Schlagwort-Archive: Korruption

„Die Anleger sollten keine Angst haben“

Bundespräsident Steinmeier reiste mit Delegation nach Südafrika und wünscht Neuanfang mit Pretoria

(2010sdafrika-Redaktion)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stattete vom 18. bis 21. November 2018 einen Arbeitsbesuch in Südafrika ab. Begleitet wurde das Staatsoberhaupt von einer Wirtschaftsdelegation und von in Deutschland lebenden südafrikanischen Künstlern. Im Vorfeld der Reise lobte der ehemalige Außenminister die Anstrengungen von Südafrikas Staatspräsidenten Cyril Ramaphosa im Hinblick auf die Bekämpfung der Korruption im Land.

© Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt sich im November 2018 anlässlich eines Arbeitsbesuchs in Südafrika auf. Beim Gespräch mit Staatspräsident Ramaphosa untermauerte Steinmeier die Kooperation mit Pretoria im Rahmen eines „Neuanfangs“ ausbauen zu wollen. (flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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Keine Rettung für VBS-Mutual-Bank

Südafrikas Zentralbank bereitet rasche Abwicklung von korruptem Geldinstitut vor. Justiz ermittelt

(2010sdafrika-Redaktion)

Die südafrikanische Zentralbank SARB hat bekannt gegeben, die Abwicklung der VBS-Mutual-Bank schnellstmöglich zum Abschluss bringen zu wollen. Das Geldinstitut sei „hoffnungslos zahlungsunfähig“, sodass die Regulierungsbehörde den Prozess zur Schließung der Bank eingeleitet habe. Im März 2018 wurde die VBS aufgrund von Liquiditätsproblemen von der Zentralbank zwangsverwaltet, wodurch erst die immense Korruption ans Licht kam. Der materielle Schaden geht in die Millionen.

© Führende Mitarbeiter der südafrikanischen VBS-Mutual-Bank haben das Vermögen des Geldinstituts in Höhe von 112 Millionen Euro zur eigenen Bereicherung veruntreut. Die unter Zwangsverwaltung gestellte Bank ist insolvent. Im Bild ist das Management der VBS zu sehen. (Quelle: VBS-Mutual-Bank)

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Schmiergelder für Staatsaufträge

Ernste Korruptionsvorwürfe gegen deutsche IT-Konzerne in Südafrika: SAP SE und Software AG

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrika gilt für deutsche Unternehmen weiterhin als zentrales Sprungbrett in den afrikanischen Markt. Rund 600 deutsche Firmen sind vor Ort aktiv und beschäftigen über 90.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 entfielen rund 81 Prozent der deutschen Bestandsinvestitionen in Subsahara-Afrika – konkret 6,5 Milliarden Euro – auf die Kaprepublik. Der Ruf der „Germans“ gilt als exzellent. Allerdings schaden zwei IT-Konzerne dem Image der deutschen Wirtschaft.

© Die beiden deutsche IT-Konzerne SAP SE und Software AG müssen sich in Südafrika wegen Korruptionsvorwürfen verantworten. In beiden Fällen geht es um umfangreiche Schmiergeldzahlungen an dubiose Firmen mit politischem Einfluss, um Staatsaufträge an Land zu ziehen. Die beiden Fälle schaden dem Image der deutschen Wirtschaft im südlichen Afrika. (Quelle: SAP AG / Reto Klar)

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Jacob Zuma wird 7. Frau heiraten

Südafrikas Ex-Präsident plant Hochzeit mit 24-jähriger Conco. Altersunterschied bei 52 Jahren

(2010sdafrika-Redaktion)

Der ehemalige Staatspräsident Jacob Zuma, der nach massivem Druck durch seine Partei ANC am 14. Februar vom Amt zurücktreten musste, wird zum nun 7. Mal in den Bund der Ehe eingehen. Der 76-jährige Polygamist plant die 24-jährige Nonkanyiso Conco in naher Zukunft zu heiraten. Der Altersunterschied liegt somit bei 52 Jahren. Zudem sollen Zuma und Conco bereits ein gemeinsames Kind haben – das 23. bekannte Kind des ehemaligen Staatsoberhaupts von insgesamt 11 verschiedenen Frauen.

