Schlagwort-Archive: Karikatur

Jacob Zuma, der respektierte Taktiker

Wahlkampfstrategie zum 53. ANC-Parteitag: lachen, barmherzig sein und traditionsbewusst auftreten

(Autoren: Ghassan Abid, 2010sdafrika-Redaktion)

– ANC-Parteitag-Spezial –

Der Parteivorsitzende des Afrikanischen Nationalkongresses und Präsident der Republik Südafrika, Jacob Gedleyihlekisa Zuma, ist ein klassischer Machtpolitiker. Er weiß genau, wann und wie aufzutreten ist, mit wem an welchem Tag über welches Thema zu sprechen ist und wann es angebracht ist, einfach mal nichts zu sagen. In Anbetracht der Wiederwahlambitionen Zumas im Dezember 2012 zum Parteivorsitzenden und darauf aufbauend zum Staatspräsidenten verfolgt er gegenwärtig folgende Strategie: viel lachen, barmherzig sein und traditionsbewusst auftreten.

    © Jacob Zuma (hier Archivbild) ist ein klassischer Machtpolitiker, der äußerst taktisch vorgeht und mit seinem Charme vor allem bei den Zulus viel Vertrauen genießt. Seine aktuelle Strategie basiert auf Lachen, Barmherzigkeit und Traditionsbewusstsein. Er ist klarer Favorit im Hinblick auf die Verlängerung seiner Posten als ANC-Parteivorsitzender und Staatspräsident der Republik Südafrika. Der 53. Bundesparteitag in Mangaung im Dezember 2012 steht unter dem Zeichen von Zuma. (Quelle: flickr/ South African Tourism)

© Jacob Zuma (hier Archivbild) ist ein klassischer Machtpolitiker, der äußerst taktisch vorgeht und mit seinem Charme vor allem bei den Zulus viel Vertrauen genießt. Seine aktuelle Strategie basiert auf Lachen, Barmherzigkeit und Traditionsbewusstsein. Er ist klarer Favorit im Hinblick auf die Verlängerung seiner Posten als ANC-Parteivorsitzender und Staatspräsident der Republik Südafrika. Der 53. Bundesparteitag in Mangaung im Dezember 2012 steht unter dem Zeichen von Zuma. (Quelle: flickr/ South African Tourism)

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Kap-Kolumne: „Der Speer“ wurde begraben

Südafrika zwischen Himmel und Erde. Der irdische Streit entweicht den Sternen; zumindest vorerst.

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger West-Berliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Der Speer wurde begraben. Die Saga um das Gemälde „The Spear“ – Der Speer – des Künstlers Brett Murray hat vorerst ein versöhnliches Ende gefunden. Der ANC zieht seine Klage vor Gericht zurück, die Galerie hängt das Gemälde ab und die Zeitung City Press löscht das Bild von ihrer Website. Die Fragen jedoch, die dieser Streit aufgeworfen hat, stehen weiter im Raum.
Die Chefredakteurin der Zeitung City Press, Ferial Haffajee, schreibt in einer sehr persönlichen Kolumne: „Der Speer ist abgelegt, aus Fürsorge und Furcht.“ (The spear is down, out of care and fear.) Sie wolle zur Heilung in der Gesellschaft beitragen, meint Haffajee, die Hitze aus einer zunehmend überhitzten gesellschaftlichen Atmosphäre herausnehmen und ihre Redakteure sowie die Zeitungsverkäufer auf der Straße schützen wollte. Freilich schwirren zig Fotodateien davon im Internet herum. Aber darum geht es nicht.

Tausende Südafrikaner folgten dem ANC und demonstrierten gegen die Zeitung City Press. Diese Presseeinrichtung gab nach und der ANC zeigte, dass er weiterhin viel Macht am Kap genießt. Der Speer-Fall hat sich längst zu einem Paradebeispiel dafür etabliert, dass die Medien im Umgang mit dem ANC die Konsequenzen bedenken sollten.

Was zunächst als eine scharfe Debatte um Kunstfreiheit versus persönliche Rechte daherkam, wandelte sich innerhalb einer Woche zu einer teils bitteren Auseinandersetzung um die Gefühle einer ganzen Nation. Mehrere tausend Menschen demonstrierten am Dienstag – dem Aufruf des ANC und seiner Verbündeten folgend – in unmittelbarer Nähe zur Goodman Gallery in Johannesburg. „Hier geht es nicht um Zuma“, sagt ein Teilnehmer der Zeitung Mail&Guardian, „hier geht es um kulturelle Unterschiede. Brett Murray hat das Recht zu sagen, was er will. Aber er sollte sich im Klaren darüber sein, wen er beleidigt. Es ist vollkommen falsch einen Ältesten mit heraushängenden Genitalien zu porträtieren. Wie würden Sie empfinden, wenn man Ihren Vater so malt?“ Der Streit hat gezeigt, wie wund die Gesellschaft noch ist, nur achtzehn Jahre nach dem Ende einer 350-jährigen Geschichte kolonialer Herrschaft mit den letzten vierzig Jahren eines gnadenlos rassistischen Gewaltregimes namens Apartheid. Dies ist eine Seite der Medaille.

