Schlagwort-Archive: Innenministerium

Amtszeit von Ombudsfrau Thuli Madonsela endet

Danke!

(2010sdafrika-Redaktion)

Die 7-jährige Amtszeit der Juristin Thuli Madonsela als „Public Protector“ endete am 14. Oktober 2016. Die Ombudsfrau deckte im Rahmen ihres unabhängigen Verfassungsamtes mehrere Skandale auf höchster Regierungsebene auf, die sie selbst stark in Bedrängnis brachten. Sie erhielt Morddrohungen und stand unter Polizeischutz. Erst kürzlich wurde Madonsela erneut als „Spionin der CIA“ diffamiert. Aus diesem Grund sind ihr viele Südafrikaner dankbar. Denn sie hielt dem politischen Druck dauerhaft stand, um stets die staatliche Korruption anzuprangern.

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© Mit dem Ende der Amtszeit von Ombudsfrau Thuli Madonsela verliert Südafrika eine engagierte und verantwortungsvolle Persönlichkeit. Sie legte sich als „Public Protector“ mit den mächtigsten Politikern des Landes an, wenn diese korrupt wurden. (Quelle: flickr/ The International Division at UW-Madison)

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Südafrika verhängt Ebola-Einreiseverbote

Gesundheitsministerium befürchtet Ausbruch des Virus am Kap. Maßnahmen wurden eingeleitet

(Autor: Bartosz Marek)

Südafrikas Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi teilte gestern mit, dass die südafrikanische Regierung unverzüglich geltende Einreiseverbote für Nicht-Südafrikaner aus den von Ebola betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone beschlossen hat. Zudem wurden umfangreiche Maßnahmen eingeleitet und Gelder bereitgestellt. Die Regierung will eine Epidemie am Kap verhindern.

EU Humanitarian Aid and Civil Protection

© Südafrika befürchtet den Ausbruch von Ebola am Kap. Dementsprechend hat das Gesundheitsministerium umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi arbeitet nun mit anderen Ressorts zusammen, um eine Epidemie zu verhindern. (Quelle: flickr/ EU Humanitarian Aid and Civil Protection)

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Die Abschiebung von Necati Arabaci war richtig

Exklusiv: Im Interview mit Uwe Jacob, Direktor des LKA Nordrhein-Westfalen zur Rockerkriminalität

(Autor: Ghassan Abid)

– Hells Angels-Spezial –

Uwe Jacob (2)

© Seit dem 2. Dezember 2013 leitet Uwe Jacob das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen. Seine Behörde hat sich zum Ziel gesetzt, einen hohen Kontrolldruck auf die Rocker auszuüben. Der Kripo-Leiter bestätigt, dass die Hells Angels mittlerweile zerstritten sind. Langjährige Mitglieder des HAMC stehen in Konflikt mit Rockern mit meist türkischem Migrationshintergrund. (Quelle: LKA NRW)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Uwe Jacob, Direktor des Landeskriminalamtes (LKA) Nordrhein-Westfalen. In NRW befindet sich die Rockerszene gegenwärtig in Aufruhr. Neben Clubauflösungen stehen auch ernste Rivalitäten zwischen den Hells Angels und Bandidos auf der Agenda. Welche Entwicklungen bereiten Ihnen große Sorgen?

Antwort: Die Rockerlage in NRW ist geprägt von schweren Gewaltstraftaten und Auseinandersetzungen. In NRW haben die verfeindeten Banden mehrfach versucht, Tötungsdelikte zu begehen, in zwei Fällen ist ihnen dies auch gelungen. Dabei wurden auch Schusswaffen eingesetzt. Die hohe Gewaltbereitschaft und die Verfügbarkeit von Waffen bereiten mir große Sorgen.

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Die Fäden eines Unterweltbosses in Südafrika

Der Tscheche Radovan Krejcir, sein deutscher Freund Willi Breuer und das Mordopfer Uwe Gemballa

(Autor: Ghassan Abid)

Willi Karl Balthasar Breuer, der dubiose deutsche Geschäftsmann in Südafrika, muss nun auf das dortige Sommerklima verzichten und sich bald mit dem kalten Deutschland abfinden. Nachdem zwei City Press-Journalisten von der Audienz des angeblichen Investoren mit Präsident Jacob Zuma berichteten, sah sich das Innenministerium zum raschen Handeln gezwungen. Am vergangenen Dienstag klickten im Süden Johannesburgs die Handschellen. Ein Foto wurde dem 61-Jährigen zum Verhängnis, das die nationale Presse beschäftigt.

© Radovan Krejcir ist mit Abstand der prominenteste Unterweltboss Südafrikas. Dem gebürtigen Tschechen werden mehrere Mordfälle zur Last gelegt, unter anderem der des deutschen Autotuners Uwe Gemballa. Vor seiner Festnahme ist Krejcir selbst zum Gejagten geworden. Willi Karl Balthasar Breuer, der dubiose deutsche Geschäftsmann in Südafrika, soll ein enger Freund des Tschechen sein. (Quelle: Screenshot EWN)

© Radovan Krejcir ist mit Abstand der prominenteste Unterweltboss Südafrikas. Dem gebürtigen Tschechen werden mehrere Mordfälle zur Last gelegt, unter anderem der des deutschen Autotuners Uwe Gemballa. Vor seiner Festnahme ist Krejcir selbst zum Gejagten geworden. Willi Karl Balthasar Breuer, der dubiose deutsche Geschäftsmann in Südafrika, soll ein enger Freund des Tschechen sein. (Quelle: Screenshot EWN)

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Südafrika ein Rückzugsgebiet von Terroristen?

