung stellt nicht nur für die Polizei eine immense Herausforderung dar. Das wird nicht zuletzt dadurch deutlich, dass die Bekämpfung der Rockerkriminalität Eingang in den Koalitionsvertrag nach den Bundestagswahlen 2013 fand.

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„Ich vermisse ihn, mein Bruda“

Mutmaßlicher Hells Angels-Tippgeber Dennis W. provoziert kurz vor Wettbüro-Mordprozess mit Foto

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Deutsch-Türke Dennis W. soll den Wettbüro-Mord an Tahir Özbek ermöglicht haben, indem er den Aufenthaltsort seines ehemaligen Freundes an den Berliner Hells Angels-Boss Kadir Padir verraten hatte. Kollegen von SPIEGEL.TV berichteten am 16. März 2014 über die Hintergründe. Wenige Wochen vor Beginn des Wettbüro-Prozesses scheint der mutmaßliche Tippgeber bewusst provozieren zu wollen. Denn an Geschmacklosigkeit ist seine Aktion kaum zu überbieten. Einzelne Freunde des Getöteten sind schockiert.

Tahir Özbek und Dennis W.

© Es ist eine Provokation und Verhöhnung des Mordopfers Tahir Özbek: Dennis W., der den Aufenthaltsort von Özbek an die Hells Angels verraten haben soll, postete vor wenigen Wochen ein Foto. Zu sehen ist der mutmaßliche Tippgeber [in der Mitte] und Tahir Özbek [links im Bild]. Mit dem Satz „Ich vermisse ihn, mein Bruda“ wird dieses kommentiert. Einzelne Freunde Özbeks kochen vor Wut. (Quelle: Facebook)

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Berliner Justiz macht Hells Angels den Prozess

Ein Kronzeuge und vierzehn angeklagte Rocker: Landgericht verhandelt zwei Mordverfahren

(2010sdafrika-Redaktion)

Berlin bereitet sich auf die größten Rockerprozesse Deutschlands vor. Die Pressestelle des Landgerichts Berlin hat angekündigt, den Mord an dem Soda Club-Türsteher Sebastian „Locke“ K. ab dem 24. September zu verhandeln. Drei Personen aus dem Umfeld der Hells Angels sind angeklagt worden. Am 17. Oktober schließt sich dann der zweite Prozess gegen elf weitere Rocker an, die im Wettbüro-Mord für den Tod von Tahir Özbek verantwortlich sein sollen.

Marc Fray

© Am Landgericht Berlin werden in Kürze zwei bedeutende Rockerverfahren verhandelt: Der Mord an dem Soda Club-Türsteher Sebastian „Locke“ K. und der Wettbüro-Mord an Tahir Özbek. Insgesamt befinden sich vierzehn Personen aus dem Hells Angels-Umfeld auf der Anklagebank. (Quelle: flickr/ Marc Fray)

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Südafrikas Juden droht die Anklage

Freiwilligendienst in Israels Armee stellt am Kap klaren Rechtsbruch dar. Ermittlungen bereits eingeleitet

(Autor: Ghassan Abid)

In diesen Tagen erreichte die Redaktion der Hinweis, wonach mehreren Südafrikanern jüdischen Glaubens eine Anklage drohe. Man fühle sich durch die Regierung in Pretoria diskriminiert, heißt es vom Hinweisgeber, der namentlich nicht genannt werden möchte. Den Beschuldigten wird ihr Einsatz in der Armee Israels (IDF) zum Verhängnis. Sie haben sich freiwillig für den Waffendienst in Gaza gemeldet. Doch dies ist am Kap strikt verboten.

IDF

© Südafrikanische Juden, die als sogenannte „Machal“ einen Freiwilligendienst in der israelischen Armee ableisten, droht bei einer Rückkehr nach Südafrika eine Haftstrafe. Das südafrikanische Recht duldet keine Beteiligung seiner Bürger an Kriegseinsätzen im Ausland. Entsprechende Ermittlungsverfahren sind bereits eingeleitet worden. (Quelle: Israel Defense Forces)

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„Die Hells Angels in Berlin sind verunsichert“

Im Interview mit Sebastian Laudan, LKA Berlin: 504 Verfahren und 36 Haftbefehle gegen Rocker in 2012

(Autor: Ghassan Abid)

