Schlagwort-Archive: homo

Homo-Outing im südafrikanischen Fußball

Thomas Hitzlsperger folgte Eudy Simelane, die für ihren Mut mit dem Leben bezahlen musste

(Autor: Ghassan Abid)

Während die deutsche Medienwelt das homosexuelle Outing des ehemaligen Fußballers Thomas Hitzlsperger – das erste überhaupt in der deutschen Fußballgeschichte – würdigt, hat Südafrika diesen Schritt längst hinter sich. Die lesbische Fußballerin und Trainerin Eudy Simelane wagte während ihrer laufenden Sportkarriere ein öffentliches Bekenntnis zur gleichgeschlechtlichen Liebe. Allerdings musste Simelane für ihren Mut mit ihrem Leben bezahlen. Ihr Outing ist längst in Vergessenheit geraten.

© Der Deutsche Thomas Hitzlsperger und die Südafrikanerin Eudy Simelane sind beide als Fußballer bekannt geworden. Und beide Sportler outeten sich in ihren jeweiligen Ländern als erste Homosexuelle im Fußballsport. Doch Simelane unterscheidet sich von Hitzlsperger in zwei Punkten: Sie outete sich noch während ihrer aktiven Sportkarriere und sie wurde wegen ihres Bekenntnisses brutal ermordet.

© Der Deutsche Thomas Hitzlsperger und die Südafrikanerin Eudy Simelane sind beide als Fußballer bekannt geworden. Und beide Sportler outeten sich in ihren jeweiligen Ländern als erste Homosexuelle im Fußballsport. Doch Simelane unterscheidet sich von Hitzlsperger in zwei Punkten: Sie outete sich noch während ihrer aktiven Sportkarriere und sie wurde wegen ihres Bekenntnisses brutal ermordet.

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Homophobes Netzvideo aus Russland

Neo-Nazis demütigen Studenten aus Südafrika vor laufender Kamera. Uni und Botschaft in Moskau schweigen

(Autor: Ghassan Abid)

Die selbst ernannten Gesetzeshüter auf Russlands Straßen, die immer wieder auf Jagd nach Schwule gehen und dabei filmen, wie sie die Homosexuellen vor laufender Kamera demütigen, haben im November 2013 ein südafrikanisches Opfer gefunden. Der Johannesburger David S. wollte im Rahmen eines Austauschjahres an der Shukhov State Technological University in Belgorod neue Erfahrungen sammeln. Doch er erlebte einen Albtraum, den er wohl sein Leben lang nicht vergessen wird.

© Im November 2013 tauchte im Netz erstmalig ein Video auf, das zeigt, wie russische Neo-Nazis einen südafrikanischen Studenten in Belgorod vor laufender Kamera demütigen. Weder die südafrikanische Botschaft in Moskau noch das Außenministerium in Pretoria sahen sich für eine offizielle Stellungnahme verantwortlich. (Quelle: Video-Screenshot)

© Im November 2013 tauchte im Netz erstmalig ein Video auf, das zeigt, wie russische Neo-Nazis einen südafrikanischen Studenten in Belgorod vor laufender Kamera demütigen. Weder die südafrikanische Botschaft in Moskau noch das Außenministerium in Pretoria sahen sich für eine offizielle Stellungnahme verantwortlich. (Quelle: Video-Screenshot)

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Minderheitenschutz in Südafrika

Wenn Lesben, Schwule, Trans- und Bisexuelle um ihr Leben fürchten müssen: „Corrective Rape“

(Autor: Ghassan Abid)

Die Gewalt gegen homo-, bi- und transsexuelle Südafrikaner – vor allem gegen Lesben – stellt im konservativen Südafrika eine immense Problematik dar. Regelmäßig ist von „corrective rape„, der korrigierenden Vergewaltigung, zu hören. Von Vorfällen mehrheitlich aus den Townships, wo lesbische Frauen von Männern der selben Gemeinschaft vergewaltigt werden. Auf diesem Wege soll die Lesbe „gesund gemacht“ oder „umgedreht“ werden. Tatsächlich jedoch bleiben eingeschüchterte, verängstigte und traumatisierte Opfer zurück. Keine Heilung ist eingetreten, sondern vielmehr eine nachhaltige seelische Schädigung mit möglicher HIV-Infektion.

Einige der Opfer geben sich selbst die Schuld, die anderen hingegen kämpfen umso verbissener für die Wahrung ihrer eigenen sexuellen Identität. Wie viele Fälle von „corrective rape“ in Südafrika auftreten, ist unbekannt. Laut Angaben des britischen Al Jazeera-Journalisten Jonah Hull werden jedes Jahr rund 500 Lesben vergewaltigt und weitere 30 Opfer gezielt getötet.

© Millicent Gaika aus dem Township Gugulethu. Ihr Bild ging um die Welt. Aufgrund ihrer lesbischen Einstellung wurde sie brutal geschlagen und vergewaltigt. 2010 wurde sie von einem Mann und 2002 von gleich vier Männern zum brutalen Sex gezwungen. In beiden Fällen erzählten ihr die Täter die Absicht, sie "gesund machen" zu wollen. (Quelle: Facebook)

© Millicent Gaika aus dem Township Gugulethu. Ihr Bild ging um die Welt. Aufgrund ihrer lesbischen Einstellung wurde sie brutal geschlagen und vergewaltigt. 2010 wurde sie von einem Mann und 2002 von gleich vier Männern zum brutalen Sex gezwungen. In beiden Fällen erzählten ihr die Täter die Absicht, sie „gesund machen“ zu wollen. (Quelle: Facebook)

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