Schlagwort-Archive: global

Deutsch-südafrikanische Forschungskooperation

Im Interview mit Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium

(Autor: Ghassan Abid)

© Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Herrn Thomas Rachel.

Herr Rachel, seit einigen Jahren widmet sich Ihr Haus dem Klimawandel. Welche konkreten Anstrengungen unternimmt das BMBF, um dieser globalen Herausforderung entgegenzutreten?

Antwort: Selbstverständlich sind Klima- und Nachhaltigkeitsforschung ein ganz wichtiger Schwerpunkt der deutschen Forschungspolitik. Und in diesem Jahr rücken wir das besonders ins Blickfeld. Das Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde“, das Bundesministerin Annette Schavan vor wenigen Tagen eröffnete, zeigt die Wirksamkeit wissenschaftlicher Arbeit für die Nachhaltigkeit mit zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen und Initiativen in ganz Deutschland. Das betrifft sowohl geowissenschaftliche Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung. Beides, also die Suche nach einem Verständnis des „Systems Erde“, als auch die Entwicklung von Lösungen zur Anpassung an unvermeidbare Folgen der Erwärmung, fördern wir mit zahlreichen Initiativen und Projekten. Deutschland ist, um nur ein Beispiel zu nennen, in der Meeres- und Polarforschung sehr aktiv, die zentrale Erkenntnisse über das Klimasystem liefert. 2015 wird das neue Forschungsschiff Sonne in Dienst gehen.

Klimaschutz ist eine grenzüberschreitende, globale Aufgabe. Wir wissen, dass andere Länder stärker von den Folgen des Klimawandels betroffen sein werden als Deutschland. Das betrifft vor allem Afrika. Daher startet das Bundesforschungsministerium jetzt die Initiative „WASCAL – West African Science Service Center on Climate Change and Adapted Land Use“ gemeinsam mit zehn westafrikanischen Staaten und SASCAL mit Südafrika und anderen Staaten des südlichen Afrika. Ziel ist bei beiden Initiativen die Erforschung der Folgen des Klimawandels für das Wassermanagement und die Landnutzung und die Entwicklung wirksamer Schutzmaßnahmen gegen klimabedingte Risiken.

2010sdafrika-Redaktion: Mit der Initiative „Green Talents“, einem internationalen Wettbewerb, würdigen Sie junge Wissenschaftler, die sich der nachhaltigen Bekämpfung des Klimawandels verdient machen. Diese Green Talents besuchen deutsche Universitäten, Forschungseinichtungen und Unternehmen. Inwieweit entfalten sich hierbei mittelfristige Synergieeffekte zwischen ausländischen Nachwuchswissenschaftlern einerseits und deutschen Forschungsinstitutionen andererseits?

Antwort: Ich freue mich sehr, dass wir durch das „Green Talents“-Programm bereits Synergieeffekte zwischen den Preisträgern und deutschen Einrichtungen erzielen konnten. Das liegt vor allem daran, dass die Initiative an sich nachhaltig angelegt ist. Der erste Teil des Preises, das „Green Talents“-Forum, ist eine Reise durch Deutschland, um die deutsche Forschungslandschaft kennenzulernen und erste Kontakte mit hiesigen Experten zu knüpfen. Im darauffolgenden Jahr werden die „Green Talents“ vom BMBF zu einem dreimonatigen Forschungsaufenthalt an einer deutschen Forschungseinrichtung ihrer Wahl eingeladen. Es kommt oft vor, dass die aufnehmenden Institutionen eine Verlängerung des Aufenthaltes finanzieren. Zwei Preisträgern aus dem Jahr 2010 wurden nach ihrem Aufenthalt Festanstellungen in deutschen Unternehmen angeboten. Zwei weitere absolvieren derzeit ihren Post-Doc an deutschen Universitäten. Von einigen anderen wissen wir, dass sie sich um hochdotierte deutsche Forschungsstipendien oder das Bundeskanzlerstipendium bewerben. Zudem werden die geknüpften Kontakte zu deutschen Experten für bilaterale Projekte mit den jeweiligen Heimatinstituten genutzt.

Der „Green Talents“ Wettbewerb trägt also dazu bei, junge Wissenschaftler früh für Deutschland zu interessieren und durch längerfristige Aufenthalte und Forschungskooperationen dauerhaft für Deutschland zu gewinnen.

