Schlagwort-Archive: Jenna Bass

Spielfilm aus Südafrika auf Berlinale

„Flatland“ versucht sich mit Gesellschaftskritik, verliert sich aber in plakative Soap-Unterhaltung

(2010sdafrika-Redaktion)

Bei der diesjährigen Berlinale ist ein Spielfilm aus Südafrika vertreten, der in der Sektion Panorama im Wettbewerb steht. In „Flatland“ unter der Regie von Jenna Bass geht es um die Geschichten dreier Frauen. Für Natalie (gespielt von Nicole Fortuin) endet die Hochzeitsnacht in einem Albtraum. Sie flieht gemeinsam mit der hochschwangeren Poppie (Izel Bezuidenhout) in die Karoo-Wüste. Doch die Polizeibeamtin Beauty (Faith Baloyi) ist den Damen dicht auf den Fersen.

© Auf der 69. Berlinale ist der südafrikanische Spielfilm „Flatland“ unter der Regie von Jenna Bass zu sehen. Als Eröffnungsfilm in der Sektion Panorama behandelt dieser das Schicksal von drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Leider erinnert „Flatland“ an eine plakative Soap-Unterhaltung. (Quelle: Berlinale)

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Kurzfilme aus Südafrika

Ein Bericht zum 28. Internationalen Kurzfilmfestival Berlin (interfilm)

(Autorin: Anne Schroeter)

Am 17. November 2012 sind im Rahmen des 28. Kurzfilmfestivals „interfilm“ im Berliner Kino Passage fünf Kurzfilme aus Südafrika präsentiert worden. Leider war die Publikumsresonanz nicht so groß, wie die Kurzfilme es verdient hätten – das Kino war nicht einmal halb voll.

© Cover zum Film "Protect the Nation".

© Cover zum Film „Protect the Nation“.

Der erste Film, „Protect the Nation“ (2010, Regisseur: Candice Reisser), behandelt die Geschichte eines Jungen namens Sizwe, der in Alexandra lebt. Um die Familie unterstützen zu können, geht er tagsüber kleineren Arbeiten nach und nicht zur Schule. Er belügt seine Tante, die sich um ihn sorgt. Aus dem Off klingen seine Gedanken: „When somebody is good to you, it makes you want to do good. It’s a circle, it goes round and round“. Eines Tages holt er im Auftrag eines Verwandten eine Schallplatte in einem Club ab. Ein Mitarbeiter des Clubs erkennt offensichtlich, dass etwas nicht stimmt mit Sizwe. Er zeigt auf ein Foto Mandelas und fragt den Jungen, ob er Liebe in seinem Herzen trage. Nach der Übergabe der Schallplatte, auf dem Weg nach Hause, wird Sizwe von anderen Jungen angegriffen. Dabei stürzt er und bleibt ohne Regung am Boden liegen.

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Berlinale 2011 – Kinematografie Südafrikas wieder dabei

Internationale Filmwelt blickt erneut auf Berlin

(Autoren: Doreen S., Ghassan Abid)

© Logo der Berlinale (Quelle: Wikimedia)

19.000 Fachbesucher aus 128 Ländern, darunter 4.000 Pressevertreter, werden die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) 2011 von heute an erwartungsgemäß erneut aufsuchen; wie 2010 bereits geschehen. Das 60. Filmfestival wird vom 10. Februar bis 20. Februar 2011 kinematografische Werke aus aller Welt zeigen, unter anderem aus Südafrika. Während im letzten Jahr im Grunde genommen nur ein Spielfilm („The Tunnel“ von  Jenna Bass/ 20 min/ 2009) und  Dokumentarfilm („Sunny Land“ von Aljoscha Weskott u. Marietta Kesting/ 87 min./ 2010) dem Publikum präsentiert wurden, wird die diesjährige Südafrika-Auswahl etwas größer ausfallen.

„History Uncut: Manenberg“ und „History Uncut: Crossroads“ sind zwei historische Kurzfilme unter der Regie von Brian Tilley und Laurence Dworkin, die die Kämpfe der 1980er Jahre zwischen der schwarzen Mehrheitsgesellschaft und dem Apartheidsregime ausführlich dokumentieren. Während Manenberg eine Widerstandskampagne in Kapstadt aus dem Jahr 1989 begleitet, richtet Crossroads seinen Fokus auf die Bürgerwehren der sog. „witdoeke“; von der Polizei unterstützte und mit Waffen versorgte Township-Einwohner zwecks Entfachung eines innerschwarzen Konflikts mit Anhängern des ANC unter Nelson Mandela. Die Verwendung von Archivmaterial des „Afrikavision“, welches teilweise noch nicht im TV veröffentlicht wurde, erweist sich als interessante Idee, deren Umsetzung erst beim Anschauen bewertet werden kann.

Weniger hochpolitisch geht es in der 91 min. langen deutsch-finnisch-südafrikanischen Doku-Produktion „Mama Africa“ von Mika Kaurismäki zu, die das Leben der bekanntesten Sängerin des Landes, Miriam Makeba, würdigt. Makeba, erst 2008 verstorben, setzte sich in ihrem Leben stets für Freiheit, gegen Rassismus und Armut ein. Der Kampf gegen die Apartheid, verfolgte die Musikerin von „Pata Pata“ vom Exil aus sehr ehrgeizig und mit voller Kraft.

