Schlagwort-Archive: Innovation

KENAKO Afrika-Festival in Berlin

Politiker, Journalisten, Wirtschaftsrepräsentanten und viele interessierte Bürger erwartet

(2010sdafrika-Redaktion)

Zum nun dritten Mal lädt das Team des KENAKO Afrika-Festivals die Öffentlichkeit zu einem Besuch am Berliner Alexanderplatz ein. Das afrikanische Lebensgefühl steht ganze vier Tage lang im Mittelpunkt dieses Events. Ein vielfältiges Bühnenprogramm, lebendige Podiumsdiskussionen, ein interessanter Marktplatz, anspruchsvolles Kinderprogramm, eine Messe und kulinarische Köstlichkeiten stehen auf dem Programm.

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© Vom 12. bis 15. Juni 2014 findet das KENAKO Afrika-Festival am Berliner Alexanderplatz statt. Musik, Politik, Kultur und Unterhaltung werden kostenlos angeboten. Zusätzlich können zu guten Preisen afrikanische Köstlichkeiten probiert werden. Hervé Tcheumeleu, Geschäftsführer des Festivals, realisiert nun zum dritten Mal diese Großveranstaltung.

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In eigener Sache: Dickes Dankeschön!

„SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ weiterhin auf Wachstumskurs. Innovationen auch in 2014 geplant

    © Das Online-Medium "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" gönnt sich bis zum Jahresende eine redaktionelle Pause. Am Neujahrstag 2014 geht die journalistische Arbeit weiter. Wir bedanken uns bei den Leserinnen und Lesern für die Treue. Euch wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! (Quelle: Felix Montino)

© Das Online-Medium „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ gönnt sich bis zum Jahresende eine redaktionelle Pause. Am Neujahrstag 2014 geht die journalistische Arbeit weiter. Wir bedanken uns bei den Leserinnen und Lesern für die Treue. Euch wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! (Quelle: Felix Montino)

Liebe Leserschaft,

erneut neigt sich ein Jahr dem Ende zu. So manch einer fragt sich – berechtigt wie ich finde – wie schnell die Zeit wieder vergangen ist. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ hat ein spannendes Jahr 2013 hinter sich. Nicht nur inhaltlich konnte dieses Online-Medium mit hintergründigen Berichterstattungen zu den Hells Angels, zum Limburger Bischof Tebartz-van Elst, zur Nkandla-Affäre und zum Tod von Nelson Mandela eine breite Öffentlichkeit ansprechen. Auch organisatorisch traten erhebliche Veränderungen ein.

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Land Brandenburg als Partner Südafrikas

Im Interview mit Ralf Christoffers, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg

(Autor: Ghassan Abid)

© Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, hielt sich im Mai 2013 auf einer Arbeitsreise in Südafrika auf. Er führte Gespräche mit Politikern, Unternehmern und Vertretern der Wissenschaft. (Quelle: MWE Brandenburg)

© Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, hielt sich im Mai 2013 auf einer Arbeitsreise in Südafrika auf. Er führte Gespräche mit Politikern, Unternehmern und Vertretern der Wissenschaft. (Quelle: MWE Brandenburg)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ ganz herzlich Herrn Ralf Christoffers, Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten das Landes Brandenburg. Vor kurzem hielten Sie sich anlässlich einer Arbeitsreise erstmalig in Südafrika auf. Welche persönlichen Eindrücke bringen Sie von Land und Leute mit?

Antwort: Auch wenn wir auf unserer Reise kaum Zeit hatten uns umzusehen, haben wir doch festgestellt, dass Südafrika ein landschaftlich sehr reizvolles Land ist. Bei unseren Gesprächen mit Politikern, Unternehmen und Vertretern der Wissenschaft ist deutlich geworden, Südafrika ist auch ein Land, das vor großen Herausforderungen steht. Die Folgen der Apartheid sind bis heute spürbar. Die wichtigsten Aufgaben, die zu bewältigen sind, liegen sicherlich in der Vermittlung von Bildung und in der Verbesserung der Infrastruktur. Ein weiteres zentrales Thema ist, das Land in die wirtschaftliche Stabilität zu führen. Ich habe einen hohen Respekt vor denjenigen, die sich diesen Aufgaben stellen.

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GfK-Gruppe expandiert nach Südafrika

Im Interview mit Matthias Hartmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) des Marktforschungsunternehmens GfK

(Autor: Ghassan Abid)

© Matthias Hartmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) des Marktforschungsunternehmens Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) SE. (Quelle: GfK-Gruppe)

© Matthias Hartmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) des Marktforschungsunternehmens Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) SE. (Quelle: GfK-Gruppe)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Matthias Hartmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) des Marktforschungsunternehmens GfK SE. Zuerst vielen Dank für die Möglichkeit dieses kurzfristigen Interviews.

GfK zählt mit über 12.000 Mitarbeitern zu den größten Marktforschungsunternehmen weltweit. Sie forschen, wie Menschen leben, denken und konsumieren. Wie bewerten Sie das aktuelle Konsumklima in Deutschland?

