Schlagwort-Archive: Giraffe

Kälteeinbruch in Südafrika

Giraffen und Elefanten zwischen Frost und Schnee. Kaltluftgebiet bringt Winter ans Kap

(2010sdafrika-Redaktion)

Im deutschsprachigen Raum ist Südafrika vor allem für die langen weißen Strände, heißen Temperaturen und wilden Tiere bekannt. Doch mit winterlichen Eindrücken wird das beliebte Reiseland nicht unbedingt in Verbindung gebracht. Dabei zeigen aktuelle Fotos aus Südafrika, dass die südlichste Nation Afrikas auch andere Facetten des Wetters abdecken kann. Die diesbezügliche Begeisterung in den sozialen Medien ist riesig.

© Eine Giraffe im vom Schnee bedeckten Busch im Landesinneren Südafrikas. Dieses Foto hat Kitty Viljoen mit ihrer Kamera eingefangen und auf Instagram hochgeladen. Das Netz zeigt sich von diesem Schnappschuss begeistert. (Quelle: Kitty Viljoen/ Instagram)

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John X Safaris veröffentlicht Skandal-Video

Erst Safari-Tiere lebend bestaunen, dann diese euphorisch töten. Tierjagdfirma mit perfider PR-Aktion

(Autor: Ghassan Abid)

Spätestens seit der US-Tierjägerin Kendall Jones, über die die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ als erste Presse im deutschsprachigen Raum und womöglich weltweit exklusiv berichtete, weiß die Öffentlichkeit, dass die Trophäenjagd in Südafrika eine boomende Branche ist. Geduldet von Politik und Behörden und nachgefragt von in- und ausländischen Tierjägern, erwirtschaftet die Branche dreistellige Millionenumsätze. Nun begibt sich ein Unternehmen in die Offensive und provoziert mit einem perfiden Video.

John X Safaris

© Während die Mehrheit der Tierjagdunternehmen in Südafrika äußerst verschwiegen arbeitet und die Öffentlichkeit möglichst meidet, startet John X Safaris eine perfide PR-Strategie, um neue Kunden zu gewinnen. Kürzlich veröffentlichte die Firma ein Skandal-Video, das gezielt provozieren soll. (Quelle: John X Safaris)

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Die Perversion geht heimlich weiter

Trophäenjagd von Giraffen erlebt Boom in Südafrika. Tierschützer sind machtlos, da kein Artensterben droht

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ sind erneut mehrere Bilder von getöteten Giraffen zugespielt worden. Einige der Fotos beinhalten Abbildungen erschossener Lebewesen, die der Öffentlichkeit aufgrund der Brutalität nicht zuzumuten sind. Die südafrikanische Tierschutzorganisation „National Council of SPCAs (NSPCA)“ erklärt auf Anfrage, gegen den aktuellen Trend wenig machen zu können. Man gebe aber nicht auf.

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© Die Jagd nach Giraffen erlebt in Südafrika einen regelrechten Boom. Die Tiere sind im Vergleich zu anderen Wildtieren relativ günstig und ein Artensterben ist gegenwärtig ausgeschlossen. Tierschützer sind machtlos. (Quelle: Privat)

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Mit dem Maschinengewehr auf Tierjagd gehen

„Texas-Style“ erfährt seit Kurzem eine große Beliebtheit in Südafrika: Einen Krieg gegen die Natur führen

(2010sdafrika-Redaktion)

Der neueste Trend in der Jagdszene im südlichen Afrika dürfte Außenstehende erschrecken. Nach einem Tierjäger-Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden möchte, erfährt der Texas-Style eine große Beliebtheit. Demnach werden die Tierjäger in Südafrika mit vollautomatischen Handfeuerwaffen ausgestattet; sie tragen Militäruniformen und benutzen teilweise Helikopter, um die Wildtiere von der Luft aus zu töten. Darüber offiziell sprechen darf aber niemand. Man fürchte ein „Negativimage“.

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© Der Tierjagd in Südafrika wird neuerdings mit Helikoptern und Maschinengewehren geführt, berichtet ein Tierjäger-Mitarbeiter gegenüber der Redaktion von „SÜDAFRIKA- Land der Kontraste“. Zudem sei die Tötung von Giraffen aktuell sehr gefragt. Offen darüber reden darf allerdings niemand. (Quelle: Privat)

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Wildkatzen-Kolumne

Katzenarten aus Südafrika: Löwe

(Autorin: Andrea C. Schäfer berichtet in ihrer Kolumne über gefährdete Katzenarten in Südafrika. Die Tierpsychologin arbeitet als freiwillige Mitarbeiterin auf der Katzenauffang- und -zuchtstation Wild Cats World, auf welcher sich Gäste über die wilden Katzen hautnah informieren lassen können.)

Der Löwe ist die größte Katze Afrikas und die einzige, die im Rudel lebt. Mehrere Weibchen, meist Schwestern oder nahe Verwandte, leben mit einem Männchen oder mehreren Löwenbrüdern zusammen. Während alle anderen Katzen nur solche Tiere jagen, die sie alleine erlegen können, wagen sich Löwen auch an größere Beute heran. So können die großen Katzen sogar Gnus, Büffel oder junge Giraffen und Elefanten erlegen. Meist haben mehrere Weibchen gleichzeitig Junge. So können sie ihre Kinder gemeinsam aufziehen.

© In dieser Ausgabe der Wildkatzen-Kolumne behandelt Autorin Andrea C. Schäfer den Löwen.

© In dieser Ausgabe der Wildkatzen-Kolumne behandelt Autorin Andrea C. Schäfer den Löwen.

