Schlagwort-Archive: Gäste

Der Elefant als Überraschungsgast am Pool

Safari-Feeling der besonderen Art. Video aus Südafrika sorgt für Begeisterung im Internet

(2010sdafrika-Redaktion)

Man stelle sich folgende Situation vor: Der eigene Urlaub wird am Pool eines Gästehauses oder Hotels verbracht. Das eigene Handtuch bedeckt eine Sonnenliege, während man genüsslich aus einem Cocktailglas schlürft. Und plötzlich erhebt sich über dem Pool eine Herde von Elefanten, die ebenfalls eine Entspannung benötigt. Dieses Szenario hat sich kürzlich im südafrikanischen Krüger-Nationalpark abgespielt – und wurde gefilmt. Kein Einzelfall.

© Überraschung! Afrikanische Elefanten suchen die Gäste einer Lodge im südafrikanischen Krüger-Nationalpark auf. Dabei kommt es im südlichen Afrika immer wieder zu den Begegnungen von Mensch und Tier am Pool. Videoaufnahmen verewigen diesen besonderen Moment. (Quelle: Screenshot YouTube/ TAL VLOGS)

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Reiseziel Südafrika

120 eingereiste Südafrikaner warben auf der Tourismusmesse ITB Berlin um deutsche Urlauber

(Autor: Ghassan Abid)

Es ist Sonntag, der 10. März 2013, als winterliche Temperaturen die Bundeshauptstadt Berlin voll im Griff haben. An einem Ort hingegen war die Atmosphäre alles andere als grau, kühl und trist. Denn auf der weltgrößten Tourismusmesse ITB Berlin tummelten sich Menschen aus aller Welt. Tänze, Gesänge und bunte Farben prägten die Messe. Von regionalen Reiseanbietern aus Deutschland bis hin zu exotischen Zielen war alles vertreten. Auch warme Reiseziele wie Südafrika waren wie in den Jahren zuvor erneut präsent.

© 120 Südafrikaner sind anlässlich der Tourismusmesse ITB 2013 nach Berlin eingeflogen worden, um die deutsche Öffentlichkeit für einen Urlaub in Südafrika zu gewinnen. 204.247 deutsche Touristen besuchten im Zeitraum Januar 2012 bis Oktober 2012 das Kap.

© 120 Südafrikaner sind anlässlich der Tourismusmesse ITB 2013 nach Berlin eingeflogen worden, um die deutsche Öffentlichkeit für einen Urlaub in Südafrika zu gewinnen. 204.247 deutsche Touristen besuchten im Zeitraum Januar 2012 bis Oktober 2012 das Kap.

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Einlass nur für Zulu-Jungfrauen

Einmal im Jahr versammeln sich tausende Südafrikanerinnen zum Umkhosi woMhlanga

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Die Zulus sind mit Abstand die wichtigste Bantu-Ethnie im heutigen Südafrika. Mit geschätzten elf Millionen Volksangehörigen ist diese Bevölkerungsgruppe die größte Gemeinschaft des Landes. Mehrheitlich leben die Zulus in der Provinz KwaZulu-Natal, aus welcher auch der aktuelle Präsident Jacob Zuma stammt. Einmal im Jahr, im September eines jeden Jahres, lädt der König der Zulus in den KwaNyokeni-Palast nach Nongoma ein. Touristen aus aller Welt schauen begeistert zu, wenn ein ganzes Königreich seinen feierlichen Höhepunkt begeht.