2010sdafrika-Redaktion: Der „Green Talents“-Wettbewerb wurde 2011 nun zum dritten Mal ausgeschrieben. Drei Südafrikaner – Dr. Dyllon Garth Randall (University of Cape Town), Dr. Owen Horwood PhD (Sachverständiger für ökologische Nachhaltigkeit, Wasserpolitik und –Governance) und Alanna Rebelo (Stellenbosch University) – wurden ausgezeichnet. Können Sie uns darlegen, warum diese Personen für welchen Untersuchungsgegenstand prämiert wurden?

Antwort: Ich freue mich über die rege Beteiligung junger südafrikanischer Wissenschaftler. Südafrika gehört zu den Schwerpunktländern des Wettbewerbs.

Die Qualität südafrikanischer Forschungsarbeiten schlägt sich in der Zahl der bisherigen Preisträger nieder: Seit 2009 gab es sechs südafrikanische Preisträger, zwei weitere Gewinner haben zwar nicht die südafrikanische Staatsbürgerschaft, arbeiten jedoch seit vielen Jahren dort.

Die Auszeichnung als „Green Talent“ wird nicht für einzelne Forschungsprojekte, sondern an junge Wissenschaftler mit herausragendem Potential im Bereich der Nachhaltigkeitsforschung, vergeben. Es geht um junge Menschen, denen wir zutrauen, die Welt positiv zu verändern.

Dr. Dyllon Randall hat für sein junges Alter (27) bereits eine beachtliche Karriere hinter sich. Er ist promovierter Chemieingenieur und arbeitet hauptsächlich an der Wiederaufbereitung von Minenabwässern. Südafrika ist ein weltweit führendes Bergbauland und dieser Industriezweig dort besonders wichtig. Dabei spielen Umweltaspekte eine wichtige Rolle. Dr. Randall beschäftigt sich damit, die bei der Förderung von Kohlen und Metallen anfallenden Abwässer umweltschonend von Schadstoffen zu reinigen. Zu diesem Zweck hat er ein absolut neuartiges Verfahren entwickelt: Eutectic Freeze Crystallization. Mit Hilfe dieser Technologie ist es möglich, 96% des verunreinigten Wassers in brauchbare Salzprodukte und Trinkwasser umzuwandeln. Die Jury ehrte ihn für seine Innovation und seine weitergehende ganzheitliche Betrachtung der Bergbauwirtschaft auch vor dem Hintergrund, dass die Versorgung mit sauberem Wasser weltweit eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Es ist für uns alle lebensnotwendig, die Verschwendung von Wasser zu minimieren und den Wasserkreislauf zu schließen. Dr. Randall trägt signifikant dazu bei und unterstreicht damit die erfreuliche Entwicklung der südafrikanischen Wasserwirtschaft. Dr. Randall hat den Aufenthalt in Deutschland genutzt, um sich über deutsche Spitzenforschung und –technologien im Bereich des Wassermanagements zu informieren und Forschungskooperationen in diesem Bereich anzubahnen.

Hier knüpft auch die Arbeit von Dr. Owen Horwood an. Nach drei Master-Abschlüssen und der Promotion an der Universität Oxford ist Dr. Horwood nun als Sachverständiger für ökologische Nachhaltigkeit in seinem Heimatland Südafrika tätig, das ihm besonders am Herzen liegt. Mit seinem besonders breit gefächerten fachlichen Hintergrund hat er sich auf das Thema Wasserwirtschaft spezialisiert. Er bezieht dabei politische, wirtschaftliche und soziale Aspekte ein. In einer Studie verglich er die Wasserwirtschaft im Rhein-Ruhr-Gebiet in Deutschland mit dem Olifants-Wassergebiet in Südafrika.

Alanna Rebelo von der Stellenbosch University wurde ebenfalls aufgrund ihrer hohen Interdisziplinarität und ihres sozialen Engagements ausgewählt. Sie befindet sich noch im Masterstudium, doch lassen ihre bisherigen Leistungen auf eine vielversprechende Forscherkarriere schließen. Frau Rebelo nutzt ihre Expertise in den Bereichen der Hydrologie, Ökologie, Wirtschaft und Soziologie, um die Auswirkungen von Änderungen in der Landnutzung zu untersuchen. Ihre Forschung trägt dazu bei, Wassersicherheit zu gewährleisten sowie nachhaltige Landwirtschaft durch angemessenes Landmanagement und die Beseitigung invasiver fremder Pflanzenarten zu fördern.