Mit dem Aufruf zum Boykott der Zeitung City Press sowie mit der Demonstration zur Galerie haben die ANC-Führung und ihre Verbündeten gewiss einen Nerv getroffen und ihre Muskeln spielen lassen. Sie müssen sich aber nun die Frage gefallen lassen, ob sie hier nicht auch die Gunst der Stunde nutzen, um politisch zu punkten – und dabei ziemlich heftig überziehen. Es ist daher gar nicht ausgemacht, ob der „Speerkampf“ am Ende dem ANC-Präsidenten Jacob Zuma zu seiner Wiederwahl im Dezember in Mangaung beim nationalen Parteitag des ANC verhelfen wird, wie dies so mancher Kommentator spekuliert. Mangaung ist noch ein paar Monate hin, in dieser Zeit fließt viel Wasser den Orange River hinunter.

Griff nach den Sternen

Während die Menschen also ihre Wunden lecken, kam die aufregende Nachricht vom größten internationalen wissenschaftlichen Projekt der nächsten Jahrzehnte gerade recht. Südafrika, und damit der Kontinent, erhielt den Löwenanteil (70 Prozent) des Baus der gigantischen Teleskopanlage SKA (Square Kilometre Array). Südafrika teilt sich dieses Projekt mit Australien und Neuseeland. Das SKA wird in der Halbwüste Karroo gebaut und soll, wenn fertiggestellt, weiter ins Weltall hineinsehen könne könne, als jedes bisherige Großteleskop. Die Wissenschaft erwartet damit neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums.

© Südafrika erhält mit einem Anteil von 70 Prozent den Zuschlag für das SKA-Forschungsprojekt. In der Halbwüste Karroo ist der Bau dieser gigantischen Anlage vorgesehen. Australien und Neuseeland beteiligen sich ebenfalls am Projekt. Die Teleskopanlage soll noch tiefer ins Weltall blicken können. Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums. (Quelle: Dr Nadeem Oozeer/ SKA South Africa)

© Südafrika erhält mit einem Anteil von 70 Prozent den Zuschlag für das SKA-Forschungsprojekt. In der Halbwüste Karroo ist der Bau dieser gigantischen Anlage vorgesehen. Australien und Neuseeland beteiligen sich ebenfalls am Projekt. Die Teleskopanlage soll noch tiefer ins Weltall blicken können. Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums. (Quelle: Dr Nadeem Oozeer/ SKA South Africa)

In den Weiten des Weltalls mag der „Streit um den Speer“ zu Winzigkeit schrumpfen. Die in diesem Streit aufgeworfenen und die Gesellschaft spaltendnen Probleme werden die Menschen hinieden in Südafrika noch sehr lange beschäftigen.

Kap-Kolumne: Die Never-Ending-Story

Grotesker „Speer-Fall“: Bürgerkrieg verhindert, weinender Zuma-Anwalt und Bill Clinton als Vorbild

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger West-Berliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Es ist verrückt! Der „Speer-Fall“ wird immer grotesker. Das Hohe Gericht von Süd-Gauteng hat die Anhörung der Klage heute auf unbestimmte Zeit vertagt. Grund: Der Anwalt des Klägers Jacob Zuma, Gcina Malindi, brach während der Befragung durch die drei Richter(innen) in Tränen aus. Man kann davon ausgehen, dass dies keine Show, sondern eine tiefe emotionale Regung war, berichtet City Press-Journalist Adriaan Basson: „It was raw, deep pain and emotion.“ Das Bild des Künstlers Brett Murray, aber auch der Umgang damit durch die Medien und durch die Politik, hat die Nation in tiefe Turbulenzen gestürzt.

© Das in Johannesburg angesiedelte Hohe Gericht von Süd-Gauteng, der South Gauteng High Court, wird zunehmend politisiert. Den drei Richtern droht eine auferzwungene Partizipation an einer parteipolitischen Debatte. (Quelle: Barsov/ Wikimedia)

© Das in Johannesburg angesiedelte Hohe Gericht von Süd-Gauteng, der South Gauteng High Court, wird zunehmend politisiert. Den drei Richtern droht eine auferzwungene Partizipation an einer parteipolitischen Debatte. (Quelle: Barsov/ Wikimedia)

Der Anwalt stimmte während der Befragung mit dem Richter überein, dass dies keine rassische Angelegenheit (racial issue) sei. Er vertrat jedoch die Ansicht, nur eine gebildete Elite sei in der Lage, derartige Kunst zu verstehen.

