Schlagwort-Archive: Forschung

Medizinische Innovation aus Südafrika

Mittelohr-Transplantation aus 3D-Drucker inspiriert Länder bei eigenen Behandlungsmöglichkeiten

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Frühjahr 2019 ist es Medizinern gelungen, ein aus dem 3D-Drucker gefertigtes Mittelohr samt Gehörknöchelchen einem Patienten zu transplantieren. Dieser hatte sein Gehör nach einem Autounfall nämlich verloren. Mit der erfolgreich durchgeführten Operation im Steve Biko Academic Hospital sollte der Hörsinn des Mannes wiederhergestellt werden. Dieser medizinische Durchbruch dient seither als Vorbild für ähnliche 3D-Transplantationsvorhaben in anderen Ländern. Erneut haben Forscher aus Südafrika international überzeugen können.

© Dem Ärzteteam um Professor Mashudu Tshifularo ist es gelungen, ein aus dem 3D-Drucker erstelltes Mittelohr einem Patienten zu transplantieren. Diese innovative Behandlungsmöglichkeit aus Südafrika inspiriert zahlreiche Staaten. (Quelle: UP)

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Forschungssensation aus Südafrika

Universität Kapstadt nutzt menschliches Urin zur Herstellung von Bio-Ziegelsteinen

(2010sdafrika-Redaktion)

Immer wieder gelingt den Hochschulen Südafrikas eine wissenschaftliche Sensation in den unterschiedlichsten Forschungsgebieten. Allen voran die Universitäten Kapstadt (UCT) und Witwatersrand (Wits) in Johannesburg können auf internationaler Ebene wiederholt von sich überzeugen. Aktuell rückt ein Recycling-Herstellungsprozess der UCT in den Mittelpunkt.

© Dr. Dyllon Randall von der Universität Kapstadt, ein mehrfach ausgezeichneter Ingenieur [im Bild links], ist mit seinem Team eine Forschungssensation gelungen. Aus menschlichem Urin konnten Bio-Ziegelsteine hergestellt werden. Die Wissenschaftler erhoffen sich Vorteile für die Umwelt. (Quelle: Robyn Walker/ UCT)

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Medizinische Sensation in Südafrika

Keine Infektion des Empfängers bei Transplantation einer mit HI-Virus infizierten Leber der Spenderin

(2010sdafrika-Redaktion)

Knapp 4 Millionen Menschen in Südafrika sind nach aktuellen Schätzungen mit dem HI-Virus infiziert und müssen daher mit Medikamenten behandelt werden, um nicht an der Erkrankung Aids zu sterben. Die Transfusion von Blut oder die Transplantation von Organen infizierter Spender gilt aus medizinischer Sicht als Tabu, da eine Infektion des Empfängers anzunehmen ist. Nun sorgt der Fall einer Organtransplantation für weltweite Aufmerksamkeit. Ärzte aus aller Welt diskutieren kontrovers über die Forschungsergebnisse aus Johannesburg.

© Den Medizinern der Johannesburger Wits-Universität ist eine wissenschaftliche Sensation gelungen. Diese haben die Transplantation einer mit HI-Virus infizierten Leber der Spenderin vorgenommen und feststellen können, dass der Empfänger – ihr eigenes Kind – weiterhin gesund ist. (Quelle: flickr/ DFAT)

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#RhodesHasFallen

Mehr als nur ein „Kampf um Statuen“

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Die Statue des stoisch in die Ferne blickenden Cecil John Rhodes, die 81 Jahre lang auf dem Campus der Universität von Kapstadt (UCT) stand, ist fort. Am frühen Donnerstagabend (9. April), um 17:30 Uhr hob der Kran den Sitzenden vom Sockel. Am Abend zuvor hatte der 30-köpfige Universitätsrat der UCT einstimmig beschlossen, das heftig umstrittene Sinnbild des britischen Imperialismus zu beseitigen.