Der interdisziplinäre Ansatz, den alle drei „Green Talents“ zeigen, ist ein Schlüssel zu globaler Nachhaltigkeit. Wir müssen voneinander und miteinander lernen. Das „Green Talents“ Forum bringt Menschen verschiedenster Fachrichtungen aus aller Welt zusammen, um gemeinsam an den Problemstellungen zu arbeiten, die uns alle betreffen: Klimawandel, Wasserknappheit, Biodiversitätsverlust und Rohstoffmangel.

© Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Rachel mit den südafrikanischen Preisträgern von 2011 (Quelle: Internationales Büro des BMBF)

2010sdafrika-Redaktion: Südafrika gilt ja als „Tor zu Afrika“ und gleichzeitig als wichtigster Wissenschaftspartner Deutschlands auf dem afrikanischen Kontinent. Auf der Grundlage einer gemeinsamen Erklärung des BMBF und seines südafrikanisches Counterparts Department of Science and Technology (DST) von 2008, konzentriert sich die bilaterale Kooperation auf die Nachhaltigkeitsforschung. Welche Ziele werden hierbei verfolgt und wo sehen Sie weiteren Handlungsbedarf?

Antwort: Bei der Nachhaltigkeitsforschung geht es darum, Fragen zu nachhaltiger Entwicklung wissenschaftlich aufzubereiten und Nachhaltigkeitsstrategien auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene und in Praxisfeldern zu bearbeiten. Afrika ist vom Klimawandel in hohem Maße betroffen. Hier gilt es, zusammen mit Südafrika, besonders effektive Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, um den durch den Klimawandel entstehenden Herausforderungen zu begegnen und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Nachhaltigkeitsforschung wird aber nicht die alleinige Ausrichtung der vielfältigen Kooperationen mit Südafrika sein. Allerdings werden alle Projekte und Maßnahmen aus den oben genannten Gründen dem Gesichtpunkt der Nachhaltigkeit in besonderer Weise Rechnung tragen.

2010sdafrika-Redaktion: Erwägt das BMBF einen Ausbau der Kooperationen mit Südafrika?

Antwort: Die Kooperation mit Südafrika soll weiter ausgebaut werden. Am 16. April 2012 eröffnet Bundesministerin Schavan gemeinsam mit ihrer südafrikanischen Amtskollegin Ministerin Naledi Pandor in Kapstadt das „Deutsch-Südafrikanische Jahr der Wissenschaft 2012/13“. Dieses Jahr wird ein Anreiz sein, um durch eine Vielzahl von Projekten, Vorhaben und Veranstaltungen die bereits jetzt sehr gute und fruchtbare Kooperation zwischen Deutschland und Südafrika weiter zu vertiefen.

2010sdafrika-Redaktion: Der Einfluss Chinas in Südafrika, unter anderem im Forschungsbereich, manifestiert sich zunehmend. Befürchten Sie eine akademische Kooperations-Umverlagerung zu Lasten Deutschlands?

Antwort: Die Bemühungen Chinas sind bekannt. Für Südafrika ist es wie für uns selbst von Interesse, weltweit in der Forschung zu kooperieren. Wenn Deutschland in der Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung die Kooperation mit den weltweit Besten anstrebt, verstehen wir jeden sehr gut, der dies ebenfalls anstrebt. Die deutsche Forschung ist aber auch im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt und fürchtet die Konkurrenz nicht. Im Gegenteil. Ich betrachte dies als Anreiz und als Herausforderung, globale Probleme gemeinsam zu lösen.

Chinas Präsident Hu Jintao begrüßte am 14.04.2011 den Beitritt Südafrikas in den Klub der Schwellenländer, den BRICS-Staaten, und betont u.a. die Zukunft der Süd-Süd-Forschungskooperation zwischen Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. 

2010sdafrika-Redaktion: Waren Sie persönlich schon in Südafrika und welche Aspekte verbinden Sie rein intuitiv mit diesem Land?

