Schlagwort-Archive: Gewerkschaftsdachverband

Kap-Kolumne: Achtungserfolg für SAFTU

Südafrikas Gewerkschaftsbund SAFTU demonstriert Stärke und mobilisiert zum Generalstreik

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Mittwoch, 25. April 2018 – Der neue südafrikanische Gewerkschaftsbund SAFTU (South African Federation of Trade Unions) hat erstmals seine Stärke demonstriert. Tausende Arbeiterinnen und Arbeiter folgten dem Aufruf zu einem landesweiten Streik gegen geplante Änderungen im Arbeitsgesetz sowie die Einführung eines Mindeststundenlohns von 20 Rand (ca.1,30 Euro). Mit Demonstrationen in sechs Städten – Johannesburg, Durban, Bloemfontein, Kapstadt, Port Elizabeth und Polokwane – trugen die Gewerkschafter ihre Forderungen auf die Straße.

© Der südafrikanische Gewerkschaftsbund SAFTU hat erstmals seine Stärke demonstriert, hält Kap-Kolumnist Detlev Reichel fest. Denn tausende Arbeiterinnen und Arbeiter folgten am 25. April dem Aufruf zum Streik in Johannesburg, Durban, Bloemfontein, Kapstadt, Port Elizabeth und Polokwane. (Quelle: Detlev Reichel)

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Südafrikas Metallgewerkschaft macht ernst

NUMSA fordert seine 330.000 Mitglieder auf, nicht den ANC zu wählen. Zuma solle zurücktreten

(Autor: Ghassan Abid)

NUMSA ist innerhalb des Gewerkschaftsdachverbands COSATU die größte Einzelgewerkschaft Südafrikas. Mit rund 330.000 Mitgliedern hat ihr Wort starkes Gewicht. Auf dem Sonderkongress Mitte Dezember 2013 in Boksburg wurde mit der Regierungspartei ANC zum ersten Mal abgerechnet. Die Gewerkschaftsführung forderte Präsident Jacob Zuma zum Rücktritt auf. Außerdem wurden die Mitglieder dazu aufgerufen, bei den diesjährigen Parlamentswahlen nicht den ANC zu wählen.

© Die Metallgewerkschaft NUMSA rechnet mit der Regierungspartei ANC ab. Die Mitglieder sollen bei den diesjährigen Parlamentswahlen nicht mehr den ANC wählen. Zudem solle Präsident Jacob Zuma zurücktreten. NUMSA fühlt sich betrogen. (Quelle: NUMSA)

© Die Metallgewerkschaft NUMSA rechnet mit der Regierungspartei ANC ab. Die Mitglieder sollen bei den diesjährigen Parlamentswahlen nicht mehr den ANC wählen. Zudem solle Präsident Jacob Zuma zurücktreten. NUMSA fühlt sich betrogen. (Quelle: NUMSA)

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Obamas Visite in Südafrika

USA setzen Schwerpunkt auf Energiesektor. Chinas Engagement sei „keine Bedrohung“

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Sämtliche Medien berichteten über den großen US-Besuch im Senegal, in Südafrika und in Tansania. Präsident Barack Obama traf Ende Juni 2013 in Südafrika ein. Der erste schwarze US-Präsident ist in den Union Buildings, dem Präsidialamt Südafrikas, von seinem Amtskollegen Jacob Zuma öffentlichkeitswirksam empfangen worden. Obama nahm seine Arbeitsreise zum Anlass, um auf die Chancen von US-Investments in Südafrika und in Sub-Sahara-Afrika hinzuweisen.

© US-Präsident Barack Obama betonte während seiner Arbeitsreise in Südafrika die Chancen der amerikanisch-südafrikanischen Kooperation im Energiesektor. Den Wettbewerb mit China um den südafrikanischen Handelspartner sah Obama gelassen. (flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© US-Präsident Barack Obama betonte während seiner Arbeitsreise in Südafrika die Chancen der amerikanisch-südafrikanischen Kooperation im Energiesektor. Den Wettbewerb mit China um den südafrikanischen Handelspartner sah Obama gelassen. (flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Farmarbeiter-Proteste in De Doorns eskalieren

„Intervention des Staates“ gefordert. Regierung ignoriert Geschehnisse. Polizei feuert Gummigeschosse

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Lage am Western Cape ist am Brodeln. Nach neuesten Pressemeldungen hat die Polizei gegen 3 Uhr morgendlicher Ortszeit Gummigeschosse und Tränengas auf demonstrierende Farmarbeiter einsetzen müssen. Die Wut der für mehr Lohn streikenden Menschen hat einen Höhepunkt erreicht. Nun fordern der Gewerkschaftsdachverband COSATU, die Democratic Alliance als Regierungspartei am Western Cape und die als Vermittler tätige Kommission CCMA eine „Intervention des Staates“.