© Einmal im Jahr, im September, versammeln sich rund 10.000 Jungfrauen im KwaNyokeni-Palast des Zulu-Königs Goodwill Zwelithini kaBhekuzulu. Sie werden auf ihre künftige Rolle als Ehefrau vorbereitet. Nicht-Jungfrauen dürfen hingegen nicht teilnehmen. (Quelle: flickr/ Retlaw Snellac)

© Einmal im Jahr, im September, versammeln sich rund 10.000 Jungfrauen im KwaNyokeni-Palast des Zulu-Königs Goodwill Zwelithini kaBhekuzulu. Sie werden auf ihre künftige Rolle als Ehefrau vorbereitet. Nicht-Jungfrauen dürfen hingegen nicht teilnehmen. (Quelle: flickr/ Retlaw Snellac)

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MIAGI Youth Orchestra

Jugendliche aus Südafrika und Deutschland mit der Leidenschaft für das interkulturelle Musizieren

(Autor: Ghassan Abid)

Das Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt war am vergangenen Wochenende äußerst lebendig, multikulturell und durchaus exotisch aufgestellt. Anlässlich des Young Euro Classic trat die aus rund 90 jungen Musikern bestehende Band „Music is A Great Investment“ – kurz MIAGI – unter der Leitung des Komponisten, Dirigenten und Musikers Tshepo Tsotetsi in der Bundeshauptstadt auf. Der südafrikanische Botschafter in Deutschland, Makhenkesi A. Stofile, sowie Vertreter des südafrikanischen Kulturministeriums schauten mit großem Stolz auf die Bühne.

© Das Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt dient als Austragungsort für das Young Euro Classic, an welchem auch MIAGI aus Südafrika teilnahm.

© Das Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt dient als Austragungsort für das Young Euro Classic, an welchem auch MIAGI aus Südafrika teilnahm.

Aus Südafrika eingeflogen begaben sich die jungen Gäste hauptsächlich in Österreich und Deutschland auf zweiwöchiger Tournee. In Berlin traten sie gemeinsam mit jungen Deutschen, meist Studenten, auf. MIAGI wird grundsätzlich durch staatliche Gelder – allen voran durch das Kulturministerium Südafrikas, die Lottogesellschaft Südafrikas und die Europäische Union – finanziert. Das „Young Euro Classic featuring African Jazz“, die deutsch-südafrikanische Begegnung, ist hingegen durch Spenden von Privatpersonen ermöglicht worden. Fachlich werden die Teenager durch mehrere bewährte Musiker begleitet.

© 90 junge Südafrikaner spielten am Berliner Gendarmenmarkt für das Publikum.

© 90 junge Südafrikaner spielten am Berliner Gendarmenmarkt für das Publikum.

© Vielen jungen Menschen in Südafrika bleibt der Zugang zu musischen Aus- und Weiterbildungen weiterhin verwehrt. MIAGI setzt hierbei an und ermöglicht durch Spenden die Möglichkeit der Teilhabe am Musikprojekt.

© Vielen jungen Menschen in Südafrika bleibt der Zugang zu musischen Aus- und Weiterbildungen weiterhin verwehrt. MIAGI setzt hierbei an und ermöglicht durch Spenden die Möglichkeit der Teilhabe am Musikprojekt.

Das Orchester setzte sich aus einer Vielfalt an Jugendlichen zusammen, die auf den ersten Blick zueinander mehr Differenzen als Gemeinsamkeiten aufzeigen: unterschiedliche Hautfarben, soziokulturelle Hintergründe, Einkommensverhältnisse und Erfahrungen. Doch die Erwartungshaltung der binationalen Musiktruppe ist dieselbe: Spaß und eine große Portion Leidenschaft für das gemeinsame Musizieren. Die Jugendlichen errichteten mit Hilfe der Musik eine „Brücke zwischen den Kulturen“, wie es Tsotetsi bei der Einführung zum Konzert formuliert hat. Der Mix verschiedener Musikstile wie Jazz, Klassik und südafrikanischer Folklore, verbunden mit starken Stimmen, haben das deutsche Publikum in eine außergewöhnliche Welt der akustischen und visuellen Sinne entführt. Werke wie Claude Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune “ werden, teilweise untermalt mit afrikanischen Klängen, in die moderne Musik überführt.

