Schlagwort-Archive: Kommandeur

AFRICOM und sein Südafrika-Beziehungsnetz

Wie das US-Regionalkommando in Stuttgart schwerpunktmäßig auf Pretoria ausgerichtet ist

(Autor: Ghassan Abid)

Die Amerikaner sind als führende Machtnation stets bemüht, ihre nationalen Interessen weltweit durchzusetzen. Dass der afrikanische Kontinent in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung für die US-Regierung zunehmend wird, würde kein Analyst mehr bestreiten: Erdölversorgung, Terrorismusbekämpfung und Handelsbeziehungen. Das Engagement der USA in Afrika werde ausgeweitet, so mehrere Kommentatoren. Die Konkurrenz zu China um die Gunst des aufstrebenden Kontinents verschärfe den Druck auf Washington.

© Die USA pflegen seit 2009 enge militärische Beziehungen mit Südafrika. Das Regionalkommando für Afrika, AFRICOM mit Hauptsitz in Stuttgart, nimmt in diesem Kontext eine Schlüsselrolle ein. Es koordiniert seit Jahren eine fortwährende Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen Washington und Pretoria. Im März 2010 reiste der damalige Befehlshaber der US-Streitkräfte für Afrika, William B. Garrett III, nach Südafrika [im Bild zu sehen]. (Quelle: flickr/ US Army Africa)

© Die USA pflegen seit 2009 enge militärische Beziehungen mit Südafrika. Das Regionalkommando für Afrika, AFRICOM mit Hauptsitz in Stuttgart, nimmt in diesem Kontext eine Schlüsselrolle ein. Es koordiniert seit Jahren eine fortwährende Vertiefung der bilateralen Beziehungen zwischen Washington und Pretoria. Im März 2010 reiste der damalige Befehlshaber der US-Streitkräfte für Afrika, William B. Garrett III, nach Südafrika [im Bild zu sehen]. (Quelle: flickr/ US Army Africa)

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BND in Südafrika

Im Interview mit Erich Schmidt-Eenboom, Geheimdienstexperte und Publizist aus Weilheim

(Autor: Ghassan Abid)

© Erich Schmidt-Eenboom, Leiter des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V., Journalist und Publizist. Er ist der gefragteste Interviewpartner zum Thema Geheimdienste. Sein 1993 erschienenes Buch „Der BND“ führte zum sogenannten Journalisten-Skandal des BND. 2005 stellte sich heraus, dass Schmidt-Eenboom seit 1993 durch den Bundesnachrichtendienst überwacht wurde.

© Erich Schmidt-Eenboom, Leiter des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V., Journalist und Publizist. Er ist der gefragteste Interviewpartner zum Thema Geheimdienste. Sein 1993 erschienenes Buch „Der BND“ führte zum sogenannten Journalisten-Skandal des BND. 2005 stellte sich heraus, dass Schmidt-Eenboom seit 1993 durch den Bundesnachrichtendienst überwacht wurde.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Erich Schmidt-Eenboom, Leiter des Forschungsinstituts für Friedenspolitik e.V., Journalist und Publizist. Eine aktuelle Frage an den Geheimdienstexperten: Wie bewerten Sie die heutige Rolle des Bundesnachrichtendienstes (BND) im Hinblick auf den Arabischen Frühling?

Antwort: Die Rolle des Bundesnachrichtendienstes während der „Arabellionen“ variiert von Staat zu Staat. In Ägypten, einer klassischen Domäne der CIA, spielte er beim Machtwechsel nur eine randständige Rolle. In Libyen war er wie kein anderer westlicher Nachrichtendienst mit dem Gaddafi-Regime verbunden und hielt – wie die schwarz-gelbe Regierungskoalition – lange am alten System fest. Die Förderung des Regimewechsels in Tripolis überließ er den Nachrichtendiensten Frankreich und Qatars, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten.

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