Schlagwort-Archive: Flüchtlinge

Südafrika übt scharfe Kritik an Australien

Canberra debattiert über tausende Flüchtlingsvisa für weiße Farmer und verschärft Kap-Reisehinweise

(2010sdafrika-Redaktion)

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Pretoria und Canberra unterliegen einer starken Belastung, nachdem Australien unmittelbar nach der geplanten Umverteilung von Landbesitz das Verhältnis zu Südafrika neu bewertet hat. Denn die ANC-Regierung erwägt die entschädigungsfreie Enteignung von Farmern, also die Umverteilung von Agrarflächen weißer Grundbesitzer zugunsten der schwarzen Bevölkerung. Australien hingegen bezieht Stellung für die Weißen und erzürnt somit die Verantwortlichen in Südafrika.

© Australiens Innenminister Peter Dutton zählt den zu größten Kritikern weltweit, wenn es um die geplante Landreform in Südafrika geht. Er plädiert dafür, dass die weißen Farmer Südafrikas aus humanitären Gründen den Schutz eines „zivilisierten Landes“ erhalten sollten. Ferner wurden die Reisehinweise verschärft. (Quelle: Facebook/ Peter Dutton)

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Das lukrative Geschäft mit dem Leid

Exklusiv: Türkische Hells Angels sollen von Flüchtlingskrise in Europa erheblich profitiert haben

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Bilder der Flüchtlingskrise in Europa, die im Jahr 2015 ihren Höhepunkt erreichte, sind noch nicht vergessen. Hunderttausende Flüchtlinge machten sich auf den Weg durch die unterschiedlichen Staaten Europas, um ihrer Notsituation zu entkommen. Inoffiziellen Quellen zufolge sollen Mitglieder einer Outlaw Motorcycle Gang am Leid der Menschen in erheblichem Maße profitiert haben. Die Rocker sollen hierbei beachtliche Einnahmen erzielt haben. Die Rede ist von den türkischen Hells Angels, den Nomads Turkey.

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© Türkische Hells Angels sollen bei der Flüchtlingskrise in Europa vom Leid der Menschen in erheblichem Maße finanziell profitiert haben. Verschiedene Sicherheitsbehörden haben auf Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die Erkenntnisse nicht dementieren wollen. Auf dem Bild ist ein türkischer Rocker zu sehen. (Quelle: Privat)

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„Red Ants“ in Südafrika

Umstrittene Hausräumungen in Johannesburger Armenvierteln mit Hilfe der „roten Ameisen“

(Autor: Ghassan Abid)

Immer wieder kommt es vor, dass leerstehende Gebäude in Südafrika von afrikanischen Flüchtlingen besetzt und als illegale Wohnorte genutzt werden. Einige der Migranten zahlen irrtümlich Mieten an kriminelle Gangs. In der Metropole Johannesburg ist diese Okkupation besonders häufig zu beobachten, etwa im Problemviertel Hillbrow. Armut, Kriminalität und Arbeitslosigkeit bestimmen den dortigen Alltag der Menschen. Jedoch greifen Immobilienbesitzer immer wieder auf die „Red Ants“ zurück. Gemeinsam mit der Polizei schmeißen sie die verzweifelten Besetzer aus den Häusern raus.

© Die „Red Ants“ werden bei Hausräumungen eingesetzt. Die Aufgabe der „roten Ameisen“ ist es, in den Johannesburger Armenvierteln die Menschen – meist Flüchtlinge aus den afrikanischen Staaten – auf die Straße zu setzen. Politik und Justiz dulden dieses umstrittene Prozedere. (Quelle: flickr/ nuevatribuna.es)

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Vielfalt in den Medien gestalten

Berichterstattung zu Köln zeigt Notwendigkeit interkultureller Schulungen für Journalisten

(Autorin: Susanne Zeckler)

Die Situation um die eingereisten Flüchtlinge in Deutschland dominiert seit Monaten die Berichterstattung der bedeutendsten Medien, Blogs und Foren. Zudem erhitzen sich die Gemüter in den sozialen Medien, insbesondere nach Bekanntgabe der sexuellen Übergriffe in der Kölner Silvesternacht. Seitdem stehen etliche Journalisten und Blätter in der Kritik, den Pressekodex verstoßen zu haben. Interkulturelle Schulungen für Medienvertreter können hier Abhilfe schaffen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützt Projekte zur stärkeren Vielfalt in den Medien.