Barend La Grange, der Mann, der die beiden roten X über Gesicht und Genitalien gemalt hat, sagt, dass er einen „Bürgerkrieg“ verhindern wollte. Auch wenn das drastisch und übertrieben klingt, so ist doch ein Körnchen Wahrheit darin. Er wollte mit seiner Aktion gewissermaßen die Hitze aus der hoch emotionalen Auseinandersetzung herausnehmen.
La Grange sagt weiter, seine Aktion sei nicht Kunst, sondern eine Art Abstimmung, wie bei einer Wahl. Das X durchs Gesicht bedeute, er sei gegen den Kurs der Regierung, das X weiter unten sei sein Votum gegen ein „unsensibles“ Werk, das den Präsidenten des Landes verunglimpfe.

Mail & Guardian-Kolumnist Khaya Dlanga empfiehlt indessen seinem Präsidenten, sich an Bill Clinton ein Beispiel zu nehmen, der während seiner Lewinsky-Affäre dem Rat von Nelson Mandela gefolgt war und sich auf seine Arbeit konzentriert hat: „Personally, I don’t want my president to become a joke, but I do want my president to take a joke. I don’t want my president to be treated as a man without dignity, but I do want him to be dignified when he is treated without dignity. I don’t want my president to be overly sensitive, but I do want him to navigate around difficult issues with sensitivity and wisdom.
Mr. President, take the advice Nelson Mandela gave to Bill Clinton. Focus on the job at hand and ignore the distraction and create a legacy so great we can’t ignore.

Die wichtige Debatte – indessen, über die Gewichtung von verschiedenen Bürgerrechten in der Verfassung – soll mal wieder durch ein Gericht geregelt werden. Die Richter sind nicht zu beneiden. Eigentlich sollen sie Recht sprechen, müssen aber Politik machen.

Und auch das ist ein Ergebnis dieses grotesken Falles. Der ANC hat das Ereignis geschickt aufgegriffen und bei seiner Wählerschaft gepunktet. Vor allem der Präsident wird gestärkt daraus hervorgehen, was ihm beim nächsten Bundesparteitag des ANC in Mangaung zugute kommen wird.

Kap Kolumne: Was darf Satire?

https://2010sdafrika.wordpress.com/2012/05/21/kap-kolumne-was-darf-satire/

Kap-Kolumne: Kunst in Aktion oder Vandalismus?

https://2010sdafrika.wordpress.com/2012/05/22/kap-kolumne-kunst-in-aktion-oder-vandalismus/

Kap-Kolumne: Kunst in Aktion oder Vandalismus?

Follow-Up: Gericht vertagt „Der Speer-Fall“ und somit die Bewertung der Kunstfreiheit in Südafrika.

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger West-Berliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

War das Vandalismus oder Aktionskunst? Zwei Galerie-Besucher – angeblich ein Universitätsprofessor und ein Teenager – überschmierten das umstrittene Gemälde des Brett Murray in der Goodman Gallery in Johannesburg mit roter und schwarzer Farbe. Die dem derzeitigen Präsidenten Südafrikas ähnlichen Gesichtszüge und das gemalte Geschlechtsteil sind somit vorerst abgedeckt.

Eklat! Zwei Galerie-Besucher zerstören in der Goodman Gallery in Johannesburg das Gemälde „The Spear“.  Während der ANC das Werk des Künstlers Brett Murray als „rassistisch“ einstufte, vertagte das Gericht am heutigen Tage die weitere juristische Auseinandersetzung zur Bewertung der Kunst- und Meinungsfreiheit am Kap.

Die Klage gegen die Galerie und den Künstler bleibt bestehen, sagte ein ANC-Sprecher nach dem Vorfall. Das Hohe Gericht von Süd-Gauteng vertagte indessen die Anhörung zur Sache auf Donnerstag. Wegen der „nationalen Bedeutung“ der Auseinandersetzung verlangte der Vorsitzende Richter ein volles Gericht mit drei Richtern.

Die Aktion in der Galerie ist vorläufiger Höhepunkt einer rasanten Entwicklung um die Ausstellung „Hail to the Thief II“ des Künstlers Murray seit Freitag vergangener Woche. Als unwürdigen Zirkus bezeichnete der Journalist und Kunstkritiker Matthew Partridge in der Zeitung Mail & Guardian den Umgang der Medien mit dem Gemälde. Partridge spielte damit auch auf die Posen von Kollegen an, die mit ihren Händen am inkriminierten Teil des Bildes herummachten und sich dabei abbilden ließen. Das Bild selber wertere der Kunstkritiker als pubertäre Satire von der Güte eines Schuljungen, der den Rektor ärgern will.

