Schlagwort-Archive: Gewalt

Gewalt an Universitäten in Südafrika

Rugby-Match an der University of the Free State eskaliert. Weiße Studenten attackieren schwarze Protestler

(Autor: Ghassan Abid)

Während der Fußball eher bei der schwarzen Mehrheitsbevölkerung einer großen Beliebtheit unterliegt, erfreut sich der Rugby-Mannschaftssport einer starken Faszination bei den Weißen am Kap. Am gestrigen Montagabend fand auf dem Gelände der University of the Free State (UFS) in Bloemfontein ein Rugby-Match statt, welches durch schwarze Protestler unterbrochen wurde. Daraufhin eskalierte die Situation. Weiße attackierten Schwarze. Das Land ist geschockt. Erinnerungen an die Apartheid werden wach.

UFS

© Südafrikas Universitäten in Pretoria und Bloemfontein sind in den Mittelpunkt politischer Auseinandersetzungen zwischen Weißen und Schwarzen gerückt. An beiden Hochschulen eskalierte der Streit zwischen den Ethnien. Das gestrige Rugby-Match stellt den bisherigen Höhepunkt dar: Weiße attackierten Schwarze. Südafrika befindet sich im Schock. (Screenshot YouTube/ OFM Videos)

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Im Dienst kaltblütig erschossen

Südafrikas Präsident Jacob Zuma verurteilt Ermordung von vier Polizeibeamten in einer Woche

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrika zählt den Statistiken zufolge zu den Staaten mit der höchsten Kriminalitätsrate weltweit. 50 Morde und 100 Vergewaltigungen pro Tag gehören zur traurigen Realität am Kap. Zeitweise überstieg die Zahl der Morde sogar die der Verkehrstoten im Raum Johannesburg. In den Townships werden die meisten Gewaltdelikte registriert. Die Polizeibehörde SAPS mit ihren über 150.000 Beschäftigten ist selbst immer wieder das Ziel von Kriminellen. Jüngst starben innerhalb einer Woche vier Polizeibeamte im Dienst. Die Politik ruft die Bevölkerung zur Solidarität auf.

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© Seit Jahresbeginn wurden bereits 53 Polizeibeamte erschossen. Davon starben erst kürzlich vier Polizisten innerhalb einer Woche. Südafrikas Polizeipräsidentin Riah Phiyega [im Bild] versicherte, die Täter dingfest zu machen und strafrechtlich zu belangen. Staatspräsident Jacob Zuma pflichtete der Polizeichefin bei und rief die Bevölkerung zur Solidarität mit der Polizei auf. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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Kap-Kolumne: Tshwane gegen Rassismus

We are Africa – Stop Xenophobia

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Unter dem Motto „We are Africa – Stop Xenophobia“ nahmen am Freitag, den 24. April 2015, tausende Menschen in der Hauptstadt Tshwane/Pretoria an einer ANC-Kundgebung und Demo gegen Fremdenfeindlichkeit teil. Ein Aufgebot an prominenten Politikern, Kirchenführern, Künstlern und Intellektuellen unterstützten diese Aktionen mit ihrer Teilnahme.

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© Unter dem Motto „We are Africa – Stop Xenophobia“ nahmen am 24. April tausende Menschen in der Hauptstadt Tshwane/ Pretoria an der dortigen Demo teil. Kap-Kolumnist Detlev Reichel begleitete den Aufzug, an welchem sich mehrere Promis beteiligten.

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Kap-Kolumne: „NEIN!“ zu Rassismus

Südafrika sagt „NEIN!“ zu Ausländerfeindlichkeit und Gewalt gegen Migranten. Eine Fotoserie

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Es begann am vergangenen Donnerstag mit dem Friedensmarsch in Durban, zu dem spontan tausende Menschen aus dem ganzen Land angereist waren. Es folgten Demonstrationen in Kapstadt, Johannesburg und Pretoria.

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© Im Verlauf der vergangenen Woche demonstrierten tausende Südafrikaner gegen die xenophoben Ausschreitungen in ihrem Land. Kap-Kolumnist Detlev Reichel beobachtete das Geschehen in Johannesburg.