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© Am dritten Oktober-Wochenende 2015 kamen rund zwei Dutzend Medienschaffende in Berlin auf Einladung des TANG-Netzwerks und Dank finanzieller Unterstützung des BAMF in Berlin zusammen. Die Teilnehmer, darunter Ghassan Abid von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, erörterten die Gestaltung der Vielfalt in den Medien. (Quelle: TANG)

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„Westen ist an Flüchtlingskrise schuld“

Südafrikas Präsident Jacob Zuma macht NATO für illegale Migration in Richtung Europa verantwortlich

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas Präsident Jacob Zuma gilt als ein Staatsmann, der stets bedacht ist, im öffentlichen Diskurs den Westen nicht zu kritisieren. Diese bisherige Herangehensweise scheint jedoch in Zeiten der Zunahme von Süd-Süd-Kooperationen zunehmend in den Hintergrund zu rücken. Denn der 73-jährige ANC-Politiker hat die NATO beschuldigt, die aktuelle Flüchtlingskrise in Europa verursacht zu haben. Der Angriff auf Libyen im Jahr 2011 sei die Ursache für das aktuelle Chaos.

GovernmentZA

© Südafrikas Präsident Jacob Zuma machte auf einer Veranstaltung im September 2015 den Westen für die aktuelle Flüchtlingskrise in Europa verantwortlich. Die NATO habe mit ihrem Angriff auf Libyen zur Destabilisierung beigetragen. (Quelle: GovernmentZA)

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Filmkritik: Into the Shadows

Südafrika-Dokumentationsfestival in Berlin – 1. Veranstaltungsbericht

(Autorin: Melanie Akerboom)

Der Dokumentarfilm „Into the Shadows – A pursuit into the underworld of the inner city of Johannesburg“ der Produktionsfirma ALTAMAR war der filmische Auftakt zum South African Documentary Festival in Berlin im Agora Collective – ein Festival mit Fokus auf die Menschenrechte und Kultur in Südafrika. ALTAMAR hat sich auf Multimedia-Dokumentarfilme, die sich auf Geschichten, die einen Einfluss auf die Gesellschaft haben, spezialisiert. Der Film wurde 2013 in Südafrika produziert und ist 75 Minuten lang.

Into the Shadows

© Auf dem diesjährigen South African Documentary Festival in Berlin ist die Dokumentation “Into the Shadows” gezeigt worden. Die Redaktion von “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste” schaute sich diese an. (Quelle: Screenshot/ Into the Shadows)

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Politische Forderung ohne Umsetzungswillen

Südafrikas Regierung verurteilt den Fremdenhass in Durban, ohne diesen wirklich bekämpfen zu wollen

(Autor: Ghassan Abid)

Am 16. April untermauerte Präsident Jacob Zuma gegenüber dem Parlament in Kapstadt den Standpunkt, dass „Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Sexismus“ keinen Platz in Südafrika hätten. Die Ausschreitungen in Durban verurteilte das Staatsoberhaupt. Flüchtlinge, Asylbewerber und Personen mit legalem Aufenthaltsstatus genießen einen Schutz. Allerdings nimmt Zuma die illegalen Einwanderer nicht im selben Maße in den Schutz.“Nicht alle Ausländer, die sich in unserem Land aufhalten, sind hier auch illegal„, sagte der ANC-Politiker. Genau an diesem Punkt zeigt sich der fehlende Wille, die universellen Menschenrechte auf alle Individuen in der Regenbogennation gleichermaßen anzuwenden.

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© Südafrikas Präsident Jacob Zuma verurteilte bei seiner letzten Parlamentsrede die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Durban. Allerdings fehlt es am notwendigen Willen, diesen Missstand tatsächlich zu beseitigen. Denn Illegale werden nach wie vor wie Menschen ohne Rechte wahrgenommen. Auf dem Bild ist Zuma mit dem Zulu-König Goodwill Zwelithini zu sehen. (Quelle: flickr/ Rikesh Maharaj)

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