Schlagwort-Archive: Festnahme

Südafrika-Auswanderung endet im Albtraum

Justizskandal am Kap: Leipziger Jens Leunberg sitzt nun ganze 6 Jahre in Untersuchungshaft

(Autor: Ghassan Abid)

Der Fall um den in Südafrika inhaftierten Leipziger Jens Leunberg, worüber die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ am 19. September 2013 erstmals berichtete, ist beispielhaft. Denn seit August 2011 sitzt der Deutsche im Gefängnis. Ganze 6 Jahre lang, ohne jemals von einem Gericht zu einer entsprechenden Freiheitsstrafe verurteilt worden zu sein. Die Verteidigung des 40-Jährigen in Südafrika und Deutschland zeigt sich erschrocken. Gegenüber der Redaktion wurde seitens der Rechtsanwälte der Vorwurf gegen die Staatsanwaltschaft erhoben, dass diese den Strafprozess unnötig in die Länge ziehe. Es ist unmissverständlich die Rede von „Prozessverschleppung“.

© Der Leipziger Jens Leunberg befindet sich in Südafrika hinter Gittern. Ihm wird der Mord an dem Südafrika-Auswanderer Klaus S. vorgeworfen. Der Skandal: Mittlerweile befindet sich der Deutsche schon 6 Jahre in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ist von der Schuld Leunbergs und seiner Freundin Kristina A. überzeugt. (Quelle: Privat)

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CSU und ihre Apartheid-Nächstenliebe

Die Geschichte des Dr. Ludwig Holger Pfahls und der umstrittene Rüstungsdeal mit den Rassisten

(2010sdafrika-Redaktion)

© Dr. Ludwig Holger Pfahls war Rüstungsstaatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung und Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Wegen mehrerer Straftaten tauchte der CSU-Politiker ab. Die ihm nachgesagte Südafrika-Flucht, der geheime U-Bootdeal mit dem Apartheidsregime und sein Südafrika-Mittelsmann Dieter Holzer verdeutlichen, wie eng die CSU mit den Rassentrennungsbefürwortern kooperierte. (Quelle: BKA)

© Dr. Ludwig Holger Pfahls war Rüstungsstaatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung und Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Wegen mehrerer Straftaten tauchte der CSU-Politiker ab. Die ihm nachgesagte Südafrika-Flucht, der geheime U-Bootdeal mit dem Apartheidsregime und sein Südafrika-Mittelsmann Dieter Holzer verdeutlichen, wie eng die CSU mit den Rassentrennungsbefürwortern kooperierte. (Quelle: BKA)

Es ist merkwürdig, dass bislang noch kein deutscher Produzent die Geschichte des Dr. Ludwig Holger Pfahls als filmreife Story für sich entdeckt hat. Dabei erweisen sich die Entwicklungen um den einflussreichen CSU-Politiker als absoluter Politthriller, der letztlich auf wahre Begebenheiten basiert. Kontakte zu einstigen Apartheidsvertretern und dubiose Geschäfte in Südafrika verschafften Pfahls einen zweifelhaften Ruf als Politiker. Gleichzeitig verdeutlicht die Pfahls-Sache, dass die außenwirtschaftspolitische Agenda der Bonner Republik nach wie vor kritisch reflektiert werden müsste.

Der mittlerweile wegen Bestechlichkeit, Vorteilsannahme, Steuerhinterziehung, Bankrotts und Betruges zu einer viereinhalb jährigen Haftstrafe verurteilte Pfahls war von 1985 bis 1987 Präsident des deutschen Inlandsnachrichtendienstes, dem Bundesamt für Verfassungsschutz. Dann wechselte er bis ins Jahr 1992 als Beamteter Staatssekretär ins Bundesministerium der Verteidigung. Im Ministerium übte er die Entscheidungshoheit und Kontrolle über Rüstungsangelegenheiten aus.