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Deutsche Wirtschaft in Südafrika

DIHK-Präsident Prof. Hans Heinrich Driftmann und seine Sorge um die aktuelle Entwicklung am Kap

(Autor: Ghassan Abid)

    © Prof. Hans Heinrich Driftmann, Unternehmer und seit 2009 Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Er bekräftigt die Bedeutung der südafrikanischen Volkswirtschaft für die deutsche Wirtschaft. Mahnt jedoch die Regierung in Pretoria im Hinblick auf die Korruptionsbekämpfung zu mehr Transparenz und Sanktionen an. Die gegenwärtige Minenkrise verfolgt der Niedersachse mit Sorge. Bei ausbleibender Krisenlösung drohe ein Rückzug der betroffenen Unternehmen. Südafrika könnte seine Wettbewerbsvorteile verlieren. (Quelle: DIHK)

© Prof. Hans Heinrich Driftmann, Unternehmer und seit 2009 Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Er bekräftigt die Bedeutung der südafrikanischen Volkswirtschaft für die deutsche Wirtschaft. Mahnt jedoch die Regierung in Pretoria im Hinblick auf die Korruptionsbekämpfung zu mehr Transparenz und Sanktionen an. Die gegenwärtige Minenkrise verfolgt der Niedersachse mit Sorge. Bei ausbleibender Krisenlösung drohe ein Rückzug der betroffenen Unternehmen. Südafrika könnte seine Wettbewerbsvorteile verlieren. (Quelle: DIHK)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Prof. Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Herr Prof. Driftmann, erstmal vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews.

Sie hielten sich gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsminister, Dr. Philipp Rösler, in Südafrika auf. Welche politischen und ökonomischen Eindrücke können Sie vom Land mitbringen?

Antwort: Südafrika gehört in eine Reihe mit den neuen weltwirtschaftlichen Kraftzentren wie Brasilien oder Indien. Die Infrastruktur ist modern, der Dienstleistungssektor boomt und der Rohstoffreichtum garantiert dem Land in den kommenden Jahrzehnten steigende Einnahmen. Allerdings darf sich das Land auf diesen Entwicklungen nicht ausruhen Weiterlesen

5. Südafrika-EU-Gipfel

Strategische Partnerschaft: Wirtschaftsabkommen EPA bleibt ungelöstes Streitthema.

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

In der vergangenen Woche tagte der 5. Südafrika-EU-Gipfel im belgischen Brüssel, an welchem für die Europäische Union (EU) Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, und José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, teilnahmen. Ebenso beteiligten sich an den bilateralen Gesprächen neben dem belgischen EU-Handelskommissar Karel de Gucht, auch der lettische EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs und die irische EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, Máire Geoghegan-Quinn.

© Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, Südafrikas Präsident Jacob Zuma und José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, beim 5. Südafrika-EU-Gipfel in Brüssel. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, Südafrikas Präsident Jacob Zuma und José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, beim 5. Südafrika-EU-Gipfel in Brüssel. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Deutsche HighTech-Forscher am Kap

Adaption natürlicher Vorbilder: Auf der Suche nach Kunden, Ideen und Talenten in Südafrika

(Autor: Ghassan Abid)

Esslingen am Neckar ist mit seinen rund 90.000 Einwohnern eine kleine Stadt bei Stuttgart. Klein, beschaulich und im Vergleich zu den Großstädten ziemlich unbedeutend. Wäre da nicht das Unternehmen FESTO, welches seinen Hauptsitz in dieser Kommune unterhält und den Standort somit weltberühmt macht.

© AquaJelly des Unternehmens FESTO. Deutsche Forscher entwickelten künstliche autonome Quallen mit elektrischem Antrieb. Sie verfügen über kollektives Verhalten. Mit dieser Erfindung lassen sich Erkenntnisse für die Industrie ableiten. FESTO sucht in Südafrika nach Kunden und jungen Talenten. (Quelle: FESTO)

© AquaJelly des Unternehmens FESTO. Deutsche Forscher entwickelten künstliche autonome Quallen mit elektrischem Antrieb. Sie verfügen über kollektives Verhalten. Mit dieser Erfindung lassen sich Erkenntnisse für die Industrie ableiten. FESTO sucht in Südafrika nach Kunden und jungen Talenten. (Quelle: FESTO)

FESTO ist ein HighTech-Unternehmen aus dem Bereich der Steuerungs- und Automatisierungstechnik, welches sich die Grundlagenforschung auf die Fahnen geschrieben hat. Die forschenden Mitarbeiter verfolgen im Rahmen von „Bionec Learning Network“, einem Netzwerk zur Erlangung von Erkenntnissen für die pneumatische und elektrische Antriebstechnik, eine „Adaption natürlicher Vorbilder“. Dies bedeutet im Klartext, ein für technische Vorhaben nützliches Wissen von der Natur abzuleiten.