© Die 24-jähriger Nonkanyiso Conco [im Bild] hat gegenüber mehreren Medien bereits bestätigt, dass sie den früheren Staatspräsidenten Jacob Zuma heiraten wird. Somit wäre der Ex-Staatschef Südafrikas gleichzeitg mit 5 Frauen verheiratet. (Quelle: Facebook)

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Die Post-Zuma-Ära

Turbulente Zeiten in Südafrika. Hoffnung und Verunsicherung liegen nahe beieinander

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 14. Februar verkündete Jacob Zuma kurz vor Mitternacht in einer Live-Übertragung im südafrikanischen TV, von seinem Amt als Staatspräsident mit sofortiger Wirkung zurückzutreten. Vorausgegangen war die an ihn gerichtete Forderung seiner Partei, innerhalb von 48 Stunden den Rücktritt zu erklären. Andernfalls würde der 75-Jährige über einen Misstrauensvotum abgesetzt werden. Bereits einen Tag später wurde dessen Vize und der neu gewählte ANC-Präsident Cyril Ramaphosa zum neuen Staatschef gewählt. Viele Bürger hoffen auf einen Neuanfang und einige sind zugleich verunsichert.

© Nach dem erzwungenen Rücktritt Jacob Zumas ist nun Cyril Ramaphosa der neue Staatspräsident. Der Personalwechsel hat für eine starke Hoffnungsstimmung bei der Bevölkerung gesorgt. Doch auch Verunsicherung hat sich nach kurzer Zeit breit gemacht, nachdem Ramaphosa die vom ANC beschlossene Landumverteilung angekündigt hat. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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„Bei Ramaphosa habe ich wieder Hoffnung“

Im Interview mit der in Berlin lebenden südafrikanischen Journalistin Anli Serfontein

(Autor: Ghassan Abid)

© Anli Serfontein ist eine südafrikanische Journalistin, Buchautorin, Dokumentarfilmerin und Übersetzerin, mit Wohnsitz in Deutschland. Regelmäßig kommentiert sie in deutschen und ausländischen Medien die politischen Entwicklungen am Kap. Kürzlich stand sie DW-TV für eine Lageeinschätzung zur Verfügung. (Quelle: Screenshot DW-TV)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen ganz herzlich auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ die südafrikanische Journalistin Anli Serfontein. Selten stand ein ANC-Bundesparteitag so stark im öffentlichen Fokus. Dabei hat die Wahl von Cyril Ramaphosa zum neuen ANC-Parteivorsitzenden weltweit für ein mediales Echo gesorgt. War der Sieg des Unternehmers zu erwarten oder vielmehr eine Überraschung?

Antwort: Es war die letzten Tage vor der Wahl sehr knapp und viele Leute hatten es gehofft und um die Entscheidung gebangt. Wir haben aber gesehen, dass mit diesen Wahlen der ANC zurzeit in zwei verschiedene Lager gespalten ist.

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Millionär wird nächster Präsident Südafrikas

2.440 von 4.700 Delegierten wählen Unternehmer Cyril Ramaphosa zum neuen ANC-Parteivorsitzenden

(2010sdafrika-Redaktion)

Die Delegierten des Afrikanischen Nationalkongresses haben mit absoluter Mehrheit auf dem 54. Bundesparteitag im Süden Johannesburgs für Cyril Ramaphosa als neuen Parteivorsitzenden gestimmt. Dieser setzte sich gegen seine Konkurrentin Nkosazana Dlamini-Zuma mit 2.440 zu 2.261 Stimmen knapp durch. Insofern wird der Wunschkandidat der Wirtschaft den ANC in den Wahlkampf der Parlamentswahlen 2019 führen. Der ANC-Vorsitzende übernimmt traditionell auch das Amt des Staatspräsidenten.

© Der millionenschwere Unternehmer Cyril Ramaphosa konnte sich gegen seine Konkurrentin Nkosazana Dlamini-Zuma knapp durchsetzen. Der Jurist war der Wunschkandidat der Wirtschaft. Ramaphosa hat sich die Bekämpfung der Korruption und Arbeitslosigkeit auf die Agenda gesetzt. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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