Schlagwort-Archive: Gesang

Eine Reise in die Welt der Träume

„THE ONE Grand Show“ begeistert im ausverkauften Friedrichstadt-Palast in Berlin die Zuschauer

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrika ist das Land der Träume, so zumindest die feste Überzeugung hunderttausender Touristen aus aller Welt. Wer jedoch nicht das nötige Kleingeld für eine Reise ans Kap der guten Hoffnung hat, dem bietet sich der Besuch der „THE ONE Grand Show“ im Berliner Friedrichstadt-Palast an. Im legendären Revuetheater an der Spree kann eine traumwandlerische Reise genommen werden, die in besonderer Weise poetischen Gesang, modische Ästhetik und darbietende Kunst miteinander verbindet. An diesem Ort entfaltet sich die künstlerische Kreativität in ihrer ganzen Pracht.

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© Der renommierte Friedrichstadt-Palast in Berlin begeistert zurzeit mit „THE ONE Grand Show“ die Zuschauer. Mit bis zu 100 Künstlerinnen und Künstler werden die Theatergäste auf eine Reise in die unbegrenzte Welt der Träume genommen. (Quelle: Sven Darmer)

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Lichtblick-Kolumne: Initiativen ausm Township

Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) im Nelson Mandela Township in Port Alfred

(Autorin: Melanie Akerboom berichtet in ihrer Kolumne über innovative Projekte aus den Townships. Gegenwärtig ist sie als Fotografin tätig. Im Vorfeld studierte sie Social Entrepreneurship in London, verbunden mit Arbeitseinsätzen in Südafrika.)

Nachdem ich letztes Mal über den Ilizwi Photo Club geschrieben habe, möchte ich diesmal die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) vorstellen. PYDO kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche, sowie Waisen, im Alter von 4-24 Jahren. Die gemeinnützige Organisation, die als Non-Profit-Organisation (NPO) registriert ist, ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv.

© Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv. Die Non-Profit-Organisation kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich das Projekt vor Ort an.

© Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv. Die Non-Profit-Organisation kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich das Projekt vor Ort an.

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Grammy geht an A-cappella-Band aus Südafrika

„Ladysmith Black Mambazo“ überzeugt mit Livealbum „Singing for Peace Around the World“

(2010sdafrika-Redaktion)

Am vergangenen Sonntagabend fand zum 56. Mal die wichtigste Auszeichnung in der internationalen Musikindustrie in Los Angeles statt. Der Grammy Award in der Kategorie „Bestes Weltmusikalbum“ ging nach Südafrika. Die A-cappella-Band „Ladysmith Black Mambazo“ überzeugte die Jury mit ihrem Livealbum „Singing for Peace Around the World“ – zum wiederholten Mal.

© Die südafrikanische A-cappella-Band „Ladysmith Black Mambazo“ gewann am vergangenen Sonntag zum vierten Mal einen Grammy Award. Mit ihrem Livealbum „Singing for Peace Around the World“ überzeugte der Zulu-Chor die Jury in der Kategorie „Bestes Weltmusikalbum“. (Quelle: flickr/ Anna Berthold)

© Die südafrikanische A-cappella-Band „Ladysmith Black Mambazo“ gewann am vergangenen Sonntag zum vierten Mal einen Grammy Award. Mit ihrem Livealbum „Singing for Peace Around the World“ überzeugte der Zulu-Chor die Jury in der Kategorie „Bestes Weltmusikalbum“. (Quelle: flickr/ Anna Berthold)

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Zapiro im Exklusiv-Interview

4.000 Cartoons und 15 Bücher. Johnathan Shapiro über sein Leben, Meinungsfreiheit und Politik

(Autorin: Annalisa Wellhäuser)

© Johnathan Shapiro alias Zapiro, Südafrika´s einflussreichster und provokantester Cartoonist. Er stand bereits mehrfach in Konflikt mit der Regierung.

Egal in welche südafrikanische Zeitung man schaut, man wird mit großer Wahrscheinlichkeit eine von Zapiro gezeichnete Karikatur finden, die die Politik Südafrikas kommentiert. Wer kennt ihn nicht, den berühmten Cartoon, der den derzeitigen südafrikanische Präsidenten Jacob Zuma mit einem Duschkopf über seinem Haupt zeigt; in Anspielung auf seine Aussage, er habe nach dem Geschlechtsverkehr mit einer HIV-positiven Frau geduscht. Zapiro, geboren 1958 in Kapstadt als Jonathan Shapiro, ist zur Zeit der berühmteste Cartoonist Südafrikas. Seine Zeichnungen erscheinen im Mail and the Guardian , der Sunday Times und der Times. Außerdem wurde seine Kunst bereits in Ausstellungen in der ganzen Welt gezeigt und er erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

© Karikatur von Zapiro: Präsident Jacob Zuma glaubt AIDS wegduschen zu können. Die Zeichnung basiert auf eine Aussage Zuma´s.

Zapiro entdeckte seine Leidenschaft für das Zeichnen bereits als Kind, als er in einer Art Selbsttherapie die Monster aus seinen nächtlichen Albträumen malte. Auf diese Weise überkam er diese Träume und genoss zugleich die Malerei. Seit diesem Zeitpunkt war es sein Traum, Künstler zu werden. Er nahm an Zeichenwettbewerben teil und war in der Schülerzeitung aktiv. Für diese erfand er den kleinen ,,Prepi”, der alles kommentierte, was in der Vorschule passierte.

Mit Politik kam Zapiro dann auch als bald in Kontakt. Schon im jungen Alter machte ihn seine Mutter darauf aufmerksam, dass sie in einer ,,falschen” Gesellschaft leben würden. Seine erste, ,,so in der Art„ politische Erfahrung hatte er als Verwoerd1 ermordet wurde und er mit den anderen Kindern in seiner Schule für diesen beten sollte. Zapiro erinnert sich daran, dass er verwirrt war und sich dachte ,,Hey, dieser Typ war nicht gut!”. Im weiteren Verlauf seiner Schulzeit war er stets auf Kriegsfuß mit dem Trend, Apartheid zu unterstützen, welcher sogar unter den englischen Südafrikanern geherrscht habe. Allerdings war er während dieser Zeit noch nicht politisch aktiv. Nach der Schule studierte Zapiro Architektur; nicht weil er sich für das Fach interessierte, sondern um zu verhindern, in die Armee eingezogen zu werden. Als er sich dann dazu entschloss, Grafikdesign zu studieren, um ein Cartoonist zu werden, wurde er einberufen. Bei der Armee verweigerte er eine Waffe zu tragen. Also musste er stattdessen eine schwere Holzattrappe mit sich ,,herumschleppen“ und wurde zum Gespött seiner Kollegen. Einmal habe er sogar mit der Attrappe Wache stehen müssen, was er als absolut lächerlich empfand.

Jedoch konnten seine Kollegen nicht lange über ihn lachen, denn er zeigte ihnen, wie gut er mit der schweren Attrappe umgehen konnte, indem er all das tat und meisterte, was seine Genossen mit ihren Waffen bewerkstelligen mussten. Dies war seine Art zu rebellieren und seine politische Botschaft zu verbreiten. Man habe geglaubt, er sei ein Kommunist und er wurde als gefährlich angesehen. Zu der Zeit war Zapiro noch nicht politisch aktiv, da die UDF (United Democratic Front) erst ein Jahr nach seinem Einzug in die Armee gegründet wurde. Als diese dann ins Leben gerufen wurde, wollte er unbedingt mitwirken. Ebenso taten es seine Mutter, seine Schwester und viele seiner Freunde. Plötzlich gab es da diese ,,non-racial“ Gruppe, die sich für sie richtig anfühlte: Viel offener und viel stärker mit der nationalen Politik verbunden. Es gab auch eine Verbindung mit dem ANC (African National Congress), allerdings wollte er nicht mit diesem involviert sein oder gar darüber sprechen, denn würde dies ,,ans Licht kommen„ wäre es gefährlich geworden. Letztendlich kam es sogar dazu, dass er und einige seiner Familienmitglieder in Gewahrsam genommen wurden.