© Innenansicht des Berliner Konzerthauses am Gendarmenmarkt : Der Saal war komplett ausverkauft und die Neugierde des Publikums an die jungen Südafrikaner riesig.

© Innenansicht des Berliner Konzerthauses am Gendarmenmarkt : Der Saal war komplett ausverkauft und die Neugierde des Publikums an die jungen Südafrikaner riesig.

© Tshepo Tsotetsi ist Komponist, Dirigent und Musiker. Er leitet MIAGI und betrachtet jeden einzelnen praktizierenden Nachwuchsmusiker als "Katze"; als Bestandteil einer Familie.

© Tshepo Tsotetsi ist Komponist, Dirigent und Musiker. Er leitet MIAGI und betrachtet jeden einzelnen praktizierenden Nachwuchsmusiker als „Katze“; als Bestandteil einer Familie.

Tsotetsi, der seine Schützlinge „Cats“ nennt, setzt die Zusammenarbeit mit diesen jungen Menschen mit Lebensfreude gleich. Er betrachtet seine Katzen sogar als große Familie. Seiner lockeren, coolen und herzlichen Art ist der Erfolg von MIAGI letztendlich zu verdanken.

In einem kurzen persönlichen Gespräch mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ untermauerte der zum Lächeln animierende Komponist, dass er stets gerne nach Deutschland kommt und die Deutschen seine Brüder sind. Er liebt Berlin und verbindet diese deutsche Metropole mit absoluter Glückseligkeit. Auch nächstes Jahr möchte er wieder Gast an der Spree sein.  Zur starken öffentlichen Resonanz der Deutschen am Projekt MIAGI bekräftigt er seine Begeisterung mit einem ausdrucksstarkem „woooooow“. 2013 wird MIAGI sicherlich erneut anreisen. Ein Konzertbesuch lohnt sich auf jeden Fall!

Vorstellungsvideo zum Projekt MIAGI

Cape Town is not South Africa

Südafrikas Tourismussektor als Hoffnung einer vielfältigen Nation

(Autorin: Susanne Zeckler)

Südafrika ist ein Land der Kontraste, wie es dem Titel dieses Webportals bereits zu entnehmen ist. Nicht nur in sozialen Dingen unterscheidet sich die südafrikanische Bevölkerung drastisch voneinander, sondern auch von ihrer jeweiligen Kultur, vom regionalen Erlebnisangebot und vom Klima ihres Wohnsitzes. Während im Südosten eher eine tropische Umwelt vorzufinden ist, erhält man in der Zentralregion einen Einblick in ein trockenes Wüstenklima. Das Western Cape mit Kapstadt entfaltet hingegen ein mediterranes Feeling und modernes Stadtbild, sodass diese City vor allem bei deutschen Anreisenden sehr beliebt ist. „Cape Town is not South Africa„, äußerte sich mal eine südafrikanische Beamtin uns gegenüber auf die Frage, was an Kapstadt so besonders sei. Die Stadt hat eine Menge anzubieten, jedoch muss diese lebendige Destination in einem gesonderten Artikel untergebracht werden. Mit über 20 Nationalparks und vielfältigen Lodges im ganzen Lande, erweist sich Südafrika auch als Reisetipp für Safari-Fans.

© Victoria & Alfred Waterfront-Stadtgebiet von Kapstadt

Den Tourismussektor gab es schon vor dem ersten Weltkrieg und auch während der Apartheid. Doch als 1994 die Demokratisierung des Landes offiziell ihren Gang nahm, sprang der Tourismus sprunghaft an. Waren es 1994 nur 3,9 Millionen Personen an ausländischen Gästen, kletterte diese Zahl im letzten Jahr auf über 9,9 Millionen an. Vor allem US-Amerikaner und Europäer suchen das südlichste Land Afrikas auf, aber zunehmend auch Gäste aus Lateinamerika und Asien. Mit etwa einer Viertelmillion an deutschen Touristen, gehört diese Nationalität zu einer der größten Besuchergruppen. Die sehr gastfreundlichen Einreisebestimmungen für EU-Bürger, indem man bei der Ankunft am Airport eine dreimonatige Besuchsgenehmigung (visitor´s permit) erhält, stimulieren diesen Trend.

