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Magazin „afrikapost“ stellt Betrieb ein

Deutschsprachige Afrika-Medien bedürfen staatlicher Kultur- und Bildungsförderung. Ein Kommentar

(Autor: Ghassan Abid)

Am gestrigen Montag erreichte die Redaktion von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ eine Hiobsbotschaft der Kollegenschaft der „afrikapost“, wonach das im Jahr 1888 gegründete Afrika-Magazin seinen Betrieb zum Ende 2014 einstellen musste. Die Medienkrise, die bei der deutschsprachigen Afrika-Presse schon immer vorherrschte und in den letzten Jahren sogar zugenommen hat, zwang nun das SPIEGEL-Magazin unter den Afrika-Publikationen in die Knie. Diese Angelegenheit sollte als dringender Weckruf verstanden werden.

afrikapost

© Das im Jahr 1888 gegründete Magazin „afrikapost“ stellt seinen Betrieb ein. Unter den deutschsprachigen Afrika-Medien galt die afrikapost als renommierte und hochwertige Presse, vergleichbar mit dem SPIEGEL-Magazin. Ghassan Abid, Chefredakteur von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“, drückt gegenüber seinem Kollegen, dem afrikapost-Chefredakteur Klaus A. Hess [im Bild], sein tiefstes Bedauern aus.

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Gewinner der Verlosung „Million“

Ndebele-Schmuck aus Südafrika geht nach Bremen, Hessen und Innsbruck in Österreich

(2010sdafrika-Redaktion)

Viele Leserinnen und Leser des Südafrika-Portals nahmen am Gewinnspiel „Million“ teil. Am 23. Juli 2014 ist das fortwährende Wachstum dieses gemeinnützigen Online-Mediums erneut mit einer Verlosungsaktion zelebriert worden. Über eine Million Visits konnten mittlerweile verbucht worden, vor allem aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südafrika. Um Ndebele-Schmuck gewinnen zu können, wurde gefragt, welcher Rockerklub auch in Südafrika vertreten ist. Die Antwort lautet: Hells Angels MC.

Doug Wheller

© Die Gewinner der Verlosung „Million“ stammen aus Bremen, Hessen und Österreich. (Quelle: flickr/ Doug Wheller)

Der Ndebele-Schmuck geht an:

– Kathrin W. aus Bremen, Bremen

– Kastner A. aus Innsbruck, Österreich

– Carsten K. aus Dreieich, Hessen.

Das Team von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bedankt sich für das große Interesse am Gewinnspiel. Gratulation an die Gewinner. Wer heute nicht gewonnen hat, der hat natürlich die Möglichkeit auch zukünftig bei unseren Aktionen mit ein wenig Glück etwas zum oder aus dem Land Südafrika zu ergattern. Alle eingereichten Daten werden nach Zusendung des Schmucks nach den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen unwiderruflich gelöscht.

„Ich gebe keine Interviews“

J. M. Coetzee, Südafrikas führender Dichter, las auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin vor

(Autoren: Johanna Hecht, Ghassan Abid)

© J.M. Coetzee trat als Südafrikas führender Schriftsteller am 10. September 2013 auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin auf. "SÜDAFRIKA - Land der Kontraste" war vor Ort und beobachtete das literarische Spektakel im Herzen der Bundeshauptstadt. (Quelle: Jerry Bauer)

© J. M. Coetzee trat als Südafrikas führender Schriftsteller am 10. September 2013 auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin auf. „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ war vor Ort und beobachtete das literarische Spektakel im Herzen der Bundeshauptstadt. (Quelle: Jerry Bauer)

John Maxwell Coetzee ist mit Abstand der populärste Schriftsteller Südafrikas, der dem Medienrummel alles andere als aufgeschlossen ist. Interviews gibt er selten. Auch eine diesbezügliche Anfrage von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ wurde negativ erwidert. Der Kapstädter, der sich von der Öffentlichkeit abschirmt, ist ein gefragter poetischer Zeitgenosse in der internationalen Literaturszene. Zweimal erhielt er den Booker Price und einmal den Literaturnobelpreis in 2003. Am 10. September 2013 trat Coetzee auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin (ilb) auf.

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Südafrika in außenpolitischer Verantwortung

Im Interview mit Klaus A. Hess, Verleger und Chefredakteur des Magazins afrikapost

(Autor: Ghassan Abid)

© Klaus A. Hess, Verleger und Chefredakteur des Magazins afrikapost.

© Klaus A. Hess, Verleger und Chefredakteur des Magazins afrikapost. (Quelle: Klaus A. Hess)

2010sdafrika-Redaktion: Wir begrüßen auf „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ Herrn Klaus A. Hess, Verleger und Chefredakteur des Magazins afrikapost. Seit 1972 befassen Sie sich mit dem afrikanischen Kontinent. Wie erleben Sie Afrika, wenn Sie in die 70er-Jahre zurückblicken und gleichzeitig auf die heutige Entwicklung schauen?

Antwort: Vor 40 Jahren war die Apartheid in Südafrika noch ein großes Thema, in Afrika fanden Stellvertreter-Kriege statt zwischen den Weltmächten Sowjetunion und USA im Rahmen des weltweiten „Kalten Krieges“ der beiden westlich-demokratischen und östlich-kommunistischen Blöcke. In den jungen Staaten wurden verschiedene politische und soziale Modelle probiert, die leider oft nicht zur Entwicklung zugunsten der Bevölkerung führten, sondern zu Umstürzen und Bürgerkriegen. In der Weltpolitik und Weltwirtschaft spielte Afrika praktisch keine eigene Rolle.

