Schlagwort-Archive: Johannesburger Flughafen

„Spy Cables“: Israelische Agenten in Südafrika

Mossad und Shin Bet treten am Kap „arrogant, respektlos und arglistig“ auf. Tel Aviv übe Druck aus

(2010sdafrika-Redaktion)

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad ist stärker als bisher angenommen in Südafrika operativ tätig. Allerdings pflegt der südafrikanische Nachrichtendienst State Security Agency (SSA) ein angespanntes Verhältnis zu den israelischen Spionen im Land. Diese treten „arrogant, respektlos und arglistig“ auf, belegen dem arabischen TV-Sender Al Jazeera zugespielte SSA-Dokumente. Die Agenten beider Staaten misstrauen sich gegenseitig.

Israel Defense Forces

© Die beiden israelischen Geheimdienste Mossad und Shin Bet sind stärker als bisher angenommen in Südafrika operativ tätig. Geleakte Dokumente des südafrikanischen Nachrichtendienstes SSA belegen, dass das Verhältnis zwischen den Sicherheitsbehörden beider Staaten angespannt ist. Insbesondere Mossad-Agenten treten am Kap „arrogant, respektlos und arglistig“ auf. Im Symbolbild ist eine Spionageeinheit der israelischen Streitkräfte zu sehen. (Quelle: flickr/ Israel Defense Forces)

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Afrika als “Bananenrepublik mit Aidswaisen”

Im Interview mit Alexandra Smit-Stachowski, südafrikanische Journalistin aus Krefeld.

(Autor/ Editor: Ghassan Abid)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

In Deutschland leben wenige südafrikanische Journalisten, die von der Ferne aus die Entwicklungen in ihrem Mutterland verfolgen. Eine dieser Südafrikaner ist Alexandra Smit-Stachowski, die im nordrhein-westfälischen Krefeld ihre neue Heimat gefunden hat. Ihre Eltern stammen ursprünglich aus Deutschland. Infolge eines beruflichen Auftrages am Johannesburger Flughafen im Jahr 1967, wurde der Grundstein für den neuen Lebensabschnitt in Südafrika gelegt. Eines Tages kehrte Alexandra Smit-Stachowski mit ihrer Familie nach Deutschland zurück. Am Kap arbeitete sie als TV-Redakteurin für eine Tageszeitung. Mit Berufserfahrungen bei “Independent on Saturday” oder “The Citizen” bringt sie einen praktischen Einblick in die Kap-Presselandschaft mit. Die Aufgaben der Presse Südafrikas sollten in der Erhebung von Einwänden, das Loben von Entwicklungen und die Bereitstellung von Fakten liegen. Lediglich eine handvoll Medienhäuser kontrolliere den südafrikanischen Markt, welche von unterschiedlichen politischen Agenden geprägt sind. Vor allem die Beziehungen zu den Werbekunden, die der Regierung meist ein Dorn im Auge sind, müssen gehalten werden. Smit-Stachowski wünsche sich eine Presse, die konstruktiv in ihrer Kritik und nicht zerstörerisch in ihrer Berichterstattung vorgeht. Das von der Regierung geplante Gesetz zur Presseregulierung, das „Protection of State Information Bill„, wonach Journalisten bei der Veröffentlichung von sensiblen Informationen mit bis zu 25 Jahren Haft bestraft werden können, erwidert die Journalistin mit der Notwendigkeit, dass Medien und Politik den Dialog miteinander suchen sollten. Letztendlich garantiere die Verfassung Südafrikas Weiterlesen