Schlagwort-Archive: Justizsystem

„Satiriker und Medien müssen zusammenhalten“

Südafrikas führender Karikaturist Jonathan „Zapiro“ Shapiro verurteilt Charlie Hebdo-Attentat in Frankreich

(Autor: Ghassan Abid)

Nachdem am gestrigen Mittwoch gezielt die Redaktion von Charlie Hebdo in der französischen Hauptstadt attackiert wurde, befindet sich die weltweite Öffentlichkeit im Schock. Zwölf Personen wurden getötet, darunter Charlie Hebdo-Chefredakteur Stéphane Charbonnier alias „Charb“. Nun meldet sich Südafrikas führender Karikaturist „Zapiro“ zu Wort. Er fordert in einem Interview den Zusammenhalt von Satirikern und Medien. Es müsse um die Pressefreiheit gekämpft werden.

UCT Alumni Events

© Südafrikas führender Karikaturist Jonathan „Zapiro“ Shapiro verurteilt das Charlie Hebdo-Attentat in der französischen Hauptstadt, bei dem zwölf Menschen ums Leben kamen. Er betont, dass es nun darauf ankomme, dass Satiriker und Medien zusammenhalten. Es müsse um die Pressefreiheit gekämpft werden. (Quelle: flickr/ UCT Alumni Events)

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Im Zweifel für das Justizsystem Südafrikas

Chefermittler Hilton Botha unter Mordverdacht: Pannenserie erfasst auch Pistorius-Fall

(Autor: Ghassan Abid)

Update vom 22.02.2013: Oscar Pistorius kommt gegen Kaution frei. Dem Antrag der Verteidigung ist stattgegeben worden. Die Familie des Sportlers jubelte im Gerichtssaal. Die Staatsanwaltschaft steht unter Druck.

Südafrikanische Rechtsprozesse leiden nicht selten an Verfahrensfehlern und an einer unsauberen Ermittlungsarbeit. Insbesondere im Strafverfahren schleichen sich immer wieder Fälle von unrechtmäßigem Verhalten bei Polizisten, Staatsanwälten und Richtern ein. Zuma und Pistorius teilen in diesem Kontext ausnahmsweise eine Gemeinsamkeit, die die Justiz des Landes in Verruf bringt.

© Jeder demokratische Staat zeichnet sich unter anderem durch die horizontale Gewaltenteilung aus: Exekutive, Legislative und Judikative. In Südafrika ist das Rechtssystem nach wie vor unabhängig, doch offenbarte es in vielen Fällen erhebliche Schwächen. Die Anklageverfahren gegen Präsident Jacob Zuma zeigten, dass noch Handlungsbedarf besteht. Auf dem Foto ist das Pietermaritzburg-Gericht zu sehen, an welchem eine zweifelhafte Staatsanwaltschaft tätig wurde. (Quelle: flickr/ champagne for monkeys)

© Jeder demokratische Staat zeichnet sich unter anderem durch die horizontale Gewaltenteilung aus: Exekutive, Legislative und Judikative. In Südafrika ist das Rechtssystem nach wie vor unabhängig, doch offenbarte es in vielen Fällen erhebliche Schwächen. Die Anklageverfahren gegen Präsident Jacob Zuma zeigten, dass noch Handlungsbedarf besteht. Auf dem Foto ist das Pietermaritzburg-Gericht zu sehen, an welchem eine zweifelhafte Staatsanwaltschaft tätig wurde. (Quelle: flickr/ champagne for monkeys)

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Indizien belasten Pistorius

Südafrika könnte sein eigenen O.J. Simpson-Prozess bekommen: Die Öffentlichkeit als Co-Richterbank

(Autor: Ghassan Abid)

Die Strafverfolgungsbehörde „National Prosecuting Authority (NPA)“ agiert im Fall Pistorius bisher noch sehr besonnen, sachlich und äußerst vorsichtig. Die ganze Welt ist auf einen Fall aufmerksam geworden, der das südafrikanische Justizsystem mit der Mordanklage gegen Leichtathlet Oscar Pistorius automatisch in den Vordergrund gerückt hat.

© Neuere Erkenntnisse bringen Südafrikas bekanntesten Sportler Oscar Pistorius unter starkem Druck. Drei Indizien belegen die These, dass der Leichtathlet seine Freundin Reeva Steenkamp vorsätzlich getötet haben soll: Cricketschläger, CCTV-Aufnahme und Einbruchsunwahrscheinlichkeit. (Quelle: Privatfoto)

© EXKLUSIV-Bild: Neuere Erkenntnisse bringen Südafrikas bekanntesten Sportler Oscar Pistorius unter starkem Druck. Drei Indizien belegen die These, dass der Leichtathlet seine Freundin Reeva Steenkamp vorsätzlich getötet haben soll: Cricketschläger, CCTV-Aufnahme und Einbruchsunwahrscheinlichkeit. (Quelle: Privatfoto)

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen nach wie vor von einer vorsätzlichen Tötungsabsicht aus. Oscar Pistorius steht im dringendem Tatverdacht, seine Freundin Reeva Steenkamp in den Morgenstunden des Valentinstags 2013 im eigenen Haus in Pretoria getötet zu haben. Bislang sind drei Indizien bekannt geworden, die für eine mögliche Verurteilung des Sportlers herangezogen werden könnten. Pistorius droht eine lebenslange Haftstrafe.

Indiz-Nummer 1: Der Cricketschläger

Ersten Pressemeldungen zufolge ist ein blutverschmierter Cricketschläger gefunden worden, der wohl als Tatwaffe gegen Steenkamp angewendet wurde. Nur so lasse sich der Schädelbruch am 29-jährigen Opfer erklären, wird von der Zeitung „City Press“ gemutmaßt.

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