Schlagwort-Archive: Exklusiv-Interview

Wahlsieg der „Linksradikalen“ in Südafrika

Julius Malema schafft auf Anhieb mit eigener Partei den Einzug in alle Parlamente von Bund und Ländern

(Autor: Ghassan Abid)

Er hat es ihnen gegeben. Die Rede ist von Julius Malema, der seiner einstigen Partei – dem ANC – vor Augen führen konnte, dass er diesen nicht mehr braucht. Die von ihm gegründete EFF kam bei rund sechs Prozent der Wähler gut an. Rund 1,1 Millionen Südafrikaner wählten die neue Partei links vom ANC. Die EFF ist der große Gewinner der fünften Parlamentswahlen in Südafrika. Einerseits ist sie im Unterhaus die drittstärkste Fraktion geworden. Andererseits zieht diese in alle neun Provinzparlamente und somit auch ins Oberhaus ein.

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© Beim Ergebnis der südafrikanischen Wahlen 2014 dürfte Julius Malema nicht schlecht gestaunt haben, als er erfuhr, dass seine linksradikale Partei EFF auf Anhieb die drittstärkste Kraft im Nationalparlament (Unterhaus) geworden ist. Zusätzlich zieht sie in alle neun Provinzvertretungen und somit in das Oberhaus ein. Malema ist in die Politik zurückgekehrt. (Quelle: EFF)

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Exklusiv-Interview mit Südafrikas Botschafter

Makhenkesi A. Stofile über deutsch-südafrikanische Beziehungen, den Einfluss Chinas und Julius Malema

(Autoren: Ghassan Abid, Ranem, 2010sdafrika-Redaktion)

Vorwort: Das Interview mit dem südafrikanischen Botschafter in Deutschland, S.E. Herrn Makhenkesi Arnold Stofile, ergab sich relativ überraschend vor einigen Monaten am Rande einer politischen Veranstaltung in der Bundeshauptstadt. Auf schnellem Wege mussten ein Kameramann, die Erarbeitung von Interview-Fragen und weitere Dinge organisiert werden. Als Resultat dessen entstand aus der Spontanität heraus dieser Text- und Videobeitrag. Der Botschafter kannte die Fragen der Redaktion im Vorfeld des Interviews überhaupt nicht. Hierfür danken wir sehr!

THEMA: Deutsch-südafrikanische Beziehungen – eine gemeinsame Außenpolitik?

Hintergrund: Als Ergebnis der 7. Deutsch-Südafrikanischen Binationalen Kommission vom 7. und 8. Mai 2012 in Berlin, welche von Vizepräsident Kgalema Motlanthe und Bundesaußenminister Guido Westerwelle geleitet wurde, ist unter anderem die Etablierung einer neuen Fachkommission für Außen- und Sicherheitspolitik beschlossen worden. Ziel ist es, in außenpolitischen Fragestellungen eine gemeinsame Position beziehen zu können. Folglich lässt sich die Frage aufstellen, ob eine gemeinsame außenpolitische Agenda, getragen von Deutschland und Südafrika, überhaupt realistisch ist.

Zusammenfassende Antwort des Herrn Botschafters Stofile: Jedes Land hat eine eigene Auffassung von Außenpolitik. Außenpolitik kann nur erfolgreich und effektiv sein, wenn diese mit jenen Staaten gemeinsam diskutiert wird, die es auch betrifft. Um Missverständnisse in bestimmten politischen Feldern zu vermeiden, sollte ein enger Austausch und eine Kooperation in Erwägung gezogen werden. Außenpolitik ergibt sich aus der Souveränität eines jeden Staates.

THEMA: Chinesisch-südafrikanische Beziehungen

© Makhenkesi Arnold Stofile, Botschafter der Republik Südafrika in Deutschland, und Ghassan Abid, Geschäftsführender Chefredakteur von "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste".

© S.E. Makhenkesi Arnold Stofile, Botschafter der Republik Südafrika in Deutschland, und Ghassan Abid, Geschäftsführender Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“.

Hintergrund: China ist längst zum wichtigsten nationalen Handelspartner Südafrikas aufgestiegen. Auch in Militär, Wissenschaft, Politik und anderen Politikfeldern holen die Chinesen massiv auf. Der Westen droht seine Position am Kap zugunsten des Reiches der Mitte einzubüßen. Die Frage richtet sich demnach an die tatsächliche Bedeutung Chinas für Südafrikas Entwicklung.

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