Schlagwort-Archive: Flug

Blinde Flugpassagiere aus Südafrika

British Airways bestätigt Entdeckung zweier Fluggäste, die sich im Fahrwerkschacht versteckt hielten

(2010sdafrika-Redaktion)

Plötzlich fiel ein Mensch aus dem Himmel herab und knallte mit voller Wucht auf das Dach eines Londoner Geschäfts. Bei der Leiche des Mannes, so sind sich Ermittler sicher, soll es sich um einen blinden Passagier aus Johannesburg handeln, der sich im Fahrwerkschacht einer British-Airways-Maschine versteckt hielt. Im selben Flugzeug wurde eine weitere Person entdeckt, die sich nach rund 13.000 geflogenen Kilometern in Lebensgefahr befindet und zum gegenwärtigen Zeitpunkt behandelt wird.

Clément Alloing

© In einem Passagierflugzeug der British Airways befanden sich auf dem Flug von Johannesburg nach London zwei blinde Passagiere, die sich im Fahrwerkschacht versteckt hielten. Eine der beiden Personen fiel während des Flugs auf ein Londoner Geschäft herab, während die andere behandelt wird. (Quelle: flickr/ Clément Alloing)

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Südafrika als Top-Reiseziel für Deutsche

„Kommt nach Südafrika und erlebt die Schönheit des Landes“. Rund 266.000 Deutsche kamen ans Kap

(Autor: Ghassan Abid)

Nach dem Abschluss der weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin suchen gegenwärtig viele Reisehungrige nach interessanten Urlaubszielen. Südafrikas Tourismusminister Marthinus van Schalkwyk besuchte wie im letzten Jahr die ITB und warb für ein Kommen nach Südafrika. Deutsche Reiseblogger werden in diese Ambition erstmals aktiv eingebunden.

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© Südafrika ist eines der wichtigsten Reiseziele für deutsche Urlauber. Rund 266.000 Touristen bereisten im Jahr 2012 das Kapland. Auf der ITB warben 50 Aussteller aus Südafrika für einen Aufenthalt in der Regenbogennation.

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„Die Hells Angels in Kapstadt sind brave Typen“

Die öffentliche Wahrnehmung der Biker in Südafrika zwischen Bedenken und Anerkennung

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Hells Angels zählen bei den Strafverfolgungsbehörden unumstritten als eine Vereinigung, die der organisierten Kriminalität zuzuordnen ist. Gegenwärtig dominiert der Höllenengel Necati Arabaci alias „Neco“, Präsident der „Hells Angels MC Nomads Turkey“, die deutsche Berichterstattung. Frauenhandel, Drogengeschäfte und Schutzgelderpressung stellen die gängigen Einnahmequellen der Rocker dar. In Deutschland und in Südafrika sind die Polizeien seit Jahren damit beschäftigt, den „schweren Jungs“ das Handwerk zu legen. Doch wie werden die Biker von der Bevölkerung wahrgenommen. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ hörte sich bei den Kapstädtern um und wertete zusätzlich Internetforen aus, mit überraschendem bzw. erschreckendem Ergebnis.

© Die Hells Angels am Westkap haben sich als "normale Bürger" etablieren können. Das öffentliche Meinungsbild zeigt, dass die Rocker des Chapters Kapstadt als "brave Typen" empfunden werden. Die kriminellen Geschäfte der Höllenengel werden von den Kapstädtern ausgeblendet, entweder bewusst bzw. unbewusst. Die Presse am Kap berichtet nur selten über diese Vereinigung.

© Die Hells Angels am Westkap haben sich als „normale Bürger“ etablieren können. Das öffentliche Meinungsbild zeigt, dass die Rocker des Charters Kapstadt als „brave Typen“ empfunden werden. Die kriminellen Geschäfte der Höllenengel werden von den Kapstädtern ausgeblendet, entweder bewusst bzw. unbewusst. Die Presse am Kap berichtet nur selten über diese Vereinigung.

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Polizei – dein Freund und Helfer

Kieler Südafrika-Reisender konnte Flug mit Bundespolizei-Unterstützung antreten

(Autor: Ghassan Abid)

Der Koffer muss gepackt, die Wohnungstür verschlossen und schließlich noch die Fahrt angetreten werden, um sich möglichst pünktlich am Flughafen einzufinden. Viele Urlaubsreisende atmen immer erst dann auf, wenn sie endlich im Flieger sitzen und alles problemlos funktionierte. Doch was ist, wenn doch ein wichtiges Reisedokument vergessen wurde. Etwa der Pass, der im außer-europäischen Ausland oft notwendig ist. Einem norddeutschen Südafrika-Flugpassagier geschah genau dies. Doch die Bundespolizei half in letzter Minute aus.