ANC-Generalsekretär Gwede Mantashe bezeichnete das Bild als „rassistisch“. In afrikanischen Sprachen ist der verbale Ausdruck für Geschlechtsteile die schlimmste Beschimpfung und Beleidigung, die man einer Person zufügen kann. Werde jemand mit einem solchen Wort beschimpft, „bedeutet das Krieg“, brachte es Blade Nzimande auf den Punkt. Nzimande, Chef der mit dem ANC verbündeten Kommunistenpartei SACP, meinte manche Leute wüßten offenbar nicht, „in welcher Welt wir leben“.

In der Tat, in diesem Land treffen „erste“ und „dritte“ Welt unter einem Dach aufeinander. Diese Auseinandersetzung im gesellschaftlichen Überbau spiegelt deutlich die Widersprüche der südafrikanischen Gesellschaft wider. Was Kolonialismus und Apartheid mit Hilfe von Rassenideologie und brutalster Gewalt über 300 Jahre lang zu trennen und unterdrücken versuchte, muss nun zusammenfinden. Südafrika wird sich noch sehr viel Zeit geben müssen.

Vor diesem Hintergrund darf man gespannt sein, wie die Richter in dieser Sache entscheiden werden. Sie haben die salomonische Aufgabe, die verfassungsrechtlich garantierte Freiheit der Meinung und der Kunst mit dem Schutz der Menschenrechte und der kulturellen Identität eines jeden Bürgers in Einklang zu bringen.

Kap-Kolumne: Was darf Satire?

Gemälde „Der Speer“ entzweit Südafrika. Regierung verklagt Galerie und Zeitung.

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger West-Berliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Es ist wie beim Fußball, wenn zweiundzwanzig Spieler auf dem Rasen kicken und eine Million Trainer und Schiedsrichter vor der Mattscheibe sitzen. So wurde Südafrika über Nacht eine Nation von Kunstkritikern. Zustande gebracht hat das ein satirisches Gemälde des Kapstädter Künstlers Brett Murray. Es zeigt einen in Lenin-Pose stehenden Mann, dessen Penis deutlich sichtbar aus der Hose hängt. Das Problem: Der Mann trägt die Gesichtszüge des Präsidenten der Republik.

Der Titel des Werkes lautet „The Spear“; zu Deutsch: „Der Speer“. Das Bild, Teil einer Ausstellung des Künstlers in der Goodman Gallery in Johannesburg, wäre wahrscheinlich von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt nach Deutschland gewandert. Ein deutsches Ehepaar hat es für 136.800 Rand gekauft – wenn, ja wenn die Medien und der ANC es nicht an die große Glocke gehängt hätten. Am Dienstag wird ein Gericht entscheiden müssen, ob die Galerie das Bild abhängen muss oder nicht. Zuma und der ANC klagen gegen die Galerie und die Zeitung City Press, die das Bild auf ihrer Website abgebildet haben. Die Zeitung widmete zudem in ihrer Sonntagsausgabe neben dem Aufmacher auf Seite eins zwei volle Innenseiten der „Großen Speer-Debatte“ (The Great Spear Debate).

Das Gemälde „The Spear“ des Kapstädter Künstlers  Brett Murray schockiert Präsident Jacob Zuma. Es laufen nun Klagen gegen die Johannesburger Goodman Gallery und die Zeitung City Press. Mehrere südafrikanische Medien haben bereits auf eine Abbildung des Geschlechtsorgans verzichtet.

Das Murray-Gemälde hat die Nation gespalten. Die einen sagen, hier werde die Würde des Präsidentenamtes besudelt sowie die Menschenwürde der Person Jacob Zuma verletzt. Zuma selber erklärte, er sei schockiert und fühle sich persönlich beleidigt und verletzt. Gugu Zuma, eine seiner Töchter, gab im Namen der Großfamilie eine schneidende Stellungnahme zur Unterstützung des Vaters ab. Ebenso stellten sich Kabinettsmitglieder an die Seite ihres Regierungschefs.

Auf der anderen Seite pochen Künstler, Journalisten, Kommentatoren, Akademiker auf die in der Verfassung garantierte Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst. Galerie-Chefin Lisa Essers lehnte die Aufforderung der Regierung, das Bild sofort abzuhängen, als versuchte Zensur ab.

