Schlagwort-Archive: IS

„Palästina-Frage muss gelöst werden“

Südafrika und Niederlande betonen politische Lösungen in Krisenstaaten zwecks Terrorismusbekämpfung

(2010sdafrika-Redaktion)

Beim Staatsbesuch des niederländischen Premierministers Mark Rutte in Südafrika ist die jüngste Terrorwelle des „Islamischen Staates“ gegen Frankreich umfangreich thematisiert worden. Rutte und dessen Gastgeber Jacob Zuma betonten, dass die Bekämpfung des internationalen Terrorismus ein geschlossenes Handeln der Vereinten Nationen bedürfe. Insofern sei die politische Lösung in Krisenstaaten hierfür unentbehrlich – namentlich die jahrzehntelange Krise in Palästina müsse angegangen werden.

Rutte und Zuma

© Südafrikas Präsident Jacob Zuma und der niederländische Premierminister Mark Rutte verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung die Terrorakte gegen Frankreich. Wichtig sei nun, langwierige Krisen wie die Palästina-Frage nicht aus den Augen zu verlieren. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Botschaft Südafrikas in Paris geschlossen

Diplomatisches Corps in Frankreich trifft Sicherheitsvorkehrungen. Pretoria veurteilt IS-Terrorismus

(Autor: Ghassan Abid)

Infolge der jüngsten Anschlagswelle der islamistischen Terrormiliz „Islamischer Staat“ gegen mehrere „weiche Ziele“ in Paris, hat die Botschaft Südafrikas in Frankreich die sofortige Schließung des eigenen Hauses veranlasst. Die diplomatische Vertretung liegt am Quai d’Orsay und somit im politischen Zentrum von Paris – in unmittelbarer Nähe von Parlament und Außenministerium. Man werde die Lage beobachten und anschließend entscheiden, wann die Botschaft wieder geöffnet werden könne.

Botschaft ZAR Abid

© Südafrikas Botschaft in Frankreich [im Bild] liegt am Quai d’Orsay und somit im politischen Zentrum von Paris. Dementsprechend ist das Gebäude mit sofortiger Wirkung geschlossen worden. Man werde die weiteren Entwicklungen erstmal beobachten, heißt es aus Paris. (Quelle: Ghassan Abid)

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Südafrikaner werden zu Dschihadisten

Dutzende Bürger kämpfen für IS-Terrormiliz im Irak und in Syrien. Sicherheitsbehörden bleiben passiv

(Autor: Ghassan Abid)

Der „Islamische Staat“, kurz IS, ist gegenwärtig die für Islamisten attraktivste Organisation auf dem Globus. Rund 15.000 Menschen aus dem Ausland, darunter 700 Deutsche, reisten nach UN-Angaben bislang in den Nahen Osten, um in den Kampf für eine angeblich „gute Sache“ zu ziehen. Dass dabei Menschenrechtsverletzungen, Straftaten und Unrecht geschehen, wird gerne übersehen bzw. verschwiegen. Nun ist bekannt geworden, dass sich auch dutzende Südafrikaner dem IS angeschlossen haben. Trotz der Brisanz bleiben die Sicherheitsbehörden auffällig gelassen. Die Gefahr wird unterschätzt.

ISIS

© Dutzende Südafrikaner haben sich bereits dem „Islamischen Staat“ angeschlossen. Sie kämpfen für die islamistische Terrormiliz im Irak und in Syrien. Jedoch wirken die Behörden am Kap dem nicht entgegen. Das renommierte „Institute for Security Studies“ warnt vor einer Zunahme der Rekrutierungsaktivitäten islamistischer Gruppierungen in Südafrika. (Quelle: Sequenz aus Propaganda-Video)

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Filmfestival „Afrikamera“ ein voller Erfolg

Kairo, Timbuktu oder Johannesburg: Ein Kontinent zwischen Krisen und Chancen. Ein Veranstaltungsbericht

(Autor: Ghassan Abid)

Rund 2.500 Zuschauer, darunter der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler und seine Gattin, folgten vom 11. bis 16. November dem afrikanischen Kino, welches sich unter dem Namen „Afrikamera“ als feste Institution in der Berliner Kunstszene etablieren konnte. Mit Produktionen vom Norden bis hin zum Süden und vom Westen bis zum Osten Afrikas, stand Afrikamera für ein abwechslungsreiches und informatives Filmprogramm. Längst ist dieses Afrika-Filmfestival eine Veranstaltung für Jedermann und ein Things To Do Event in der Bundeshauptstadt.

Afrikamera

© Das afrikanische Filmfestival „Afrikamera“ lockte in diesem Jahr rund 2.500 Kinobesucher an. Produktionen aus den verschiedensten Winkeln Afrikas sind dem Berliner Publikum präsentiert worden. Das öffentliche Interesse am afrikanischen Kino war sehr groß. Denn das Kino Arsenal als Veranstaltungsort war überfüllt und die einzelnen Vorstellungen komplett ausgebucht [siehe Bild].

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In den Fängen deutscher Salafisten?

„Die wahre Religion“ veröffentlicht Video über Konvertierung eines Südafrikaners in Wuppertal

(Autor: Ghassan Abid)

Seit 2005 gibt es nun „Die wahre Religion (DWR)“, eine Organisation, die vom Salafisten Ibrahim Abou-Nagie geführt und vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Mit 11.000 Abonnenten und rund 2,7 Millionen Aufrufen betreibt diese Gruppierung einen der erfolgreichsten Islamisten-Kanäle auf YouTube. Vergeblich versuchte der damalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) im Juni 2012 DWR vereinsrechtlich verbieten zu lassen. Nun ist erstmals ein Südafrikaner bei den Salafisten zu sehen. Ihm droht die Radikalisierung.

Salafisten

© In einem am 7. September 2014 veröffentlichten Video der salafistischen Organisation „Die wahre Religion (DWR)“ ist ein Südafrikaner in Wuppertal zu sehen, der zum Islam konvertiert ist. Eine Radikalisierung des jungen Mannes ist, wie beim Berliner Ex-Rapper Dennis Cuspert alias Deso Dogg zu beobachten gewesen, jederzeit möglich. (Quelle: Screenshot/ DWR-Video)

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