Nairobi-Anschlag wirft Fragen über die Gefahr des islamistischen Extremismus am Kap auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Blutig war der Terroranschlag im Westgate-Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi, bei welchem rund 70 Menschen starben. Mittlerweile ist klar, dass auch westliche Bürger bei der Vorbereitung und eventuell bei der Durchführung des Anschlages involviert waren. Die Britin Samantha Lewthwaite – in der Presse auch als “Weiße Witwe“ bezeichnet – soll von Johannesburg aus bei der Terrororganisation mitgewirkt haben.

© Der Fall um die britische Bürgerin Samantha Lewthwaite, die die Identität einer südafrikanischen Frau für terroristische Zwecke missbraucht haben soll, wirft Fragen auf. Wie gelang der mutmaßlichen Terroristin die Erlangung amtlicher Dokumente und inwieweit ist Südafrika ein Rückzugsgebiet von islamistischen Extremisten.

© Der Fall um die britische Bürgerin Samantha Lewthwaite, die die Identität einer südafrikanischen Frau für terroristische Zwecke missbraucht haben soll, wirft Fragen auf. Wie gelang der mutmaßlichen Terroristin die Erlangung amtlicher Dokumente und inwieweit ist Südafrika ein Rückzugsgebiet von islamistischen Extremisten.

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Exklusiv: Rechtsextremist Alexander Neidlein

Kampfeinsatz auf dem Balkan, illegaler Waffenbesitz in Südafrika und nun NPD-Vorsitzender

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Im März 1994 war die Ungewissheit über die Zukunft Südafrikas größer denn je. Die Demokratisierung nahm ihren holprigen Lauf – trotz Wahlboykottaufrufe, einer gescheiterten freiwilligen Entwaffnung und mehreren Morden durch Rechtsradikale. Nelson Mandela ist seit einigen Jahren frei und auf höchster politischer Ebene liefen die Vorbereitungen zum Übergang von einem weißen Minderheitsregime hin zu einer schwarzen Mehrheitsregierung. Doch nicht alle am Kap wollten den Untergang des Apartheidsstaates untätig hinnehmen. Drei Deutsche reisten in dieser Zeit nach Südafrika, um den Radikalen beizustehen.

© In der besinnlichen Stadt Crailsheim im baden-württembergischen Landkreis Schwäbisch Hall weilt unter den rund 32.000 Einwohnern der Rechtsextremist Alexander Neidlein, der in Südafrika militant für die Aufrechterhaltung der Apartheid eintrat und am 20. März 1994 wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet und im Anschluss verurteilt wurde. (Quelle: Wikimedia/ Mikmaq)

© In der besinnlichen Stadt Crailsheim im baden-württembergischen Landkreis Schwäbisch Hall weilt unter den rund 32.000 Einwohnern der Rechtsextremist Alexander Neidlein, der in Südafrika militant für die Aufrechterhaltung der Apartheid eintrat und am 20. März 1994 wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet und im Anschluss verurteilt wurde. (Quelle: Wikimedia/ Mikmaq)

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Scientology und Südafrikas Behörden

Exklusiv: Sicherheitsbehörden beobachten Machtverlust von Scientology in Deutschland

(2010sdafrika-Redaktion)

Nach der Veröffentlichung des Beitrags „Scientology in Südafrika“ am 24. März 2013 erreichte die Redaktion eine Flut an Mails und Nachrichten, die Scientology entweder als anerkannte Glaubensgemeinschaft beschrieben oder als kommerzielle Sekte einstuften. Mehrere deutsche, schweizerische und österreichische Scientologen verwiesen auf die vollwertige Anerkennung des südafrikanischen Ablegers. Einzelne Dokumente südafrikanischer Behörden zum Rechtsstatus von Scientology, die in Fachforen bereits abrufbar sind, wurden der Redaktion zugespielt.

© Während Scientology in Deutschland an Macht verliert, baut die Organisation in Südafrika ihren Einfluss aus. Aus deutschen Sicherheitskreisen heißt es gegenüber "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste", dass vor allem die Zivilgesellschaft am Kap nun gefragt sei, auf das Gefahrenpotential dieser Sekte hinzuweisen. (Quelle: flickr/ dwinning)

© Während Scientology in Deutschland an Macht verliert, baut die Organisation in Südafrika ihren Einfluss aus. Aus deutschen Sicherheitskreisen heißt es gegenüber „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, dass vor allem die Zivilgesellschaft am Kap nun gefragt sei, auf das Gefahrenpotential dieser Sekte hinzuweisen. (Quelle: flickr/ dwinning)

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