Schlagwort-Archive: Jacob Zuma

„Unter Zuma geht es in Südafrika bergab.“

Im Interview mit Bartholomäus Grill, renommierter Afrika-Korrespondent von „Die Zeit“ und „Der Spiegel“

(Autor: Johannes Woywodt)

Kaum ein anderer deutschsprachiger Journalist und Schriftsteller hat sich in den vergangenen 25 Jahren so intensiv mit dem afrikanischen Kontinent auseinandergesetzt wie Bartholomäus Grill. Seit seiner ersten Reise nach Tansania entwickelte sich eine Leidenschaft für Afrika, die er seit 1993 zunächst als Korrespondent des Wochenmagazins „Die Zeit“ und seit 2013 für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zum Beruf machte. Neben seiner journalistischen Arbeit verarbeitete Grill seine vielfältigen Eindrücke in preisgekrönten Büchern („Ach, Afrika. Berichte aus dem Inneren eines Kontinents“ und „Laduuuuuma! Wie der Fußball Afrika verzaubert„). In diesen Büchern präsentiert der studierte Kunsthistoriker, Philosoph und Soziologe den afrikanischen Kontinent mit all seinen Facetten, Widersprüchen und seiner Lebensfreude, ohne dabei belehrend oder beschönigend zu wirken. Sein aktuellstes Buch „Um uns die Toten – Meine Begegnungen mit dem Sterben“ setzt sich tiefgründig und einfühlsam mit dem Sterben auseinander. Einem Thema, das ihn nicht nur während seiner Arbeit immer wieder begleitete. Bartholomäus Grill lebt und arbeitet in Kapstadt und nahm sich für das Online-Medium „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Zeit, einige Fragen zu beantworten.

BG

© Bartholomäus Grill zählt zu den renommiertesten Afrika-Journalisten im deutschsprachigen Raum. Seit 1993 berichtet der gebürtige Bayer als Korrespondent des Wochenmagazins „Die Zeit“ und seit 2013 für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ über Afrika. Zudem ist Grill als erfolgreicher Buchautor tätig. Johannes Woywodt interviewte den Journalisten zu seiner Arbeit und zur politischen Situation am Kap.

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Protest vom Parlament auf die Straßen

Konrad-Adenauer-Stiftung beschreibt zum ersten Mal die politische Zukunft Jacob Zumas als „ungewiss“

(2010sdafrika-Redaktion)

Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) hat in einem am 13. April 2016 veröffentlichten Länderbericht zu Südafrika die aktuellen Geschehnisse rund um den Nkandla-Skandal aufgegriffen. Holger Dix, Leiter des KAS-Auslandsbüros in Südafrika, verfasste das dreiseitige Papier und kommt zum Schluss, dass die politische Zukunft von Staatspräsident Jacob Zuma mittlerweile „ungewiss“ ist. Selten hat sich die CDU-nahe Stiftung so deutlich positioniert, wie es aktuell der Fall ist.

kellerabteil

© Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung bewertet die politische Zukunft von Staatspräsident Jacob Zuma zum ersten Mal als „ungewiss“. Der politische Druck, begründet durch den Nkandla-Skandal, werde weiter steigen – so der aktuelle Länderbericht vom Leiter des Auslandsbüros in Südafrika. (Quelle: flickr/ kellerabteil)

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(Un)Happy Birthday, Mr. President

Präsidialamt gratuliert zum 74. Geburtstag von Präsident Jacob Zuma. Bürger fühlen sich verarscht

(2010sdafrika-Redaktion)

Seit mehreren Wochen beschäftigt ein Thema die südafrikanische Öffentlichkeit. Wiederholt wird der Rücktritt von Staatspräsident Jacob Zuma gefordert, nachdem das Verfassungsgericht in der Nkandla-Affäre einen eklatanten Verfassungs- und Rechtsbruch des Staatsoberhauptes festgestellt hat. Statt die Kritik der Bevölkerung ernst zu nehmen, widmet sich das Präsidialamt lieber dem 74. Geburtstag Zumas. Etliche Bürger reagierten mit großem Unverständnis auf die staatliche Pressearbeit.