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Mandelas Lebenszeit tickt immer schneller

Südafrika bereitet sich auf das zu erwartende Trauma vor. Den Tatsachen ins Auge sehen

(Autor: Ghassan Abid)

Die Zulus, eine bedeutende Ethnie im südlichen Afrika, prägten das in Südafrika vorherrschende Sprichwort: „Ein alter Mensch hat den Kalender im Bauch.“ Nach diesem Verständnis verlagern sich eigene Prioritäten mit zunehmenden Alter ausschließlich auf die physiologischen Grundbedürfnisse wie Essen, Schlafen oder Schmerzensfreiheit. Mandela kann schon seit längerer Zeit diese Bedürfnisse nicht mehr befriedigen. Vielmehr leidet er mit jedem weiteren Tag. Die südafrikanische Nation muss lernen, endlich loslassen zu können.

© Die südafrikanische Öffentlichkeit sucht in diesen Tagen den Weg, wie sie mit dem Tod von Nelson Mandela umzugehen hat. Die Presse versucht, jede Redaktion für sich, die passenden Ansätze zu liefern. Einige halten an einem irdischen Fortbestehen Mandelas fest, andere verabschieden sich bereits von Madiba. (Quelle: flickr/ woolerybj)

© Die südafrikanische Öffentlichkeit sucht in diesen Tagen ihren Weg, wie sie mit dem Tod von Nelson Mandela umzugehen hat. Die Presse versucht, jede Redaktion für sich, die passenden Ansätze zu liefern. Einige halten an einem irdischen Fortbestehen Mandelas fest, andere verabschieden sich bereits von Madiba. (Quelle: flickr/ woolerybj)

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Gewinner der Verlosung „Viertelmillion“

Bücher gehen nach NRW, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Thüringen

(2010sdafrika-Redaktion)

Viele Leserinnen und Leser des Südafrika-Portals nahmen am Gewinnspiel „Viertelmillion“ teil. Am 10. März 2013 ist das fortwährende Wachstum dieses gemeinnützigen Online-Mediums mit dieser Verlosungsaktion zelebriert worden. Denn an diesem Sonntag verzeichnete „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ über  eine Viertelmillion Visits. Allein im letzten Monat verbuchte das Medium einen neuen Monatsrekord mit über 25.000 Visits.  Mit freundlicher Unterstützung des CONBOOK Verlags sind nun folgende Bücher an folgende Gewinner verlost worden.

© Die GewinnerInnen der Verlosung "Viertelmillion" stammen aus Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Thüringen. (Quelle: flickr/ rafiq)

© Die Gewinner der Verlosung „Viertelmillion“ stammen aus Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Thüringen. (Quelle: flickr/ rafiq)

– Buch „Fettnäpfchenführer Südafrika“:

Andrea S. aus Meerbusch, Nordrhein-Westfalen

Sven R. aus Pastow, Mecklenburg-Vorpommern

– Buch „Südafrika 151“:

Sabine W. aus Hannover, Niedersachsen

Annemarie K. aus Suhl, Thüringen.

Das Team von „SÜDAFRIKA – Land der Kontraste“ bedankt sich für das große Interesse am Gewinnspiel. Gratulation an die Gewinner. Wer heute nicht gewonnen hat, der hat natürlich die Möglichkeit auch zukünftig bei unseren Aktionen mit ein wenig Glück etwas zum oder aus dem Land Südafrika zu ergattern. Alle eingereichten Daten werden nach Zusendung der Bücher nach den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen unwiderruflich gelöscht.

Südafrika im Herzen-Kolumne

Das Vorwort zur Kolumne

(Autor: Markus Hintze war Autor vom „Austausch-Log Südafrika“ auf Spiegel Online und ist neuer Kolumnist von “Südafrika im Herzen” auf “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste”.)

Wenn Menschen an Südafrika denken, dann denken die meistens an die tollen Tiere oder an die schönen Strände. Wiederum andere mögen eher vielleicht das sehen was man so aus den Medien oder aus dem Geschichtsunterricht hört: Apartheid, HIV / Aids, Kriminalität und Korruption.

© Wenn Menschen an Südafrika denken, dann denken die meistens an die tollen Tiere oder an die schönen Strände. Wiederum andere mögen eher vielleicht das sehen was man so aus den Medien oder dem Geschichtsunterricht hört: Apartheid, HIV / Aids, Kriminalität und Korruption. (Quelle: flickr/ newtonxl)

© Wenn Menschen an Südafrika denken, dann denken die meistens an die tollen Tiere oder an die schönen Strände. Wiederum andere mögen eher vielleicht das sehen was man so aus den Medien oder aus dem Geschichtsunterricht hört: Apartheid, HIV / Aids, Kriminalität und Korruption. (Quelle: flickr/ newtonxl)

© Markus Hintze war Autor vom „Austausch-Log Südafrika“ auf Spiegel Online und ist neuer Kolumnist von “Südafrika im Herzen” auf “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste”.

© Markus Hintze war Autor vom „Austausch-Log Südafrika“ auf Spiegel Online und ist neuer Kolumnist von “Südafrika im Herzen” auf “SÜDAFRIKA – Land der Kontraste”.

Wir, die Öffentlichkeit, die nur durch Nachrichten oder Medien über das Leben in Afrika auf dem Laufenden gehalten wird. Wir, die Menschen, die auf Afrika blicken und sagen, dass es ein armer Kontinent sei. Wir, die Infoempfänger, die Afrika ihr Mitleid schenken und vielleicht gar keinen Grund dazu haben. Wer sagt, dass die Länder in Afrika wirklich so sind wie wir sie sehen oder wie sie uns die Medien sehen lassen?

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