Schlagwort-Archive: Journalistin

„Bei Ramaphosa habe ich wieder Hoffnung“

Im Interview mit der in Berlin lebenden südafrikanischen Journalistin Anli Serfontein

(Autor: Ghassan Abid)

© Anli Serfontein ist eine südafrikanische Journalistin, Buchautorin, Dokumentarfilmerin und Übersetzerin, mit Wohnsitz in Deutschland. Regelmäßig kommentiert sie in deutschen und ausländischen Medien die politischen Entwicklungen am Kap. Kürzlich stand sie DW-TV für eine Lageeinschätzung zur Verfügung. (Quelle: Screenshot DW-TV)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen ganz herzlich auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die südafrikanische Journalistin Anli Serfontein. Selten stand ein ANC-Bundesparteitag so stark im öffentlichen Fokus. Dabei hat die Wahl von Cyril Ramaphosa zum neuen ANC-Parteivorsitzenden weltweit für ein mediales Echo gesorgt. War der Sieg des Unternehmers zu erwarten oder vielmehr eine Überraschung?

Antwort: Es war die letzten Tage vor der Wahl sehr knapp und viele Leute hatten es gehofft und um die Entscheidung gebangt. Wir haben aber gesehen, dass mit diesen Wahlen der ANC zurzeit in zwei verschiedene Lager gespalten ist.

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Südafrikas „unantastbarer“ Präsident

Jacob Zuma ist der Korruption überführt worden. Doch anstelle der Reue folgt lediglich das Leugnen

(Autoren: 2010sdafrika-Redaktion, Ghassan Abid)

Im November 2013 war die Debatte auf dem Höhepunkt, als es noch darum ging, dass die Public Protector Thuli Madonsela ihren Nkandla-Untersuchungsbericht gegen den Willen der Regierung veröffentlichen wollte. Die Juristin wurde, so ihre eigene Aussage, von oberster Stelle eingeschüchtert und sie habe sogar um ihr Leben gefürchtet. Doch die Ombudsfrau blieb standhaft und kam ihrem unabhängigen Verfassungsauftrag nach. Sie belastete den südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma schwer – wenige Wochen vor den Parlamentswahlen. Das Land erlebt einen schweren Imageschaden.

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© Jacob Zuma ist infolge der Nkandla-Affäre schwer angeschlagen. Die Ombudsfrau Thuli Madonsela hielt in einem 357-seitigen Untersuchungsbericht fest, dass das Staatsoberhaupt Südafrikas öffentliche Gelder für private Zwecke missbraucht hatte. Doch der Regierungschef zeigt keine Reue – und an einen Rücktritt denkt er erst gar nicht nach. Die junge Demokratie am Kap erleidet einen schweren Imageschaden. (Quelle: flickr/ Jack Maringa)

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Kap-Kolumne: Eine Verabredung mit der Geschichte

„Rise and Fall of Apartheid“. Eine Ausstellung im Museum Africa in Newtown, Johannesburg

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger West-Berliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Der Untertitel sei eine bewußte Analogie zu Hannah Arendts Wort von der „Banalität des Bösen“, schreibt Mark Robbins, Executive Director der Ausstellung, in seinem Vorwort zum Katalog. Hannah Arendt, die als Journalistin in Jerusalem den Prozess gegen den Organisator des Holocaust, Adolf Eichmann, beobachtete, gab ihrem Buch den Untertitel „Ein Bericht von der Banalität des Bösen“.

© Die Ausstellung „Rise and Fall of Apartheid“ ist bis zum 29. Juni 2014 im Museum Africa in Newtown/Johannesburg zu sehen. Kap-Kolumnist Detlev Reichel besuchte diese Kunstveranstaltung.

© Die Ausstellung „Rise and Fall of Apartheid“ ist bis zum 29. Juni 2014 im Museum Africa in Newtown/Johannesburg zu sehen. Kap-Kolumnist Detlev Reichel besuchte diese Kunstveranstaltung.

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Demokratische Allianz versinkt in der Peinlichkeit

Rückzug von Mamphela Ramphele als DA-Spitzenkandidatin verursacht Imageschaden. Vorwurf der Intrige

(2010sdafrika-Redaktion)

Im vergangenen Monat veröffentlichte die Demokratische Allianz (DA) , die wichtigste Oppositionspartei Südafrikas, eine Erklärung der bekannten Bürgerrechtlerin Mamphela Ramphele. Sie kündigte ihre eigene Kandidatur als Präsidentschaftskandidatin der DA an und hielt fest: „Ich glaube diese Entscheidung ist im besten Interesse Südafrikas“. Allerdings entpuppte sich diese Wahrscheinlichkeitsvermutung als absoluter Reinfall für die Opposition. Der Imageschaden für die DA ist gewaltig. Der ANC profitiert vom Nichtstun.

