Schlagwort-Archive: Heilbronn

Bundesamt für Naturschutz empfiehlt Trophäenjagd

Bundesbehörde für Artenschutz spricht sich für Tierjagd in Afrika aus – Skandal und Widerspruch zugleich

(Autor: Ghassan Abid)

Die Öffentlichkeit kocht in diesen Tagen vor Wut. Nachdem die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ als erstes deutschsprachiges Medium über die US-Tierjägerin Kendall Jones berichtete, ist im Netz ein regelrechter Shitstorm gegen die Texanerin losgetreten worden. Die junge Blondine hat mehrere vom Aussterben bedrohte Wildtiere des Spaßes wegen getötet, darunter Raubkatzen, ein Elefant und Nashorn. Dabei ist der eigentliche Skandal in der deutschen Artenschutzpolitik zu finden – und bislang unbemerkt.

Barbara Hendricks (Bundesumweltministerin), Beate Jessel (BfN-Präsidentin)

© Kendall Jones handelt nach dem Verständnis des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) völlig richtig, wenn sie in Simbabwe vom Aussterben bedrohte Tiere des Spaßes wegen tötet. Allerdings sprach sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks [im Bild links] in einem Interview mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ gegen die Trophäenjagd aus. Wer hat nun Recht – die Ministerin oder die Naturschutzbehörde unter der Leitung von Beate Jessel [im Bild rechts]? (Quelle: BfN)

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Exklusiv: NSU-Fluchtversuch nach Südafrika

Rechtsextreme Mundlos, Böhnhardt, Zschäpe, Kapke, Brehme, Brandt … und Dr. Claus Nordbruch

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Deutschland und Südafrika unterhalten enge Beziehungen. Auch im Bereich der Organisierten Kriminalität und des politischen Extremismus bestehen deutsch-südafrikanische Verbindungen. Meist handelt es sich hierbei um deutsche Staatsbürger, die sich in Südafrika aufhalten bzw. aufhalten wollten.

© NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. Sie hat eine Flucht nach Südafrika verhindern können. Böhnhardt und Mundlos erwogen diesen Schritt, nachdem andere Rechtsextreme das Land bereits bereisten bzw. die Absicht dessen offenbarten. (Quelle: Fahndungsplakat BKA)

© NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. Sie hat eine Flucht nach Südafrika verhindern können. Böhnhardt und Mundlos erwogen diesen Schritt, nachdem andere Rechtsextreme das Land bereits bereisten bzw. die Absicht dessen offenbarten. (Quelle: Fahndungsplakat BKA)

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Deutsch-südafrikanische Hells Angels Bruderschaft

Organisierte Kriminalität im Globalisierungsprozess

© Deutsch-südafrikanische Hells Angels (Collage: 2010sdafrika-Redaktion/ Bildquellen: Wikimedia)

(2010sdafrika-Redaktion)

Die 2010sdafrika-Redaktion konnte interessante Erkenntnisse in Erfahrung bringen, die bisweilen weder durch die Presse noch offiziell durch die Behörden aufgegriffen worden sind. Demnach sind die Hells Angels Südafrika mit den „Brüdern“ Deutschlands vernetzt, welche untereinander gute Beziehungen pflegen.

So wurde das Charter (= lokaler Motorclub) Kapstadt maßgeblich durch Deutsche aufgebaut. Der Kapstädter Hells Angel „Batschi“ pflegt bis zum heutigen Tage sehr gute Verbindungen zu den Höllenengeln der Charters Hannover, Hamburg, Saarbrücken, Heilbronn, Offenbach und Mannheim. Das im April 2008 veranstaltete „World Run“ in Kapstadt, eine Party nur für registrierte und angehende Höllenengel, soll ferner durch zahlreiche Mitglieder aus Deutschland aufgesucht worden sein. Insbesondere die Kontakte zwischen Kapstadt und Hannover sind aufgrund personeller Verflechtungen sehr intensiv, sodass das Charter Cape Town die Hannoveraner auf ihrer Website verlinkt hat.

Kritisch sind die oben aufgeführten Kontakte deshalb, weil die Hells Angels einerseits mit kriminellen Handlungen und andererseits mit Revierkämpfen gegen die Bandidos von sich reden machen konnten. Inwieweit die kriminelle Energie der Rocker infolge zwischenstaatlicher Verflechtungen beeinflusst wurde und wird, konnte die 2010sdafrika-Redaktion nicht ermitteln. Es bleibt zu hoffen, dass die Sicherheitsbehörden und insbesondere das Wiesbadener Bundeskriminalamt als zuständige Behörde der Bundesrepublik in Kooperation mit den südafrikanischen Kollegen & Interpol – zumindest hinsichtlich der bilateralen Entwicklungen der Hells Angels – auf dem Laufenden sind.

Hintergrund für diese Befürchtung sind Pläne, wonach die Höllenengel Südafrikas neben ihren bereits drei bestehenden Charters in Durban, Johannesburg und Kapstadt, noch zwei weitere (West Rand, Nomads) errichten wollen und eine Unterstützung aus Deutschland dementsprechend willkommener wäre als denn je. Fest steht nur, dass die Bandidos noch nicht in Südafrika präsent sind und die Kriminalität in Südafrika sich gegenwärtig auf andere soziale Gruppen konzentriert – so zynisch es auch klingen mag.

NACHTRAG vom 02. April 2010:

Die 2010sdafrika-Redaktion erhielt auf diesen Artikel hin eine anonyme Reaktion aus Kreisen der Hells Angels, wonach folgende Erkenntnisse richtig zu stellen seien:

– Das Charter Kapstadt wurde 1998 gegründet, jedoch sei das Hells Angels-Mitglied „Batschi“ zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Südafrika gewesen.

Bereits seit dem Jahr 2004 bestehen in Südafrika alle fünf oben genannten Charters, sodass keine in Planung sei.

– Es soll sogar ein sechstes Charter gegeben haben, welches mittlerweile aufgelöst wurde.

Hells Angels South Africa:

http://www.hells-angels.co.za/index1.htm