Über Geschmack läßt sich bekanntlich schlecht streiten. Ob das Gemälde nun „künstlerisch wertvoll“ ist oder nicht, dieses Urteil überlasse ich gern berufeneren Menschen. Das Werk spielt auf den lustvollen Lebensstil des Jacob Zuma an und bringt natürlich mit dem Namen des Bildes noch eine weitere Konnotation hinein: „Der Speer der Nation“ war der militärische Flügel des ANC während des Befreiungskampfes. Das trifft einen sehr sensiblen Nerv in der Mitgliedschaft des ANC.

Eines hat Brett Murray mit seinem provokatorischen Werk erreicht: Sich und seine Kunst bekannt zu machen sowie eine öffentliche Diskussion über Freiheit der Kunst und der Satire.

Kurt Tucholsky schrieb den berühmten Satz: „Was darf Satire? Alles!“ Ob das Gericht dies auch so sehen wird, bleibt abzuwarten. Das Delikt der „Majestätsbeleidigung“, freilich, gibt es nicht in einem demokratisch verfassten Staat.

2010sdafrika-Interview mit dem provokanten Karikaturisten Zapiro:

https://2010sdafrika.wordpress.com/2012/02/25/zapiro-im-exklusiv-interview/

Zapiro im Exklusiv-Interview

4.000 Cartoons und 15 Bücher. Johnathan Shapiro über sein Leben, Meinungsfreiheit und Politik

(Autorin: Annalisa Wellhäuser)

© Johnathan Shapiro alias Zapiro, Südafrika´s einflussreichster und provokantester Cartoonist. Er stand bereits mehrfach in Konflikt mit der Regierung.

Egal in welche südafrikanische Zeitung man schaut, man wird mit großer Wahrscheinlichkeit eine von Zapiro gezeichnete Karikatur finden, die die Politik Südafrikas kommentiert. Wer kennt ihn nicht, den berühmten Cartoon, der den derzeitigen südafrikanische Präsidenten Jacob Zuma mit einem Duschkopf über seinem Haupt zeigt; in Anspielung auf seine Aussage, er habe nach dem Geschlechtsverkehr mit einer HIV-positiven Frau geduscht. Zapiro, geboren 1958 in Kapstadt als Jonathan Shapiro, ist zur Zeit der berühmteste Cartoonist Südafrikas. Seine Zeichnungen erscheinen im Mail and the Guardian , der Sunday Times und der Times. Außerdem wurde seine Kunst bereits in Ausstellungen in der ganzen Welt gezeigt und er erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

© Karikatur von Zapiro: Präsident Jacob Zuma glaubt AIDS wegduschen zu können. Die Zeichnung basiert auf eine Aussage Zuma´s.

Zapiro entdeckte seine Leidenschaft für das Zeichnen bereits als Kind, als er in einer Art Selbsttherapie die Monster aus seinen nächtlichen Albträumen malte. Auf diese Weise überkam er diese Träume und genoss zugleich die Malerei. Seit diesem Zeitpunkt war es sein Traum, Künstler zu werden. Er nahm an Zeichenwettbewerben teil und war in der Schülerzeitung aktiv. Für diese erfand er den kleinen ,,Prepi”, der alles kommentierte, was in der Vorschule passierte.

Mit Politik kam Zapiro dann auch als bald in Kontakt. Schon im jungen Alter machte ihn seine Mutter darauf aufmerksam, dass sie in einer ,,falschen” Gesellschaft leben würden. Seine erste, ,,so in der Art„ politische Erfahrung hatte er als Verwoerd1 ermordet wurde und er mit den anderen Kindern in seiner Schule für diesen beten sollte. Zapiro erinnert sich daran, dass er verwirrt war und sich dachte ,,Hey, dieser Typ war nicht gut!”. Im weiteren Verlauf seiner Schulzeit war er stets auf Kriegsfuß mit dem Trend, Apartheid zu unterstützen, welcher sogar unter den englischen Südafrikanern geherrscht habe. Allerdings war er während dieser Zeit noch nicht politisch aktiv. Nach der Schule studierte Zapiro Architektur; nicht weil er sich für das Fach interessierte, sondern um zu verhindern, in die Armee eingezogen zu werden. Als er sich dann dazu entschloss, Grafikdesign zu studieren, um ein Cartoonist zu werden, wurde er einberufen. Bei der Armee verweigerte er eine Waffe zu tragen. Also musste er stattdessen eine schwere Holzattrappe mit sich ,,herumschleppen“ und wurde zum Gespött seiner Kollegen. Einmal habe er sogar mit der Attrappe Wache stehen müssen, was er als absolut lächerlich empfand.

