Schlagwort-Archive: HIV

Lichtblick-Kolumne: Initiativen ausm Township

Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) im Nelson Mandela Township in Port Alfred

(Autorin: Melanie Akerboom berichtet in ihrer Kolumne über innovative Projekte aus den Townships. Gegenwärtig ist sie als Fotografin tätig. Im Vorfeld studierte sie Social Entrepreneurship in London, verbunden mit Arbeitseinsätzen in Südafrika.)

Nachdem ich letztes Mal über den Ilizwi Photo Club geschrieben habe, möchte ich diesmal die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) vorstellen. PYDO kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche, sowie Waisen, im Alter von 4-24 Jahren. Die gemeinnützige Organisation, die als Non-Profit-Organisation (NPO) registriert ist, ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv.

© Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv. Die Non-Profit-Organisation kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich das Projekt vor Ort an.

© Die Phumelela Youth Development Organization (PYDO) ist im Nelson Mandela Township in Port Alfred aktiv. Die Non-Profit-Organisation kümmert sich um gefährdete und benachteiligte Kinder und Jugendliche. Lichtblick-Kolumnistin Melanie Akerboom schaute sich das Projekt vor Ort an.

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Internationale Pharmaindustrie am Pranger

Südafrikas Gesundheitsminister Motsoaledi beschuldigt westliche Konzerne eines „Genozids“

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrika ist ein beliebter Absatzmarkt für die internationale Pharmaindustrie. Nicht nur deutsche Arzneimittelkonzerne wie die Darmstädter Merck KGaA und der Leverkusener Branchenriese Bayer sind am Kap präsent. Auch US-Konkurrenten wie Pfizer und Johnson & Johnson mischen kräftig mit. Nun ist allerdings eine kritische Debatte über ihr Handeln entfacht worden.

© Die westliche Pharmaindustrie in Südafrika muss sich auf harte Zeiten gefasst machen. Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi warf den Konzernen einen "Genozid" an der Bevölkerung vor. Die teuren Medikamente seien nicht mehr hinnehmbar. Die Regierung bereitet zurzeit ein Gesetz vor, mit welchem günstigere Imitate – die sogenannten Generika – auf den Markt gebracht werden können. (Quelle: flickr/ UNAIDS)

© Die westliche Pharmaindustrie in Südafrika muss sich auf harte Zeiten gefasst machen. Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi warf den Konzernen einen „Genozid“ an der Bevölkerung vor. Die teuren Medikamente seien nicht mehr hinnehmbar. Die Regierung bereitet zurzeit ein Gesetz vor, mit welchem günstigere Imitate – die sogenannten Generika – auf den Markt gebracht werden können. (Quelle: flickr/ UNAIDS)

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Tebartz-van Elsts Eskapaden in Südafrika

Exklusiv: „Er fühlte sich von den Schwarzen angeekelt. Sein Verhalten war beschämend!“

(Autor: Ghassan Abid)

Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst beschäftigt zurzeit die deutsche und internationale Presse. Dem Bischof von Limburg wird ein extravaganter Lebensstil vorgeworfen, der mit dem Bau einer überteuerten Bischofsresidenz in Höhe von 31 Millionen Euro seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hat. Unterdessen ist die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ aus internen Quellen über Geschehnisse zum Südafrika-Aufenthalt von Tebartz-van Elst informiert worden, die keineswegs mit dem christlichen Menschenbild im Einklang stehen. Tebartz-van Elst verhielt sich schlichtweg „beschämend„.

© Der Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hielt sich im April 2006 im Rahmen einer von der Deutschen Bischofskonferenz organisierten Delegationsreise in Südafrika auf, um sich mit den Problemen der Menschen hautnah auseinanderzusetzen. Allerdings fiel Tebartz-van Elst, wie exklusiv erfahren, mit einem Fehlverhalten auf, bei welchem schwarze Südafrikaner bewusst diskriminiert worden sind. Mehrere Würdenträger am Kap schämten sich für die Eskapaden des heute 53-Jährigen. (Quelle: flickr/ Medienmagazin pro)

© Der Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hielt sich im April 2006 im Rahmen einer von der Deutschen Bischofskonferenz organisierten Delegationsreise in Südafrika auf, um sich mit den Problemen der Menschen hautnah auseinanderzusetzen. Allerdings fiel Tebartz-van Elst, wie exklusiv erfahren, mit einem Fehlverhalten auf, bei welchem schwarze Südafrikaner bewusst diskriminiert worden sind. Mehrere Würdenträger am Kap schämten sich für die Eskapaden des heute 53-Jährigen. (Quelle: flickr/ Medienmagazin pro)

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Kinder haben Recht auf Sex

Verfassungsgerichtshof Südafrikas legalisiert „einvernehmlichen Sex“ zwischen Kindern

(Autor: Ghassan Abid)

Das im Jahr 2007 beschlossene „Sexual Offences and Related Matters Amendment Act“ schreibt den Schutz der Bürger vor Sexualdelikten vor. Im dritten Kapitel dieses Bundesgesetzes ist verankert, dass die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren auch dann aufzunehmen hat, wenn Kinder im beiderseitigen Einvernehmen Intimitäten austauschen. Das Hauptaugenmerk liegt beim Begriff „Einvernehmen“. Nun urteilte der Verfassungsgerichtshof Südafrikas, dass dieses Verbot verfassungswidrig ist.