„State of Violence“, ein 79 min. Spielfilm aus Frankreich und Südafrika, welcher vom Regisseur Khalo Matabane betreut wurde, ähnelt von der Aufmachung und Story her dem erfolgreichen Film „Tsotsi“ von Gavin Hood. Bobedi, ein wohlhabender 35-jähriger Chef eines Bergbauunternehmens, erlebt die pure Gewalt eines Einbrechers gegenüber seiner Ehefrau Joy, die im gemeinsamen Haus an den Folgen dieses Angriffs verstirbt. Bedacht auf Rache, begibt sich Bobedi auf der Jagd nach dem Mörder seiner Frau in das Township Alexandra; seiner Herkunft. Das Drama entwickelt sich im Verlaufe des Filmes zum knallharten Thriller. In „State of Violence“ spielen Top-Schauspieler wie Presley Chweneyagae, Fana Mokoena, Neo Ntlatleng, Lindi Matshikiza, Vusi Kunene, Harriet Manamela und Mary Twala mit. Das 31. Durban International Film Festival ist mit „State of Violence“ eröffnet worden und erweist sich in seiner kinematografischen Umsetung als  eindeutiger Favorit für die diesjährige Südafrika-Filmauswahl auf der Berlinale 2011.

© Filmposter von "State of Violence" - der Favorit

Bei „Street Kids United“, eine britisch-südafrikanische Produktion aus dem Jahr 2010, bewertet der Regisseur Tim Pritchard in 75 min. den Stellenwert von Fußball für Südafrikas Jugend. Auf jeden Fall wird die Berlinale 2011 mehr zu Südafrika anbieten können, als es 2010 noch der Fall war. Südafrikanische Dokumentationen bleiben der Schwerpunkt, doch mit „State of Violence“ kann Südafrika mit den ausländischen Konkurrenten durchaus mithalten.

Die 2010sdafrika-Redaktion wird das Südafrika-Angebot der Berlinale begleiten und freut sich auf diese Zusammenarbeit; Berichte folgen!


Berlinale 2011-Programm zu Südafrika:

http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php?screenings=efm_festival&page=1&order_by=1&section_id=0&cinema_id=0&country_id=144&date_id=0&time_id=0&filterSubmit=OK

2010sdafrika-Artikel zu Berlinale 2010:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/02/08/berlinale-2010-mit-drei-sudafrika-produktionen/

2010sdafrika-Artikel zum Filmfestival „Johannesburg Spezial“:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2010/06/07/filmfestival-in-potsdam/

Berlinale 2010 mit drei Südafrika-Produktionen

Die Filmwelt schaut für 10 Tage nach Berlin

(Autor: Ghassan Abid, Susanne Zeckler)

Vom 11. bis 21. Februar 2010 wird wieder das Filmfestival in Berlin – die Berlinale – zum 60. Mal Regisseure, Schauspieler, Journalisten und Neugierige aus aller Welt empfangen. In diesem Jahr stehen lediglich 3 Filme aus Südafrika auf dem Programm, jedoch nur einer mit Fokus aufs eigene Land. Welche Filme nun auftreten und was konkret thematisiert wird, sagt euch die 2010sdafrika-Redaktion:

 

Film Regie Inhalt
THE TUNNEL(Genre: Spielfilm)

Jahr: 2009, Länge: 25 min

Jenna Bass 80er Jahre in Zimbabwe: Die Geschichtenerzählerin Elizabeth sucht in einem Guerillacamp nach Hilfe für sich und ihre Dorfbewohner. Diese bekommt sie nur, wenn sie eine Begründung abliefern kann, sodass sie von ihrem Dorf eine Geschichte erzählt – eine Story basieriend auf Realität und Phantasie.
Congo in Four Acts (Genre: Spielfilm)

Jahr: 2010, Länge: 72 min

Dieudo Hamadi, Divita Wa Lusala, Patrick Ken Kalala, Kiripi Katembo Siku Der Film behandelt den Alltag in einer Entbindungsstation in der DRKongo. Viele der Mütter können dieses Hospital nicht verlassen, weil die Rechnungen nicht bezahlbar sind. Armut und Bürokratie bestimmen schon bei der Geburt das Schicksal von Mutter und Kind.
Sunny Land(Genre: Doku)

Jahr: 2010, Länge: 87 min

Aljoscha Weskott, Marietta Kesting  Das zu Apartheidzeiten in den 80er Jahren errichtete Sun City –Afrikas Antwort auf Las Vegas– erschien wie ein Paradies für Touristen, Stars und Journalisten. Doch die negativen Gesichtspunkte wurden im Südafrika des Rassismus nie thematisiert. Sun City als einzelnes Rädchen im Konstrukt der Rassentrennung wird in dieser Doku mit Archivmaterial veranschaulicht.

Fil

Berlinale-Programm 2010:

http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php