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Der Aufstand der Ärmsten

Gewalttätige Ausschreitungen in Johannesburg. Polizei antwortet mit Gummigeschossen und Festnahmen

(2010sdafrika-Redaktion)

Am gestrigen Mittwoch entlud sich im Johannesburger Stadtgebiet die Verzweiflung von mehreren hundert Demonstranten in gewalttätige Ausschreitungen gegen eingetroffene Polizisten. Die Beamten mussten in Soweto mit Gummigeschossen und Tränengas gegen die Protestler vorgehen, nachdem diese wichtige Straßen blockiert hatten. Ein Helikopter der Polizei unterstützte die Kräfte. Mehrere Township-Bewohner sollen festgenommen worden sein.

© In Soweto musste die Polizei gegen einen gewaltsamen Protest von Township-Bewohnern vorgehen. Immer wieder protestieren die Ärmsten in den verschiedensten Städten Südafrikas für ein besseres Leben. (Quelle: flickr/ Darren O'Brien)

© In Soweto musste die Polizei gegen einen gewaltsamen Protest von Township-Bewohnern vorgehen. Immer wieder protestieren die Ärmsten in den verschiedensten Städten Südafrikas für ein besseres Leben. (Quelle: flickr/ Darren O’Brien)

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Korruption an Südafrika-Lesotho-Grenze

Festnahme von neun Polizisten und sieben Beamten der Einwanderungsbehörde

(2010sdafrika-Redaktion)

Vor rund einer Woche informierte der südafrikanische Polizeiminister Nathi Mthethwa die Öffentlichkeit über einen erfolgreichen Schlag gegen korrupte Beamte. Neun Polizisten und sieben Beamte der Einwanderungsbehörde sind am Grenzposten Caledonspoort zu Lesotho festgenommen worden. Anklage ist erhoben worden. Alle Personen wurden bereits einem Haftrichter vorgeführt.

    © Polizeiminister Nathi Mthethwa informierte die Öffentlichkeit über eine gelungene Operation der Polizei-Einheit Hawks an der Südafrika-Lesotho-Grenze, die zur Festnahme von neun Polizisten und sieben Beamten der Einwanderungsbehörde führte, denen Korruption vorgeworfen wird. Strukturelle Probleme innerhalb der Polizei bleiben jedoch weiterhin bestehen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

© Polizeiminister Nathi Mthethwa informierte die Öffentlichkeit über eine gelungene Operation der Polizei-Einheit Hawks an der Südafrika-Lesotho-Grenze, die zur Festnahme von neun Polizisten und sieben Beamten der Einwanderungsbehörde führte, denen Korruption vorgeworfen wird. Strukturelle Probleme innerhalb der Polizei bleiben jedoch weiterhin bestehen. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Vorbestrafte in Polizeiuniform

Von Raub bis zur Vergewaltigung: 74 „Police Reservists“ aus KwaZulu-Natal sind vorbelastet

(Autor: Ghassan Abid)

Das südafrikanische System kennt seit 1995 mit dem „South African Police Service Act (Act No 68 of 1995)“ und ermöglicht die Tätigkeit des „Police Reservist“. Darunter versteht man den Einsatz von freiwilligen Bürgern in ihrer Kommune, die über die selben Kompetenzen wie Polizeibeamte des „South African Police Service (SAPS)“ verfügen. Voraussetzung für dieses Amt ist die Erlangung des Abiturs und ein sauberes Strafregister des Bewerbers.

© Südafrikas freiwilliger Polizeidienst erlebt einen Skandal: 74 sogenante "Police Reservists" aus der Provinz KwaZulu-Natal üben polizeiliche Kompetenzen aus, obwohl diese bereits kriminell aufgefallen sind. Solche Ernennungen sind strikt unzulässig. Wie es dazu kommen konnte, ist unklar [hier Archivbild].(Quelle: flickr/ ER24 EMS)

© Südafrikas freiwilliger Polizeidienst erlebt einen Skandal: 74 sogenante „Police Reservists“ aus der Provinz KwaZulu-Natal üben polizeiliche Kompetenzen aus, obwohl diese bereits kriminell aufgefallen sind. Solche Ernennungen sind strikt unzulässig. Wie es dazu kommen konnte, ist unklar [hier Archivbild].(Quelle: flickr/ ER24 EMS)