Antwort: Ja, ich war vor längerer Zeit einmal in Südafrika. Es ist für mich ein wunderschönes, ein spannendes Land mit atemberaubender Landschaft. Ich verbinde mit Südafrika insbesondere auch gesellschaftlichen Aufbruch, aber auch enorme Herausforderungen.

2010sdafrika-Redaktion: Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, vielen Dank für dieses informative Interview!

Interview with model Lee-Ann Roberts

„South African fashion will always be slightly behind as it follows European trends“

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Lee-Ann Roberts zählt zu den erfolgreichsten Models in Südafrika. Sie hat es auf das renommierte FHM Magazin geschafft – ein Traum vieler Models. Als stolze Südafrikanerin aus Durban erläutert sie, dass sie vom Modelscout Leon Cloete aus Johannesburg/Pretoria endeckt wurde. Genauso wie Jo-Ann Strauss vertritt Lee-Ann Roberts den Standpunkt, dass die südafrikanische Modebranche national und global betrachtet relativ unbedeutend ist. Vielmehr folgt die südafrikanische Szene den Trends Europa´s. Auch hinkt Südafrika bedingt durch die umgekehrte Jahreszeit zwischen Nord- und Südhalbkugel den europäischen Modeideen hinterher. Gleichzeitig untermauert sie, dass ein Model für diesen Job folgende Eigenschaften aufbringen sollte: Leidenschaft, Selbstbewusststein und Enthusiasmus. Deutschland wird Lee-Ann Roberts in diesem Jahr das erste Mal besuchen. Sie schätzt die Professionalität und Höflichkeit deutscher Kunden; und vor allem die trendige deutsche (Damen-)Oberbekleidung.

© Lee-Ann Roberts, a proud east coast model from Durban (Picture source: http://www.leeannroberts.co.za)

2010sdafrika-editorial staff: We would like to welcome on „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, the German Gateway to South Africa, Lee-Ann Roberts, model from Durban. Ms. Roberts, according to your website you are „a proud east coast girl“. What is South Africa standing for?

Answer: I am a proud East Coast girl indeed. I am from a small town Durban in South Africa, living along the sea side while growing up you cant get better than that. When i ask myself that question the first word that comes to mind is unity, how ever I love my country and I am proudly South African. Die Cape Town Fashion Week (CTFW) bewertet das Model als die kreativste Modeveranstaltung im Lande.

2010sdafrika-editorial staff: You have been discovered by Leon Cloete, a model scout from Johannesburg, who is known in South African media as „the Guy with the Eye“. When it happened and what was your first impression of this really unique situation?

Answer: Leon and I started speaking in about 2008, I flew up to Johannesburg to meet him and then things started happening from there. After that I went to Johannesburg for his Model Events at FTV where I was meant to be the draw card for the event at the time, was so much fun and so very new for me.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

2010sdafrika-editorial staff: In an interview with us from March 2011, your model colleague Jo-Ann Strauss commented the fashion scene in South Africa. She said, that fashion in South Africa is still taking „a small role but it’s growing.“ Are you in the same opinion, that South African fashion is still relatively trivial in national and global view?

Answer: I definitely agree with Jo-Ann, South African fashion will always be slightly behind as it follows European trends and we are a season behind.

2010sdafrika-editorial staff: Which fashion week is in South Africa the most important one and why?

Answer: I would say Cape Town Fashion Week (CTFW) as its the more creative hub of South Africa.

© Lee-Ann worked for the famous magazine FHM South Africa (Picture source: http://www.leeannroberts.co.za)

2010sdafrika-editorial staff: You have been worked for/ with several influential clients like FHM Magazine, Elle or Nokia. Which characteristics is representing your profession as model?

Answer: With my bubbly personality, confidence and enthusiasm I am able to interact with the clients to get my job done to the best I can with everyone being happy in the end.

2010sdafrika-editorial staff: Have you been already in Germany and which perception do you have from German fashion as well as German culture?

Answer: Unfortunately I have not been to Germany. It is definitely a country I would like to visit this year. I have worked for German clients and the garments are always trendy and the clients are always friendly and professional.

2010sdafrika-editorial staff: Which personal dreams would you like to realize?

Answer: I have been lucky enough to realize some dreams last year and I am very grateful and fortunate. I do have allot more dreams and goals on my list. My main dream is to carry on working hard, being successful, happy and make my mark in this world, as they say we all are here to do something.