© Karikatur von Zapiro: Das Gerechtigkeitssystem in Form einer Frau wird von ANC, ANCYL, SACP und Gewerkschaft COSATU zu Boden gedrückt, während Präsident Jacob Zuma seine Hose zum bevorstehenden "Akt" öffnet - zur Vergewaltigung.

Zapiro wollte jedoch nie ein Politiker werden. Er sieht einen großen Unterschied zwischen jemandem, der professionell Politik betreibt und einem politischen Aktivisten. Seiner Meinung nach hätten es nur wenige Leute gemeistert, die Ideale ,welche sie im Kampf gegen die Apartheid hatten, beizubehalten. Der Rest der Leute sei korrupt und bequem geworden; nur ihren persönlichen Gewinn im Blick habend. Auch hätten sich einige gegen die Leute gewendet, welche sich außerhalb der Partei für gute Dinge engagiert hätten. ,,All dies würde ich hassen„, so Zapiro. Seiner Ansicht nach braucht das Land jene Leute, die Politiker werden und sowohl konzentriert bleiben als auch altruistisch und nicht korrupt sind. Allerdings brauche Südafrika auch eine Zivilgesellschaft und die Medien. Deshalb sieht Zapiro seine beste Rolle als visueller Kolumnist und zu einem kleinen Teil auch als Aktivist. Um seine Zeichnungen zu Papier bringen zu können, bedarf es natürlich einer Menge Recherche über die Politik. Hierfür hört Zapiro viel Radio, liest viele verschiedene Zeitungen und nutzt das Internet. Auch zeichnet er einige Sachen im Fernsehen auf. Insgesamt erhält er somit diverse Darstellungen desselben Themas und kann sich seine eigene diesbezügliche Meinung bilden.

Zapiro erklärt, dass Cartoons hauptsächlich Gedanken und Kommunikation seien, quasi 80% Idee und 20% Zeichnung. Man könne der beste Künstler überhaupt sein – das helfe nicht, wenn die Idee hinter der Zeichnung schwach sei. Andererseits, wenn die Botschaft eine starke sei, dann würde die Zeichnung nur einen kleinen Teil des Cartoons ausmachen. Als Beispiel bezieht sich Zapiro auf einen sehr starken, seiner Meinung nach einer seiner besten Cartoons, welcher eigentlich nur eine weiße Seite zeigte mit dem Untertitel „Weiße, die nie von der Apartheid profitiert haben“. Er habe den Cartoon deshalb gemacht, weil er es Leid gewesen sei, dass ein Teil der weißen Bevölkerung bestritt, von der Apartheid gewusst und von dieser profitiert zu haben; für diese verantwortlich gewesen zu sein.

© Karikatur von Zapiro: Weiße Südafrikaner haben von der Apartheid profitiert.

Mit seinen Karikaturen möchte Zapiro die Menschen zum Denken anregen. Vielleicht würden manche Leute sagen „Hey, das ist genau, was ich meine, ich wusste es nur nicht auszudrücken.“ Allerdings sei es nicht seine Absicht, nur die Menschen anzusprechen, welche genau so denken würden wie er; dies würde seiner Meinung nach keinen Sinn ergeben. Manche Leute stimmen ihm zu, manche nicht. Zapiro will auch nicht diejenigen überzeugen, die komplett anders denken als er. Seine Hauptzielgruppe seien die Leute „der Mitte“, welche er mit etwas Überzeugungskraft zu einer neuen Denkweise bewegen könne.

Auf die Frage, zu welchem durch die Gesellschaft oder Politik ,,verbotenen„ Thema er gerne einen Cartoon machen würde, antwortet er , dass er sich nicht sagen lassen würde, worüber er zeichnen könne und worüber nicht. Es sei vielmehr er selbst, der sich von sich aus zurückhalte, wenn es um ein bestimmtes Thema gehe. Er mag es nicht, Menschen extrem zu beleidigen, wenn diese verletzlich seien. Dennoch sei sein Toleranzbereich bezüglich über welches Thema man einen Cartoon zeichnen könne, doch noch viel größer. Wenn er der Auffassung sei, jemand greife andere Menschen an, dann nehme er kein Blatt vor den Mund. Zum Beispiel empfindet er, dass Religion eine großes Ausmaß an Schaden angerichtet habe in Bezug auf homosexuelle Menschen und Frauen. Auch habe sie die Verbreitung von HIV gefördert. Diesbezüglich würde er wirklich hart gegen die hierfür verantwortlichen Personen an der Macht vorgehen.

Zapiro fährt fort. Er habe Cartoons gemacht , die andere Menschen als extrem beleidigend empfunden hätten. Es sei sehr schwierig, sich mit bestimmten Themen rund um Tradition und Kultur in seinen Cartoons auseinanderzusetzen. Denn es gebe Menschen, die diese Themen in einer Weise behandeln würden, als handele es sich um Religion. Und gerade zurzeit käme es sehr oft vor, dass Cartoons absichtlich missinterpretiert würden, um jemanden als Rassisten darzustellen, der gar keiner ist.

Zapiro bekommt nicht nur positive Rückmeldungen bezüglich seiner Arbeit. Präsident Jacob Zuma habe ihn schon verklagt, weil er über ihn in seinen Cartoons gezeichnet hat. Zapiro glaubt an die südafrikanische Verfassung und das diese stark genug sei, Meinungsfreiheit zu schützen. Zapiro erklärt, dass seine eigene Politik sich nicht geändert habe, aber jene von einigen Menschen in Machtpositionen. Und er sei froh, dass er nicht so eingeschränkt sei wie diese, wenn es darum ginge, das zu sagen was denkt. Wenn er an etwas glauben würde, würde er sich dafür einsetzen und sagen was er glaubt.

Ich spreche Zapiro auf die Meinung einiger Leute in Südafrika an, welche behaupten, eine Art ,,umgedrehte Apartheid„ sei im Aufschwung, in welchem schwarze Südafrikaner gegenüber den anderen Kulturen dominieren würden. Zapiro antwortet, dass dies eines der Themen sei, wo er entweder in die eine oder andere Diskussion einsteigen würde, abhängig davon, wer sein Gesprächspartner sei. Einerseits, wenn er mit seinen alten Kameraden sprechen würde, dann würde er sich tierisch aufregen über das Ende von ,,non racialism“ und das Aufkommen von einer gewissen Form von Nationalismus und Elitismus. Andererseits, wenn er mit solchen weißen Südafrikanern sprechen würde, die während Apartheid nie etwas mit Politik zu tun gehabt hätten und sich auf uninformierter Art und Weise darüber aufregen, wie schlimm alles sei und dass es einen ,,umgekehrten Rassismus„ gäbe, dann führe er eine komplett andere Diskussion. Er würde versuchen, ihnen zu erklären, wie viel besser die Dinge jetzt seien. Er sagt, es gäbe immer noch einen bestimmten Rassismus innerhalb der weißen Bevölkerung. Und nach wie vor seien es immer noch vor allem weiße Menschen, die an der Spitze der Macht in vielen wichtigen Bereichen seien. Er denkt, dass die sogenannte ,,affirmative action„ nicht immer fehlerlos praktiziert würde und er sei die letzte Person, die sage, dass alles in Ordnung sei. Aber zu behaupten, die Dinge seien genau wie zu Apartheidszeiten, nur umgedreht, sei nicht wahr, sondern absoluter Blödsinn.