Jedoch konnten seine Kollegen nicht lange über ihn lachen, denn er zeigte ihnen, wie gut er mit der schweren Attrappe umgehen konnte, indem er all das tat und meisterte, was seine Genossen mit ihren Waffen bewerkstelligen mussten. Dies war seine Art zu rebellieren und seine politische Botschaft zu verbreiten. Man habe geglaubt, er sei ein Kommunist und er wurde als gefährlich angesehen. Zu der Zeit war Zapiro noch nicht politisch aktiv, da die UDF (United Democratic Front) erst ein Jahr nach seinem Einzug in die Armee gegründet wurde. Als diese dann ins Leben gerufen wurde, wollte er unbedingt mitwirken. Ebenso taten es seine Mutter, seine Schwester und viele seiner Freunde. Plötzlich gab es da diese ,,non-racial“ Gruppe, die sich für sie richtig anfühlte: Viel offener und viel stärker mit der nationalen Politik verbunden. Es gab auch eine Verbindung mit dem ANC (African National Congress), allerdings wollte er nicht mit diesem involviert sein oder gar darüber sprechen, denn würde dies ,,ans Licht kommen„ wäre es gefährlich geworden. Letztendlich kam es sogar dazu, dass er und einige seiner Familienmitglieder in Gewahrsam genommen wurden.

© Karikatur von Zapiro: Das Gerechtigkeitssystem in Form einer Frau wird von ANC, ANCYL, SACP und Gewerkschaft COSATU zu Boden gedrückt, während Präsident Jacob Zuma seine Hose zum bevorstehenden "Akt" öffnet - zur Vergewaltigung.

Zapiro wollte jedoch nie ein Politiker werden. Er sieht einen großen Unterschied zwischen jemandem, der professionell Politik betreibt und einem politischen Aktivisten. Seiner Meinung nach hätten es nur wenige Leute gemeistert, die Ideale ,welche sie im Kampf gegen die Apartheid hatten, beizubehalten. Der Rest der Leute sei korrupt und bequem geworden; nur ihren persönlichen Gewinn im Blick habend. Auch hätten sich einige gegen die Leute gewendet, welche sich außerhalb der Partei für gute Dinge engagiert hätten. ,,All dies würde ich hassen„, so Zapiro. Seiner Ansicht nach braucht das Land jene Leute, die Politiker werden und sowohl konzentriert bleiben als auch altruistisch und nicht korrupt sind. Allerdings brauche Südafrika auch eine Zivilgesellschaft und die Medien. Deshalb sieht Zapiro seine beste Rolle als visueller Kolumnist und zu einem kleinen Teil auch als Aktivist. Um seine Zeichnungen zu Papier bringen zu können, bedarf es natürlich einer Menge Recherche über die Politik. Hierfür hört Zapiro viel Radio, liest viele verschiedene Zeitungen und nutzt das Internet. Auch zeichnet er einige Sachen im Fernsehen auf. Insgesamt erhält er somit diverse Darstellungen desselben Themas und kann sich seine eigene diesbezügliche Meinung bilden.

Zapiro erklärt, dass Cartoons hauptsächlich Gedanken und Kommunikation seien, quasi 80% Idee und 20% Zeichnung. Man könne der beste Künstler überhaupt sein – das helfe nicht, wenn die Idee hinter der Zeichnung schwach sei. Andererseits, wenn die Botschaft eine starke sei, dann würde die Zeichnung nur einen kleinen Teil des Cartoons ausmachen. Als Beispiel bezieht sich Zapiro auf einen sehr starken, seiner Meinung nach einer seiner besten Cartoons, welcher eigentlich nur eine weiße Seite zeigte mit dem Untertitel „Weiße, die nie von der Apartheid profitiert haben“. Er habe den Cartoon deshalb gemacht, weil er es Leid gewesen sei, dass ein Teil der weißen Bevölkerung bestritt, von der Apartheid gewusst und von dieser profitiert zu haben; für diese verantwortlich gewesen zu sein.

© Karikatur von Zapiro: Weiße Südafrikaner haben von der Apartheid profitiert.

Mit seinen Karikaturen möchte Zapiro die Menschen zum Denken anregen. Vielleicht würden manche Leute sagen „Hey, das ist genau, was ich meine, ich wusste es nur nicht auszudrücken.“ Allerdings sei es nicht seine Absicht, nur die Menschen anzusprechen, welche genau so denken würden wie er; dies würde seiner Meinung nach keinen Sinn ergeben. Manche Leute stimmen ihm zu, manche nicht. Zapiro will auch nicht diejenigen überzeugen, die komplett anders denken als er. Seine Hauptzielgruppe seien die Leute „der Mitte“, welche er mit etwas Überzeugungskraft zu einer neuen Denkweise bewegen könne.