© Die Farmarbeiterproteste in De Doorns eskalieren. Nun fordern Landespolitik und Gewerkschaft eine "Intervention des Staates". Dies bedeutet in der Praxis den Einsatz von mehr Polizei und/ oder die Verlegung von Armeeeinheiten an den Westkap. Weder das Arbeitsministerium noch die Presidency in Pretoria reagieren auf die Entwicklungen in De Doorns. (Quelle: Helivac)

© Die Farmarbeiterproteste in De Doorns eskalieren. Nun fordern Landespolitik und Gewerkschaft eine „Intervention des Staates“. Dies bedeutet in der Praxis den Einsatz von mehr Polizei und/ oder die Verlegung von Armeeeinheiten an den Westkap. Weder das Arbeitsministerium noch die Presidency in Pretoria reagieren auf die Entwicklungen in De Doorns. (Quelle: Helivac)

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Investorenfreundliches Klima in Mangaung

Verstaatlichungspläne sind vom Tisch, doch dafür sollen neue Steuern für Konzerne kommen

(Autor: Ghassan Abid)

– ANC-Parteitag-Spezial –

Nachdem auf dem Parteitag des Afrikanischen Nationalkongresses in Mangaung über die ANC-Spitzenposten entschieden worden ist, steht nun die inhaltliche Debatte über politische Themen an. Schwerpunkt dürfte die Wirtschafts- und Industriepolitik Südafrikas sein. Die Debatte über wirtschaftliche Entwicklungen lässt einen Eindruck aufkommen: Investorenfreundlichkeit.

    © Südafrikas neuer Vizepräsident Cyril Ramaphosa war Gründer und Generalsekretär der Minengewerkschaft "National Union of Mineworkers (NUM)", wechselte jedoch nach dem Ende der Apartheid in die Bergbaubranche. Er gilt mittlerweile als wirtschaftsliberaler ANC-Politiker. Die Wirtschaft verbindet mit Ramaphosa, so derzeitige Analysen, eine Vertrauensrückgewinnung in die südafrikanische Regierung. Unterdessen deuten sich auf dem ANC-Parteitag in Mangaung investorenfreundliche Entscheidungen an. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

© Südafrikas neuer ANC-Vizepräsident Cyril Ramaphosa war Gründer und Generalsekretär der Minengewerkschaft „National Union of Mineworkers (NUM)“, wechselte jedoch nach dem Ende der Apartheid in die Bergbaubranche. Er gilt mittlerweile als wirtschaftsliberaler ANC-Politiker. Die Wirtschaft verbindet mit Ramaphosa, so derzeitige Analysen, eine Vertrauensrückgewinnung in die südafrikanische Regierung. Unterdessen deuten sich auf dem ANC-Parteitag in Mangaung investorenfreundliche Entscheidungen an. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

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ANC-Parteipolitik vor Mangaung

Präsident Jacob Zuma ist mit Widersachern konfrontiert, doch ein Machtwechsel droht nicht

(Autor: Ghassan Abid)

– ANC-Parteitag-Spezial –

Im Dezember 2012 steht der 53. Bundesparteitag der Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress (ANC) in Mangaung/ Bloemfontein an. 4.500 Delegierte aus ganz Südafrika werden in der Provinz Free State darüber abstimmen, wer künftig die Geschicke der Partei lenken wird und welchen Kurs das Land einschlagen soll. In diesem Zusammenhang ist die sozio-ökonomische Anpassung an die politische Konstellation zu nennen, die mit den Worten „zweiter Übergang“ umschrieben wird.