Der Tourismus ist nach wie vor eine der am schnellsten wachsenden Branchen des Landes, in welchem rund 7 Prozent der Erwerbstätigen des Landes (etwa 1,3 Millionen Bürger) unmittelbar und mittelbar beschäftigt sind. Der Tourismus steuert am BIP des Landes einen Anteil von rund 8 Prozent bei. Speziell zur Fußball-WM 2010 ist festzuhalten, dass rund eine halbe Million Besucher aus Übersee erwartet wurden, jedoch allerhöchtens nur 250.000 Gäste nach Südafrika kamen. Begründet wird das Verfehlen dieser Erwartungshaltung unter anderem mit den überteuerten Preisen für Flug sowie Unterkunft.

Insgesamt unterhält das Kapland, wie es gerne von deutschen Touristen bezeichnet wird, acht Welterbestätten, die alle nach dem Ende der Apartheid in die Liste der UNESCO aufgenommen wurden. 1999 wurde das Feuchtgebiet iSimangaliso-Wetland-Park, mit den größten Krokodil- und Flusspferdbeständen Südafrikas, zum Weltnaturerbe erklärt. Hingegen wurde die Gefängnisinsel Robben Island vor Kapstadt zum Weltkulturerbe, in welchem Nelson Mandela den Großteil seiner 27-jährigen Haftzeit abgesessen hatte. Ebenfalls 1999 erhielten die Fundstätten fossiler Hominiden (also Menschenaffen)  den Status des Weltkulturerbes, welche 2005 um weitere Fundorte ausgedehnt wurde. 2000 sind die Drakensberge bei Lesotho bisweilen einmalig in Südafrika zum Weltnatur- und zugleich Weltkulturerbe deklariert worden. 2003 folgte der  Mapungubwe-Hügel mit seinen archäologischen Fundstätten, 2004 das Naturschutzgebiet Cape Floral, 2005 der Meteoritenkrater Vredefort als größte Einschlagsstelle weltweit sowie 2007 die von Ureinwohnern der Nama bewohnte Landschaft Richtersveld bei Namibia.

© UNESCO-Weltkulturerbe Robben Island

Es wird einem schnell ersichtlich, dass Südafrika sehr vielfältig ist und genau aus diesem Grund zu einem der beliebtesten Reiseziele der Welt hinzugezählt werden kann. Paradoxerweise gehört diese Nation auch zu den kriminellsten Ländern auf dem Globus, wo Mord- und Vergewaltigungsrate die Lebensqualität der Südafrikaner erheblich einschränken. Immer mehr vor allem weiße Bürger kehren ihrer Heimat den Rücken zu und emigrieren nach Australien, Neuseeland oder in das Vereinigte Königreich. Dieses Phänomen, in Fachkreisen als „brain drain“ bezeichnet, wird mit traurigen Rekorden bei HIV/AIDS und ungleichen sozialen Lebenslagen ergänzt. Demnach kann Südafrika als das Land aufgefasst werden, in welchem das Paradies in gleicher Augenhöhe zum absoluten Elend auftritt.

Offizielle Tourismusseite „SouthAfrica.info“ zur Branche:

http://www.southafrica.info/overview/deutsch/tourismus.htm

UNESCO-Welterbestätten in Südafrika:

http://www.unesco.org/new/en/unesco/worldwide/unesco-regions/africa/south-africa/

WELT ONLINE-Artikel zum Tourismussektor Südafrikas:

http://www.welt.de/reise/article8387933/Jetzt-peilt-Suedafrika-Tourismus-Rekorde-an.html

Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu Südafrika:

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Suedafrika/Sicherheitshinweise.html#t4

Schriftsteller Roger Smith im Interview

Die Wahrnehmung des demokratischen Südafrikas aus der Sicht eines Bestseller-Autors

Bestseller-Autor Roger Smith

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

2010sdafrika-Redaktion: Südafrika ist jetzt eine Demokratie mit der Möglichkeit einer politischen Partizipation für alle Bevölkerungsgruppen. Welche sind die größten Herausforderungen, die diese Nation zu bewältigen hat?