In Bezug auf Julius Malema`s Gesang ,,Kill the Boers„ (Tötet die Buren) sagt Zapiro, dass sein Verhalten ,,krass „ und falsch gewesen sei. Der Song stamme aus der Apartheidsära und habe eine metaphorische Bedeutung. Er sei gegen das System der Apartheid gerichtet gewesen; für die Zerstörung dessen. Ein Kampf gegen die Polizeikräfte und solche Farmer, die andere Leute brutal angegriffen und umgebracht haben. Damals sei der Song verständlich gewesen. Aber den Song heutzutage zu singen, so Zapiro, sei falsch. Es sei der Versuch, eine desillusionierte Jugend zu mobilisieren, weil der ANC es nicht geschafft habe, seine Versprechen zu halten und jetzt die Wut dieser Jugend auf die Leute richten will, welche heutzutage nicht mehr unbedingt die Attackierenden darstellen; zumindest nicht in dem Ausmaß wie zuvor. Allerdings glaubt Zapiro nicht, dass man einen Song verbieten könne. Er empfindet die Entscheidung des höchsten Gerichts in Südafrika demnach als falsch. Als Unterstützer der Meinungsfreiheit kann er dem nicht zustimmen. Man könne jemanden politisch-opportunistisch nennen ohne ihm das Singen des Liedes zu verbieten. Es sei viel komplizierter als dass man einfach sagen könne: Julius Malema sei äquivalent zu dem was Terre Blanche2 war. So funktioniere das nicht. Zapiro sagt, er habe Cartoons gemacht, die die Entscheidung des Gerichts kritisiert haben. Er stimme der Definition von Hassrede zu, welche von der Menschenrechtskommission und der UN beschlossen wurde und finde, dass Hassrede verhindert werden sollte. „ Diese Definition würde beinhalten, dass es eine Verbindung zwischen einem Mord und einer vorausgegangen Aufforderung, wie zum Beispiel eine Rede, ein Lied oder ein Schreiben geben würde. Aber er denke nicht ,, dass Leute andere Menschen auf Grund dessen umgebracht haben, was Julius gesagt hat 3

Slideshow zu Zapiro-Karikaturen mit HIV/AIDS-Bezug

Zapiro sagt weiterhin, dass es auch Beschwerden über seinen ,,Lady Justice-Cartoon“ gegeben hatte und die Menschenrechtskommission ihn diesbezüglich freisprach, da diese meinte, sein Cartoon ermutige keinen Menschen dazu, einem anderen etwas anzutun. Es sei eine Metapher über Zumas Verhalten gegenüber der Justiz gewesen. Meinungsfreiheit ist Zapiro sehr wichtig. Wenn also jemand sagen würde, man solle den Song, gesungen von Malema, verbieten, so müsse man auch seine Cartoons verbieten, denn beides könne in einer Art und Weise als ,,falsch“ interpretiert werden.

Was wünscht sich Zapiro für das neue Südafrika. Er erinnert sich an Desmond Tutu´s Idee der Regenbogennation, während der ,,inconscription campaign“ in 1985. ,,Es war etwas idealistisch.„ Tutu wünschte sich eine politische Bewegung in Form einer Regenbogenkoalition, die gemeinsam für Freiheit, ,,non-racialism“ und Demokratie kämpfen würde. Leider habe Südafrika seit Apartheidsende nur wenige solcher Regenbogenmomente zeigen können, wie zum Beispiel die Rugby-Weltmeisterschaft von 1995. Er sagt, dass er früher gedacht habe, die weiße Bevölkerung sei hauptsächlich dafür verantwortlich; sie habe sich nicht entschuldigt und keine Verantwortung gezeigt. Er glaube immer noch, dass sie eine sehr große Verantwortung dafür trage, allerdings denke er jetzt, dass viel mehr hätte erzielt werden können, wenn der ANC nicht so ,,fett, bequem und korrupt„ geworden wäre. Und wenn die Leute ganz oben nicht eine kleine Elite promoten würden, sondern versuchen würden, die Lücke zwischen Arm und Reich zu schließen. Nur dann könne man eine Art ,,Versöhnung” haben. Vieles sei nach den Anhörungen der ,,Truth Reconciliation Commission“ ungelöst geblieben. Das Wichtigste sei, die Ungerechtigkeiten in diesem Land zu beseitigen. Südafrika sei das Land mit der größten Ungleichheit zwischen den Menschen; es läge sogar hinter Brasilien. Und das sei skandalös nach 17 Jahren nach Einführung der Demokratie.

Was wünscht sich Zapiro für seine eigene Zukunft, was sind seine Pläne. Für den Moment und solange er noch das Gefühl hat, etwas mitteilen zu können, möchte er weiterhin Cartoons zeichnen. In ferner Zukunft möchte er aber zu anderen Genres von Cartoons und Geschichtserzählungen übergehen. Er habe schon 4.000 Cartoons und 15 Bücher veröffentlicht; er wolle schließlich nicht dieselbe Sache für immer und ewig machen. Auch möchte er mehr Ausgeglichenheit erlangen, denn die Intensität, mit welcher er seine Zeichnerei betreibe, sei sehr einvernehmend . Er möchte einfach mehr Zeit mit seiner Familie verbringen.

HERE YOU WILL FIND THE ENGLISH VERSION OF THIS INTERVIEW.

1 Er war der dritte Premierminister nach DF Malan und Jacob Strijdom

2 Gründer der Afrikaaner Widerstandsbewegung waehrend Apartheid; als weisser Suprematist angesehen

3 Diskussion in Südafrika über eine mögliche Verbindung zwischen Malema`s Singen des Songs ,,Kill the boers“ und dem Mord an Terre Blanche

Rezension zu „Mother Africa“

„Circus der Sinne“ entführt  in die afrikanische Welt der Farben, Akrobatik und Sinnlichkeit!

(Autoren: Nadja Krupke, Robert Irmscher)

Es ist wieder so weit. Der Zirkus Mother Africa ist zum fünften Mal wieder in Deutschland auf Tournee und verzaubert mit Farben, Rhythmus, Akrobatik, und Tanz! Diesen Winter steht ein besonderes Programm an. Das Team von Mother Africa zeigt sich zur Jubiläumsshow von seiner besten Seite mit den atemberaubenden Vorstellungen.

© Das Zirkusteam von Mother Africa (Quelle: http://www.circus-mother-africa.de)

Der Zirkus entführt sein Publikum in eine Welt der Freude, Vielfalt und Leidenschaft. Die 36 Artisten, Musiker und Tänzer/innen ermöglichten es bis jetzt 900.000 Zuschauern weltweit für zwei Stunden die pulsierende Natur Afrikas für sich neu zu entdecken und das positive Lebensgefühl Afrikas zu erleben. Bunte und ausgefallene Kostüme, Akrobatik und Zirkusvorstellungen, die das Herz schneller schlagen lassen, Tanz der zum Mitmachen anregt und großartige Stimmen spiegeln die Energie und den Facettenreichtum des afrikanischen Kontinents wider. Bewundernswert ist die Leichtigkeit und Authentizität der Vorstellung, die wie ein kleiner fröhlicher Wirbelwind scheint, der alle mitreißt. Die verschiedenen Aufführungen werden mit so viel Kraft, Leidenschaft und Überzeugung dargeboten, dass schnell das Gefühl aufkommt, man sei auf einer großen Feier gelandet, auf der sich alle zusammen wohl fühlen und Spaß verspüren. Der Besucher hat in diesen zwei Stunden die Möglichkeit, Afrika von seiner schönen und kulturellen Seite kennenzulernen und zu erkennen, dass es ein tanzlustiger, lautstarker und freundlicher Kontinent ist.

Die vierjährige Erfolgsgeschichte von Mother Africa verdankt der „Circus der Sinne“ dem 40-jährigen „Vater“ von Mother Afrika, Winston Ruddle. Er ist selbst ausgebildeter Artist und betreibt in Tansania eine Zirkusschule, die Artisten die Chance auf internationalen Erfolg ermöglicht. Er ist für die Choreographie, Musik und die Kostüme verantwortlich und castet selbst in ganz Afrika Künstler. Auch Hubert Schober, der Projektleiter und Co-Produzent, hat in Mother-Africa seine Leidenschaft entdeckt und ist mit seinen großen Erfahrungen eine Bereicherung für das Projekt.