Jeder Bürger mit dauerhaftem Wohnsitz in Südafrika kann die nächstliegende Polizeistation aufsuchen und dort ein Gespräch mit dem sogenannten „Reservist Coordinator“ wünschen. Dieser händigt dem Bewerber verschiedene Bewerbungsunterlagen aus und nimmt zusätzlich die Fingerabdrücke ab. Im weiteren Verlauf entscheidet dann eine Auswahlkommission, wer von den Bewerbern angehört wird.

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Farmarbeiter-Proteste in De Doorns eskalieren

„Intervention des Staates“ gefordert. Regierung ignoriert Geschehnisse. Polizei feuert Gummigeschosse

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Lage am Western Cape ist am Brodeln. Nach neuesten Pressemeldungen hat die Polizei gegen 3 Uhr morgendlicher Ortszeit Gummigeschosse und Tränengas auf demonstrierende Farmarbeiter einsetzen müssen. Die Wut der für mehr Lohn streikenden Menschen hat einen Höhepunkt erreicht. Nun fordern der Gewerkschaftsdachverband COSATU, die Democratic Alliance als Regierungspartei am Western Cape und die als Vermittler tätige Kommission CCMA eine „Intervention des Staates“.

© Die Farmarbeiterproteste in De Doorns eskalieren. Nun fordern Landespolitik und Gewerkschaft eine "Intervention des Staates". Dies bedeutet in der Praxis den Einsatz von mehr Polizei und/ oder die Verlegung von Armeeeinheiten an den Westkap. Weder das Arbeitsministerium noch die Presidency in Pretoria reagieren auf die Entwicklungen in De Doorns. (Quelle: Helivac)

© Die Farmarbeiterproteste in De Doorns eskalieren. Nun fordern Landespolitik und Gewerkschaft eine „Intervention des Staates“. Dies bedeutet in der Praxis den Einsatz von mehr Polizei und/ oder die Verlegung von Armeeeinheiten an den Westkap. Weder das Arbeitsministerium noch die Presidency in Pretoria reagieren auf die Entwicklungen in De Doorns. (Quelle: Helivac)

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Exklusiv: BND-Operationsgebiet Südafrika

Erfolgreiche Ermittlungsarbeit deutscher Agenten zur Abwehr der Entwicklung von Atomwaffen

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Der Bundesnachrichtendienst (BND) im bayerischen Pullach im Isartal ist als Auslandsgeheimdienst für die Bundesregierung weltweit aktiv, vor allem in Nordafrika und im Nahen Osten. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass der BND weitaus stärker auch in bzw. von Südafrika aus agiert, als gemeinhin angenommen wird. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ wurde über eine verdeckte und mittlerweile abgeschlossene Operation informiert, die darauf abzielte, die Förderung der Entwicklung von Atomwaffen zu bekämpfen.

    © Der Bundesnachrichtendienstes (BND) hat als Auslandsgeheimdienst Deutschlands durch seine Ermittlungs- und Observationsarbeit maßgeblich an der Festnahme eines deutschen Unternehmers mitgewirkt, der am Nuklearprogramm Libyens beteiligt war. Südafrika nahm in diesem Zusammenhang als Beschaffungs- und Ausbildungsland bei der Entwicklung von Gasultrazentrifugen eine zentrale Rolle ein. (Quelle: Bundesnachrichtendienst)

© Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat als Auslandsgeheimdienst Deutschlands durch seine Ermittlungs- und Observationsarbeit maßgeblich an der Festnahme eines deutschen Unternehmers mitgewirkt, der am Nuklearprogramm Libyens beteiligt war. Südafrika nahm in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle als Beschaffungs- und Ausbildungsland für die Entwicklung von Gasultrazentrifugen ein. (Quelle: Bundesnachrichtendienst)

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