Schlagwort-Archive: Haftstrafe

Urteil gegen Oscar Pistorius ist gerecht

Umfrage-Teilnehmer bestätigen mehrheitlich Strafmaß des Obersten Berufungsgericht Südafrikas

(2010sdafrika-Redaktion)

Die nahezu Verdopplung des Strafmaßes gegen Oscar Pistorius durch den Supreme Court of Appeal hat internationales Aufsehen gesorgt. Der 31-jährige Paralympics-Star hat statt der 6 Jahre nun über 13 Jahre im Atteridgeville-Gefängnis zu verweilen. Im Rahmen einer Umfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, welche im einwöchigen Abstimmungszeitraum eine rege Beteiligung erfuhr, kamen 77,78 Prozent der Teilnehmenden zum Ergebnis, dass das Urteil wegen Totschlags gerecht sei. Hingegen empfanden 22,22 Prozent das Strafmaß als überzogen.

© Die Verdopplung des Strafmaßes gegen den südafrikanischen Paralympics-Star Oscar Pistorius von 6 auf über 13 Jahre fand öffentliche Zustimmung. In einer Umfrage von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ hielt eine 78-Prozent-Mehrheit der Abstimmenden die Verschärfung gegen den 31-Jährigen für gerecht. (Quelle: flickr/ Chris Geatch)

Anmerkung der Redaktion: Die durchgeführte Umfrage ist nicht repräsentativ.

Pistorius Haftstrafe mehr als verdoppelt

Supreme Court of Appeal korrigiert Urteil des North Gauteng High Court von 6 Jahren auf über 13 Jahre

(Autor: Ghassan Abid)

Oscar Pistorius muss nun länger als bisher angenommen im Gefängnis verweilen. Der Supreme Court of Appeal, das Oberste Berufungsgericht Südafrikas mit Sitz in Bloemfontein, korrigierte das erstinstanzliche Urteil von 6 Jahren auf nun 13 Jahre und 5 Monate. Insofern wurde die Freiheitsstrafe gegen den Paralympics-Star mehr als verdoppelt. Die Staatsanwaltschaft fechtete die „zu milde Entscheidung“ des North Gauteng High Court erfolgreich an.

© Zwischen der von Oscar Pistorius begangenen Straftat bis zur jüngsten Verurteilung liegen inzwischen rund 4 Jahre. Das Oberste Berufungsgericht Südafrikas hat die Freiheitsstrafe gegen den Paralympics-Star mehr als verdoppelt. (Quelle: flickr/ Gabrielle Ludlow)

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CIA gab Tipp zur Verhaftung Nelson Mandelas?

Zum 3. Mal wird US-Geheimdienst vorgeworfen, Südafrikas Ikone ins Gefängnis gebracht zu haben

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Gerücht, wonach der US-Auslandsgeheimdienst „Central Intelligence Agency“ (CIA) für die Verhaftung der südafrikanischen Widerstandsikone Nelson Mandela verantwortlich sein soll, hält sich seit Jahren hartnäckig. Schon seit 2000 wird öffentlich darüber spekuliert, ob die CIA den Partnerdiensten des Apartheidsregimes den entscheidenden Tipp gegeben hatte, der die populäre ANC-Führungspersönlichkeit für 28 Jahre in den Knast brachte. Nun wird die Debatte durch neue Hinweise entfacht – zum dritten Mal. Dennoch gibt die CIA die Akten immer noch nicht frei.

Matt Brown

© Nelson Mandela saß 28 Jahre seines Lebens im Gefängnis, nachdem die CIA den entsprechenden Tipp an die südafrikanischen Geheimdienste gegeben haben soll. Dieses Gerücht wird zum nun dritten Mal öffentlich thematisiert. (Quelle: flickr/ Matt Brown)

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„Flitterwochen-Mörder“ erhält Freispruch

Shrien Dewani verlässt Südafrika als freier Mann. Prozessbeobachter sind überrascht. Opfer-Familie ist empört

(2010sdafrika-Redaktion)

Der Mordprozess gegen Shrien Dewani hat ein plötzliches Ende gefunden. Richterin Jeanette Traverso kam am vergangenen Montag zu der Erkenntnis, dass aufgrund der widersprüchlichen Angaben der Anklage und mangels Beweisen das Strafverfahren gegen den „Flitterwochen-Mörder“ eingestellt werden müsse. Prozessbeobachter zeigen sich überrascht. Die Familie des Opfers ist geschockt. Sie fühlen sich von der Justiz am Kap betrogen.

Shrien Dewani

© Shrien Dewani, der als „Flitterwochen-Mörder“ bekannt wurde, ist vom Vorwurf des Auftragsmordes an seine Ehefrau Anni Dewani freigesprochen worden. Prozessbeobachter zeigen sich über das plötzliche Ende des Strafverfahrens überrascht. Die Familie des Opfers fühlt sich von der Justiz am Kap hintergangen.