2010sdafrika-editorial staff: Lee-Ann Roberts, model from the east coast of South Africa, thank you very much for this interesting interview!

For more fashion news from South Africa read the

Fashion and Lifestyle Column by Sam Pegg

Jo-Ann Strauss about her life, fashion and Germany

Miss South Africa 2000 in interview

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Wer zu WM-Zeiten das ZDF eingeschaltet hatte, der sah eine junge südafrikanische Frau, die mit viel Stolz und Leidenschaft über ihr Land berichtete. Es handelte sich um Jo-Ann Strauss, Miss South Africa 2010, TV-Star und Moderatorin. Sie spricht neben Englisch, auch perfektes Deutsch, da ihr Partner aus München kommt. Die Kaptstädterin studierte an der Stellenbosch University den Studiengang Medien, wechselte dann in Recht um. Die Lösung südafrikanischer Probleme, wie Kriminalität, sieht Jo-Ann Strauss bei der Ausweitung von Bildungsmöglichkeiten für Jung und Alt sowie beim Arbeitsplatzausbau. Der Modebranche Südafrikas, so das Topmodel, spricht sie viel Potential zu, jedoch ist Fashion vom Kapland im internationalen Vergleich nach wie vor noch relativ unbedeutend. Mit Deutschland, so Jo-Ann Strauss, verknüpft sie das gute Organisationsvermögen. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ freut sich, diesen impulsiven VIP interviewt haben zu dürfen!

——————————————————–

© Jo-Ann Strauss – Miss South Africa 2000

2010sdafrika-editorial staff: We would like to welcome Jo-Ann Strauss – Miss South Africa 2000, business woman and TV star – on the German based South Africa gateway „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“. You´re really a power woman with so many projects in different areas. Where are you getting this energy?

Answer: I’ve always believed: The more you do, the more you can do! There are so many opportunities in SA and I am blessed to be able to use them.

2010sdafrika-editorial staff: You graduated at the Stellenbosch University in law. Which reasons stimulated you to study this course of studies?

Answer: I had planned to do my post-grad studies in media and wanted to get a good general basic degree so I opted out of medicine and changed to law and commerce.

2010sdafrika-editorial staff: As a really famous and popular personality from South Africa, you are promoting the rainbow nation to the world. How do you would like to describe your country and where should South Africa still progress?

Answer: South Africa has come a long way, but it still has far to go. We surprised the world by hosting such a fantastic World Cup, but I wish that we could sustain the momentum and positive changes in crime statistics that existed in the month of the World Cup. Education of young and old is a key success factor. We have a generation that did not have access to training and basic education and I believe that that generation feels let down by the current situation. If we create meaningful jobs, poverty and crime will decrease dramatically.

2010sdafrika-editorial staff: Cape Town is your hometown, which is famous for his film industry, fashion scene and cosmopolitan charm. Which role is South Africa and especially Cape Town taken in the global fashion?

Answer: It’s a small role, but it’s growing. We have a number of Fashion Weeks in SA which doesn’t make sense as its a relatively small industry. I hope that our fashion industry will reconcile all the top players in our fashion game and grow the industry and create jobs.

2010sdafrika-editorial staff: Which personal projects would you like to realize?

Answer: So many 🙂 I want to be a balanced woman and have it all – family, career and happiness.

2010sdafrika-editorial staff: We have taken notice, that your partner is from Germany. For what is Germany standing for and how would you like to describe „German“ fashion?

Answer: He is from Munich and would love me to have a dirndl 😉  German fashion is a great example to the world – Karl Lagerfeld, Hugo Boss … I also like that each city has a distinct dress sense. And of course, I enjoy browsing Maximillian Strasse 🙂

2010sdafrika-editorial staff: During the World Cup 2010, you worked as moderator for the German television station ZDF. Which experiences has you gained with your German TV colleagues?

Answer: Germans are a LOT more organised than any TV crew I have worked with! I had lots of fun and also learnt a lot in terms of planning and logistics. These experiences are helping me with current TV projects I am starting to produce.

2010sdafrika-editorial staff: Jo-Ann Strauss, former Miss South Africa and figurehead of  modern South Africa, thank you very much for this interview!


Fashion and Lifestyle Column by top model Sam Pegg:

https://2010sdafrika.wordpress.com/?s=fashion+and+lifestyle+column&x=0&y=0