Ein Beispiel hierfür ist der SmartBird, ein „ultraleichtes, aber leistungsstarkes Flugmodell mit einer hervorragenden Aerodynamik und maximaler Agilität“, heißt in den FESTO-Publikationen. Den Forschern ist nach eigener Darstellung mit dieser Innovation die Entschlüsselung des Vogelfluges gelungen. Andere Erfindungen – etwa die Konzipierung des wasserhydraulisch betriebenen Aqua_ray (angelehnt an Mantarochen), die selbstständig navigierenden und mit 3D-Sonar ausgestatteten AquaPenguine (angelehnt an Pinguine) oder der AquaJelly (angelehnt an Quallen) – verschafften FESTO eine internationale Reputation und auf diesem Wege den Ausbau seiner nationalen Marktpräsenzen.

Bessere Ventile, Greifer, Antriebe, Sensoren, Vakuumtechniken und Steuerungsmodule ermöglichen als Ergebnisse dieser natur- und tierbezogenen Erfindungen bedeutende prozessuale Fortschritte im Industriesektor. Zusätzlich erhoffen sich die Kunden deutliche Kosteneinsparungen. Die Stadt Esslingen am Neckar berichtet von 150 deutschen Patentanmeldungen durch FESTO pro Jahr, um diese technischen Kreationen für maximal 20 Jahre dem Schutz- und Verbietungsrecht des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) in München zu unterwerfen.

SmartBird – Aerodynamisches Flugmodell

 

Aqua_ray – Wasserhydraulisch betriebener Mantarochen

 

AquaPenguin – Selbstständig navigierend und mit 3D-Sonar ausgestattet

AquaJelly – Selbststeuerndes System mit kollektivem Verhalten

Mittlerweile verfügt der Konzern über 59 Landesgesellschaften und 250 Niederlassungen weltweit. In Südafrika ist das deutsche Unternehmen auch längst an mehreren Standorten vertreten. In Isando, gelegen zwischen Johannesburg und dem internationalen Flughafen O.R. Tambo, sind laut einem ehemaligen Angestellten weit über 100 Mitarbeiter – zumeist Südafrikaner – beschäftigt. Aufgrund des strengen FESTO-Betriebsgeheimnisses wird auf seinen Namen verzichtet. Dieser erklärt, dass die Führung sehr offen auf die Mitarbeiter zugeht sowie zwischen Geschäftsfühung und Belegschaft ein auf das Dutzen basierendes Klima gepflegt wird. Die Südafrika-Repräsentanz von FESTO verfolgt zum Einen die Entdeckung von südafrikanischen Talenten aus den Fachrichtungen Maschinenbau, Mechatronik und Elektronik. Mit rund acht Universitäten soll FESTO, so der ehemalige Mitarbeiter, offizielle und inoffzielle Kooperationen unterhalten.

Die Nelson Mandela Metropolitan University (NMMU) in Port Elizabeth spielt in diesem Kontext eine Schlüsselrolle. Die Hochschule hat ein Multimillionen teures Mechatronik-Labor in Empfang genommen. Finanziert wurde diese komplexe Einrichtung – die für Forscher und Studenten aus den Bereichen der Luft- und Raumfahrt, des Automobilsektors und der Chemiebranche gedacht ist – durch den deutschen maritimen Rüstungskonzern Thyssen-Krupp Marine Systems, den US-Autokonzern General Motors und durch FESTO. Somit können Talente entdeckt und gezielt gefördert werden. Hinzu kommt eine Zusammenarbeit mit mehreren südafrikanischen „Further Education and Training (FET) Colleges“, die Mechatroniker ausbilden – etwa das Buffalo City College in East London, Capricorn College in Polokwane, Sedibeng College in Vereeniging, PE College in Port Elizabeth und False Bay College in Kapstadt.

Zum Andern erweist sich die am Kap ansässige Automobilindustrie als fester Kundenstamm von FESTO. Die Kontrolle des Produktionsprozesses beim britischen Automobilhersteller Jaguar Land Rover, die Lieferung von MQB-Modellkomponenten an Volkswagen, die passgenaue Gestaltung von Sitzrahmen für den Fahrzeugsitzhersteller Keiper und der technische Service im Auftrag des Airbag-Herstellers TRW Systems, machen die Baden-Württemberger zu einem der führenden Unternehmen im Bereich der Automatisierungstechnik im südlichen Afrika.

Als zweites wichtiges Standbein dient der Lebensmittel- und Getränkebereich. Die Sicherstellung von hygienischen und kosteneinsparenden Verfahrensabläufen zur Produktion von Lebensmitteln steht im Mittelpunkt von FESTO. Weitere Projekte im Bereich der industriellen Diagnostik, Logistik und Erneuerbaren Energien im Hinblick auf die Solarindustrie & Wasseraufbereitung werden darüber hinaus umgesetzt.

FESTO hat sich mittlerweile zu einem der bedeutendsten HighTech-Unternehmen in Südafrika katapultiert, die viel Geld in die Nachwuchssuche und -förderung stecken. Die Kooperationen mit den Hochschulen ermöglichen den Deutschen den Zugang zum südafrikanischen Hochschulwesen. Bemerkenswert ist, dass FESTO bisweilen den öffentlichen Ausstausch mit der südafrikanischen Regierung gemieden hat; im Gegensatz zur deutschen Automobilindustrie vor Ort, die den unmittelbaren und mittelbaren Dialog zur Politik sucht.