Schlagwort-Archive: Feier

Friedliche Silvester-Feierlichkeiten in Südafrika

Hunderttausende Partyfreudige zelebrieren Jahreswechsel mit Feuerwerk, Essen und Musik

(2010sdafrika-Redaktion)

Im ganzen Land feierten hunderttausende Partyfreudige den Jahreswechsel im öffentlichen Raum – mit buntem Feuerwerk, leckerem Essen und lauter Musik. In Johannesburg, Port Elizabeth und Durban wurden Konzerte abgehalten, während es in Kapstadt das wohl größte Feuerwerkspektakel Südafrikas gab. Nicht ohne Grund erweist sich die „Mother City“, wie Kapstadt von den Bewohnern auch gerne genannt wird, als absolutes Highlight für Touristen aus aller Welt. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ wünscht der Leserschaft ein frohes neues Jahr, verbunden mit viel Gesundheit, Lebensfreude und beruflichem Erfolg.

New Year’s Eve-Feuerwerk in Kapstadt (Archivmaterial)

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Zum Neujahrs-Feiern nach Durban

Sonne, Strand und Schwimmen. Tausende Südafrikaner verbringen Silvester an der Ostküste

(2010sdafrika-Redaktion)

Am morgigen Neujahr, Mitten im südafrikanischen Hochsommer, werden bis zu 30 Grad Celsius an der Ostküste des Landes erwartet. Mittlerweile hat sich Durban neben Kapstadt und Johannesburg zu einem der wichtigsten Hotspots der Partygäste entwickelt, wenn es zumindest um die Zelebrierung des Jahreswechsels geht. Denn tausende Bürger reisen nach Durban, um mit Familienangehörigen und Freunden zu feiern. Auch in diesem Jahr erwartet die Stadtverwaltung erneut ein erhöhtes touristisches Aufkommen.

durban

© Die drittgrößte Stadt Südafrikas, Durban, liegt auch in diesem Jahr erneut im Fokus vieler partysüchtiger Bürger, die den Jahreswechsel an der Ostküste des Landes verbringen wollen. Sonne, Strand und Schwimmen stehen auf dem Programm. (Quelle: Screenshot/ YouTube)

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Feiern unter Protest

Südafrikanische Botschaft in Berlin lud anlässlich des Nationalfeiertags ein. 400 Gäste kamen. Ein Bericht

(Autor: Ghassan Abid)

Am 23. April lud die südafrikanische Botschaft in Deutschland anlässlich des bevorstehenden Nationalfeiertags – dem Freedom Day am 27. April als Jahrestag der ersten demokratischen Wahlen im Jahr 1994 – ein. Diplomaten, hohe Bundesbedienstete, Unternehmer, Journalisten und Künstler trafen auf in Deutschland lebende Südafrikaner. Rund 400 Gäste zählte die Botschaft, hieß es auf Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. Unter den Eingeladenen befand auch ich mich, mit Begleitung. Allerdings waren das hohe Polizeiaufgebot und der Protest vor dem Botschaftsgebäude befremdlich.

Embassy

© Am 23. April lud die Botschaft Südafrikas zur Zelebrierung des anstehenden Nationalfeiertags ein. Diplomaten, hohe Bundesbedienstete, Unternehmer, Journalisten und Künstler trafen auf in Deutschland lebende Südafrikaner. Insgesamt kamen 400 Gäste, die leckere Weine und traditionelles Essen aus Südafrika genossen.

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Power of Zulu – Tanzen als integraler Bestandteil

Ob Krieg oder Heirat – bei den Zulus wird getanzt

(Autor: Ghassan Abid)

Afrikaner tanzen gerne. Die Lebensfreude vieler afrikanischer Völker spiegelt sich insbesondere im Tanz umd im Gesang wieder, unter anderem auch bei den Zulus. Die Zulus sind eine Ethnie der Volksgruppe Bantu. Sie stellt mit knapp 11 Millionen Volkszugehörigen die größte Ethnie Südafrikas dar.  Ihre Sprache ist IsiZulu, welche in der östlichen Provinz Südafrikas, in KwaZulu-Natal, beheimatet ist. Ebenfalls leben im Königreich Swasiland weitere  Zulus, welches seit dem 25. April 1986 durch den autokratischen König Mswati III.  regiert wird.

Die Zulus sind eine stolze Bevölkerungsgruppe, die nach den Erkenntnissen von Afrikawissenschaftlern aus dem heutigen Kongo in Zentralafrika stammt und nach Südafrika wanderte. Sie verdrängten sehr erfolgreich andere Völker. Das Stammeshäuptling spielt hierbei eine Schlüsselrolle, da die Zulus bis zum heutigen Tage ihre Herrscher nach wie vor verehren und schätzen. König Shaka gilt als eines der populärsten Vorbilder, denn war er jenes Oberhaupt, welches die Zulu-Bevölkerung im 19. Jahrhundert zu großen Siegen verschaffte und erstmalig eine professionelle Kriegerausbildung organisierte. Die Einbindung von unterlegenen Stämmen in die Strukturen der Zulus erwies sich als neuartig und raffiniert zugleich, da die Kriegeranzahl somit erheblich angestiegen ist und territoriale Expansionsbestrebungen leichter zu erzielen waren.

Als die Briten ihre Kolonialpolitik im südlichen Afrika ausweiten wollten, erkannten sie die Gegenmacht der Zulus. Blutige Kriege und die Schlacht bei Ulundi am 04. Juli 1879 zerstörten letztendlich die regionale Vormachtsstellung der Zulus. Das Königreich der Zulus ist in 13 kleinere Einheiten zersplittert worden. Was heute geblieben ist, ist der Stolz der Zulus auf ihre eigene kulturelle Identität. Vor allem der Tanz verbunden mit musikalischer Begleitung spielt bei den Zulus eine bedeutende Rolle.

Der gegenwärtige Präsident Südafrikas, Jacob Zuma, ist ebenfalls ein  Zulu, der mehrfach mit großem Stolz seine ethnische Zugehörigkeit und kulturelle Verbundenheit betont hat, unter anderem seine Vorliebe für die Polygamie. Allerdings werden die Zulus für genau dieses patriarchalische Verhältnis zu Frauen sehr kritisiert. Laut Angaben der südafrikanischen NGO ´Bobbi Bear´- aber auch andere Organisationen vertreten diese Auffassung – blockieren vor allem Zulus die Aufdeckung von sexuellen Missbrauchsfällen an Kindern und Frauen.

Klassischer Zulu-Tanz zur Vorbereitung auf den Krieg