Das vielfältige Programm mit all seinen Künstlern, darunter auch der Schlangenmensch Mwangi Lazaraus Gitu aus Kenia, der „gelenkigste Mensch der Welt“, bringt den Zuschauer, mit seinen unmöglichen Körperstellungen ins schwitzen. Ebenso die Gesangseinlagen der Sängerinnen scheinen magisch und versprühen eine enorme Sinnlichkeit und Schönheit. Man spürt als Zuschauer die Ausdauer und unglaubliche Körperbeherrschung mit der alle Akte vollzogen werden und kann förmlich die Schweißperlen auf den durchtrainierten Hubert Schober und agilen Körpern glitzern sehen.

Doch der „Circus der Sinne“ ist nicht nur Spannung, Spaß und Aufregung für sein Publikum, sondern auch ein Akteur auf entwicklungspolitischer Ebene. 50 Cent jeder verkauften Eintrittskarte werden in langfristige Projekte in Afrika investiert. Ein langjähriges Projekt und Partner von Mother Africa ist Karl-Heinz Böhms Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“. Dieses Jahr gehen die gesammelten Einnahmen an das Projekt „Viva con Aqua“, welches sich für die Trinkwasserversorgung in Afrika einsetzt.

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Mother Africa ist eine sensationelle Show, die einen Eindruck afrikanischer Kulturen vermittelt und die Menschen mit einer Leichtigkeit und trotz des kalten Winters mit einem warmen Gefühl ums Herz wieder nach Hause gehen lässt und den dunklen Kontinent Afrika gar nicht mehr so dunkel scheinen lässt.

Power of Zulu – Tanzen als integraler Bestandteil

Ob Krieg oder Heirat – bei den Zulus wird getanzt

(Autor: Ghassan Abid)

Afrikaner tanzen gerne. Die Lebensfreude vieler afrikanischer Völker spiegelt sich insbesondere im Tanz umd im Gesang wieder, unter anderem auch bei den Zulus. Die Zulus sind eine Ethnie der Volksgruppe Bantu. Sie stellt mit knapp 11 Millionen Volkszugehörigen die größte Ethnie Südafrikas dar.  Ihre Sprache ist IsiZulu, welche in der östlichen Provinz Südafrikas, in KwaZulu-Natal, beheimatet ist. Ebenfalls leben im Königreich Swasiland weitere  Zulus, welches seit dem 25. April 1986 durch den autokratischen König Mswati III.  regiert wird.

Die Zulus sind eine stolze Bevölkerungsgruppe, die nach den Erkenntnissen von Afrikawissenschaftlern aus dem heutigen Kongo in Zentralafrika stammt und nach Südafrika wanderte. Sie verdrängten sehr erfolgreich andere Völker. Das Stammeshäuptling spielt hierbei eine Schlüsselrolle, da die Zulus bis zum heutigen Tage ihre Herrscher nach wie vor verehren und schätzen. König Shaka gilt als eines der populärsten Vorbilder, denn war er jenes Oberhaupt, welches die Zulu-Bevölkerung im 19. Jahrhundert zu großen Siegen verschaffte und erstmalig eine professionelle Kriegerausbildung organisierte. Die Einbindung von unterlegenen Stämmen in die Strukturen der Zulus erwies sich als neuartig und raffiniert zugleich, da die Kriegeranzahl somit erheblich angestiegen ist und territoriale Expansionsbestrebungen leichter zu erzielen waren.

Als die Briten ihre Kolonialpolitik im südlichen Afrika ausweiten wollten, erkannten sie die Gegenmacht der Zulus. Blutige Kriege und die Schlacht bei Ulundi am 04. Juli 1879 zerstörten letztendlich die regionale Vormachtsstellung der Zulus. Das Königreich der Zulus ist in 13 kleinere Einheiten zersplittert worden. Was heute geblieben ist, ist der Stolz der Zulus auf ihre eigene kulturelle Identität. Vor allem der Tanz verbunden mit musikalischer Begleitung spielt bei den Zulus eine bedeutende Rolle.

Der gegenwärtige Präsident Südafrikas, Jacob Zuma, ist ebenfalls ein  Zulu, der mehrfach mit großem Stolz seine ethnische Zugehörigkeit und kulturelle Verbundenheit betont hat, unter anderem seine Vorliebe für die Polygamie. Allerdings werden die Zulus für genau dieses patriarchalische Verhältnis zu Frauen sehr kritisiert. Laut Angaben der südafrikanischen NGO ´Bobbi Bear´- aber auch andere Organisationen vertreten diese Auffassung – blockieren vor allem Zulus die Aufdeckung von sexuellen Missbrauchsfällen an Kindern und Frauen.

Klassischer Zulu-Tanz zur Vorbereitung auf den Krieg

KG – Die schüchterne Dame mit der Power-Stimme

Interview mit der in Berlin lebenden Sängerin Kgomotso Tsatsi

(Autorin: Annalisa Wellhäuser)

Kgomotso Tsatsi bzw. ,,KG“ wie sie sich vorstellt, wurde am 26. Februar 1987 in Johannesburg, in Südafrika geboren. Während sie dort aufwuchs, verfolgte sie ihre Interessen des Singens, Schauspielerns sowie Gitarren- und Klavierspielens. Im Jahre 2003 nahm KG an der TV-Talentshow ,,South African Idols“ (der Gegenpart zu ,,Deutschland sucht den Superstar“) teil und schaffte es bis unter die Top-6; sie war mit 16 Jahren die jüngste Finalistin. Als sie 18 Jahre alt war, zog sie mit ihrer Familie nach Saskatchewan in Kanada. Nachdem sie die Schule beendet hatte, machte sie einen Austausch in Argentinien.

Dann begann sie ihr Studium in Musik und Wirtschaft in Waterloo, Kanada. Dieses brach sie nach einigen Semestern ab und ging 2007 nach Toronto, um sich voll und ganz auf ihre Musikkarriere zu konzentrieren. In den darauf folgenden Jahren nahm sie an diversen Talentwettbewerben erfolgreich teil und gewann zahlreiche Auszeichnungen für ihre Schauspielerei und ihren Gesang. Um nur einige zu nennen: „Talent rock“ in Florida, USA (2006), „USA World Showcase“ in Las Vegas (2007), wo sie es unter die besten 20 von 40.000 Konkurrenten schaffte sowie „Honeyjam“ in Toronto (2007) – die kanadische Show, in der Nelly Furtado entdeckt wurde.

2008 veröffentlichte sie ihr erstes Album ,,The Art of Love“ in 2008. Außerdem war sie die Gewinnerin des „Rhythm of the Future“ Wettbewerbs des kanadischen Radiosenders „The Beat 91,5 FM“. Sie hatte viele Auftritte bei großen Festivals wie beim ,,Afrofest“, dem größten afrikanischen Festival Nordamerikas, ,,Bana Y´afrique“ und ,,Gladstone`s hotel`s World Music series“ in Toronto. Des Weiteren arbeitete sie zusammen mit dem weltberühmten Produzenten Marcus Kane sowie Tone Mason, einer kanadischen, für den Grammy nominierten Hip-hop und RnB Produktion aus Toronto. Kgomotso engagierte sich in gemeinnützigen Projekten, unter anderem im ,,YWCA Toronto Girl Jam“, ein Projekt gegen Gewalt gegenüber gefährdeten Personen in der Gesellschaft, Frauen und Kindern. Zu dem war sie involviert in dem Charity Aids Song ,,Let`s find a way“ in Toronto in 2008.

Kgomotsos unglaublicher Stimme kann man auf ihrer Myspace Seite lauschen: http://www.myspace.com/musicbykg . Der Song ,,I am in love“ aus ihrem Album ,,The Art of Love“ ist hier zu hören:

© KG power

© KG shy

2010sdafrika-Redaktion: Kgomotso Tsatsi- eine Sängerin, Songwriterin und Musikerin, die an vielen Talentwettbewerben in der Welt erfolgreich teilgenommen, bis jetzt ein Album veröffentlicht hat und derzeit das deutsche Publikum mit ihren großartigen Auftritten in Staunen versetzt.