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Anklage gegen türkischen Rocker in NRW

Exklusiv: Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt gegen Erhan B., Führungsperson der Nomads Turkey

(Autor: Ghassan Abid)

Nachdem die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Anfang April über die bevorstehende Gewalt durch Nomads Turkey-Anhänger in Düsseldorf berichtete, griffen mehrere Medien wie BILD, EXPRESS und RP Online die eigenen Recherchen auf. LKA und Polizeipräsidium in Düsseldorf nehmen die Drohungen sehr ernst, heißt es auf Anfrage der Redaktion. Insbesondere die Kriminalpolizei erörterte die Recherchen intensiv, so ein Ermittler. Nun ist durch einen weiteren Insider bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Düsseldorf Anklage gegen eine Führungsperson der Nomads Turkey in Nordrhein-Westfalen erhoben hat.

Überwachungsvideo

© Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat Anklage gegen Erhan B., eine Führungsperson des Hells Angels MC Nomads Turkey, erhoben. Dieser muss sich am 30. April vor Gericht wegen Körperverletzung verantworten, nachdem er mit einem weiteren Rocker einen Gast in einer Gaststätte in Velbert attackierte. Der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ist das dazugehörige Überwachungsvideo exklusiv zugespielt worden. (Quelle: Sequenz/ Überwachungsvideo)

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Politische Forderung ohne Umsetzungswillen

Südafrikas Regierung verurteilt den Fremdenhass in Durban, ohne diesen wirklich bekämpfen zu wollen

(Autor: Ghassan Abid)

Am 16. April untermauerte Präsident Jacob Zuma gegenüber dem Parlament in Kapstadt den Standpunkt, dass „Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Sexismus“ keinen Platz in Südafrika hätten. Die Ausschreitungen in Durban verurteilte das Staatsoberhaupt. Flüchtlinge, Asylbewerber und Personen mit legalem Aufenthaltsstatus genießen einen Schutz. Allerdings nimmt Zuma die illegalen Einwanderer nicht im selben Maße in den Schutz.“Nicht alle Ausländer, die sich in unserem Land aufhalten, sind hier auch illegal„, sagte der ANC-Politiker. Genau an diesem Punkt zeigt sich der fehlende Wille, die universellen Menschenrechte auf alle Individuen in der Regenbogennation gleichermaßen anzuwenden.

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© Südafrikas Präsident Jacob Zuma verurteilte bei seiner letzten Parlamentsrede die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Durban. Allerdings fehlt es am notwendigen Willen, diesen Missstand tatsächlich zu beseitigen. Denn Illegale werden nach wie vor wie Menschen ohne Rechte wahrgenommen. Auf dem Bild ist Zuma mit dem Zulu-König Goodwill Zwelithini zu sehen. (Quelle: flickr/ Rikesh Maharaj)

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Malawi und Somalia evakuieren Bürger

Afrikanische Regierungen treffen Konsequenzen nach Gewaltwelle gegen Ausländer in Südafrika

(2010sdafrika-Redaktion)

Die xenophoben Ausschreitungen in KwaZulu-Natal, genauer gesagt in der Hafenstadt Durban, haben nun die ersten afrikanischen Regierungen dazu veranlasst, ernste Konsequenzen zu ziehen. Malawi und Somalia organisieren zurzeit die Evakuierung ihrer Landsleute aus Südafrika. Bis zum kommenden Wochenende sollen hunderte Bürger in ihre Heimat zurückkehren. Unterdessen versucht die südafrikanische Regierung die Lage in den Griff zu bekommen. Zu den getöteten Menschen wird nun auch ein 14-jähriges Kind gezählt, erklärte heute die Polizei.

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© Die xenophoben Ausschreitungen in Durban haben die Regierungen von Malawi und Somalia dazu veranlasst, ihre Bürger aus Südafrika zu evakuieren. Mittlerweile ist die Angst vor Fremdenhass auch auf Johannesburg übergeschwappt, nachdem es dort zu ersten Unruhen kam. Die Polizei versucht die Lage in den Griff zu bekommen. (Quelle: flickr/ SdotCruz)

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