Schlagwort-Archive: Krankenhaus

Freiwilligenarbeit für Deutsche in Südafrika

Südafrika ist sehr beliebt bei Volunteers aus dem deutschsprachigen Raum

(Ein Gastbeitrag von Konstanze Pfeiffer)

Ob als Volunteer in der Kinderbetreuung, Schule, im Krankenhaus, in einer Behinderteneinrichtung oder im Wildlife-Projekt – Südafrika steht in puncto Freiwilligenarbeit bei jungen Deutschen, Österreichern und Schweizern hoch im Kurs. So reisten in den letzten zwölf Jahren Tausende Teilnehmer/innen mit dem deutschen Veranstalter „Rainbow Garden Village“ nach Südafrika, um sich in einem Freiwilligen-Projekt zu engagieren.

© Ob als Volunteer in der Kinderbetreuung, Schule, im Krankenhaus, in einer Behinderteneinrichtung oder im Wildlife-Projekt – Südafrika steht in puncto Freiwilligenarbeit hoch im Kurs. 2007 nahm der Veranstalter „Rainbow Garden Village“ Südafrika mit ins Programm auf. (Quelle: RGV)

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Kap-Kolumne: Life-Esidimeni-Skandal

Das Elend im Gesundheits- und Sozialwesen: 143 Patienten mussten sterben – aus Kostengründen

(Autor: Detlev Reichel, Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals)

Richter Dikgang Moseneke ist immer wieder fassungslos. Die Aussagen der Zeugin Dr. Makgabo Manamela sind meist ausweichend, wirr, unzusammenhängend. Dr. Manamela ist nicht irgendwer in diesem Drama. Sie ist die suspendierte leitende Direktorin für den Bereich geistig behinderte Menschen bei der Gesundheitsbehörde der Provinz Gauteng. Sie war zuständig für Patienten, die mit staatlicher Hilfe u.a. bei dem privaten, also auf Gewinn orientierten Krankenhaus-Unternehmen Life Esidimeni untergebracht waren.

© Dr. Makgabo Manamela [im Bild] war die leitende Direktorin für geistig behinderte Menschen bei der Gesundheitsbehörde Gautengs. Ihre Behörde entschied, 1.300 Patienten, die beim Unternehmen Life Esidimeni untergebracht waren, aus Kostengründen auszulagern. Dabei starben 143 Menschen – ein Skandal.

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Babies bei Geburt in Südafrika verwechselt

Zwei Mütter streiten vor Gericht: Die Eine möchte ihr Kind behalten, die Andere hingegen einen Tausch

(Autor: Ghassan Abid)

Für jedes Elternpaar ist es eine Schreckensmeldung, wenn es erfährt, dass das leibliche Kind nicht bei ihnen lebt, sondern bei fremden Personen. Im Tambo Memorial-Krankenhaus in Boksburg ist eine Verwechslung eingetreten, die genau diese Situation verursacht hat. Vier Jahre nach dem Irrtum streiten sich nun die Mütter vor Gericht. Die Eine möchte ihr leibliches Kind zurück, die Andere hingegen betrachtet das vertauschte Kind als ihres und wehrt sich.

US Army Africa

© In Südafrika streiten sich zurzeit zwei Mütter vor Gericht. Ihre Babies sind vor vier Jahren in einem Krankenhaus verwechselt worden. Die eine Mutter möchte ihr leibliches Kind zurück, die andere hingegen wehrt sich gegen einen Tausch. (Quelle: flickr/ US Army Africa)

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„Nelson Mandela auf dem Weg der Besserung“

Präsident Jacob Zuma stattete Madiba einen Hausbesuch ab. Zweifel an Meldung kommen auf

(2010sdafrika-Redaktion)

Präsident Jacob Zuma besuchte in den Morgenstunden des 18. November 2013 den Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela in seinem Haus im Johannesburger Stadtteil Houghton. „Mandela erhole sich weiter“, hieß es vom Präsidialamt Südafrikas. Doch zunehmend mehr Menschen am Kap misstrauen den stets positiven Meldungen der Regierung.

© „Mandela ist auf dem Weg der Besserung“, sagte Präsident Jacob Zuma nach seinem Hausbesuch bei Nelson Mandela. Doch zunehmend mehr Bürger Südafrikas misstrauen den stets positiven Meldungen der Regierung. Unterdessen ist die Mandela-Ausstellung "Nelson Mandela Centre of Memory" in Johannesburg eröffnet worden. (Qelle: flickr/ Geoff Cooke)

© „Mandela ist auf dem Weg der Besserung“, sagte Präsident Jacob Zuma nach seinem Hausbesuch bei Nelson Mandela. Doch zunehmend mehr Bürger Südafrikas misstrauen den stets positiven Meldungen der Regierung. Unterdessen ist die Mandela-Ausstellung „Nelson Mandela Centre of Memory“ in Johannesburg eröffnet worden. (Qelle: flickr/ Geoff Cooke)

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Nelson Mandela verlässt Krankenhaus

Gesundheitszustand sei nach rund drei Monaten Aufenthalt „kritisch und manchmal instabil“

(2010sdafrika-Redaktion)

Das Präsidialamt Südafrikas bestätigte die heutige Entlassung Nelson Mandelas aus dem Heart Hospital in Pretoria. Er werde nun zu seinem Houghtoner Domizil in Johannesburg gefahren, um von daheim aus medizinisch weiterbehandelt zu werden.“Wir wünschen ihm alles Gute und die weitere Genesung an seinem Johannesburger Wohnort“, so das Präsidialamt in einer Presseerklärung.