Wir blicken zurück…. wo und wann hat diese Karriere angefangen? Haben Sie immer Spaß an der Musik gehabt und wollten eine Sängerin werden? Wann wurde Ihnen bewusst, dass es das ist, was Sie machen wollen und nichts anderes?

Antwort: Ich habe das Gefühl, dass für mich die Musik und das Singen Gaben sind, mit welchen ich geboren wurde. Ich kann mich noch zurück erinnern an einen Moment, als ich vielleicht drei Jahre alt war und Whitney Houston im Fernsehen sah. Sie sang dieses Lied ,,All the man that I need“… sie stand am Fenster, zum Mond herauf blickend und ich war hin und weg und versuchte mitzusingen. Ich konnte noch nicht mal richtig sprechen, aber ich erinnere mich daran, dass ich versuchte dieses Lied zu singen. So fühle ich mich als ob das Singen vielleicht etwas größeres ist als ich selbst, mit dem ich geboren bin. Während meiner gesamten Schulzeit habe ich an Talent Shows und Projekten teilgenommen und im Chor gesungen. Ich habe es immer geliebt zu singen und Musik zu machen, wusste, dass ich gut darin bin, aber je älter ich wurde, desto mehr wurde mir bewusst, dass die meisten Leute Singen nicht so sehr mochten wie ich. Ich musste damals in der Schule zu so einer Art Probe gehen, wo wir geübt haben, Hymnen zu singen. Und einfach jeder hat es gehasst. Aber ich habe mich immer total darauf gefreut und gesagt: ,,Super, wir werden singen.“ Und die anderen meinten nur: ,,Bah…“ Das war der Punkt an dem ich merkte, dass ich vielleicht anders bin. Wissen Sie, je älter ich wurde, desto mehr begann ich zu träumen und zu glauben und ich war einfach immer am Singen, so dass ich meine Familie irgendwann extrem damit nervte.

2010sdafrika-Redaktion: …und dann hat Ihre Familie sie zu ,,Idols“ geschickt?

Antwort: Nein, das habe ich selber gemacht, irgendwie im Geheimen.

2010sdafrika-Redaktion: Sie waren die jüngste Teilnehmerin, die es in das Finale von ,,South African Idols“ schaffte, in 2003. Wenn Sie gewonnen hätten, wären Sie bereit gewesen, die Schule abzubrechen? Was haben Ihre Eltern dazu gesagt?

Antwort: Gut, ich wollte eigentlich nicht gewinnen, so lächerlich sich das anhören mag. Das ist irgendwie komisch. Ich habe diese ganze Aktion im Geheimen geplant, ich habe mich beworben und dann meinen Vater gefragt, ob er mich mal wohin fahren könnte. Und er war total verwundert, er wusste ja nicht, was ich vorhatte. Ich wollte nicht wirklich gewinnen, weil ich mir einfach die Tür offen halten wollte, ich einfach nur die Möglichkeit habe wollte, in die Industrie mal reinzuschnuppern, mir einen Namen zu machen. Und NEIN, ich wäre nicht bereit gewesen, die Schule dafür aufzugeben. Ich wollte unbedingt die Schule beenden. Meinen Eltern und mir war das sehr wichtig. Außerdem hatte ich damals eine größere Vision als die meisten Künstler dieser Zeit. Diese sind in Südafrika geblieben, aber ich wollte lieber auf internationaler Basis arbeiten. Deshalb mochte ich den Plattenvertrag nicht unterschreiben. Ich erinnere mich noch an den Tag nachdem ich aus der Show gewählt worden bin. Meine Eltern wollten, dass ich direkt wieder in die Schule gehe und ich dachte nur: ,,Was?„ Das geht gar nicht. Und dann hatte ich ein Interview am darauf folgenden Tag und ich sagte stolz :, ,Nein, ich habe ein Interview.„ Aber am nächsten Tag musste ich natürlich trotzdem zur Schule.

2010sdafrika-Redaktion: Wann und warum sind Sie nach Kanada gezogen?

Antwort: Meine gesamte Familie und ich sind umgezogen. Mein Vater ist Arzt und wir sind nach Saskatchewan, einem Bundesstaat in Kanada gegangen. Wir sind umgezogen, als ich 18 Jahre alt war, nachdem ich die Schule beendet hatte. In dieser Zeit bin ich auch für paar Monate nach Argentinien gegangen, um an einem Austausch teilzunehmen. Danach bin ich dann in Kanada an die Universität gegangen, habe Musik und Wirtschaft in Waterloo, Ontario studiert für zwei Jahre. Im Jahre 2007 habe ich mich dann entschlossen, nach Toronto zu gehen, um die großen Fische ans Land zu ziehen. Insgesamt habe ich vier Jahre studiert, habe aber keinen Abschluss gemacht. Irgendwann war einfach der Moment gekommen, an dem ich genau wusste, was ich mit meinem Leben machen will. Ich wusste, ich war ein schlaues Mädchen und die Universität war auch interessant, besonders mit den Fächern Musik und Spanisch, welche ich mochte, aber dann wurde mir einfach bewusst, dass dies nicht das Richtige für mich war. Es war eine harte Entscheidung, aber ich brach mein Studium ab und seit dem mache ich nur noch Musik.

2010sdafrika-Redaktion: Ihre Musik umfasst die verschiedensten Genres und Stilrichtungen: Pop, RnB, Disco, Jazz, Afrobeat….wie würden Sie Ihre Musik beschreiben?

Antwort: Heute beschreibe ich meine Musik als ,,Neo-fro„. Denn ich vereine gerne das Neue und das Alte. Ich mag sehr viel alte und auch sehr viel neue Musik und ich will diese irgendwie zusammenbringen. ,,Neo„: neu und ,,fro„: offensichtlich afrikanisch, afrikanische Musik. Ich liebe einen guten Trommelbeat ,natürlich kommt das aus meiner Kultur. Aber auch die anderen Musikrichtungen aus Afrika wie Blues, ich liebe Blues, ein bisschen Jazz, ich liebe Jazz, RnB und Soul…ja, ich nehme mich als Person, eine Südafrikanerin und versuche die Musik mit all meinen Einflüssen zu kreieren.

2010sdafrika-Redaktion: Schreiben Sie alle Ihre Liedtexte selbst? Sind alle Ihre Lieder autobiographisch?

Antwort: Ja, ich schreibe alle meine Texte selbst. Und die meisten meiner Songs ,sagen wir 95 % sind autobiographisch. Aber manchmal lasse ich mich auch inspirieren. Es gibt da diesen einen Song ,,Will I ever see you again„ ,ich habe ihn bis jetzt noch nicht in Deutschland gesungen. Er handelt von einer Geschichte einer Freundin von mir. Sie war mit diesem Jungen zusammen,… wissen Sie, sie hatte zuvor noch nie eine feste Beziehung und dann verliebte sie sich und wir alle haben den Jungen kennengelernt ,er war toll. Und aus heiterem Himmel, als es ernster wurde zwischen den beiden, musste er plötzlich in eine andere Stadt ziehen. Also war meine Freundin sehr traurig und manchmal berührt einen diese Traurigkeit, so dass ich diesen Song schrieb. So bekomme ich Inspiration manchmal durch meine Freunde oder auch durch einen Film, der einen mitnimmt…

2010sdafrika-Redaktion: Wenn die meisten Ihrer Lieder autobiographisch sind, in wie weit ist dann Ihr Song ,,In Love„ autobiographisch, in welchem Sie darüber singen, dass Sie verliebt sind, Ihre Mutter das aber nicht verstünde?

