Schlagwort-Archive: Finanzministerium

Keine Rettung für VBS-Mutual-Bank

Südafrikas Zentralbank bereitet rasche Abwicklung von korruptem Geldinstitut vor. Justiz ermittelt

(2010sdafrika-Redaktion)

Die südafrikanische Zentralbank SARB hat bekannt gegeben, die Abwicklung der VBS-Mutual-Bank schnellstmöglich zum Abschluss bringen zu wollen. Das Geldinstitut sei „hoffnungslos zahlungsunfähig“, sodass die Regulierungsbehörde den Prozess zur Schließung der Bank eingeleitet habe. Im März 2018 wurde die VBS aufgrund von Liquiditätsproblemen von der Zentralbank zwangsverwaltet, wodurch erst die immense Korruption ans Licht kam. Der materielle Schaden geht in die Millionen.

© Führende Mitarbeiter der südafrikanischen VBS-Mutual-Bank haben das Vermögen des Geldinstituts in Höhe von 112 Millionen Euro zur eigenen Bereicherung veruntreut. Die unter Zwangsverwaltung gestellte Bank ist insolvent. Im Bild ist das Management der VBS zu sehen. (Quelle: VBS-Mutual-Bank)

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„Jacob Zuma hat Südafrika geschadet“

Im Interview mit Andreas Freytag, Universitätsprofessor für Wirtschaftspolitik in Jena

(Autor: Ghassan Abid)

© Südafrika hat in den letzten Jahren an internationales Ansehen verloren. Zu viele Skandale gab es in der Regierung. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ sprach mit dem Jenaer Ökonomen Prof. Andreas Freytag über die Entwicklungen im Land. (Quelle: Privat)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Andreas Freytag, Professor für Wirtschaftspolitik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie befassen sich seit Jahren mit Südafrika. Was läuft dort gegenwärtig schief?

Antwort: Das schwerwiegendste Problem ist das Ausmaß an Korruption in den höchsten Regierungskreisen. Präsident Zuma scheint sein Amt nahezu ausschließlich dazu nutzen zu wollen, sich und einigen Vertrauten private Vorteile zu verschaffen. Damit veruntreut er nicht nur öffentliche Gelder, sondern vernachlässigt dringende Probleme, vor allem im Bildungssektor.

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17 Teelöffel Zucker am Tag

Jeder fünfte Bürger nimmt zu viel Zucker zu sich. Finanzministerium Südafrikas erwägt Zuckersteuer

(Autor: Ghassan Abid)

Die Südafrikaner lieben ihre internationalen und nationalen Erfrischungsgetränke. Cola, Sprite oder Pepsi gehören für viele Menschen am Kap ganz selbstverständlich zum täglichen Genussmittelbedarf. Jedoch sind die Folgen des Konsums verheerend. Die Fälle von Diabetes, Adipositas und Osteoporose steigen rasant. Nun erwägt das Finanzministerium Südafrikas entsprechende Maßnahmen: Die Einführung der Zuckersteuer.

La Viña Liverpool

© Südafrikas Regierung sagt dem hohen Zuckerkonsum im Land den Kampf an. 2017 soll eine Zuckersteuer auf Endprodukte wie Softdrinks erhoben werden. Staaten wie Frankreich und Mexiko haben entsprechende Verbrauchssteuern bereits eingeführt – mit positiven Ergebnissen. (Quelle: flickr/ La Viña Liverpool)

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Südafrika verhängt Ebola-Einreiseverbote

Gesundheitsministerium befürchtet Ausbruch des Virus am Kap. Maßnahmen wurden eingeleitet

(Autor: Bartosz Marek)

Südafrikas Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi teilte gestern mit, dass die südafrikanische Regierung unverzüglich geltende Einreiseverbote für Nicht-Südafrikaner aus den von Ebola betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone beschlossen hat. Zudem wurden umfangreiche Maßnahmen eingeleitet und Gelder bereitgestellt. Die Regierung will eine Epidemie am Kap verhindern.

EU Humanitarian Aid and Civil Protection

© Südafrika befürchtet den Ausbruch von Ebola am Kap. Dementsprechend hat das Gesundheitsministerium umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi arbeitet nun mit anderen Ressorts zusammen, um eine Epidemie zu verhindern. (Quelle: flickr/ EU Humanitarian Aid and Civil Protection)

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Deutsches Rentnerleben am Kap

7.494 in Südafrika lebende Personen bezogen Rentenzahlungen aus Deutschland, darunter viele Witwen

(Autor: Ghassan Abid)

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) ist gemäß des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VI) für die Zahlung von Renten zuständig. Sie zahlt nicht nur an Personen im Inland, sondern auch an Empfänger im Ausland die entsprechenden Leistungen aus. Eine Publikation der DRV offenbart, dass nach dem Rentenbestand am 31.12.2012 genau 7.494 Personen in Südafrika eine deutsche Rente bezogen.

    © Die Deutsche Rentenversicherung (DRV), im Bild ist das Gebäude in Berlin zu sehen, zahlte zum Stichtag 31.12.2012 rund 7.500 Deutschen in Südafrika Renten wegen Alters, wegen Todes oder wegen verminderter Erwerbsfähigkeit aus. (Quelle: flickr/ marlon_75)

© Die Deutsche Rentenversicherung (DRV), im Bild ist das Gebäude in Berlin zu sehen, zahlte zum Stichtag 31.12.2012 rund 7.500 Deutschen in Südafrika Renten wegen Alters, wegen Todes oder wegen verminderter Erwerbsfähigkeit aus. (Quelle: flickr/ marlon_75)

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„Die Arbeit des BMZ in Südafrika zeigt Wirkung“

Im Interview mit Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesentwicklungsminister

(Autor: Ghassan Abid)

© Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). (Quelle: Lukas Kolodziej)

© Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). (Quelle: Lukas Kolodziej)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Herrn Hans-Jürgen Beerfeltz.

Frauen in Südafrika sind besonders stark von sexueller Gewalt betroffen. Laut aktuellsten Angaben des „SA Institute of Race Relations (SAIRR)“ werden pro Jahr 2.500 Frauen getötet und über 200.000 Frauen attackiert. Hervorzuheben ist hierbei die Vergewaltigung der 17-jährigen Anene Booysens in Bredasdorp. Wie erklären Sie sich diese gesellschaftliche Stellung des weiblichen Geschlechts am Kap?

Antwort: Die erschreckende Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Südafrika hat viele Ursachen: Traditionelle Geschlechterrollen gehören dazu, aber auch die Zerrissenheit der Gesellschaft durch die Apartheid wirkt heute noch nach. Viele Familien wurden durch das System der Wanderarbeit auseinander gerissen. Wo in den Arbeiterwohnheimen der Bergbaustädte nur Männer unter sich waren – und zum Teil heute immer noch sind – hat Gewalt immer weiter um sich gegriffen. Arbeitslosigkeit und Alkohol unter jungen Männern verstärken die Brutalisierung.

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