World Economic Forum

© Staatspräsident Jacob Zuma feierte heute am 12. April 2016 seinen 74. Geburtstag. Allerdings wird dessen Ehrentag vom Nkandla-Skandal überschattet. Etliche Bürger Südafrikas fühlen ich schlichtweg verarscht. (Quelle: flickr/ World Economic Forum)

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Regierungspartei hält Jacob Zuma die Treue

ANC-Generalsekretär Gwede Mantashe fordert Geschlossenheit bei Verteidigung der Parteiinteressen

(2010sdafrika-Redaktion)

Während die einflussreichsten Oppositionsparteien, Medien und NGOs den sofortigen Rücktritt von Staatspräsident Jacob Zuma fordern, hält dessen Partei – der Afrikanische Nationalkongress – ihm die Treue. ANC-Generalsekretär Gwede Mantashe beharrte auf ein geschlossenes Auftreten aller Strömungen seiner Organisation, um den Vorsitzenden und somit die gesamte Partei in Schutz zu nehmen.

Paul Saad

© Trotz der starken Kritik an Staatspräsident Jacob Zuma und der damit verbundenen Rücktrittsforderung, hält die Regierungspartei ANC ihrem Vorsitzenden die Treue. Mehrere ANC-Strömungen erklärten ihre „bedingungslose Solidarität“. (Quelle: flickr/ Paul Saad)

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„Zuma hat sein Amtseid gebrochen“

Südafrikas Ex-Finanzminister Trevor Manuel fordert Staatspräsident Jacob Zuma zum Rücktritt auf

(Autor: Ghassan Abid)

Staatspräsident Jacob Zuma erfährt in diesen Tagen eine Menge Kritik, nachdem das oberste Gericht des Landes bestätigt hatte, dass der Ausbau des Privatdomizils Zumas in Nkandla verfassungs- und rechtswidrig ist. Seither fordern immer mehr Politiker, Wirtschaftsvertreter, Journalisten und NGO-Vertreter den 73-jährigen ANC-Vorsitzenden dazu auf, unverzüglich zurückzutreten. Unter ihren Reihen befindet sich auch ein enger Weggefährte Zumas – der ehemalige Finanzminister Trevor Manuel.

Books LIVE

© Der ehemalige südafrikanische Finanzminister Trevor Manuel hat Staatspräsident Jacob Zuma eindringlich dazu aufgefordert, nach dem Urteil des Verfassungsgerichts zurückzutreten. Zuma habe sein Amtseid gebrochen und müsse nun Verantwortung für das Land übernehmen, so der einflussreiche ANC-Politiker. (Quelle: flickr/ Books LIVE)

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Südafrikas Präsident attackiert Justiz

Staatskrise in Pretoria: Forderungen nach sofortigem Rücktritt von Jacob Zuma werden immer lauter

(Autor: Ghassan Abid)

Nachdem am 31. März 2016 das Verfassungsgericht Südafrikas den Ausbau des Privatdomizils von Staatspräsident Jacob Zuma in Nkandla als rechtswidrig bestätigt und darüber hinaus eine Rückzahlung von Steuergeldern beschlossen hatte, werden die Forderungen nach einem Rücktritt Zumas immer lauter. Jedoch ignoriert der erste Mann im Staat den Appell. Ganz im Gegenteil: Zuma legt nach und kritisiert nun die Richter.

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© Südafrikas Regierung befindet sich in einer ernsten Staatskrise. Nachdem Präsident Jacob Zuma vom Verfassungsgericht für den rechtswidrigen Ausbau seines Privatdomizils in Nkandla getadelt wurde, attackiert der ANC-Chef nun ganz offen die Judikative. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Verfassungsgericht tadelt Präsidenten

Südafrikas Staatsoberhaupt Zuma muss Steuergelder für Privatdomizil in Nkandla zurückzahlen

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 31. März 2016 sorgte das Verfassungsgericht Südafrikas für internationales Aufsehen. Denn die Richter fällten ein Urteil, das es in der Geschichte des Landes noch nicht so gab. Demnach muss Präsident Jacob Zuma einen Teil der Steuergelder in Höhe von umgerechnet 15 Millionen Euro, die für sein Privatdomizil in dessen Heimatort Nkandla in der KwaZulu-Natal-Provinz aufgewendet wurden, zurückzahlen. Bereits einen Tag später sicherte der ANC-Vorsitzende per Live-Übertragung im TV die Rückzahlung verbindlich zu und entschuldigte sich bei der Öffentlichkeit.

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© Das Verfassungsgericht Südafrikas hat Präsident Jacob Zuma dazu verpflichtet, einen Teil der aufgewendeten Steuergelder für sein in Nkandla befindliches Privatdomizil zurückzuzahlen. Denn der Zuschuss war verfassungswidrig. (Quelle: flickr/ GovernmentZA)

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