    © Die größte Oppositionspartei Südafrikas, die Democratic Alliance (DA), hat einen gewaltigen Imageschaden erlitten. Mamphela Ramphele sollte als Präsidentschaftskandidatin der DA in den Wahlkampf ziehen. Die Meldung ging als Schlagzeile um die Welt. Doch Ramphele zog überraschend ihre Kandidatur zurück. Ihr wird nun eine Intrige vorgeworfen. (Quelle: flickr/ Agang SA)

© Die größte Oppositionspartei Südafrikas, die Democratic Alliance (DA), hat einen gewaltigen Imageschaden erlitten. Mamphela Ramphele sollte als Präsidentschaftskandidatin der DA in den Wahlkampf ziehen. Die Meldung ging als Schlagzeile um die Welt. Doch Ramphele zog überraschend ihre Kandidatur zurück. Ihr wird nun eine Intrige vorgeworfen. (Quelle: flickr/ Agang SA)

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Das Lügenmärchen vom “White Genocide”

Weiße Südafrikaner werden angeblich gezielt ermordet, beruflich benachteiligt und sozial verdrängt

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

Mit der Terminologie „White Genocide“ fühlen sich nicht wenige Südafrikaner weißer Hautfarbe verbunden. Die aus Schwarzen bestehende Mehrheitsgesellschaft würde die weiße Minderheit in der Regenbogennation gezielt ermorden, beruflich benachteiligen und sozial verdrängen. In etlichen Foren, bei Stammtischrunden oder auf Veranstaltungen wird – entweder direkt oder indirekt – auf die scheinbare unterlegene Situation der Weißen hingewiesen. Auch die heute marschierte „Red October-Bewegung“ spricht von der gezielten Auslöschung der Buren. Unterstützt wird sie von mehreren Promis. Doch der nachgesagten Diskriminierung widersprechen die offiziellen Statistiken – und der logische Menschenverstand.

© Weiße Südafrikaner werden von der schwarzen Mehrheitsgesellschaft gezielt attackiert, so die Haupthese der “White Genocide”-Anhänger. Gezielte Ermordung, berufliche Benachteiligung und soziale Verdrängung der Weißen seien zu beobachten. Doch die Realität widerlegt diesen Vorwurf, der auf rassentheoretische Ansätze angelehnt ist. (Quelle: flickr/ Scott Chacon)

© Weiße Südafrikaner werden von der schwarzen Mehrheitsgesellschaft zielgerichtet attackiert, so die Haupthese der “White Genocide”-Anhänger. Gezielte Ermordung, berufliche Benachteiligung und soziale Verdrängung der Weißen seien zu beobachten. Doch die Realität widerlegt diesen Vorwurf, der auf rassentheoretische Ansätze angelehnt ist. (Quelle: flickr/ Scott Chacon)

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„Global South Africans“-Netzwerk in Berlin

Sich für Südafrika einsetzen und der eigenen Heimat etwas zurückgeben. Ein Veranstaltungsbericht

(Autor: Ghassan Abid)

Am 6. September 2013 trafen sich rund 50 Südafrikaner und Südafrika-Freunde zum ersten Deutschland-Treffen des „Global South Africans“-Netzwerks in Berlin. Die geladenen Gäste waren Künstler, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler und Journalisten – darunter auch meine Wenigkeit. Ebenso waren die Südafrikanische Botschaft und South African Airways vertreten. Höhepunkt des Abends war eine leidenschaftliche Rede des globalen Transparency International-Direktors Cobus de Swardt, der selber stolzer südafrikanischer Bürger ist. Es sei nun Zeit, dass die in Deutschland lebenden Südafrikaner Verantwortung für ihr Land tragen. Ein Aufruf zum Engagement.

    © Am 6. September 2013 trafen sich rund 50 Südafrikaner und Südafrika-Freunde zum ersten Deutschland-Treffen des "Global South Africans"-Netzwerks in Berlin, darunter auch Chefredakteur Ghassan Abid (1. Reihe, ganz links). Die Exil-Südafrikaner wurden zum Engagement aufgerufen. (Quelle: Tatjana Dachsel)

© Am 6. September 2013 trafen sich rund 50 Südafrikaner und Südafrika-Freunde zum ersten Deutschland-Treffen des „Global South Africans“-Netzwerks in Berlin, darunter auch Chefredakteur Ghassan Abid (1. Reihe, ganz links). Die in Deutschland lebenden Südafrikaner wurden zum Engagement aufgerufen. (Quelle: Tatjana Dachsel)

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„Versöhnung ist ein nie endender Prozess“

Im Interview mit Antjie Krog, Schriftstellerin und Journalistin

(Autor: Ghassan Abid)

© Antije Krog zählt zu den führenden Schriftstellern in Südafrika. Ihre literarischen Werke zur Aufarbeitung der Apartheid machten die in Kapstadt lebende Autorin international bekannt. Im Vorfeld ihres Auftritts auf dem "Internationalen Literaturfestival Berlin" stand Krog für ein Interview mit "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" zur Verfügung. (Quelle: Krzysztof Zielinski)

© Antije Krog zählt zu den führenden Schriftstellern in Südafrika. Ihre literarischen Werke zur Aufarbeitung der Apartheid machten die in Kapstadt lebende Autorin international bekannt. Im Vorfeld ihres Auftritts auf dem „Internationalen Literaturfestival Berlin“ stand Krog für ein Interview mit „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ zur Verfügung. (Quelle: Krzysztof Zielinski)

Deutsche Interview-Zusammenfassung:

Antjie Krog zählt zu den führenden Schriftstellern Südafrikas. Die in Kapstadt lebende Autorin ist international für ihre Analysen des Lebens in Südafrika bekannt. Sie beleuchtet nicht nur die Lebenswirklichkeit der weißen, sondern auch die der schwarzen Bevölkerung. In ihrem bislang populärsten Buch „Country of My Skull” befasste sie sich mit der Aufarbeitung der Apartheid im Rahmen der Wahrheits- und Versöhnungskommission. Sie hält fest, dass die Versöhnung ein nie endender Prozess ist.

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