© Horror für jeden Urlaubsreisenden: Der Personalausweis bzw. der Reisepass wurde vergessen. Einem Kieler Südafrika-Reisenden geschah genau dies Mitte März 2013 am Flughafen Frankfurt am Main. Doch die Bundespolizei half aus und ermöglichte dem Kieler den Weiterflug ans Kap. (Quelle: Bundespolizei)

© Horror für jeden Urlaubsreisenden: Der Personalausweis bzw. der Reisepass wurde vergessen. Einem Kieler Südafrika-Reisenden geschah genau dies Mitte März 2013 am Flughafen Frankfurt am Main. Doch die Bundespolizei half aus und ermöglichte dem Kieler den Weiterflug ans Kap. (Quelle: Bundespolizei)

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Weihnachten im südafrikanischen Sommer

Badehose anziehen, Grill anschmeißen und mit Nicht-Christen gemeinsam feiern

(2010sdafrika-Redaktion)

Ein Bilderbuch-Weihnachten braucht Schnee, heiße Getränke zwecks Aufwärmen und den Weihnachtsmarkt. Der heutige 1. Advent regt die Phantasien der Deutschen in Bezug auf winterliche Assoziationen an. Nicht so in Südafrika. Denn die vorweihnachtliche Zeit fällt in der südlichen Hemisphäre auf den Sommer. Recht befremdlich wirkt es daher für deutsche Verhältnisse, wenn in den Malls – den Einkaufszentren in Pretoria, Johannesburg, Durban oder Kapstadt – Tannenbäume aus Plastik stehen, die ein westliches Bild von Weihnachten zu vermitteln versuchen.

© Das südafrikanische Weihnachten und die vorweihnachtliche Zeit werden am Kap deutlich anders gefeiert als im kalten Deutschland. Sonne statt Schnee, Safari statt Weihnachtsmarkt, Badehose statt Winterklamotten. (Quelle: flickr/ Erin Turowski)

© Das südafrikanische Weihnachten und die vorweihnachtliche Zeit werden am Kap deutlich anders gefeiert als im kalten Deutschland: Sonne statt Schnee, Safari statt Weihnachtsmarkt, Badehose statt Winterklamotten. (Quelle: flickr/ Erin Turowski)

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Südafrika auf der ITB

Passivität wird nicht belohnt! Ein Tourismusmesse-Erlebnisbericht aus der Ich-Perspektive

(Autor: Ghassan Abid)

Es ist Samstag, der 10. März 2012, als ich das Messegelände in Berlin aufgesucht habe, um den diesjährigen Südafrika-Stand auf der internationalen Tourismusmesse ITB zu besuchen. Nachdem ich von den Ständen Türkei, Ghana, Indien, Algerien, Slowenien und Polen von viel Lebendigkeit angesteckt wurde, erreichte ich mit großer Erwartung die südafrikanische Repräsentation in der Halle 20.

Allerdings war es hier im Vergleich zu den anderen Hallen sehr still und leblos. Die Ausstellungsmitarbeiter schienen vordergründig mit sich selbst beschäftigt zu sein. Während die Empfangsdame von South African Airways ständig mit einem Herrn im Gespräch vertieft war, saßen die Vertreter der Provinzen in kleinen Ecken zusammen und grenzten somit spürbar das Publikum aus.

© Messe Berlin: Die ITB ist die führende Fachmesse der internationalen Tourismus-Wirtschaft.

© Messe Berlin: Die ITB ist die führende Fachmesse der internationalen Tourismus-Wirtschaft. Südafrika war in der Halle 20 untergebracht.

Diese Arroganz staatlicher Bediensteter, welche mehrfach von Deutschen am Kap bemängelt wird, fand sich auch auf der ITB ein. Letztendlich war Südafrika – um es sarkastisch zu formulieren – realitätsgerecht repräsentiert. Ich sprach die einzelnen Aussteller, die sich unter dem offiziellen Tourismus-Slogan „Alles ist möglich“ einfanden, auf diese Wahrnehmung meinerseits an. Doch die Reaktion, die ich erhielt, könnte als Abwertung meiner nervigen Fragen interpretiert werden.

Hingegen waren die Vertreter der Provinzregierung Free State über diese Kritik sichtlich beschämt. Man erzählte mir, dass die Tourismusbehörde des Free States – also der Steuerzahler -, den Flug und die Unterkunft für sein Messepersonal vollständig übernommen hat, damit diese Touristen nach Bloemfontein anlocken. „Wir sollen werben„, erwiderte eine sympathische Frau meine Frage, mit welchem Ziel sie nach Deutschland eingeflogen wurde.

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© Südafrika auf der ITB Berlin 2012: Alle neun Provinzen waren vor Ort.

Erst als ich die Staatsdiener aus dem Free State angesprochen habe, wurde ich für einen touristischen Aufenthalt umworben. Im Vertrieb wäre solch eine Passivität und Gleichgültigkeit der Beginn vom Ende eines jeden Unternehmens. Beim Verabschieden bedankten sich die Beschäftigten der Provinzregierung mit einem Foto und zwei hochwertigen Kugelschreibern aus dem Regierungsbestand.

Das nationale Fremdenverkehrsamt, die Zentrale von South African Tourism in Sandton, sollte weniger Geld in überregionale Werbemaßnahmen stecken und stattdessen eher das staatliche Personal für die effiziente Umwerbung von Touristen sensibilisieren. Persönliche Erlebnisse sind mehr gefragt als hochtrabende Werbeeinblendungen in TV, Radio und Internet.