Schlagwort-Archive: Landwirtschaft

Expertenbericht zur Landreform fertiggestellt

Südafrika treibt Gesetzgebung zur entschädigungsfreien Enteignung von weißem Grundbesitz voran

(2010sdafrika-Redaktion)

Eine zehnköpfige Expertenkommission, die von Präsident Cyril Ramaphosa eingesetzt wurde, um die vom Afrikanischen Nationalkongress angestrebte Landreform umzusetzen, hat am Dienstag ihren Abschlussbericht vorgelegt. Der regierende ANC schlug im vergangenen Jahr eine Verfassungsänderung vor, um die entschädigungsfreie Enteignung von weißem Grundbesitz zu ermöglichen.

© Die von Präsident Cyril Ramaphosa eingesetzte Expertenkommission hat ihren Abschlussbericht zur Landreform fertiggestellt, wo es um die entschädigungsfreie Enteignung von Grundbesitz geht. (Quelle: flickr/ Tshikululu)

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Südafrikas Enteignungsbeschluss löst Angst aus

Präsident Cyril Ramaphosa betont „keinen Grund zur Panik oder zum Schlagen von Kriegstrommeln“

(2010sdafrika-Redaktion)

Südafrikas neu gewählter Staatspräsident Cyril Ramaphosa hat nach dem Parlamentsbeschluss vom 27. Februar 2018 zur Enteignung des Grundbesitzes weißer Farmer zugunsten der schwarzen Mehrheitsbevölkerung erklärt, dass es keinen Grund gäbe, „in Panik zu verfallen oder Kriegstrommeln zu schlagen“. Somit reagiert er auf die Befürchtung der weißen Gesellschaftsminderheit, dass deren Land ohne Entschädigung enteignet werden solle und es ferner zu Entwicklungen wie im benachbarten Simbabwe kommen könnte.

© Viele weiße Südafrikaner sind verunsichert, nachdem das Parlament die Enteignung von weißem Grundbesitz zugunsten der schwarzen Mehrheitsbevölkerung beschlossen hat. Staatspräsident Cyril Ramaphosa bekräftigt nun, dass es keinen Grund zur Panik gäbe. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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Südafrikas Parlament stimmt Enteignung zu

Weiße Farmer befürchten Umverteilung von Landbesitz und Verhältnisse wie in Simbabwe

(Autor: Ghassan Abid)

Am 27. Februar 2018 stimmte das Parlament Südafrikas, mit einer Mehrheit aus der Regierungspartei ANC und der Oppositionsfraktion EFF, mit 241 zu 83 Stimmen für den Antrag über die entschädigungsfreie Enteignung von Farmern. Bis zum Herbst dieses Jahres soll ein Gremium des Parlaments juristisch prüfen, inwieweit hierzu eine Verfassungsänderung möglich ist. Aktuell erlaubt der Artikel 25 der Verfassung eine Enteignung, wenn ein öffentliche Interesse besteht und darüber hinaus dem Enteigneten eine Entschädigung gezahlt wird. Da sich ein Großteil der Agrarflächen in weißer Hand befindet, befürchtet insbesondere die weiße Minderheit einen massiven Grundrechtseingriff.

© Südafrikas Parlament befürwortet die Enteignung von weißen Grundbesitzern zugunsten der schwarzen Mehrheitsbevölkerung. Allerdings spricht sich der ANC entgegen seiner ursprünglichen Auffassung nicht mehr für eine Entschädigung aus. Aus diesem Grund müsste die Verfassung geändert werden. (Quelle: flickr/ Christopher Griner)

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Die Post-Zuma-Ära

Turbulente Zeiten in Südafrika. Hoffnung und Verunsicherung liegen nahe beieinander

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 14. Februar verkündete Jacob Zuma kurz vor Mitternacht in einer Live-Übertragung im südafrikanischen TV, von seinem Amt als Staatspräsident mit sofortiger Wirkung zurückzutreten. Vorausgegangen war die an ihn gerichtete Forderung seiner Partei, innerhalb von 48 Stunden den Rücktritt zu erklären. Andernfalls würde der 75-Jährige über einen Misstrauensvotum abgesetzt werden. Bereits einen Tag später wurde dessen Vize und der neu gewählte ANC-Präsident Cyril Ramaphosa zum neuen Staatschef gewählt. Viele Bürger hoffen auf einen Neuanfang und einige sind zugleich verunsichert.