Antwort: Die Apartheid endete Mitte der 90er Jahre und Südafrika wurde unter Nelson Mandela vom einstigen Paria der Weltgemeinschaft zum Liebling aller Nationen. Bedauerlicherweise platzte die Blase als Mandela abtrat.

Die Lücke zwischen Reich und Arm war niemals größer. Wir haben heute die höchste HIV/AIDS-Verbreitung weltweit und Kriminalität sowie Korruption haben die Apartheid als größtes gesellschaftliches Übel abgelöst. Südafrikas Spitzenpolizist [damit gemeint ist Jackie Selebi] – während seiner Verhaftung Police Commissioner und Präsident von Interpol gewesen – steht wegen kriminellen Geschäften und der Annahme von Bestechungsgeldern durch die Organisierte Kriminalität unter Anklage.

Die südafrikanischen Tötungsdeliktstatistiken sind erschreckend – eine von vier südafrikanischen Frauen wird im Laufe ihres Lebens vergewaltigt. Um die 1.500 Kinder sind letztes Jahr in Südafrika ermordet worden. Die meisten dieser Kinder wurden zudem sexuell missbraucht.

Südafrikaner haben eine Menge worauf sie stolz sein können und sollten sich trauen, die sozialen Übel in unserem Lande nicht zu ignorieren.

2010sdafrika-Redaktion: Ihr neues Buch „Wake Up Dead“ (zu Deutsch: Blutiges Erwachen) gibt eine atemraubende Wahrnehmung der südafrikanischen Gesellschaft wieder. Das deutsche Magazin FOCUS bezeichnete Ihr Roman als „blutiger Bilderrausch“.  Um was geht es in Ihrem Buch und in welchem Kontext steht es mit der Realität?

Antwort: Meine Bücher sind natürlich reine Fiktion, beschreiben jedoch sehr realistisch Südafrika und Kapstadt. Das ganze Kapstadt, nicht nur die touristischen Gegenden.

Roman "Blutiges Erwachen"

Die „Cape Flats“ – die Kehrseite einer Postkarte Kapstadts – handeln von gewalttätigen Orten, welche man außerhalb von Kriegsgebieten findet. Vor 40 Jahren  hatte die Apartheid jeden nicht weißer Hautfarbe in diesem windgepeitschten Hüttenlabyrinth und Streichholzschachtelhäuser abgeladen. Regiert von Drogenbossen und Verbrechern, haben diese Hütten die höchsten Vergewaltigungs- und Mordraten in Südafrika überhaupt und die Sexualdelikte gegenüber Kindern sind erschreckend.

Mein Partner – welcher in einem dieser Hütten aufgewachsen ist – berät missbrauchte Kinder und erzählt mir Geschichten, die mir Albträume bereiten. Wenn dies im Westen passieren würde, würde es zu einem Aufschrei kommen. Hier bringt es kaum Schlagzeilen.

All dies hat seinen Niederschlag in meinen Büchern gefunden.

2010sdafrika-Redaktion: Denken Sie, dass Südafrika in der Lage ist die Weltmeisterschaft 2010 abzuhalten und die Basissicherheit von einer halben Million Gäste – so die Erwartung des Gastgebers – zu gewährleisten?