Antwort: Haha, … Ich habe nie etwas über mein Liebesleben preisgegeben, so war das schon immer, auch gegenüber meiner Familie. Meine Eltern waren sehr sorgend und beschützerisch, ein bisschen zu beschützend. Vielleicht ist Ihnen auch aufgefallen, dass einige südafrikanische Eltern so sind, besonders wenn es um die Mädchen geht. Sie warnen: ,,Geh nachts nicht raus! Jungs sind der Teufel!„ Genauso waren meine Eltern und ich durfte nicht oft ausgehen und wenn ich mit einem Jungen gesehen wurde oder mich einer anrief ,würde meine Mutter fragen:,, Wer ist dieser Junge? Wer ist das? „ Es ist nicht so, dass sie das nicht verstehen würde, aber ich weiß , dass sie sagen würde:,, Was? Du bist mit jemandem zusammen? Du bist so jung, du bist 18…„ Sie verstehen….

2010sdafrika-Redaktion: Auf Ihrer Myspace–Seite sagen Sie, dass sie gerne über Liebe, Sucht, Herzschmerz und das Paradies singen. Wieso gerade über diese Themen?

Antwort: Das ist eine sehr gute Frage. Ich habe bereits erwähnt, dass ich über Dinge schreibe, die ich selber erlebt und durchgemacht habe. Dinge, welche wir alle an einem bestimmten Punkt durchmachen. Jeder, nicht jeder, aber die meisten Leute haben einen Traum, den sie realisieren wollen. Und darüber schreibe ich gerne und ich schreibe auch gerne über die Sachen, die uns von unseren Träumen ablenken, welche vielleicht das Paradies wären. Irgendwie sind wir schon jetzt im Paradies, wir wollen die Art des schnellen und somit kurzen Glücks , aber dies kann uns von dem langanhalten Glück ablenken und fernhalten . Wissen Sie, besonders als Jugendlicher denken manche : ,,Ach, ich bin so dick.„ Jeder hatte Teenie-Probleme als er jünger war. Vielleicht war man abhängig von irgendetwas. Ich zum Beispiel bin mir sicher, dass ich zu einem bestimmten Zeitpunkt süchtig danach war, zu trainieren, was sehr negativ ist, wenn man es auf die falsche Weise betreibt. Ich schreibe gerne über diese dunklen Stunden ,mit denen wir uns all auseinandersetzen mussten.

2010sdafrika-Redaktion: Die meisten Ihrer Lieder sind in Englisch, aber manchmal ist auch etwas Zulu, Setswana, Französisch oder Spanisch dabei. Wie viel Sprachen sprechen Sie und wo haben Sie diese gelernt?

Antwort: Hahaha…Oh, ich würde sagen, dass ich zweieinhalb Sprachen sprechen kann, falls das einen Sinn ergibt. Ich bin mit Setswana aufgewachsen….aber als ich in die Schule gekommen bin ,hat sich das geändert. Auf der Privatschule durften wir kein Setswana sprechen. Die sind sogar so weit gegangen, dass sie zu unseren Eltern gesagt haben:  ,,Sprechen Sie diese Sprache nicht zu Haus!„ Wegen Apartheid und weil es seine englische Schule war. Sie sagten zu meinen Eltern: ,,Es wird sie bestimmt verwirren…zwei Sprachen zu lernen..„ Offensichtlich war das unlogisch und es steckte eine Intention dahinter.

2010sdafrika-Redaktion: …schließlich gibt es so viele Südafrikaner, die einfach viele Sprachen sprechen können und überhaupt kein Problem damit haben.

Antwort: Ich weiß, es ist unglaublich wie die meisten Südafrikaner mindestens zweisprachig aufwachsen. Aber ich nehme an, weil es eine Privatschule war und meine Eltern nur das Beste für uns wollten, dachten sie:,, Ok, vielleicht verwirrt es sie wirklich.„ Ich bin mit Setswana aufgewachsen und dann hat es immer mehr nach gelassen, dass wir es zu Hause sprachen. Ich verstehe es natürlich und ich kann es ein bisschen sprechen, aber nicht 100 %. Da ist noch sehr viel Englisch darin…..das wäre also der Punkt fünf, haha….In Englisch bin ich fließend , Spanisch bin ich fast fließend und ich spreche ein ganz ordentliches Französisch, aber ich würde nicht sagen zu 100 %. Ich habe es in der Schule gelernt und immer ein bisschen dafür getan. Ich liebe Sprachen.

2010sdafrika-Redaktion: Ihre Stimme wurde beschrieben als ein ,,feiner Rotwein„; Laurence Keer von Jazz Fm 91, Kanadas Premier Jazz Sender, sagte, Sie hätten die überwältigendste stimmliche Performance, die er je gesehen habe. Haben Sie Gesangsunterricht gehabt oder sind Sie ein Naturtalent?

Antwort: Haha… Ich denke, es ist ein bisschen von beidem. Ich habe definitiv stundenlang gesungen und habe immer Spaß daran gehabt. Aber ich hatte auch Gesangsstunden. Es gab einen Punkt, an dem ich so viel sang, dass mein Vater sagte: ,,Sei ruhig!„ und irgendwann sagte er plötzlich: ,, Wow, das Mädel kann echt singen!„ Haha, …. Also bekam ich klassisches Gesangstraining und ich machte das für ungefähr zwei oder drei Jahre ,mit Pausen zwischendrin. Und das hat wirklich geholfen. In Toronto habe ich dann auch noch etwas Unterricht gehabt, verschiedene Gesangsstile kennengelernt.

2010sdafrika-Redaktion: Damit sich die Leser ein Bild von KG machen können, bitte vervollständigen Sie die folgenden Aussagen: Ich bin….

Antwort: Haha, mein erster Gedanke war: verrückt…haha! Wie viel Platz habe ich? Mein Gott, da kann ich wirklich viel sagen. Ich bin…. ich bin eine Person, die gerne Spaß hat, ich liebe es, zu lächeln, ich bin kreativ, ich bin ein bisschen durchgedreht , habe wie jeder andere Mensch meine Macken, ich bin sensibel ,aber nach außen hin wirke ich stark. Ich liebe es , zu lachen….

2010sdafrika-Redaktion: Das ist der nächste Satz: Sie lieben…..

Antwort: Haha… Ich liebe es zu lachen, zu essen, zu kochen, zu tanzen, Musik zu machen, ich liebe sympathische Menschen….

2010sdafrika-Redaktion: Sie hassen …

Antwort: Ich mag keine Menschen ,die schlechte Stimmung verbreiten..negativ denkende Menschen ,die sich aus ihrer eigenen Negativität nicht befreien können und das immer an dir auslassen. Ich hasse Beurteilung. Wissen Sie, wir alle urteilen offensichtlich über andere Menschen, aber ich versuche so sehr es mir gelingt, dies nicht zu tun. Es ist nicht fair wenn wir andere verurteilen, obwohl wir das jeden Tag tun. ….Ich hasse auch noch schlechtes Essen. Haha…..

2010sdafrika-Redaktion: Eines Tages wäre ich gerne / würde ich gerne…. tun….

Antwort: Eines Tages würde ich gerne im Wembley Stadium in England auftreten. Das ist einer meiner vielen Träume.

2010sdafrika-Redaktion: Vermissen Sie Südafrika und Ihre Familie? Möchten Sie irgendwann einmal zurückkehren?

Antwort: Ja, ich vermisse Südafrika. Ich vermisse die Menschen, die Sonne, das Essen und natürlich meine Familie. Ich verstehe mich sehr gut mit meinen zwei Brüdern. Ich habe einen Älteren und einen Jüngeren. Und in meiner Familie machen wir immer viele Scherze, einfach die ganze Zeit über. Ich liebe es zu lachen und deshalb vermisse ich sie. Als ich letztes Jahr nach Südafrika zurückkehrte, war ich wirklich beeindruckt wie sehr Südafrika sich entwickelt hat. Und ich denke es steckt noch viel mehr in diesem Land. Und ja ich würde dorthin zurück ziehen, ich würde dort gerne leben.