© Das Präsidialamt Südafrikas verkündete die heutige Entlassung von Nelson Mandela aus dem Heart Hospital in Pretoria. Er werde nun an seinem Johannesburger Domizil weiterbehandelt. Krank ist Madiba allerdings weiterhin. (Quelle: flickr/ Paul Jacobson)

© Das Präsidialamt Südafrikas verkündete die heutige Entlassung von Nelson Mandela aus dem Heart Hospital in Pretoria. Er werde nun an seinem Johannesburger Domizil weiterbehandelt. Krank ist Madiba allerdings weiterhin. (Quelle: flickr/ Paul Jacobson)

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Nelson Mandela wird 95 Jahre alt

Madibas Geburtstag im Zeichen des Gemeinwohls. Eine Aktion, die vom ANC missbraucht wird

(Ein Kommentar von Chefredakteur Ghassan Abid)

Das Kalafong Hospital im Westen Pretorias ist Anfang der 70er Jahre eröffnet worden. Das im braunen Backstein erbaute Gebäude der Universität Pretoria liegt im Township Atteridgeville. An jenem Ort, das während der Apartheid im Jahr 1988 Ziel eines ANC-Bombenanschlages wurde. Genau 20 Jahre später wurden in Atteridgeville afrikanische Flüchtlinge gejagt. Sieben Ausländer starben. Und heute leben im Township arme Südafrikaner weißer Hautfarbe, die im Kalafong Hospital mit schwarzen Patienten – ebenfalls aus ärmlichen Verhältnissen – auf ihre Behandlung warten. Dennoch herrschen auch unter den Armen derselben Gemeinschaft große Berührungsängste. Das Geben und Nehmen im demokratischen Südafrika erweist sich aus Sicht vieler Bürger als utopische Vorstellung.

    © Nelson Mandela ist heute 95 Jahre alt geworden. Die Regierung hat die Bürger Südafrikas dazu aufgerufen, ehrenamtlich tätig zu werden und am Mandela Day gemeinwohlorientiert zu handeln. Man müsse die Ideale Mandelas umsetzen, heißt es. Doch die Mitglieder der Regierung, allen voran Präsident Jacob Zuma, leben alles andere als nach den Grundsätzen Mandelas. Die wahren Vorbilder sind andere Menschen. (Quelle: flickr/ edjane obama)

© Nelson Mandela ist heute 95 Jahre alt geworden. Die Regierung hat die Bürger Südafrikas dazu aufgerufen, ehrenamtlich tätig zu werden und am Mandela Day gemeinwohlorientiert zu handeln. Man müsse die Ideale Mandelas umsetzen, heißt es. Doch die Mitglieder der Regierung, allen voran Präsident Jacob Zuma, leben alles andere als nach den Grundsätzen Mandelas. Die wahren Vorbilder sind andere Menschen. (Quelle: flickr/ edjane obama)

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Kap-Kolumne: Wenn der Schmerz zum Streit wird

Mit Mandela-Überresten das große Geschäft machen? Madiba-Clan im öffentlichen Streit und vor Gericht

(Autor: Detlev Reichel ist der Kap-Kolumnist des Südafrika-Portals. Als Missionskind, Sozialist und einstiger Westberliner Anti-Apartheids-Aktivist berichtet er aus und zu Südafrika.)

Dear Nelson Mandela. You have served our country so much, now it is our time to serve. You are my hero. Thank you so much for giving us happiness.

Diese Worte, so schreibt die Sonntagszeitung „City Press“, stehen auf der selbstgefertigten Karte einer Elfjährigen vor dem Wohnhaus des „Vaters der Nation“ im Johannesburger Vorort Houghton. Hier, wie vor dem Krankenhaus in Pretoria, häufen sich die Gegenstände aller Art – Karten, Blumen, Plakate, Bilder, Tücher – die dem schwer erkrankten Nelson Rolihlahla Mandela gewidmet sind. Insbesondere die Devotionalienwand am Krankenhaus ist inzwischen zu einem Anziehungspunkt für Touristen geworden.

© Innerhalb der Mandela-Familie ist ein offener Streit ausgebrochen. Nelson Mandelas Enkel, Mandla Mandela, hat 2011 drei Gräber der Familie exhumieren und die sterblichen Überreste nach Mvezo in eine neu angelegte Grabstätte verlegen lassen. Will Mandla Mandela mit den Überresten seiner Familienangehörigen Geld machen, fragt sich die Nation. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

© Innerhalb der Mandela-Familie ist ein offener Streit ausgebrochen. Nelson Mandelas Enkel, Mandla Mandela [im Bild rechts], hat 2011 drei Gräber exhumieren und die sterblichen Überreste nach Mvezo in eine neu angelegte Grabstätte verlegen lassen. Will Mandla Mandela mit den Überresten seiner Familienangehörigen Geld machen, fragt sich die Nation. (Quelle: flickr/ The Presidency of the Republic of South Africa)

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