Antwort: Die Weltmeisterschaft wird ein gewaltiger Auftrieb für Südafrika sowie für den afrikanischen Kontinent sein und ich prognostiziere einen großen Erfolg. Südafrika veranstaltete 1995 die Rugby-Weltmeisterschaft, 2003 die Cricket-Weltmeisterschaft sowie letztes Jahr den COSAFA Cup [ = regionale Fußballmeisterschaft]. Natürlich kommt keine dieser Veranstaltungen an die Bedeutung der FIFA-Weltmeisterschaft heran, aber was ich sehe ist, dass die Infrastruktur/ Kapazitäten vorhanden sind.

Ich denke nicht, dass die Besucher der Weltmeisterschaft in Gefahr sein werden. Denn die traurige Wahrheit ist, dass die meisten Opfer von Kriminalität und Gewalt in den Ghettos und in den ländlichen Regionen leben; weit weg von der Blase der privilegierten Touristen, in der sich diese selbst befinden, wenn sie Südafrika zu Besuch kommen.

2010sdafrika-Redaktion: Roger Smith, wir danken Ihnen für Ihre Sicht der Dinge!

—— Das Interview wurde in Englisch geführt und ist ins Deutsche übersetzt worden. Unten ist das Originalinterview ebenfalls abgebildet.

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—> Blutiges Erwachen

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The perception of South Africa by Roger Smith, South African bestseller author

(Editor: Ghassan Abid)

2010sdafrika-editorial staff: South Africa is now a democracy with political participation for all sections of the population. Which are the biggest national challenges?

Answer: Apartheid ended by the mid-nineties, and South Africa went from being pariah of the world to everybody’s darling under Nelson Mandela. Unfortunately, the bubble burst when Mandela moved on.

The gap between rich and poor has never been greater. We now have the highest incidence of HIV/ Aids statistics in the world, and crime and corruption has replaced apartheid as our number one social ill. South Africa’s top cop – still commissioner of police and head of Interpol at the time of his arrest – is on trial for racketeering and taking bribes from organized crime.

The South African homicide statistics are off the charts, and one in four South African women will be raped in her lifetime. Nearly 1 500 children were murdered in South Africa last year. Most of these children were also sexually violated.

South Africans have much to be proud of, be we dare not ignore the social ills in our country.

2010sdafrika-editorial staff: Your new book „Wake Up Dead“ (in German: Blutiges Erwachen) is reflecting a very breathtaking perception on the South African society. The German magazin FOCUS declared your novel as „bloody inebriation of images“ (in German: Blutiger Bilderrausch). What is your book talking about and in which context is it connected with the reality?

Answer: My books are fiction, of course, but they are a very realistic depiction of South Africa and Cape Town. All of Cape Town, not just the tourist spots.

Novel "Wake Up Dead"

The Cape Flats – the flipside of the Cape Town picture postcard – is about as violent a place as you’ll find outside of a war zone. Forty years ago, the apartheid government dumped anybody who wasn’t white out in this windswept maze of shacks and matchbox houses. Ruled by drug lords and gangsters, the Flats has the highest number of rapes and murders in South Africa, and sex crimes against children are off the charts.

My partner – who grew up out on the Flats – counsels abused children, and tells me stories that give me nightmares. If this was happening anywhere in the West there would be an outcry. Here it barely makes the newspapers.

All of this has found its way into my books.

2010sdafrika-editorial staff: Do you think South Africa is already poised for hosting the World Cup 2010 and to ensure the basically security of the estimated half million of guests?

Answer: The World Cup will be a huge boost for the country, and for the African continent, and I predict that it will be a great success. South Africa has hosted the 1995 Rugby World Cup, the 2003 Cricket World Cup, as well as the COSAFA Cup last year. Of course, none of these are on the scale of the FIFA World Cup, but from what I have seen, the infrastructure is in place.

I don’t think visitors to the World Cup will be in danger. The sad truth is that most victims of crime and violence live in the ghettoes and rural areas, far from the bubble of privilege tourists find themselves in when they visit South Africa.

2010sdafrika-editorial staff: Roger Smith, we would like to thank you for your personal view to this matter!

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—> Wake Up Dead: A Thriller