© Das Landeskriminalamt (LKA) Berlin am Tempelhofer Damm ist in 8 Abteilungen unterteilt. Die Abteilung 4 ist zuständig für die Bearbeitung der Organisierten Kriminalität, der qualifizierten Banden-, Eigentums- und Gewaltkriminalität sowie der Rotlichtkriminalität im Land Berlin. Sebastian Laudan, Leitender Kriminaldirektor und Leiter dieser Abteilung, erläuterte im Interview mit "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" die Rockerlage und die bisherigen Erfolge der Strafverfolgungsbehörden. (Quelle: A.Savin/ Wikimedia)

© Das Landeskriminalamt (LKA) Berlin am Tempelhofer Damm ist in 8 Abteilungen unterteilt. Die Abteilung 4 ist zuständig für die Bearbeitung der Organisierten Kriminalität, der qualifizierten Banden-, Eigentums- und Gewaltkriminalität sowie der Rotlichtkriminalität im Land Berlin. Sebastian Laudan, Leitender Kriminaldirektor und Leiter dieser Abteilung, erläuterte im Interview mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die Rockerlage und die bisherigen Erfolge der Strafverfolgungsbehörden. (Quelle: A.Savin/ Wikimedia)

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„Tebartz-van Elst ist auf den SPIEGEL reingefallen“

Im Interview mit Paul Badde, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“

(Autor: Ghassan Abid)

© Paul Badde ist Sachbuchautor, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“. Er interviewte kürzlich den Limburger Bischof Tebartz-van Elst exklusiv in Rom. Der renommierte Redakteur mit Fokus auf die katholische Kirche übt scharfe Kritik an die deutsche Presse für die Berichterstattung über das Bistum Limburg und speziell an den SPIEGEL-Redakteur Peter Wensierski. Zudem hält Badde fest, dass Tebartz-van Elst zum Selbstmord aufgefordert worden ist.

© Paul Badde ist Sachbuchautor, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“. Er interviewte kürzlich den Limburger Bischof Tebartz-van Elst exklusiv in Rom. Der renommierte Redakteur mit Fokus auf die katholische Kirche übt scharfe Kritik an die deutsche Presse für die Berichterstattung über das Bistum Limburg und speziell an den SPIEGEL-Redakteur Peter Wensierski. Zudem hält Badde fest, dass Tebartz-van Elst zum Selbstmord aufgefordert worden ist.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Paul Badde – Sachbuchautor, Journalist und Mitherausgeber der Zeitschrift „VATICAN magazin“. Sie zählen unumstritten zu den bekanntesten deutschen Redakteuren mit Fokus auf die katholische Kirche. Wofür steht die heutige Kirche in Deutschland?

Antwort: Auch in Deutschland ist die katholische Kirche eine „römisch-katholische Kirche“. Das heißt, sie ist angebunden an die zwölf Apostel, von denen mindestens fünf ihr Grab in Rom gefunden haben – außer den „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus – auch noch Bartholomäus, Judas Thaddäus und Simon.

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Kinder haben Recht auf Sex

Verfassungsgerichtshof Südafrikas legalisiert „einvernehmlichen Sex“ zwischen Kindern

(Autor: Ghassan Abid)

Das im Jahr 2007 beschlossene „Sexual Offences and Related Matters Amendment Act“ schreibt den Schutz der Bürger vor Sexualdelikten vor. Im dritten Kapitel dieses Bundesgesetzes ist verankert, dass die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren auch dann aufzunehmen hat, wenn Kinder im beiderseitigen Einvernehmen Intimitäten austauschen. Das Hauptaugenmerk liegt beim Begriff „Einvernehmen“. Nun urteilte der Verfassungsgerichtshof Südafrikas, dass dieses Verbot verfassungswidrig ist.

© Der Verfassungsgerichtshof in Johannesburg urteilte am 3. Oktober 2013, dass der Sex zwischen Kindern nicht mehr kriminalisiert werden darf. Kinder ab dem 12. Lebensjahr haben das Recht auf "einvernehmlichen Sex". Die Richter gaben dem Antrag zweier Kinderrechtsorganisationen statt. Der Gesetzgeber muss nun das entsprechende Gesetz innerhalb von 18 Monaten ändern. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

© Der Verfassungsgerichtshof in Johannesburg urteilte am 3. Oktober 2013, dass der Sex zwischen Kindern nicht mehr kriminalisiert werden darf. Kinder ab dem 12. Lebensjahr haben das Recht auf „einvernehmlichen Sex“. Die Richter gaben dem Antrag zweier Kinderrechtsorganisationen statt. Der Gesetzgeber muss nun das entsprechende Gesetz innerhalb von 18 Monaten ändern. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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