Schlagwort-Archive: Gewerkschaft

Filmkritik: Miners Shot Down

Südafrika-Dokumentationsfestival in Berlin – 3. Veranstaltungsbericht

(Autor: Johannes Woywodt)

Marikana ist eine kleine und unscheinbare Bergarbeiterstadt im Nordwesten Südafrikas. Hier, unter der trockenen und staubigen Erde, befindet sich die weltweit größte Abbau- und Förderstätte von Platin. Internationale Großunternehmen sind hier ansässig, um aus den Minen das begehrte Edelmetall zu fördern. Bis zu 25.000 Kumpel arbeiten hier unter Tage. Körperliche Schwerstarbeit bei heißen Temperaturen, die zugleich gesundheitsschädlich und gefährlich ist.

Miners Shot Down

© Auf dem diesjährigen South African Documentary Festival in Berlin ist die Dokumentation „Miners Shot Down“ gezeigt worden. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ schaute sich diese an. (Quelle: Screenshot/ Miners Shot Down)

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Kap-Kolumne: Tshwane gegen Rassismus

We are Africa – Stop Xenophobia

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Unter dem Motto „We are Africa – Stop Xenophobia“ nahmen am Freitag, den 24. April 2015, tausende Menschen in der Hauptstadt Tshwane/Pretoria an einer ANC-Kundgebung und Demo gegen Fremdenfeindlichkeit teil. Ein Aufgebot an prominenten Politikern, Kirchenführern, Künstlern und Intellektuellen unterstützten diese Aktionen mit ihrer Teilnahme.

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© Unter dem Motto „We are Africa – Stop Xenophobia“ nahmen am 24. April tausende Menschen in der Hauptstadt Tshwane/ Pretoria an der dortigen Demo teil. Kap-Kolumnist Detlev Reichel begleitete den Aufzug, an welchem sich mehrere Promis beteiligten.

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Kap-Kolumne: „NEIN!“ zu Rassismus

Südafrika sagt „NEIN!“ zu Ausländerfeindlichkeit und Gewalt gegen Migranten. Eine Fotoserie

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Es begann am vergangenen Donnerstag mit dem Friedensmarsch in Durban, zu dem spontan tausende Menschen aus dem ganzen Land angereist waren. Es folgten Demonstrationen in Kapstadt, Johannesburg und Pretoria.

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© Im Verlauf der vergangenen Woche demonstrierten tausende Südafrikaner gegen die xenophoben Ausschreitungen in ihrem Land. Kap-Kolumnist Detlev Reichel beobachtete das Geschehen in Johannesburg.

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Kap-Kolumne: Nacht der langen Messer

Gewerkschaftsdachverband COSATU spaltet sich

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.

Südafrika frechste und populärste satirische Handpuppe, Chester Missing, twitterte kürzlich: „NUMSA gone. Vavi going. At this rate COSATU is gonna end up with its own rondavel at Nkandla.“ Der Anthropologe und Bauchredner Conrad Koch, spiritus rector von Chester Missing, fasst hier in wenigen Worten eine komplizierte wie dramatische politische Entwicklung zusammen.

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© Der südafrikanische Gewerkschaftsdachverband COSATU hat die Metallergewerkschaft Numsa ausgeschlossen. Seither befindet sich der Interessenverband der Arbeitnehmer in einer schweren Krise und vor einer ernsten Zerreißprobe. (Quelle: flickr/ tnewmilrf)

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Kap-Kolumne: Gericht stützt Affirmative Action

Politik des Nachteilsausgleichs wird vom Verfassungsgericht in Südafrika höchstrichterlich bestätigt

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger West-Berliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.

Das südafrikanische Verfassungsgericht in Johannesburg hat in einem Urteil die Politik des Nachteilsausgleichs (Affirmative Action) und der Transformation bestätigt. Gleichzeitig gilt dies als schwere Niederlage derjenigen, die Affirmative Action als „umgekehrte Apartheid“ anprangern. Die Politik der Affirmative Action hat zum Ziel, die krassen Ungerechtigkeiten der Apartheid-Vergangenheit nach und nach auszumerzen.

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© Die Polizeibeamtin Renate Barnard [im Bild] fühlte sich von ihrem Dienstherrn benachteiligt, da ihr aufgrund ihrer weißen Hautfarbe die Beförderung auf einen höheren Posten verweigert wurde. Das Verfassungsgericht in Johannesburg hat nun die Politik des Nachteilsausgleichs (Affirmative Action), die Rechtsgrundlage für die ethnische Personalauswahl, höchstrichterlich bestätigt. (Quelle: flickr/ Solidarity SA)

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Stillstand bei BMW in Südafrika

Nach Ausschreitungen warnen Automobilbauer vor ernsten Folgen für Wirtschaftsstandort

(Autor: Ghassan Abid)

Nachdem der fünfmonatige Streik in den Platinminen Südafrikas beigelegt werden konnte, streiken nun die 220.000 Arbeiter der Metallindustrie. Sie fordern unter anderem eine 12-prozentige Lohnsteigerung und ein Verbot von Arbeitsvermittlern im Automobilsektor. Nach Informationen der Detroit News haben General Motors und BMW ihre Produktion am Kap stoppen müssen, da die Lieferkette unterbrochen ist. In der Branche macht sich Wut breit.

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© BMW kann seit dem 1. Juli keine Autos mehr in Südafrika produzieren. Infolge eines Streiks steht die Produktion im Rosslyn-Werk still. Auch General Motors musste bereits die Arbeiten in seinem Werk in Port Elizabeth stoppen, berichtet Detroit News. (Quelle: BMW South Africa)

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Eklat im Parlament, Einigung im Bergbau

EFF-Vorsitzender Julius Malema des Saales verwiesen, weil er den ANC als Mörder bezeichnete

(Autor: Ghassan Abid)

Nachdem Südafrikas Präsident Jacob Zuma seine Rede zur Lage der Nation hielt, die Probleme richtig erkannte, aber kaum Lösungsansätze aufzeigte, fand eine diesbezügliche Aussprache im Parlament statt. Zwei Politiker machten von sich aufmerksam. Der Oppositionspolitiker Julius Malema beschimpfte die Regierung und die Wohnungsbauministerin Lindiwe Sisulu dafür die Opposition.

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© Julius Malema sorgte mit seinem Statement, wonach der ANC für den Tod von 34 Menschen in Marikana verantwortlich sei, für einen Eklat im Parlament. Der EFF-Vorsitzende wurde des Saales verwiesen. (Quelle: GovernmentZA)

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