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Die stalkende Giraffe

Safari-Erlebnis der besonderen Art: Ein Fahrradfahrer wird von einer Giraffe verfolgt

(2010sdafrika-Redaktion)

Seit weniger als 24 Stunden kursiert im Netz das Video aus einem südafrikanischen Nationalpark in Gauteng. Zu sehen ist ein Fahrradfahrer, der von einer Giraffe verfolgt wird. Das Interesse am Sportler scheint größer zu sein als die Scheu. Der in Afrikaans sprechende Filmer ist immer wieder beim Lachen zu hören. Wunderschöne Aufnahmen entstanden im Groenkloof Nature Reserve Safari Lodges, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

Eine Giraffe verfolgt einen Fahrradfahrer

Der Mensch stammt vom Affen ab

Fossilienfund bestätigt Evolutionstheoretiker

(Autorin: Nadja Krupke)

Das südafrikanische Welterbe, das Cradle of Humankind (zu Deutsch: „Wiege der Menschheit“), ist als achtgrößte Fundstelle hominider Fossilien bekannt. Die Ausgrabungsstätte umfasst eine Fläche von 47.000 Hektar und stellt den Entwicklungsbeweis zur Gattung Mensch dar. Die vielzähligen Funde lassen mittlerweile die Evolution des frühen, bis hin zum modernen Menschen erkennen. Der moderne Mensch, der Homo Sapiens, lässt sich der Kategorie der Menschenaffen („Hominidae“) zuordnen. Die Theorie von Charles Darwin besagt, dass sich der Mensch stets weiterentwickelte und die menschliche Spezies deshalb überlebte, da diese sich am optimalsten an die Umwelt anpasste. An dieser Stelle einen kleiner Exkurs zu Charles Darwin.

Australopithecus_sediba

© Australopithecus Sediba (Quelle: Photo by Brett Eloff. Courtesy Profberger and Wits University/ Wikimedia)

Charles Darwin hat mit seiner Evolutionstheorie von 1859 die Evolution irdischer Lebewesen, wie wir sie heute kennen, mit einer natürlichen Auslese und dem daraus resultierenden Überleben der besser angepassten Individuen begründet. Absolutes Ziel jedes Lebewesens ist demnach der Kampf ums Überleben („struggle for life“). Möglich ist dieses, laut Darwin, jedoch nur für jene Individuen, die durch angepasste physische Strukturen einen Vorteil gegenüber dem Rest inne haben („survival of the fittest“). Als Beispiel ist die afrikanische Giraffe zu nennen, die ihren langen Hals als eine Art Instrument zum Überleben benötigt, da das nahrhafte Laub an Bäumen wächst. Hier ist deutlich zu erkennen, dass die Ausprägung „langer Hals“ der entscheidende Grund für das Überleben darstellt. Giraffen die zufällig einen längeren Hals besaßen, konnten sich dadurch besser ernähren und auch erfolgreicher vermehren. Generationen später hat sich dieses Merkmal des langen Halses gegenüber dem Merkmal „kurzer Hals“ durchgesetzt, da die Giraffen die einen kurzen Hals besaßen nicht genügend Nahrung zu sich nahmen und dadurch zu geschwächt waren, um sich fortpflanzen zu können.

Im August 2008 wurde erneut in dem Gebiet des „Cradle of Humankind“ in Südafrika, in der Malapa-Höhle, ein bedeutender Fund gemacht. Ausgegraben wurden zwei Millionen Jahre alte Fossilie, die der körperlichen Beschaffenheit von Affen und Menschen äußerst nahe kamen. Entdeckt wurden Hände, Knöchel und ein erstaunlich kleines aber fortgeschrittenes Gehirn eines weiblichen „Australopithecus Sediba“. Diese Funde weisen auf eine Spezies hin, die durch ihre affen- und auch menschenähnlichen Merkmale, womöglich die Vorspezies des Homo Sapiens ausmacht. Ein Expertenteam geleitet von Professor Lee Berger, Institut für Menschliche Evolution der Johannesburger University of the Witwatersrand, entdeckte darüberhinaus eine vollständige Hand, einen intakten Hüftknochen und Knöchel. Seit der Entdeckung dieser Fundstelle sind 220 Knochen ausgegraben worden, welche mindestens fünf Individuen repräsentieren. Berger bezeichnet diesen Fund als besondere Entdeckung, da nun ermöglicht wird, mittels der Funde den Prozess des aufrechten Ganges des Menschen zu erforschen. Der Wissenschaft stehen neue Erkenntnisdimensionen bevor. Weiter lassen die Funde in die Anatomie dieser Urmenschen blicken. Der Daumen ist länger als der Daumen eines Affen, welches ein fortschrittliches Greifen erkennen lässt. Berger und sein Expertenteam vermuten, dass diese Spezies des Hominins der unmittelbare direkte Vorfahren des modernen Menschen darstellen könnte.

© Der Mensch stammt vom Affen ab, so die Evolutionsforscher

Dieser Fund ist nun auch wieder ein perfektes Beispiel dafür, dass der Mensch und auch alle Lebewesen sich weiterentwickelt haben – bedingt durch das Überleben des Stärkeren. Kein Lebewesen passt sich seiner Natur so an, dass es seine Existenz sichern könnte. Es ist eine natürliche Auslese der Natur. Zu vermuten ist, dass das Merkmal „langer Daumen“ zur besseren Nahrungsgenerierung gedient hat und somit diesen Menschenaffen eine bessere Überlebenschance geboten wurde. Spannender dürfte die Frage  nach dem Zeitpunkt des Aufstehens des Primaten sein bzw. wodurch sich der aufrechte Gang des Menschen nun wirklich generiert hat.