Schlagwort-Archive: Großbritannien

Geldtransfers als Wirtschaftsmotor

Migranten transferieren weltweit hunderte Milliarden Euro. Südafrika nimmt eine Schlüsselrolle ein

(2010sdafrika-Redaktion)

Hunderte Milliarden Euro werden jedes Jahr von Migranten in ihre Heimatländer überwiesen. Die Weltbank ermittelte allein für das Jahr 2012, dass rund 406 Milliarden US-Dollar von den Industrienationen in die Entwicklungs- bzw. Schwellenländer geschickt wurden. Eine beachtliche Summe, die es als heiß diskutiertes Thema in die Wissenschaft, Finanzökonomie und staatliche Entwicklungszusammenarbeit geschafft hat. Dabei stützen Geldtransfers, im Englischen besser bekannt als „Remittances“, etliche Familien und sogar ganze Volkswirtschaften.

© Die Bedeutung der Geldtransfers von Migranten wurde von den Staats- und Regierungschefs der G8 und der Entwicklungszusammenarbeit erkannt. Milliarden US-Dollar fließen jährlich meist vom Norden in den Süden. Diese „Remittances“ stützen teilweise ganze Volkswirtschaften. (Quelle: flickr/ Tabrez Syed)

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Die unterschätzte Gefahr

Wie Südafrikas Regierung den islamistischen Terrorismus am Kap seit Jahren verharmlost

(2010sdafrika-Redaktion)

Als zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 die US-Regierung vor einer erhöhten Anschlagsgefahr gegen die eigenen Bürger in Südafrika warnte, reagierte die Regierung in Pretoria reflexartig empört. Der damalige Polizeiminister Nathi Mthethwa dementierte entsprechende „Fehlmeldungen“ aus Washington. Alles sei in Ordnung, hieß es. Zehn Jahre später wiederholt sich das Ereignis, obwohl die Terrorgefährdung durch gewaltbereite Islamisten seither enorm zugenommen hat. Bisweilen verharmlost die südafrikanische Politik die Gefahr durch den islamistischen Terrorismus.

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© Im Juli 2016 wurden im Rahmen einer Anti-Terror-Razzia in Johannesburg insgesamt vier Terrorverdächtige festgenommen, die mehrere Anschläge gegen US-Einrichtungen und Amerikaner am Kap geplant haben sollen. Die Brüder Brandon-Lee Thulsie und Tony-Lee Thulsie [im Bild] sollen sich der ISIS-Miliz angeschlossen haben. (Quelle: Facebook)

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17 Teelöffel Zucker am Tag

Jeder fünfte Bürger nimmt zu viel Zucker zu sich. Finanzministerium Südafrikas erwägt Zuckersteuer

(Autor: Ghassan Abid)

Die Südafrikaner lieben ihre internationalen und nationalen Erfrischungsgetränke. Cola, Sprite oder Pepsi gehören für viele Menschen am Kap ganz selbstverständlich zum täglichen Genussmittelbedarf. Jedoch sind die Folgen des Konsums verheerend. Die Fälle von Diabetes, Adipositas und Osteoporose steigen rasant. Nun erwägt das Finanzministerium Südafrikas entsprechende Maßnahmen: Die Einführung der Zuckersteuer.

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© Südafrikas Regierung sagt dem hohen Zuckerkonsum im Land den Kampf an. 2017 soll eine Zuckersteuer auf Endprodukte wie Softdrinks erhoben werden. Staaten wie Frankreich und Mexiko haben entsprechende Verbrauchssteuern bereits eingeführt – mit positiven Ergebnissen. (Quelle: flickr/ La Viña Liverpool)

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Nuthin but Net – nichts als Nylon

NBA-Africa-Game: Team Africa vs. Team World am 1. August 2015 in Südafrika. Ein historischer Moment

(Autor: Johannes Woywodt)

Swish. Es ist nicht nur ein Geräusch. Es ist vielmehr als das. Ein Glücksgefühl. Es ist die Vollendung eines perfekten Wurfes, wenn das orangefarbene runde Leder die Hand verlässt und in schöner Flugkurve in 3,05 Meter Höhe im Korb landet, ohne den Ring oder das Brett zu berühren. Doch Basketball bietet noch weit mehr als dieses eine Glücksgefühl. Basketball ist die Mischung aus purer Dramatik, Spannung, Glück und Trauer. Sie wechseln ständig, abrupt, in Bruchteilen von Sekunden. Garniert werden diese Emotionen durch die Athletik und individuelle Fähigkeiten von Spielern, die mitunter physische Gesetzmäßigkeiten außer Kraft zu setzen scheinen.