© Nach dem erzwungenen Rücktritt Jacob Zumas ist nun Cyril Ramaphosa der neue Staatspräsident. Der Personalwechsel hat für eine starke Hoffnungsstimmung bei der Bevölkerung gesorgt. Doch auch Verunsicherung hat sich nach kurzer Zeit breit gemacht, nachdem Ramaphosa die vom ANC beschlossene Landumverteilung angekündigt hat. (Quelle: flickr/ GovermentZA)

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Licht ins Dunkel bringen

Südafrikas Wirtschaft erleidet durch Energiekrise schweren Schaden. Regierung ignorierte Warnungen

(Autor: Ghassan Abid)

Südafrika hat schon seit längerer Zeit ernste Schwierigkeiten mit der Sicherstellung einer flächendeckenden Energieversorgung. Nun verschärfte sich in den letzten Monaten das Ausmaß der Stromknappheit dermaßen, sodass man mittlerweile von einer nationalen Energiekrise sprechen muss. Auf öffentlichen Druck hin ist Mitte März 2015 der Vorstand des staatlichen Energiekonzerns Eskom suspendiert und eine Untersuchung zu den ungenügenden Produktionskapazitäten eingeleitet worden. Dabei ist schon längst klar, dass die Regierung die Schuld für die Misere trägt.

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© Südafrikas Energiekrise wäre vermeidbar gewesen, hätte die Politik bereits 1998 rechtzeitig gehandelt und nachhaltig geplant. Nun muss die Wirtschaft massive Verluste in Kauf nehmen. Das Wirtschaftswachstum in Südafrika ist durch die Energieknappheit erheblich gebremst worden. Im Bild ist das Kendal-Kraftwerk in der Mpumalanga-Provinz zu sehen. (Quelle: Graeme Williams/ MediaClubSouthAfrica.org)

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Linksradikal, antikapitalistisch, anti-imperialistisch

Südafrikaner im Wahlfieber: Malema-Partei „Economic Freedom Fighters“ fordert ANC heraus

(2010sdafrika-Redaktion)

Julius Malema ist einer der umstrittensten Politiker Südafrikas. Als ehemaliger Präsident der ANC-Jugendliga schaffte er es – mit Unterstützung seines damaligen Mentors Jacob Zuma – ganz nach oben aufzusteigen. Nach seinem Rausschmiss aus dem ANC entschloss sich Malema für die Gründung einer eigenen Partei. Mit Spannung wird auf das morgige Wahlergebnis gewartet.

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© Julius Malema ist umstritten und beliebt zugleich. Die Jugend jubelt dem ehemaligen Präsidenten der ANC-Jugendliga in großen Teilen zu. Kritiker werfen ihm vor, als „Brandstifter“, „Populist“ und „Krimineller“ kein Interesse daran zu haben, den Bedürftigen und Armen Südafrikas helfen zu wollen. Als Gründer und Führer der „Economic Freedom Fighters“ will er zurück in die Politik. (Quelle: EFF)

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Mehr Kap-Obst für Deutschland

Bundeslandwirtschaftsministerium
unterstützt Berufsausbildung im südafrikanischen Agrarsektor

(2010sdafrika-Redaktion)

Am 5. Mai 2013 traf Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner in Südafrika ein, um politische Gespräche unter anderem mit ihrer südafrikanischen Amtskollegin Tina Joemat-Pettersson zu führen. Begleitet wurde die Politikerin von mehreren Bundestagsabgeordneten, Wirtschaftsrepräsentanten und Stiftungsvertretern. Die Deutsche Botschaft in Pretoria koordinierte die Arbeitsreise der CSU-Politikerin.

    © Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner unterzeichnete mit ihrer südafrikanischen Amtskollegin Tina Joemat-Pettersson eine Absichtserklärung zur Unterstützung der südafrikanischen Berufsausbildung im Agrarsektor. Außerdem plädierten beide Ministerinnen für eine Vertiefung der bilateralen Handelsbeziehungen. Deutschland ist eines der wichtigsten Importländer für südafrikanisches Obst. (Quelle: Auswärtiges Amt)

© Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner unterzeichnete mit ihrer südafrikanischen Amtskollegin Tina Joemat-Pettersson eine Absichtserklärung zur Unterstützung der südafrikanischen Berufsausbildung im Agrarsektor. Außerdem plädierten beide Ministerinnen für eine Vertiefung der bilateralen Handelsbeziehungen. Deutschland ist eines der wichtigsten Importländer für südafrikanisches Obst. (Quelle: Auswärtiges Amt)

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