Schlagwort-Archive: Koalitionsvertrag

Old-School-Rocker haben Machtkampf verloren

Exklusiv: Im Interview mit Dr. Sabine Vogt, Leiterin der BKA-Abteilung für Organisierte Kriminalität

(Autor: Ghassan Abid)

BKA

© Dr. Sabine Vogt ist Leiterin der Abteilung „Schwere und Organisierte Kriminalität“ beim Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden. Sie ist für die Bekämpfung der Rockerkriminalität zuständig und beobachtet OMCG wie den Hells Angels MC sehr genau. Für die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ stand die studierte Juristin exklusiv zur Verfügung. (Quelle: BKA)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Dr. Sabine Vogt, Leiterin der Abteilung „Schwere und Organisierte Kriminalität“ beim Bundeskriminalamt. Sie sind unter anderem für die Bekämpfung der Rockerkriminalität zuständig. Welche nachhaltigen Erfolge konnten verbucht werden?

Antwort: Die von Mitgliedern von sogenannten „Outlaw Motorcycle Gangs“ (OMCG) ausgehende Kriminalität wächst seit Jahren, ihre Bekämpfung stellt nicht nur für die Polizei eine immense Herausforderung dar. Das wird nicht zuletzt dadurch deutlich, dass die Bekämpfung der Rockerkriminalität Eingang in den Koalitionsvertrag nach den Bundestagswahlen 2013 fand.

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„Die Arbeit des BMZ in Südafrika zeigt Wirkung“

Im Interview mit Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesentwicklungsminister

(Autor: Ghassan Abid)

© Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). (Quelle: Lukas Kolodziej)

© Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). (Quelle: Lukas Kolodziej)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ den Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Herrn Hans-Jürgen Beerfeltz.

Frauen in Südafrika sind besonders stark von sexueller Gewalt betroffen. Laut aktuellsten Angaben des „SA Institute of Race Relations (SAIRR)“ werden pro Jahr 2.500 Frauen getötet und über 200.000 Frauen attackiert. Hervorzuheben ist hierbei die Vergewaltigung der 17-jährigen Anene Booysens in Bredasdorp. Wie erklären Sie sich diese gesellschaftliche Stellung des weiblichen Geschlechts am Kap?

Antwort: Die erschreckende Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Südafrika hat viele Ursachen: Traditionelle Geschlechterrollen gehören dazu, aber auch die Zerrissenheit der Gesellschaft durch die Apartheid wirkt heute noch nach. Viele Familien wurden durch das System der Wanderarbeit auseinander gerissen. Wo in den Arbeiterwohnheimen der Bergbaustädte nur Männer unter sich waren – und zum Teil heute immer noch sind – hat Gewalt immer weiter um sich gegriffen. Arbeitslosigkeit und Alkohol unter jungen Männern verstärken die Brutalisierung.

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