Schlagwort-Archive: Lehrbücher

Gewalttätige Studentenproteste in Südafrika

Studiengebühren sollen 2017 steigen: Tränengas und Rauchgranaten statt Vorlesungen und Lehrbücher

(2010sdafrika-Redaktion)

Seit Wochen tobt an den Universitäten Südafrikas ein erbitterter Kampf der Studierendenschaft gegen die geplante Verteuerung der universitären Bildung. Der Protest an der Witwatersrand-Universität in Johannesburg oder an der Universität Kapstadt reißt bisweilen nicht ab. Ganz im Gegenteil – Tränengas und Rauchgranaten sowie gewalttätige Übergriffe bestimmen den Alltag auf dem Campus. Die Regierung wirkt machtlos und versucht, mit dem Einsatz zahlreicher Polizeikräfte landesweit für Ruhe zu sorgen.

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© Der seit mehreren Wochen andauernde Protest der Studierendenschaft an Südafrikas Universitäten ist in puren Vandalismus umgeschlagen. Die Polizei geht mit aller Härte gegen die Unruhen vor. Die Studenten wollen eine Erhöhung der Studiengebühren um mindestens 8 Prozent im Jahr 2017 verhindern. (Quelle: Wits SRC)

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Ungleiche Wohlstandsverteilung in Südafrika

Im Interview mit Anna Mayumi Kerber, freie Afrika-Journalistin

(Autor: Ghassan Abid)

© Anna Mayumi Kerber, freie Afrika-Journalistin mit aktuellem Wohnsitz in Nairobi. Sie berichtet für mehrere deutsche Medien über die Entwicklungen in Ostafrika und im südlichen Afrika. Zurzeit hält sich die Journalistin im Hinblick auf die Wahlen in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe, auf.

© Anna Mayumi Kerber, freie Afrika-Journalistin mit aktuellem Wohnsitz in Nairobi. Sie berichtet für mehrere deutsche Medien über die Entwicklungen in Ostafrika und im südlichen Afrika. Zurzeit hält sich die Journalistin im Hinblick auf die Wahlen in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe, auf.

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Frau Anna Mayumi Kerber, freie Afrika-Journalistin. Sie leben seit Kurzem in Nairobi, der Hauptstadt Kenias. Was hat Sie nach Afrika verschlagen?

Antwort: Ich bin erst seit einem Jahr in Nairobi. Allerdings bin ich – mit Unterbrechungen – nun etwa vier Jahre in sub-Saharischen Ländern unterwegs. Angefangen hat es mit Südafrika. Seit ich in Gymnasiumszeiten Alan Patons „My beloved country“ gelesen habe, und mich dann mit dem Land und seiner Geschichte zu auseinandersetzen begann, wollte ich ans Kap. Ich war fasziniert von der komplexen Vergangenheit und ebenso komplexen gegenwärtigen Dynamik Südafrikas. Nach dem Studium kam dann der richtige Moment für mich. Ich zog Anfang 2008 nach Südafrika und seither hat mich der Kontinent nicht mehr – oder nur mehr temporär – losgelassen.

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