2010sdafrika-Redaktion: Sie sind von Kanada nach Berlin gezogen. Wie lange werden Sie bleiben? Was sind Ihre Pläne für die Zukunft und wann bringen Sie Ihr nächstes Album heraus?

Antwort: Uhhh…..haha…..wow-viele interessant Fragen. Ich führe eine Art improvisiertes Leben und weiß nie, was als nächstes kommt. Aber ich beantrage gerade eine Aufenthaltserlaubnis und ich erwarte, dass ich wahrscheinlich 2 Jahre bleiben darf. Ob ich in Berlin bleiben werde oder in einen anderen Ort gehen werde, weiß ich noch nicht. Ich bin wirklich aufgeregt, was das neue Album betrifft. Jetzt steht mir wirklich nichts mehr im Wege und ich denke, ich habe tolle Lieder, die ich unbedingt aufnehmen möchte. Deshalb sollte das Album in den nächsten Monaten aufgenommen werden. Vielleicht arbeite ich mit einer deutschen Produktionsfirma zusammen, was eigentlich auch der Grund für meinen Umzug hierher war. Also werde ich das Album mit dieser aufnehmen oder allein. Und wenn es veröffentlicht wird, möchte ich ,dass es von den richtigen Leuten vermarktet wird. Das Album ist definitiv mein nächstes Ziel. Die Erfahrungen, welche ich hier mache, sind außerdem großartig .Und nun ist es als wenn man ein Fisch sei, der aus dem Wasser kommt. Man darf keine Zeit mehr verschwenden, man hat keine Ausreden mehr. Man muss loslegen. Jetzt bin ich hier in diesem fremden Land, allein, ohne meine Eltern, die mir helfen könnten. Also frage ich mich, warum bin ich hier? Musik ist der Hauptgrund warum ich hier bin, also würde ich sehr gern das Album veröffentlichen ,auf Tour gehen…mit interessanten Menschen zusammen arbeiten, die Welt sehen….

2010sdafrika-Redaktion: ,,SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bedankt sich bei Ihnen für dieses interessante Interview und wünscht Ihnen alles Gute für Sie persönlich und Ihre Karriere !

Antwort: Dankeschön!

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Original Interview in English

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KG – the shy lady with the power voice

Interview with the in Berlin living singer Kgomotso Tsatsi

(Editor: Annalisa Wellhäuser)

Kgomotso Tsatsi , or KG as she presents herself, was born on 26th February 1987 in Johannesburg, South Africa. While growing up she followed her passions of singing, acting and playing the piano and guitar. 2003 she participated in the talent show South African Idols( comparable to the German version „Deutschland sucht den Superstar„) and made it into the top 6 ; being the youngest finalist with the age of 16. When she was 18 years old she and her family moved to Saskatchewan, Canada. After finishing high school she took a Gap Year to go to Argentina for a s student exchange.

Then she started to study music and business in Waterloo, Canada. After a few semesters she quit and moved to Toronto to concentrate on her music career in 2007. In the following years she participated successfully in various talent shows and won numerous awards for acting and singing in both Canada and USA. To only name a few of them: „`Talent rock„ in Florida, USA( 2006),„ USA World Showcase „in Las Vegas( 2007),where she made it into the top20 out of 40.000 competitors and „Honeyjam„ in Toronto ( 2007)-the Canadian show in which Nelly Furtado was discovered.

2008 she released her first album called „The Art of love„. Furthermore she was the winner of The Beat 91,5 FM`s „Rhythm of the Future„ in Canada. She performed at big festivals such as North America`s largest African festival „Afrofest„, „Bana Y´afrique„ and „Gladstone`s hotel`s World Music series„ in Toronto. She worked together with the world renowned writer and producer Marcus Kane and Tone Mason, a grammy –nominated Canadian Hip-hop and RnB production team from Toronto. Moreover Kgomotso was involved in community projects like YWCA Toronto Girl Jam, a project against violence against vulnerable members of society, women and children. Also she collaborated on a Charity Aids song „ Let`s find a way„ in Toronto in 2008.

You if you want to listen to her incredible voice, you can listen to her songs on http://www.myspace.com/musicbykg.

KG live in concert, Canada.

2010sdafrika-editorial staff: Kgomotso Tsatsi- a singer, songwriter and musician who has participated successfully in many talent shows all over the world, brought out an album so far and is currently wowing the people in Germany by her terrific performances. Let us look back…where and when did this career start? Have you always enjoyed doing music and wanted to become a singer? When did you know it is serious?

Answer: Well, I feel like music and singing for me is just a gift that I was born with. I can remember far back as being 3 years old maybe and watching Whitney Houston on TV. It was this one song „All the man that I need„, I don`t know if you know it….she is like standing by the window looking at the moon and I was like: „Wow!„ and I was trying to sing it „Lalala…„, I couldn’t even speak but I remember I was trying to sing. So I feel like maybe it`s something that is bigger than me, that I was born with it. So I`ve always loved to sing and I`ve always loved music and all the way through school I was doing talent shows , choir and taking part in different projects. And for the longest time I knew that I was good and I knew that I loved it, but the older I got the more I realized that most people didn’t enjoy singing as much as I did. I got to go to rehearsal- I don’t know if you do this here as well- where we sing hymns in school and then we have to go to a hymn practice. And everybody hates it. So I was always looking forward to this, I was like: „YEAH ,we are gonna sing„ and the others were like: „Bah….„.So that’s when I started to notice that „Ok, maybe I`m different.„ You know the older I got the more I started to dream and believe and just sing all the time to the point where I annoyed my family tremendously…..

2010sdafrika-editorial staff:….and then they sent you to idols?

Answer: No, I did it on my own as kind of like a secret…

2010sdafrika-editorial staff: You were the youngest competitor who got into the finals of South African Idols 2003.If you had won, would you have been willing to stop school? What did your parents say?

Answer: Well, yah I actually didn’t want to win, funnily enough, which is kind of weird. I kind of did it in secret, I applied and then I said to my dad „Oh hey , could you take me to this place…„ and he was like :„What?„ He didn’t even know what was going on. So I didn’t really want to win, because I wanted a foot in the door, wanted to experience the industry, you know get my name out there. But NO,I would not have been willing to stop school. I definitely wanted to finish high school. And my parents were very ademin about that too as I was. And also at that time I wanted to dream a bit bigger .Most of the artists of that time stayed in South Africa and I wanted to be more international, so I didn`t want to sign the record contract. I remember the day after I got voted out and I was all sad and my parents said:„ Ok, you are going to school tomorrow!„ I was like : „What? „That’s so like ripless. And then I had an interview the following day…so I said : „No, I have an interview.„ But then the following day I had to go back to school.

2010sdafrika-editorial staff: When and why did you move to Canada?

Answer: Well, it was my whole family, we moved together. My dad is a doctor and we moved to Saskatchewan, which is a province in the middle of Canada. We moved when I was 18 after I finished high school. In between that period I wanted to take a gap year, I went to Argentina for a couple of month, it was a lot of fun. It was an exchange. So then in Canada I went to school, I went to university. I started off studying music and business, separately. I did this for 2 years in Waterloo which is in Ontario and then I decided I`ve got to go to Toronto, get the big bites. And then I moved to Toronto in 2007…I did 4 years of studying but I didn’t finish a degree, because I swopped in between. It just got for me to the point, where I knew exactly what I wanted to do with my life. And I knew I was a smart girl and intelligent ….and university was interesting- especially when I took courses in music and Spanish that I liked…..but it got to the point, where I knew this is not where I`m supposed to be .So it was a very hard decision and I stopped….and have been doing music ever since.

2010sdafrika-editorial staff: Your music includes various genres and styles: Pop, RnB, Disco, Jazz, Afrobeat…How would you describe your music?