Auf die Frage, zu welchem durch die Gesellschaft oder Politik ,,verbotenen„ Thema er gerne einen Cartoon machen würde, antwortet er , dass er sich nicht sagen lassen würde, worüber er zeichnen könne und worüber nicht. Es sei vielmehr er selbst, der sich von sich aus zurückhalte, wenn es um ein bestimmtes Thema gehe. Er mag es nicht, Menschen extrem zu beleidigen, wenn diese verletzlich seien. Dennoch sei sein Toleranzbereich bezüglich über welches Thema man einen Cartoon zeichnen könne, doch noch viel größer. Wenn er der Auffassung sei, jemand greife andere Menschen an, dann nehme er kein Blatt vor den Mund. Zum Beispiel empfindet er, dass Religion eine großes Ausmaß an Schaden angerichtet habe in Bezug auf homosexuelle Menschen und Frauen. Auch habe sie die Verbreitung von HIV gefördert. Diesbezüglich würde er wirklich hart gegen die hierfür verantwortlichen Personen an der Macht vorgehen.

Zapiro fährt fort. Er habe Cartoons gemacht , die andere Menschen als extrem beleidigend empfunden hätten. Es sei sehr schwierig, sich mit bestimmten Themen rund um Tradition und Kultur in seinen Cartoons auseinanderzusetzen. Denn es gebe Menschen, die diese Themen in einer Weise behandeln würden, als handele es sich um Religion. Und gerade zurzeit käme es sehr oft vor, dass Cartoons absichtlich missinterpretiert würden, um jemanden als Rassisten darzustellen, der gar keiner ist.

Zapiro bekommt nicht nur positive Rückmeldungen bezüglich seiner Arbeit. Präsident Jacob Zuma habe ihn schon verklagt, weil er über ihn in seinen Cartoons gezeichnet hat. Zapiro glaubt an die südafrikanische Verfassung und das diese stark genug sei, Meinungsfreiheit zu schützen. Zapiro erklärt, dass seine eigene Politik sich nicht geändert habe, aber jene von einigen Menschen in Machtpositionen. Und er sei froh, dass er nicht so eingeschränkt sei wie diese, wenn es darum ginge, das zu sagen was denkt. Wenn er an etwas glauben würde, würde er sich dafür einsetzen und sagen was er glaubt.

Ich spreche Zapiro auf die Meinung einiger Leute in Südafrika an, welche behaupten, eine Art ,,umgedrehte Apartheid„ sei im Aufschwung, in welchem schwarze Südafrikaner gegenüber den anderen Kulturen dominieren würden. Zapiro antwortet, dass dies eines der Themen sei, wo er entweder in die eine oder andere Diskussion einsteigen würde, abhängig davon, wer sein Gesprächspartner sei. Einerseits, wenn er mit seinen alten Kameraden sprechen würde, dann würde er sich tierisch aufregen über das Ende von ,,non racialism“ und das Aufkommen von einer gewissen Form von Nationalismus und Elitismus. Andererseits, wenn er mit solchen weißen Südafrikanern sprechen würde, die während Apartheid nie etwas mit Politik zu tun gehabt hätten und sich auf uninformierter Art und Weise darüber aufregen, wie schlimm alles sei und dass es einen ,,umgekehrten Rassismus„ gäbe, dann führe er eine komplett andere Diskussion. Er würde versuchen, ihnen zu erklären, wie viel besser die Dinge jetzt seien. Er sagt, es gäbe immer noch einen bestimmten Rassismus innerhalb der weißen Bevölkerung. Und nach wie vor seien es immer noch vor allem weiße Menschen, die an der Spitze der Macht in vielen wichtigen Bereichen seien. Er denkt, dass die sogenannte ,,affirmative action„ nicht immer fehlerlos praktiziert würde und er sei die letzte Person, die sage, dass alles in Ordnung sei. Aber zu behaupten, die Dinge seien genau wie zu Apartheidszeiten, nur umgedreht, sei nicht wahr, sondern absoluter Blödsinn.