Michael Walker

© Ganze 81 Jahre lang stand die Statue zu Ehren des britischen Unternehmers und Kolonialisten Cecil John Rhodes auf dem Campus der University of Cape Town. Gestern wurde diese nach wochenlanger Debatte entfernt. Sie sei ein Sinnbild des britischen Imperialismus, so die Studierendenschaft. Kap-Kolumnist Detlev Reichel schildert die Hintergründe und Folgen dieses historischen Ereignisses. (Quelle: M. Walker)

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Weltraumforschung ohne Weitblick

Wissenschaftler fühlen sich vom Bundesforschungsministerium im Stich gelassen. Viele sind enttäuscht

(Autor: Ghassan Abid)

Die südafrikanische Regierung war stolz darauf, als sie gemeinsam mit Australien und anderen Staaten im Mai 2012 den Zuschlag für den Bau eines kilometergroßen Radioteleskops erhielt, das als Square Kilometre Array (SKA) bekannt ist. Die Forscher erhoffen sich Erkenntnisse über die Entstehung des Universums und einen möglichen Kontakt zu außerirdischem Leben. Doch Deutschland hat seine anfängliche Zusage zur Zusammenarbeit im Juni 2014 zurückgezogen. Hinter verschlossenen Türen fühlen sich deutsche Forscher von der Bundesregierung im Stich gelassen. Man zeigt sich vom zuständigen Bundesforschungsministerium enttäuscht.

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© Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie wird den Empfänger des MeerKAT-Teleskops [im Bild] konzipieren und aufbauen, der in das Mammutprojekt „Square Kilometre Array (SKA)“ aufgeht. Allerdings hat sich die Bundesregierung für den SKA-Austritt entschlossen. Die Folgen seien katastrophal, so die Forscher zur Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. (Quelle: SKA South Africa)

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Kriminelle tragen Uniform

Studie sorgte für große Entrüstung. Südafrikas Polizei grundsätzlich in schwere Verbrechen involviert?

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 28. Januar 2015 stellte das renommierte „South African Institute for Race Relations (IRR)“ in Zusammenarbeit mit der Burenlobby AfriForum zum zweiten Mal eine knapp dreißig Seiten umfassende Studie vor, die für viel Entrüstung im politischen Pretoria sorgte. Dem „Broken Blue Line“-Report zufolge sei die Polizei, die bekanntermaßen für die Bekämpfung und Verhinderung von Straftaten zuständig ist, selbst kriminell. Es läge ein strukturelles Problem vor, so die Forscher.

Broken Blue Line

© Die zweite Ausgabe des Broken Blue Line-Reports, herausgegeben von IRR und AfriForum, bescheinigt der Polizei Südafrikas ein grundsätzliches Kriminalitätsproblem. Zu oft seien die Beamten in schwere Straftaten verwickelt. Es könne längst nicht mehr die Rede von Einzelfällen sein. (Quelle: Cover des 2. Broken Blue Line-Reports)

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Wildkatzen-Kolumne

Katzenarten aus Südafrika: Gepard

(Autorin: Andrea C. Schäfer berichtet in ihrer Kolumne über gefährdete Katzenarten in Südafrika. Die Tierpsychologin arbeitet als freiwillige Mitarbeiterin auf der Katzenauffang- und -zuchtstation Wild Cats World, auf welcher sich Gäste über die wilden Katzen hautnah informieren lassen können.)

Der Gepard (Acinonyx jubatus) ist das schnellste Landsäugetier, er beschleunigt von 0 bis 90 km/h in unter 3 Sekunden und erreicht als Höchstgeschwindigkeit 110-120 km/h, die er jedoch nur etwa 400 Meter aufrechterhalten kann. Der Gepard muss sich also recht nahe an seine Beute heranschleichen. Nach dem Sprint muss die Katze rasten und sich erholen, ganz gleich ob sie eine Beute erwischt hat oder nicht, weil sie sonst an Überhitzung sterben würde!

Gepard

© In dieser Ausgabe der Wildkatzen-Kolumne behandelt Autorin Andrea C. Schäfer den Geparden.

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