Answer: Well ,these days I`ve been describing it as „Neo-fro„. It` s because I like to combine the new and the old. I like a lot of old music and I like a lot of new music and I kind of like to bring it together. „Neo„ : new and „fro„ : obviously African, African music, I love a good drum beat, obviously it`s from my culture, but also all the kinds of music than came from Africa, like Blues, I love Blues-music, a little bit of Jazz, I love Jazz, RnB and Soul….yes, I kind of take who I am, which is a South African and try to make it with all my influences…

2010sdafrika-editorial staff: Do you write all the lyrics of your songs on your own? Are all of them autobiographic?

Answer: Yes ,I do write all the lyrics of my songs on my own. And most of them, let`s say like 95 % of them are autobiographical. But sometimes I can get inspired. There is this song, I haven’t played it yet here, but it`s called : „Will I ever see you again„ and it`s about this friend of mine, who was seeing this guy, you know she had never had a proper boyfriend before, she fell in love and we all met him, he was great….. and then just when things started to get serious he moved to like another city. So she was really sad and you know sometimes this sadness touches you, so I just came up with that song. So I get an inspiration sometimes just from my friend and sometimes even from a movie that really touches you…

2010sdafrika-editorial staff: If you say most of your songs are autobiographic, then I would like to ask how far this song „ In love„ is autobiographical, where you sing that you are in love, but your mother doesn’t understand……

Answer: Haha …I`ve always been very secret about my love life, I have always been that way, even with my whole family. Everyone is like: „Are u seeing…?„ And I wouldn’t say anything. My parents are very protective, a little bit over protective. I`m not sure but maybe you even counted that some South Africans parents can be that way especially with girls : „Don’t go out at night! Boys are the devil !„So my parents were totally like that and I was not allowed to go out a lot ,if I was even seen talking to a boy or if a boy called me, my mum would say:„ Who is that boy? Who is he?„ So it`s not that she wouldn’t understand, but just like if I was even dating someone, I know that she`d be like: „What? You are dating? You are so young, you`re 18…..„ You know, so ……

2010sdafrika-editorial staff: On your myspace-page you state that you love to song about love, addiction ,heartbreak, paradise. How come?

Answer: That’s a really good question. I guess those are things… you know I said I write about things that I`ve experienced myself and what I go through. And I think what we all go through at some point. Everyone ,not everyone, most people have a dream that they are after. And I like to write about that and I also like to write about the things that distract us from our dreams, that would be maybe the paradise. We are kind of on paradise right now, we want that kind of short term pleasure, but it can distract us from the long term. I just like to write about fun as well. Just everything that I`ve been through….everyone has some sort of addiction or some sort of you know kink in their personality. You know especially when you are a teenager you might think: „Oh my gosh I`m so fat, I`m so fat.„ Everybody went through that phase of teenager problems…you are maybe addicted. Like I`m sure that at one point I was addicted to working out, which is a negative thing if it`s done in the wrong way. I like to write about these deep and dark places as well ,because we have all been to those deep and dark places…

2010sdafrika-editorial staff: Most of your songs are in English ,but sometimes you add some isiZulu, Setswana, French or Spanish to it. How many languages do you speak and where did you learn them?

Answer: Hahaha…oh, I would say I speak like 2 and a half languages, if that makes any sense. I grew up speaking Setswana actually…but when I was going to school and at private school we were actually forbidden to speak Setswana. And they even went that far as to say to our parents: „Don’t speak that language at home. Because of apartheid and it was an English school. What they said to my parents was:„ Oh its gonna confuse her….learning two…..„You know obviously it`s bias.

2010sdafrika-editorial staff :…because you see so many South Africans who can speak many different languages and they do not struggle with it at all…..

Answer: I know…. It`s amazing how most South Africans are at least bilingual. But I guess, because it was a private school and my parents always wanted the best for us, they thought:„ Ok, maybe it will confuse her…„.I grew up speaking Setswana and then it kind of faded. I understand it obviously and I can speak a little bit, but like not a 100 %.There is still a lot of English in there….. so this would be the point 5,haha. English- obviously I`m fluent, Spanish I`m nearly fluent… and I speak a pretty good French, yeah, but I wouldn`t say a 100%. I learnt it at high school and I just kept up with it, I love languages.

2010sdafrika-editorial staff : Your voice has been described as „ a fine red wine„; Laurence Keer from Jazz Fm 91, Canada`s Premier Jazz Station said you have „one of the most powerful live vocal displays„ that he has ever seen. Have you had singing lessons or are you just a natural talent?

Answer: Haha… well, I think it is a bit of both. I definitely, as I told you, I used to sing hours and hours a day and it was just always fun for me. But I did have singing lessons. There was a point when I sang so much when my dad was like: „Shut up!„ and then he was like: „ You know what, this girl can sing! „ Haha….so he took me to go and get like classical training and then I went for maybe 2 to 3 years, kind of on and off. And that really helped a lot. In Toronto I also did a bit of training, different kind of styles of singing.

2010sdafrika-editorial staff: To give the reader a better idea of who KG is, please complete the following sentences: I am…..

Answer: Haha, well the first thing that came to mind my mind was: crazy…..haha! How much space do I have? My gosh that’s really open. I am… I am a fun loving person, I love to smile, I am creative, I am a little bit crazy, you know normal human being, I have my flaws like anyone else, I`m sensitive, but I`m gooi on the inside but I still have a strong exterior . I love to laugh……

2010sdafrika-editorial staff :That’s actually the next statement: You love to…..

Answer: Haha… I love to laugh, I love to eat ,I love to cook, haha, I love to dance, I love to make music, I love cool people….

2010sdafrika-editorial staff: You hate….

Answer: I hate people with bad vibes…negative people who can`t get out of their negativity and always wanna dump it on you. I hate judgment. You know we all judge obviously, but I try not to as much as I can. I think it`s unfair if we judge people even though we do it every day…… I hate bad food. Haha….

2010sdafrika-editorial staff: One day I wanna do/be…

Answer: One day I wanna play at Wembley Stadium in the UK, yeah. That`s one of my many dreams.

2010sdafrika-editorial staff: Do you miss South Africa and your family? Do you want to move back there at any point of your life?

Answer: Yes, I do, I do miss South Africa. I miss the people, I miss the sunshine, I miss the food, I miss my family as well. I get along really well with both of my brothers. I`ve an older and a younger one. And my family in general were always cracking jokes ,it`s like 100 % of the time, I love laughing and I miss them. I was really impressed by how much South Africa had grown when I came back just last year and I think it got so much more potential still to go. And yeah I would ,I would move back, I would like to live there.

2010sdafrika-editorial staff: You moved from Canada to Berlin. How long are you going to stay? What are your plans for the future, when are you bringing out your next album?

Answer: Uhhh…..haha…..wow-a lot of interesting questions. I kind of live an improvised life so I never really know what`s the next step .But I`m now applying for a residence permit and I think I will probably get two years that I can stay here. Whether I will stay in Berlin or maybe somewhere else I`m not sure yet. I`m really excited about the new album. It got to the point now where I`ve got everything out of the way and I really feel like I have enough great songs that I`m really passionate about to record. So I think it will definitely be recorded this year in the next coming months. I might be working with a production company actually here in Germany which is kind of part why I moved here. So either with them or I will do it on my own and yeah so it will definitely recorded within the next few months .And when we will bring it out then we will have to see…. I wanna have the right people to promote it and everything. And plans for the future: yeah, definitely the album is number one. And it`s been a great experience being here, because kind of when you are a fish out of water you kind of have no excuse anymore to fuffing around ,wasting time. It`s kind of like : „Ok, well I`m in this foreign country, there is no mommy and daddy, help, support, nothing, why are u here…? „ So music is the number one reason for me being here and I would like to release the album and start touring ….working with some great people, see the world, you know….

2010sdafrika-editorial staff: We, „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste„ – the German gateway to South Africa – would like to thank you for this interesting interview and wish you all the best for you and your career!

Answer: Dankeschön!