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Tabuthema sexueller Missbrauch von Babies

Eine Gesellschaft schweigt über ein entsetzliches Phänomen in Südafrika. Die Politik ist gefordert

(2010sdafrika-Redaktion)

Fachkundige Interviewpartner zum Thema sexueller Missbrauch von Babies in Südafrika sind äußerst schwer zu finden. Ärzte, Kinderpsychologen und Staatsbedienstete sind in der Regel mit solchen alltäglichen Schicksalen betraut. Allerdings sprechen nur die Wenigsten hierüber. Klar ist, dass der Missbrauch von Babies ein Tabuthema am Kap darstellt, das längst öffentlich thematisiert werden müsste. Einzelne Journalisten und NGOs haben bereits angefangen. Doch die große Mehrheit der Gesellschaft versteckt sich im Schweigen.

© In Südafrika werden - je nach Statistik - jährlich bis zu 70.000 Kinder sexuell missbraucht. Auch Babies zählen zu den Missbrauchsopfern, vor allem aus dem Irrglauben heraus, dass Sex mit einer Jungfrau die Krankheit Aids heilen könne. Die Gesellschaft blendet diesen Missstand aus - es bleibt ein Tabuthema.

© In Südafrika werden – je nach Statistik – jährlich bis zu 70.000 Kinder sexuell missbraucht. Auch Babies zählen zu den Missbrauchsopfern, vor allem aus dem Irrglauben heraus, dass Sex mit einer Jungfrau die Krankheit Aids heilen könne. Die Gesellschaft blendet diesen Missstand aus – es bleibt ein Tabuthema.

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Multikulturalismus in Südafrika

Afrikaaner unter sich. Eine Podiumsdiskussion zum Dokumentarfilm „Orania“

(2010sdafrika-Redaktion)

© Podiumsdiskussion zum Dokumentarfilm "Orania" im Berliner Sputnik-Kino.

© Podiumsdiskussion zum Dokumentarfilm „Orania“ im Berliner Sputnik-Kino.

Kulturelle Identität in Südafrika erweist sich in einem Land, das die Spuren der Apartheid immer noch zu verarbeiten hat, als äußerst sensible Angelegenheit. Tobias Lindner, Berliner Filmregisseur, widmete sich der Gemeinschaft Orania mit einem gleichnamigen Dokumentarfilm. Einem 1.000-Seelendorf, das ausschließlich den Afrikaanern vorbehalten ist. Schwarze, Inder oder Farbige trifft man in Orania nicht an. Auf einer Podiumsdiskussion zum Thema kamen Ghassan Abid (Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“), Anna Veigel (Leiterin Freiwilligendienst »kulturweit« Deutsche UNESCO-Kommission), Christoph Brandl (freier Journalist, Filmschaffender), Thabo Thindi (JOZI TV), Prof. Dr. Carola Lentz (Ethnologin) und der Regisseur zusammen. Ab heute ist „Orania“ in den deutschen Kinos zu sehen.

Aufzeichnung zum Orania-Podium in Berlin