    © 4.500 Delegierte werden in Mangaung im Dezember 2012 über die Zukunft von Partei und Staat abstimmen. 91,2 Prozent der Wahlmänner und -frauen repräsentieren die neun Provinzen: KwaZulu-Natal mit 974, Eastern Cape mit 676, Limpopo mit 574, Gauteng mit 500, Mpumalanga mit 467, Free State mit 324 und North West mit 234 Delegierten. Der Rest entfällt auf die ANC-Frauenliga sowie die ANC-Jugendliga mit jeweils 54 Stimmen und das oberste ANC-Entscheidungsgremium National Executive Committee (NEC) mit 82 Personen. Weitere 180 Delegiertensitze sind den Provinzen vorbehalten. Jacob Zuma wird mit großer Wahrscheinlichkeit für eine zweite Amtszeit bestätigt werden – sein Einfluss und das Vertrauen in seine Person sind groß. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

© 4.500 Delegierte werden in Mangaung im Dezember 2012 über die Zukunft von Partei und Staat abstimmen. 91,2 Prozent der Wahlmänner und -frauen repräsentieren die neun Provinzen: KwaZulu-Natal mit 974, Eastern Cape mit 676, Limpopo mit 574, Gauteng mit 500, Mpumalanga mit 467, Free State mit 324 und North West mit 234 Delegierten. Der Rest entfällt auf die ANC-Frauenliga sowie die ANC-Jugendliga mit jeweils 54 Stimmen und das oberste ANC-Entscheidungsgremium National Executive Committee (NEC) mit 82 Personen. Weitere 180 Delegiertensitze sind den Provinzen vorbehalten. Jacob Zuma wird mit großer Wahrscheinlichkeit für eine zweite Amtszeit bestätigt werden – sein Einfluss und das Vertrauen in seine Person sind groß. (Quelle: flickr/ Pan-African News Wire)

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12.000 Minenarbeiter entlassen

Minenarbeiter im „Kriegszustand“ gegen Bergwerkkonzerne. Die Wirtschaft in der Belastung.

(Autor: Ghassan Abid)

Die Meldung, die heute von Reuters an die Nachrichtenredaktionen weltweit verbreitet wurde, löste nicht bei wenigen Redakteuren ein Entsetzen aus. Anglo American Platinum (Amplats) verkündete gegenüber Journalisten des südafrikanischen Privatsenders eNCA die Entlassung von rund 12.000 Minenarbeitern in Rustenburg, die wochenlang ihre Arbeitsaufnahme verweigern und dies in einer Zeit, wo die derzeitige Lage mehr als angespannt ist.

    © Präsident Jacob Zuma besuchte im August 2012 die Minenarbeiter in Rustenburg. Er forderte eine schnelle Lösung und umfangreiche Untersuchung des Marikana-Massakers. Allerdings machte er keine konkreten Vorschläge, wie er die Probleme der Kumpels aus der Welt schaffen will. Der ANC steht infolge der Proteste von geschätzten 100.000 Minenarbeitern unter gewaltigem Druck. Die Kreditwürdigkeit von Banken, Telekommunikationskonzernen und Kommunen wurde durch die Ratingagentur Moody‘s bereits herabgestuft. Investoren aus dem Ausland können somit das Vertrauen in diese südafrikanischen Unternehmen verlieren. Den Unternehmen wird die Inanspruchnahme von frischem Geld somit erschwert. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Präsident Jacob Zuma besuchte im August 2012 die Minenarbeiter in Rustenburg. Er forderte eine schnelle Lösung und umfangreiche Untersuchung des Marikana-Massakers. Allerdings machte er keine konkreten Vorschläge, wie er die Probleme der Kumpels aus der Welt schaffen will. Der ANC steht infolge der Proteste von geschätzten 100.000 Minenarbeitern unter gewaltigem Druck. Die Kreditwürdigkeit von Banken, Telekommunikationskonzernen und Kommunen wurde durch die Ratingagentur Moody‘s bereits herabgestuft. Investoren aus dem Ausland können somit das Vertrauen in diese südafrikanischen Unternehmen verlieren. Den Unternehmen wird die Inanspruchnahme von frischem Geld somit erschwert. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

Auf der Homepage des an der Johannesburger Börse JSE notierten Minenkonzerns wird kurze Zeit später diese Ankündigung offiziell gemacht. In vier Platinminen ist so wenig Personal anwesend, sodass die Produktionsprozesse in diesen Industriebetrieben seit Wochen nicht aufrecht erhalten werden konnten. Beziffert wird die personelle Anwesenheit mit weniger als 20 Prozent. Anglo American Platinum geht aktuell von einem Verlust in Höhe von rund 700 Millionen Rand, umgerechnet knapp 61 Millionen Euro, aus. Allerdings bietet der Konzern allen Beschäftigten die Möglichkeit, innerhalb von drei Tagen gegen ihre Kündigung Widerspruch einzulegen.

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