In Bezug auf Julius Malema`s Gesang ,,Kill the Boers„ (Tötet die Buren) sagt Zapiro, dass sein Verhalten ,,krass „ und falsch gewesen sei. Der Song stamme aus der Apartheidsära und habe eine metaphorische Bedeutung. Er sei gegen das System der Apartheid gerichtet gewesen; für die Zerstörung dessen. Ein Kampf gegen die Polizeikräfte und solche Farmer, die andere Leute brutal angegriffen und umgebracht haben. Damals sei der Song verständlich gewesen. Aber den Song heutzutage zu singen, so Zapiro, sei falsch. Es sei der Versuch, eine desillusionierte Jugend zu mobilisieren, weil der ANC es nicht geschafft habe, seine Versprechen zu halten und jetzt die Wut dieser Jugend auf die Leute richten will, welche heutzutage nicht mehr unbedingt die Attackierenden darstellen; zumindest nicht in dem Ausmaß wie zuvor. Allerdings glaubt Zapiro nicht, dass man einen Song verbieten könne. Er empfindet die Entscheidung des höchsten Gerichts in Südafrika demnach als falsch. Als Unterstützer der Meinungsfreiheit kann er dem nicht zustimmen. Man könne jemanden politisch-opportunistisch nennen ohne ihm das Singen des Liedes zu verbieten. Es sei viel komplizierter als dass man einfach sagen könne: Julius Malema sei äquivalent zu dem was Terre Blanche2 war. So funktioniere das nicht. Zapiro sagt, er habe Cartoons gemacht, die die Entscheidung des Gerichts kritisiert haben. Er stimme der Definition von Hassrede zu, welche von der Menschenrechtskommission und der UN beschlossen wurde und finde, dass Hassrede verhindert werden sollte. „ Diese Definition würde beinhalten, dass es eine Verbindung zwischen einem Mord und einer vorausgegangen Aufforderung, wie zum Beispiel eine Rede, ein Lied oder ein Schreiben geben würde. Aber er denke nicht ,, dass Leute andere Menschen auf Grund dessen umgebracht haben, was Julius gesagt hat 3

Slideshow zu Zapiro-Karikaturen mit HIV/AIDS-Bezug

Zapiro sagt weiterhin, dass es auch Beschwerden über seinen ,,Lady Justice-Cartoon“ gegeben hatte und die Menschenrechtskommission ihn diesbezüglich freisprach, da diese meinte, sein Cartoon ermutige keinen Menschen dazu, einem anderen etwas anzutun. Es sei eine Metapher über Zumas Verhalten gegenüber der Justiz gewesen. Meinungsfreiheit ist Zapiro sehr wichtig. Wenn also jemand sagen würde, man solle den Song, gesungen von Malema, verbieten, so müsse man auch seine Cartoons verbieten, denn beides könne in einer Art und Weise als ,,falsch“ interpretiert werden.

Was wünscht sich Zapiro für das neue Südafrika. Er erinnert sich an Desmond Tutu´s Idee der Regenbogennation, während der ,,inconscription campaign“ in 1985. ,,Es war etwas idealistisch.„ Tutu wünschte sich eine politische Bewegung in Form einer Regenbogenkoalition, die gemeinsam für Freiheit, ,,non-racialism“ und Demokratie kämpfen würde. Leider habe Südafrika seit Apartheidsende nur wenige solcher Regenbogenmomente zeigen können, wie zum Beispiel die Rugby-Weltmeisterschaft von 1995. Er sagt, dass er früher gedacht habe, die weiße Bevölkerung sei hauptsächlich dafür verantwortlich; sie habe sich nicht entschuldigt und keine Verantwortung gezeigt. Er glaube immer noch, dass sie eine sehr große Verantwortung dafür trage, allerdings denke er jetzt, dass viel mehr hätte erzielt werden können, wenn der ANC nicht so ,,fett, bequem und korrupt„ geworden wäre. Und wenn die Leute ganz oben nicht eine kleine Elite promoten würden, sondern versuchen würden, die Lücke zwischen Arm und Reich zu schließen. Nur dann könne man eine Art ,,Versöhnung” haben. Vieles sei nach den Anhörungen der ,,Truth Reconciliation Commission“ ungelöst geblieben. Das Wichtigste sei, die Ungerechtigkeiten in diesem Land zu beseitigen. Südafrika sei das Land mit der größten Ungleichheit zwischen den Menschen; es läge sogar hinter Brasilien. Und das sei skandalös nach 17 Jahren nach Einführung der Demokratie.

Was wünscht sich Zapiro für seine eigene Zukunft, was sind seine Pläne. Für den Moment und solange er noch das Gefühl hat, etwas mitteilen zu können, möchte er weiterhin Cartoons zeichnen. In ferner Zukunft möchte er aber zu anderen Genres von Cartoons und Geschichtserzählungen übergehen. Er habe schon 4.000 Cartoons und 15 Bücher veröffentlicht; er wolle schließlich nicht dieselbe Sache für immer und ewig machen. Auch möchte er mehr Ausgeglichenheit erlangen, denn die Intensität, mit welcher er seine Zeichnerei betreibe, sei sehr einvernehmend . Er möchte einfach mehr Zeit mit seiner Familie verbringen.

HERE YOU WILL FIND THE ENGLISH VERSION OF THIS INTERVIEW.

1 Er war der dritte Premierminister nach DF Malan und Jacob Strijdom

2 Gründer der Afrikaaner Widerstandsbewegung waehrend Apartheid; als weisser Suprematist angesehen

3 Diskussion in Südafrika über eine mögliche Verbindung zwischen Malema`s Singen des Songs ,,Kill the boers“ und dem Mord an Terre Blanche