NBA

© Am 1. August 2015 um 15.00 Uhr (CAT/MESZ) treten US-Basketball-Stars im Rahmen der NBA-Africa-Game erstmals in Südafrika an. Das Team Africa wird dabei mit NBA-Profis spielen, die in Afrika geboren worden sind oder afrikanische Vorfahren haben. Bei ihren Kontrahenten des Team World spielen unter anderem Allstars wie Chris Paul und Pau Gasol. Diese Sport-Begegnung wird live im TV übertragen. (Quelle: NBA)

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Africa Fashion Day Berlin

Großer Beifall für Kollektionen von Designern aus Mosambik, Senegal, Uganda, Südafrika und Co.

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Rahmen der diesjährigen Premium International Fashion Trade Show fand zum nun zweiten Mal der Africa Fashion Day Berlin statt. Designer aus Mosambik, Senegal, Uganda, Südafrika und weiteren Ländern (u.a. aus Surinam in Südamerika) stellten ihre Frühjahr/Sommer-Kollektion 2016 vor. Mit nationalen und internationalen Modemachern und Fashion-Fans kamen die kreativen Köpfe ins Gespräch. Die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ schaute sich bei den afrikanischen Modeschöpfern um.

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© Mehrere afrikanische Designer reisten zum Africa Fashion Day Berlin an. Das Outfit der Designerin Bisrat Negassi aus Eritrea [im Bild] belegt, dass die Kombination von europäischen und afrikanischen Mode-Elementen längst salonfähig geworden ist.

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Name gesucht

Neue Pflanzenspezies in Südafrika entdeckt. Londoner Naturvereinigung versteigert in Kürze den Namen

(2010sdafrika-Redaktion)

Wenn Tiere oder Pflanzen von Forschern entdeckt werden, so ist es üblich, dass diese den Namen des Entdeckers tragen. Doch nicht im aktuellen Fall aus Südafrika. Denn eine Londoner Naturvereinigung, die Linnaean Society, veranstaltet am 24. Juni 2015 eine Auktion, bei welcher der Name der neu entdeckten Pflanzenspezies erkauft werden kann. Der Erlös soll dem WWF für Umweltmaßnahmen im Osten und Süden Afrikas zugute kommen.

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© Name gesucht – eine neue Pflanzenspezies wurde in Südafrika entdeckt. Die kräftig leuchtend gelben Blüten lassen die neue Pflanzenspezies in voller Schönheit aufgehen. Nun versteigert eine Londoner Naturvereinigung den Namen. Der Erlös soll dem WWF zugute kommen. (Quelle: WWF)

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Der privatisierte Krieg

Südafrikas Söldnertruppen zwischen afrikanischen Bürgerkriegen und internationalen Krisenherden

(Autor: Ghassan Abid)

Vor einigen Jahren traf ich in Johannesburg eine Frau, die mit einem etwa 40-jährigen Marokkaner verheiratet war. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie hin und wieder auf ihren Mann verzichten müsse. Er befinde sich regelmäßig im Ausland, sagte sie. Dafür verdiene er aber gutes Geld. Beim Nachhaken verriet sie, dass ihr Ehemann ein Söldner war und sich zum damaligen Zeitpunkt im Einsatz im Irak befand. Er war Mitarbeiter einer südafrikanischen Sicherheitsfirma. Ein aktueller Fall aus Nigeria bringt nun die Kriegsteilnahme von südafrikanischen Sicherheitsfirmen zurück ins öffentliche Bewusstsein. Tausende Bürger werden im Ausland vermutet.

Lotz

© Leon Lotz war ein Elite-Polizist des Apartheidsregimes, der in den 80er Jahren die Befreiungsbewegung SWAPO in Südwestafrika – dem heutigen Namibia – bekämpfte. Kürzlich starb der als Söldner engagierte Südafrikaner im Kampf gegen Boko Haram in Nigeria. Lotz ist einer von tausenden Ex-Sicherheitskräften Südafrikas, die im Ausland im Sicherheitssektor ihr Geld verdienen. (Quelle: Privat)

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