© Der Verfassungsgerichtshof in Johannesburg urteilte am 3. Oktober 2013, dass der Sex zwischen Kindern nicht mehr kriminalisiert werden darf. Kinder ab dem 12. Lebensjahr haben das Recht auf "einvernehmlichen Sex". Die Richter gaben dem Antrag zweier Kinderrechtsorganisationen statt. Der Gesetzgeber muss nun das entsprechende Gesetz innerhalb von 18 Monaten ändern. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

© Der Verfassungsgerichtshof in Johannesburg urteilte am 3. Oktober 2013, dass der Sex zwischen Kindern nicht mehr kriminalisiert werden darf. Kinder ab dem 12. Lebensjahr haben das Recht auf „einvernehmlichen Sex“. Die Richter gaben dem Antrag zweier Kinderrechtsorganisationen statt. Der Gesetzgeber muss nun das entsprechende Gesetz innerhalb von 18 Monaten ändern. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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„Die Arbeit des BMZ in Südafrika zeigt Wirkung“

Im Interview mit Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesentwicklungsminister

(Autor: Ghassan Abid)

© Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). (Quelle: Lukas Kolodziej)

© Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). (Quelle: Lukas Kolodziej)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Herrn Hans-Jürgen Beerfeltz.

Frauen in Südafrika sind besonders stark von sexueller Gewalt betroffen. Laut aktuellsten Angaben des „SA Institute of Race Relations (SAIRR)“ werden pro Jahr 2.500 Frauen getötet und über 200.000 Frauen attackiert. Hervorzuheben ist hierbei die Vergewaltigung der 17-jährigen Anene Booysens in Bredasdorp. Wie erklären Sie sich diese gesellschaftliche Stellung des weiblichen Geschlechts am Kap?

Antwort: Die erschreckende Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Südafrika hat viele Ursachen: Traditionelle Geschlechterrollen gehören dazu, aber auch die Zerrissenheit der Gesellschaft durch die Apartheid wirkt heute noch nach. Viele Familien wurden durch das System der Wanderarbeit auseinander gerissen. Wo in den Arbeiterwohnheimen der Bergbaustädte nur Männer unter sich waren – und zum Teil heute immer noch sind – hat Gewalt immer weiter um sich gegriffen. Arbeitslosigkeit und Alkohol unter jungen Männern verstärken die Brutalisierung.

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Kein Geld mehr aus Großbritannien

Südafrikas Regierung zeigt sich „enttäuscht“ über das Ende der bilateralen Entwicklungshilfe

(2010sdafrika-Redaktion)

Damit hätte am Kap wirklich niemand gerechnet. Die britische Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit, Justine Greening, verkündete die Einstellung der bilateralen Entwicklungshilfe in Südafrika bis zum Jahr 2015. „Die beiden Staaten werden eine neue Beziehung starten, die auf Fähigkeitenvermittlung und Wissen basiert, und nicht auf Entwicklungsförderung; als Anerkennung zum Fortschritt Südafrikas in den letzten zwei Jahrzehnten.“, so Greening.

© Die britische Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit, Justine Greening, verkündete die Einstellung der bilateralen Entwicklungshilfe in Südafrika bis zum Jahr 2015. Insgesamt würden dann jährlich rund 22,5 Millionen Euro an finanziellen Mitteln fehlen. Südafrikas Regierung zeigt sich "enttäuscht". (Quelle: flickr/ DFID - UK Department for International Development)

© Die britische Ministerin für Entwicklungszusammenarbeit, Justine Greening, verkündete die Einstellung der bilateralen Entwicklungshilfe in Südafrika bis zum Jahr 2015. Insgesamt würden dann jährlich rund 22,5 Millionen Euro an finanziellen Mitteln fehlen. Südafrikas Regierung zeigt sich „enttäuscht“. (Quelle: flickr/ DFID – UK Department for International Development)

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Bayerns Außenbeziehungen mit Südafrika

Im Interview mit Emilia Müller, Staatsministerin in der Bayerischen Staatskanzlei

(Autor: Ghassan Abid)

© Emilia Müller, Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei und Bayerische Bevollmächtigte beim Bund. (Quelle: Bayerische Staatskanzlei)

© Emilia Müller, Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei und Bayerische Bevollmächtigte beim Bund. (Quelle: Bayerische Staatskanzlei)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Emilia Müller, Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei und Bayerische Bevollmächtigte beim Bund. Frau Müller, welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Amt im Hinblick auf das europäische und außereuropäische Ausland?

Antwort: Regionen können in der globalisierten Welt ihr Potenzial heute nur dann voll entfalten, wenn sie sich international ausrichten, mit anderen zusammenarbeiten und sich dadurch gegenseitig entscheidende Wettberwerbsvorteile verschaffen. Der Freistaat Bayern erhebt den Anspruch, alle Möglichkeiten für eine fruchtbare internationale Zusammenarbeit umfassend auszuschöpfen. Als für die internationalen Beziehungen zuständige Ministerin in der Bayerischen Staatsregierung kann ich mit Stolz sagen: Die Marke Bayern steht heute in Europa und der Welt für eine hoch innovative und wirtschaftlich erfolgreiche Region, die sich zugleich ihrer Traditionen und Werte bewusst ist. Die internationalen Kontakte und Partnerschaften des Freistaats sind wertvolle Plattformen für die Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und auf vielen weiteren Gebieten.

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