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Oscar Pistorius hofft auf einen Freispruch

Pistorius-Vater Henke zeigt sich auf Anfrage der Redaktion optimistisch: „Die Wahrheit wird regieren“

(Autor: Ghassan Abid)

Am 11. September wird die Welt gespannt auf Südafrika schauen, wenn es um die Frage geht, ob Oscar Pistorius für die tödlichen Schüsse auf seine Freundin Reeva Steenkamp ins Gefängnis gehen muss oder als freier Mann den Gerichtssaal verlassen darf. Henke Pistorius, der Vater des Angeklagten, zeigt sich gegenüber der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ optimistisch.

Henke und Aimee Pistorius

© Henke Pistorius, der Vater des angeklagten Paralympics-Stars, teilt auf Anfrage der Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ seinen Optimismus zum anstehenden Urteil am 11. September mit. „Ich hatte niemals die Angst, dass die Wahrheit nicht regieren würde“, so Henke Pistorius, der auf dem Bild mit seiner Tochter Aimee zu sehen ist. (Quelle: Privat)

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Homo-Outing im südafrikanischen Fußball

Thomas Hitzlsperger folgte Eudy Simelane, die für ihren Mut mit dem Leben bezahlen musste

(Autor: Ghassan Abid)

Während die deutsche Medienwelt das homosexuelle Outing des ehemaligen Fußballers Thomas Hitzlsperger – das erste überhaupt in der deutschen Fußballgeschichte – würdigt, hat Südafrika diesen Schritt längst hinter sich. Die lesbische Fußballerin und Trainerin Eudy Simelane wagte während ihrer laufenden Sportkarriere ein öffentliches Bekenntnis zur gleichgeschlechtlichen Liebe. Allerdings musste Simelane für ihren Mut mit ihrem Leben bezahlen. Ihr Outing ist längst in Vergessenheit geraten.

© Der Deutsche Thomas Hitzlsperger und die Südafrikanerin Eudy Simelane sind beide als Fußballer bekannt geworden. Und beide Sportler outeten sich in ihren jeweiligen Ländern als erste Homosexuelle im Fußballsport. Doch Simelane unterscheidet sich von Hitzlsperger in zwei Punkten: Sie outete sich noch während ihrer aktiven Sportkarriere und sie wurde wegen ihres Bekenntnisses brutal ermordet.

© Der Deutsche Thomas Hitzlsperger und die Südafrikanerin Eudy Simelane sind beide als Fußballer bekannt geworden. Und beide Sportler outeten sich in ihren jeweiligen Ländern als erste Homosexuelle im Fußballsport. Doch Simelane unterscheidet sich von Hitzlsperger in zwei Punkten: Sie outete sich noch während ihrer aktiven Sportkarriere und sie wurde wegen ihres Bekenntnisses brutal ermordet.

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Britischer Höllenengel nach Südafrika geflüchtet

Hells Angels-Mitglied Mark Larner schmuggelte nach Eskalation mit Outlaws viel Bargeld ans Kap

(2010sdafrika-Redaktion)

Im Januar 2009 ereignete sich am Flughafen von Birmingham eine brutale Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Rockergangs. Bis zu 30 Anhänger der Hells Angels und Outlaws gingen mit Schlagringen und anderen Waffen aufeinander los. Die britischen Strafverfolgungsbehörden erkannten, hart durchgreifen zu müssen, um solche Ereignisse künftig vermeiden zu können. Eine Nulltoleranz-Politik wurde gefordert und umgesetzt. Allerdings flüchtete einer der Haupttäter, Mark Larner vom Hells Angels MC Wolverhampton, nach Südafrika. Erneut wurde das Kapland als Rückzugsgebiet ausgewählt.

© Der britische Hells Angel Mark Larner [im Bild 2. Reihe, ganz rechts] flüchtete vor den Strafverfolgungsbehörden nach Südafrika im Jahr 2009. Er hielt sich für zwei Monate am Kap auf und brachte eine große Menge Bargeld ins südliche Afrika in Sicherheit. Auslöser für die Flucht war eine heftige Auseinandersetzung zwischen den Hells Angels und den Outlaws am Flughafen von Birmingham. Insgesamt wurden jeweils vier Mitglieder der beiden Klubs [im Bild zu sehen] zu einer Haftstrafe von jeweilig sechs Jahren verurteilt. (Quelle: Ermittlerkreise)

© Der britische Hells Angel Mark Larner [im Bild 2. Reihe, ganz rechts] flüchtete vor den Strafverfolgungsbehörden nach Südafrika im Jahr 2009. Er hielt sich für zwei Monate am Kap auf und brachte eine große Menge Bargeld ins südliche Afrika in Sicherheit. (Quelle: Ermittlerkreise)

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